Affen-Erbgut entziffertWas die Gene der Orang-Utans verraten

Das Orang-Utan-Genom ist veröffentlicht. Zwar sagt es wenig über das Leben der heutigen Menschenaffen aus, dennoch ist es für Evolutionsforscher ein Schatz.

Biologisch betrachtet ist der Mensch nichts anderes als ein großer Affe – zu der Familie gehören Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans. Einst hatten all diese Hominiden einen gemeinsamen Vorfahren. Heute, knapp 16 Millionen Jahre später, stehen Evolutionsforscher vor vielen Rätseln. Wie konnten sich aus diesem Ur-Affen so unterschiedliche Arten entwickeln? Warum bildete der Mensch ein so leistungsfähiges Gehirn aus, während Gorillas zu kräftigen aber im Vergleich weniger intelligenten Waldbewohnern wurden? Wie entwickelte sich das erstaunliche Sozialverhalten der Bonobos und wie konnten die friedliebenden Orang-Utans über Jahrmillionen nahezu unverändert fortbestehen, obwohl sie mit durchschnittlich nur drei Nachkommen im Leben eigentlich ständig am Abgrund der Evolution entlang schlittern?

Eines gleich vorweg: Das entzifferte Orang-Utan-Genom, das Forscher diese Woche im Magazin Nature präsentieren, kann diese grundsätzlichen Fragen auch nicht beantworten. "Zwischen dem Genom eines Primaten und den Merkmalen, die heute lebende Menschen und Affen tragen, liegt ein weiter Weg. Da passt einmal die ganze Biologie hinein. Und auf diesem Weg ist das meiste heute noch unverstanden", erläutert Wolfgang Enard vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig die Ergebnisse des internationalen Forscherteams unter der Leitung von Devin Locke vom Genom-Zentrum der Universität Washington .

Anzeige

Doch es lohnt ein Blick ins Detail der Orang-Utan-Genetik – denn das Erbgut dieser bedrohten Affen, die heute außer in Zoos nur noch auf den Inseln Sumatra und Borneo leben, ist ein wichtiges Puzzleteil, um die Evolution des Menschen zu verstehen.

Orang Utans

Als Waldmenschen bezeichneten die Malaien die großen Menschenaffen mit dem roten Fell. In ihrer Sprache heißen sie "Orang Utan". Heute unterscheidet man zwei Arten – die eine lebt auf der Insel Borneo, die andere auf Sumatra. Da sie sich nur aufgrund der räumlichen Trennung nicht untereinander paaren können, – in Gefangenschaft können Sumatra- und Borneo-Orang-Utan durchaus Nachwuchs haben – ist die Abgrenzung in zwei Arten umstritten.

Pongo abelii lebt – außer in Zoos und Wildparks – auf der indonesischen Insel Sumatra. Umweltschützer schätzen ihre Zahl auf 7 500 Exemplare. Auf Borneo haben bis zu 55.000 Tiere der Art Pongo pygmaeus überlebt. Grundlage für diese Erhebung war eine Studie aus dem Jahr 2004. Borneo gehört zum Teil zu Indonesien und zu Malaysia – im Norden der Insel liegt der Staat Brunei.

Orang-Utans verbringen den größten Teil ihres Lebens in Baumwipfeln, wo sie hauptsächlich Früchte, aber auch Insekten und andere kleine Tiere fressen. Anders als Schimpansen leben diese Menschenaffen in lockereren sozialen Strukturen und sind nicht selten allein auf Nahrungssuche. Die Reviere der Männchen überschneiden sich mit denen mehrerer Weibchen. Orang-Utans sind vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht. Auf Sumatra hat der Mensch bereits 95 Prozent der ursprünglichen Torfmoorwälder zerstört – auf Borneo etwa die Hälfte.

