EisschmelzeDie Beweislast für den Klimawandel wächst

Fehler im Weltklimabericht, umstrittene Studien und ein Klimagipfel mit vagen Ergebnissen: Die Klimaforschung hat sich von ihrer Krise noch lange nicht erholt. Und doch finden Forscher immer neue Belege für den menschengemachten Klimawandel.

Das deutsche Forschungsschiff "Maria S. Merian" nordwestlich der Inselgruppe Svalbard im August 2007. Die Proben dieser Expedition wurden jetzt in Kiel ausgewertet

Das deutsche Forschungsschiff "Maria S. Merian" nordwestlich der Inselgruppe Svalbard im August 2007. Die Proben dieser Expedition wurden jetzt in Kiel ausgewertet

Climate Gate und die Fehler im Bericht des Weltklimarates IPCC hätten gezeigt, dass es sich bei den Warnungen vor dem Klimawandel um eine weltweite Verschwörung handelt. Skeptiker gibt es viele. Wie könnten die alle irren? Wer diese Ansichten teilt, muss sich zumindest keine weiteren Gedanken um das Einsparen von Treibhausgasen, alternative Energien oder ein Umdenken im Konsum machen. Doch so einfach ist es nicht.

Auch wenn die Faktenlage trotz teils widersprüchlicher Studien erdrückend ist und kein ernsthafter Wissenschaftler weltweit daran zweifelt: Viele Bürger und Lobbygruppen wollen den menschengemachten Anteil am messbaren Klimawandel nicht wahrhaben. Sie meinen,

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Der Weltklimarat kämpft seither mit Maßnahmen für mehr Transparenz und einer besseren Kommunikation darum, die Glaubwürdigkeit wieder zu erlangen. Die Wissenschaftler arbeiten unterdessen weiter. Sie versuchen, mit unterschiedlichen Methoden – von der Analyse von Jahrtausende alten Eisbohrkernen über die Messung der Gletscherschmelze bis hin zur Simulation von Klimamodellen am Computer – die Puzzleteile zusammenzutragen, um sich ein Bild davon machen zu können, wie sich das Klima mit der Zeit verändert. Dabei finden sie auch immer neue Belege dafür, dass der Mensch großen Anteil an der ungewöhnlich starken globalen Erwärmung hat, die seit der Industrialisierung zu beobachten ist.

Nun haben etwa Forscher vom  Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, IFM-GEOMAR , die Framstraße zwischen Spitzbergen und Grönland untersucht – dort wo einer der nördlichen Ausläufer des Golfstroms fließt, der Norwegenstrom. Für ihre Analysen verwendeten sie Proben, die auf einer Exkursion durch die Meerenge gewonnen wurden. Das Ergebnis: Seit 2000 Jahren war das Wasser zwischen Grönland und Spitzbergen nicht mehr so warm wie heute. Die Forschungsergebnisse aus dem europäischen Nordmeer veröffentlichte das Team von Paläoozeanographen um Robert Spielhagen im Wissenschaftsmagazin Science .

"Der jüngste Temperaturanstieg um etwa zwei Grad Celsius in den vergangenen 120 Jahren ist beispiellos im untersuchten Zeitraum", erläutert Robert Spielhagen. Außerdem fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und der Erwärmung in der Framstraße: Der Beginn des Temperaturanstiegs fällt just mit der einsetzenden Industrialisierung zusammen.

In den vergangenen Jahren hatte es widersprüchliche Meldungen zur klimatischen Rolle des Golfstroms gegeben. Teilweise fürchteten Wissenschaftler, die "Warmwasserheizung Europas" könnte versiegen.

Die jetzt veröffentlichten Daten stammen aus einem Gebiet, in dem sich nahezu der gesamte Wassermassenaustausch des Arktischen Ozeans mit dem Weltmeer vollzieht. Auf engem Raum begegnen sich zwischen Grönland und Spitzbergen zwei grundverschiedene Wassermassen: Im Osten der Framstraße transportiert der Norwegenstrom warme und salzreiche Atlantik-Wassermassen von Süden her in den Arktischen Ozean und im Westen fließen die kalten und salzarmen Wassermassen des Ostgrönlandstroms aus der Arktis nach Süden ab. Ein diffiziles Meeresgebiet, dessen Strömungen sich gegenseitig und die Umweltveränderungen in der Arktis beeinflussen.

Leserkommentare
  1. Die weltuntergangspropheten und Schamane des IPCC sind längst entlarvt aber der propagandaapparat läuft weiter als wäre nichts geschehen! Einfach nur noch lächerlich die geschichten. Nicht eine hält einer überprüfung stand!
    http://www.politik-poker....

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  2. Die einzigen interessanten Dinge im Artikel waren: "Der jüngste Temperaturanstieg um etwa zwei Grad Celsius in den vergangenen 120 Jahren ist beispiellos im untersuchten Zeitraum", erläutert Robert Spielhagen. Außerdem fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und der Erwärmung in der Framstraße: Der Beginn des Temperaturanstiegs fällt just mit der einsetzenden Industrialisierung zusammen."