Stammbaum der Primaten

Nach bisherigem Forschungsstand entwickelte sich der moderne Mensch Homo sapiens über Umwege aus einem gemeinsamen Vorfahren mit den Bonobos und Schimpansen. Die Wege des Menschen und dieser beiden heute noch lebenden Primatenarten kreuzten sich zuletzt vor etwa 4,5 bis 6 Millionen Jahren.

Vor 12 bis 16 Millionen Jahren dürfte auf der Erde ein Affe gelebt haben, aus dem dann in einer Linie die Orang-Utans hervorgingen und aus der anderen Gorilla, Mensch, Bonobo und Schimpanse.

Inoffiziell war das komplette Orang-Utan-Erbgut bereits seit Juli 2007 bekannt. Online stand es Genetikern zur Verfügung, die es mit anderen Primaten-Genomen von Mensch, Schimpanse und Rhesus-Makake verglichen. Auch das Gorilla-Genom, das in dieser Arbeit nicht einbezogen wurde, ist übrigens bereits entziffert. Die Veröffentlichung in einem Fachblatt steht noch aus.

In Nature präsentieren die Forscher nun also eine erste grobe Version des Genoms eines Sumatra-Orang-Utan-Weibchens. Das Erbgut haben sie dazu nach klassischen Methoden sequenziert und in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt. Darüber hinaus analysierten sie einzelne Genabschnitte von zehn weiteren Orang-Utans, fünf vom Borneo-Typ und fünf aus Sumatra. Dazu verwendeten sie moderne Analyse-Methoden, mit denen kurze Genabschnitte schneller und günstiger ausgewertet werden können.

Das entscheidende Ergebnis: Das Erbgut des Orang-Utans ist träger, zäher und stabiler als das von Mensch, Schimpanse oder Rhesus-Affe. Im Laufe der vergangenen 16 Millionen Jahre haben sich die Affen mit dem rötlichen Fell, die sich inzwischen als einzige unter den großen Affen an ein Leben in Baumwipfeln angepasst haben, in ihrer Genomstruktur weniger verändert als die anderen Primaten. "Weniger Umordnungen von Genabschnitten, weniger Vervielfältigungen desselben Abschnitts und weniger Austausch innerhalb von Gengruppen – all das zeugt von einem relativ stabilen Erbgut", erklärt der Leipziger Genetiker Wolfgang Enard. Auch kleine Erbgutabschnitte, die sich in einem Lebewesen ganz von allein kopieren können – sogenannte Alus – kommen bei Orang-Utans offenbar seltener vor.

Mit dem neuen Genom kann man auch die Evolution von einzelnen Genen in Primaten und anderen Säugetieren miteinander vergleichen. So haben sich in der Evolution der Primaten besonders stark Gene verändert, die das Sehen steuern oder den Fettstoffwechsel beeinflussen. Zu diesem Schluss kam Carolin Kosiol von der Veterinärmedizinischen Universität Wien , Mitautorin der Nature -Studie. Sie hatte 14.000 Gene von Menschen untersucht, die auch bei Orang-Utans, Schimpansen und Rhesus-Makaken vorkommen.

Lässt sich damit nun erkennen, ob Bonobos anders gucken als Menschen oder warum Orang-Utans weniger Energie verbrauchen als Schimpansen? Nein, sagt der Molekularbiologe Enard. "Aber das Orang-Utan-Genom ist eine ganz wichtige Quelle, um solche Fragen künftig beantworten zu können. Dazu brauchen wir allerdings nicht nur DNA-Schnipsel, sondern wir müssen auch die Physiologie, die Lebensweise und die Ökologie der Primaten gut kennen." Die Sisyphos-Arbeit der Genetiker ersetzt also nicht die Feldforschung von Zoologen.

Wichtig an der Arbeit des Teams um Devin Locke ist auch die neue Technik, die hier angewandt wurde. "Damit werden wir sehr viel schneller und günstiger sehr viele Genabschnitte von allen möglichen Säugetieren analysieren können", sagt Enard.

Leserkommentare
  1. "Im Moment verändert sich die Umwelt der roten Menschenaffen rasant. Sind sie mit ihrem stabilen Erbgut in der Lage, sich daran anzupassen?"

    Wie sollen sie sich an abgesägte Bäume anpassen? Der Mensch ist das Problem, und da hilft kein noch so stabiles Erbgut. Wenn es nicht gelingt ihnen Schutzräume zu schaffen, dann gibt es badd nur noch verkümmerte Exemplare im Zoo.

    3 Leserempfehlungen
  2. Menschenaffen und Mensch von der Linie ihrer Vorväter.

    Ansonsten sind sie zu mindestens 97% genetisch miteinander verwandt.

    Es wäre wünachenswert zum Beispiel die Entwicklung der Fantasie und Vorstellungswelt unserer Cousins im Hinblick auf Götterglauben zu erfahren.

    Könnte so manches relativieren.

  3. Erbgut von Orang-Utan und Mensch zu 97% verwandt, Schimpanse und Mensch zu 98%. Auch zwischen Schwarzen, Asiaten und Europiden gibt es genetische Unterschiede, die viel zu wenig beachtet werden. Asiaten können genetisch bedingt Milch und Alkohol schlecht verarbeiten, Schwarze haben aufgrund ihrer genetischen Muskelstruktur deutliche Vorteile bei Sprintwettbewerben. Diese Unterschiede darf man nicht einfach unter den Tisch kehren.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf rassistische Äußerungen. Danke, die Redaktion/ls

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • dth
    • 27.01.2011 um 16:27 Uhr

    Was heißt zu "97%" verwand überhaupt? Abstandsmaße auf dem Genom sind gar nicht so einfach zu definieren und umfassend zu ermitteln.
    Menschenaffen und Menschen sind sich genetisch recht ähnlich, da ein Großteil des Körpers sehr ähnlich funktioniert, ist das ja auch nicht so verwunderlich. Es gibt aber durchaus signifikante Unterschiede, bspw. Bereiche des Genoms, die sich zwischen Menschen und Affen stark unterscheiden: http://en.wikipedia.org/w...

    Die Unterschiede zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen von Menschen sind hingen zwar existent, aber Vergleichsweise
    gering. Menschen aus der gleichen Gruppe unterscheiden sich genetisch kaum weniger als Menschen aus verschieden Gruppen.

    Zur Bestätigung rassistischer Theorien eignet sich die Genetik also nicht.

    • dth
    • 27.01.2011 um 16:27 Uhr

    Was heißt zu "97%" verwand überhaupt? Abstandsmaße auf dem Genom sind gar nicht so einfach zu definieren und umfassend zu ermitteln.
    Menschenaffen und Menschen sind sich genetisch recht ähnlich, da ein Großteil des Körpers sehr ähnlich funktioniert, ist das ja auch nicht so verwunderlich. Es gibt aber durchaus signifikante Unterschiede, bspw. Bereiche des Genoms, die sich zwischen Menschen und Affen stark unterscheiden: http://en.wikipedia.org/w...

    Die Unterschiede zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen von Menschen sind hingen zwar existent, aber Vergleichsweise
    gering. Menschen aus der gleichen Gruppe unterscheiden sich genetisch kaum weniger als Menschen aus verschieden Gruppen.

    Zur Bestätigung rassistischer Theorien eignet sich die Genetik also nicht.

    • dth
    • 27.01.2011 um 16:27 Uhr

    Was heißt zu "97%" verwand überhaupt? Abstandsmaße auf dem Genom sind gar nicht so einfach zu definieren und umfassend zu ermitteln.
    Menschenaffen und Menschen sind sich genetisch recht ähnlich, da ein Großteil des Körpers sehr ähnlich funktioniert, ist das ja auch nicht so verwunderlich. Es gibt aber durchaus signifikante Unterschiede, bspw. Bereiche des Genoms, die sich zwischen Menschen und Affen stark unterscheiden: http://en.wikipedia.org/w...

    Die Unterschiede zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen von Menschen sind hingen zwar existent, aber Vergleichsweise
    gering. Menschen aus der gleichen Gruppe unterscheiden sich genetisch kaum weniger als Menschen aus verschieden Gruppen.

    Zur Bestätigung rassistischer Theorien eignet sich die Genetik also nicht.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Affen und Menschen"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Auch wenn dies nun vom Thema abweicht...
    "rassistische Theorien" wie Sie schreiben hört sich sehr erniedrigend und wertend an. Dies ist immer falsch.
    Aber ich denke was "derKommunismus.." meint sind "rassische Theorien" also das erforschen der Unterschiede ohne Wertung. Nur wenn man diese Unterschiede kennt kann man auch wahre Gleichberechtigung erreichen. Wie auch bei Mann und Frau.. wo man z.B in der Bildung differenziert auf die Geschlechter eingehen muss um einen ähnlichen Bildungserfolg zu bekommen. Emanzipation ist nicht Gleichmachen, sondern erkennen der Unterschiede und spezifische Behandlung.

    Auch wenn dies nun vom Thema abweicht...
    "rassistische Theorien" wie Sie schreiben hört sich sehr erniedrigend und wertend an. Dies ist immer falsch.
    Aber ich denke was "derKommunismus.." meint sind "rassische Theorien" also das erforschen der Unterschiede ohne Wertung. Nur wenn man diese Unterschiede kennt kann man auch wahre Gleichberechtigung erreichen. Wie auch bei Mann und Frau.. wo man z.B in der Bildung differenziert auf die Geschlechter eingehen muss um einen ähnlichen Bildungserfolg zu bekommen. Emanzipation ist nicht Gleichmachen, sondern erkennen der Unterschiede und spezifische Behandlung.

  4. Auch wenn dies nun vom Thema abweicht...
    "rassistische Theorien" wie Sie schreiben hört sich sehr erniedrigend und wertend an. Dies ist immer falsch.
    Aber ich denke was "derKommunismus.." meint sind "rassische Theorien" also das erforschen der Unterschiede ohne Wertung. Nur wenn man diese Unterschiede kennt kann man auch wahre Gleichberechtigung erreichen. Wie auch bei Mann und Frau.. wo man z.B in der Bildung differenziert auf die Geschlechter eingehen muss um einen ähnlichen Bildungserfolg zu bekommen. Emanzipation ist nicht Gleichmachen, sondern erkennen der Unterschiede und spezifische Behandlung.

    Antwort auf "Genetik"
    • HH7
    • 20.02.2011 um 3:43 Uhr

    ...noch beenden, bevor die Spezies vom Erdball verschwunden wird.

    Vielleicht sollte man all das Geld für die theoretische Forschung erstmal dafür nutzen, das praktische Leben in seinem Bestand zu retten.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • -Ziet-
    • 06.03.2011 um 4:57 Uhr

    noch so viel Geld dafür übrig.

    Bei den Akademiker herrscht die Regel vor, daß Wissenschaftsgelder nicht gegen die wirtschaftlichen Kräfte des Marktes und der egomanischen Machtverhältnisse (auch korrupter Herrschaften) hineinwirken darv (also nicht in die Lebenswirklichkeit und nicht als eine Moralische Instanz hineinwirken darf). Man fürchtet sonst seine "wissenschaftliche Neutralität" zu verlieren (und damit Fördergelder?).

    Vor noch wenigen Jahrzehnten war es noch schlimmer. Da wurde von Wissenschaftler durchaus Beute unter aussterbenden Tierarten geschossen, um diese als möglichst guterhaltene Forschungsobjekte in seine Sammlung einbringen zu können.

    Ne, die roten Menschenaffen werden aussterben, ohne wenn und aber. Es gibt keine Macht auf diesem Planeten, der den Egoismus derer die vorgeben "Geld zu vermehren" aufhalten könnte. Und Soldaten gegen sein Volk einzsetzen, um Reservate zu erhalten, das ist auch für Gewaltherrscher schwierig. Für Demokratisch gewählte Führer ist es sogar noch schwieriger, weil diese ja auch die Stimmen derer angewiesen sind, die letztlich in die Reservate drängen.

    Die roten Menschenaffen werden nur mittels riesiger Spendensammlungen und Waldaufkäufe überleben können, gepaart mit einem naturnahen Tourismus, der die Abholzung der letzten Wälder noch verhindert. Man schaue nur nach Madagasgar, um das nahe Ende abzusehen.

    Leider.

    • -Ziet-
    • 06.03.2011 um 4:57 Uhr

    noch so viel Geld dafür übrig.

    Bei den Akademiker herrscht die Regel vor, daß Wissenschaftsgelder nicht gegen die wirtschaftlichen Kräfte des Marktes und der egomanischen Machtverhältnisse (auch korrupter Herrschaften) hineinwirken darv (also nicht in die Lebenswirklichkeit und nicht als eine Moralische Instanz hineinwirken darf). Man fürchtet sonst seine "wissenschaftliche Neutralität" zu verlieren (und damit Fördergelder?).

    Vor noch wenigen Jahrzehnten war es noch schlimmer. Da wurde von Wissenschaftler durchaus Beute unter aussterbenden Tierarten geschossen, um diese als möglichst guterhaltene Forschungsobjekte in seine Sammlung einbringen zu können.

    Ne, die roten Menschenaffen werden aussterben, ohne wenn und aber. Es gibt keine Macht auf diesem Planeten, der den Egoismus derer die vorgeben "Geld zu vermehren" aufhalten könnte. Und Soldaten gegen sein Volk einzsetzen, um Reservate zu erhalten, das ist auch für Gewaltherrscher schwierig. Für Demokratisch gewählte Führer ist es sogar noch schwieriger, weil diese ja auch die Stimmen derer angewiesen sind, die letztlich in die Reservate drängen.

    Die roten Menschenaffen werden nur mittels riesiger Spendensammlungen und Waldaufkäufe überleben können, gepaart mit einem naturnahen Tourismus, der die Abholzung der letzten Wälder noch verhindert. Man schaue nur nach Madagasgar, um das nahe Ende abzusehen.

    Leider.

    • -Ziet-
    • 06.03.2011 um 4:57 Uhr

    noch so viel Geld dafür übrig.

    Bei den Akademiker herrscht die Regel vor, daß Wissenschaftsgelder nicht gegen die wirtschaftlichen Kräfte des Marktes und der egomanischen Machtverhältnisse (auch korrupter Herrschaften) hineinwirken darv (also nicht in die Lebenswirklichkeit und nicht als eine Moralische Instanz hineinwirken darf). Man fürchtet sonst seine "wissenschaftliche Neutralität" zu verlieren (und damit Fördergelder?).

    Vor noch wenigen Jahrzehnten war es noch schlimmer. Da wurde von Wissenschaftler durchaus Beute unter aussterbenden Tierarten geschossen, um diese als möglichst guterhaltene Forschungsobjekte in seine Sammlung einbringen zu können.

    Ne, die roten Menschenaffen werden aussterben, ohne wenn und aber. Es gibt keine Macht auf diesem Planeten, der den Egoismus derer die vorgeben "Geld zu vermehren" aufhalten könnte. Und Soldaten gegen sein Volk einzsetzen, um Reservate zu erhalten, das ist auch für Gewaltherrscher schwierig. Für Demokratisch gewählte Führer ist es sogar noch schwieriger, weil diese ja auch die Stimmen derer angewiesen sind, die letztlich in die Reservate drängen.

    Die roten Menschenaffen werden nur mittels riesiger Spendensammlungen und Waldaufkäufe überleben können, gepaart mit einem naturnahen Tourismus, der die Abholzung der letzten Wälder noch verhindert. Man schaue nur nach Madagasgar, um das nahe Ende abzusehen.

    Leider.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service