    Das Problem dabei ist nur, dass das ohnehin schon sehr stark angenommen wurde. Die Frage dabei ist aber nur, inwieweit dieses Bild eben vom Klima z.B. im Mittelalter oder in der Steinzeit unterscheidet, denn so gesehen stimmt es, dass in den letzten 120 Jahren ein starker Anstieg stattfand. Damit ist aber leider nicht erwiesen, inwieweit er abnormal oder normal ist.

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  3. wie man menschengemachten von nicht menschengemachtem Klimawandel unterscheidet?

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    Das ist nicht leicht...
    Man versucht zu verstehen welche Prozesse wie interagieren und damit das globale Klima kontrollieren. Man hat rausgefunden das es einen Zusammenhang zwischen diversen Gasen und Klima Variationen gibt (genauso wie zwischen ganz vielen anderen Parametern). Erwiesen ist auch das manche Gase seit der Industrialisierung verstärkt freigesetzt werden.

    Geologisch betrachtet sind die heutigen Werte peanuts. Es geht vielmehr um die Rate mit der die Konzentrationen geändert werden.

    Man unterscheidet ihn - nur zum Beispiel - dass beim menschgemachten der Anstieg des CO2 und CH4 in der Atmosphäre der Erwärmung voranschreitet (wie aktuell) und nicht hinten nachhinkt.
    Nur zum Beispiel eben und nicht exklusiv.
    Und man kann diese thermodynamisch eindeutig bedingte Erwärmung anhand der Daten über den Verbrauch fossiler Rohstoffe feststellen.
    Charles-Louis Joris, Visp, Schweiz

    Das ist nicht leicht...
    Man versucht zu verstehen welche Prozesse wie interagieren und damit das globale Klima kontrollieren. Man hat rausgefunden das es einen Zusammenhang zwischen diversen Gasen und Klima Variationen gibt (genauso wie zwischen ganz vielen anderen Parametern). Erwiesen ist auch das manche Gase seit der Industrialisierung verstärkt freigesetzt werden.

    Geologisch betrachtet sind die heutigen Werte peanuts. Es geht vielmehr um die Rate mit der die Konzentrationen geändert werden.

    Man unterscheidet ihn - nur zum Beispiel - dass beim menschgemachten der Anstieg des CO2 und CH4 in der Atmosphäre der Erwärmung voranschreitet (wie aktuell) und nicht hinten nachhinkt.
    Nur zum Beispiel eben und nicht exklusiv.
    Und man kann diese thermodynamisch eindeutig bedingte Erwärmung anhand der Daten über den Verbrauch fossiler Rohstoffe feststellen.
    Charles-Louis Joris, Visp, Schweiz

  4. "Diejenigen, die den Klimawandel leugnen, müssen sich keine Gedanken mehr machen, den Ausstoß der Treibhausgase zu verringern."
    Niemand leugnet, dass das Klima einem Wandel unterliegt. Niemand leugnet, dass menschliche Aktivitäten das Klima beeinflussen. Nur ob der Ausstoß von CO2 eine Erwärmung verursacht, wird in Frage gestellt!
    Und diejenigen, die das in Frage stellen, sind nicht automatisch Umweltbanausen, sondern sie wollen Geld, das man nur einmal ausgeben kann, sinnvoll eingesetzt wissen. CO2-Lager im Wattenmeer, die Nutzung von Agrarflächen zur Treibstoffgewinnung und Klimasteuern sind dann allerdings in Zweifel zu ziehen!

    5 Leserempfehlungen
    • fajac
    • 18.02.2011 um 12:04 Uhr

    "Häufige Sauerstoff-Isotope sind 16-O und 18-O – sie kommen im Meerwasser etwa gleich häufig vor."

    Wenn die Studien ähnlich genau recherchiert sind wie dieser Artikel...

    Der Anteil von 18-O am Gesamtsauerstoff-Vorkommen ist laut Wikipedia etwa 0,2%, und das dürfte auch für Meerwasser zutreffen.

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    Bei dem Einbau und Transport unterliegen die Sauerstoff isotope einer Fraktionieren. D.h. sie werden in unterschiedlichen Mengen eingebaut. Gemessen werden solche Isotopen-Signale gegen einen Standard. Exakte absolut Mengen sind daher erstmal egal.

    Bei dem Einbau und Transport unterliegen die Sauerstoff isotope einer Fraktionieren. D.h. sie werden in unterschiedlichen Mengen eingebaut. Gemessen werden solche Isotopen-Signale gegen einen Standard. Exakte absolut Mengen sind daher erstmal egal.

  5. "Seit 2000 Jahren war das Wasser zwischen Grönland und Spitzbergen nicht mehr so warm wie heute."

    Das ist eine grandiose Erkenntnis. Herzlichen Glückwunsch! Setzt man diese 2000 Jahre ins Verhältnis zum Alter der Erde (4,5 Milliarden Jahre) weiß man diese Erkenntnis auch gleich richtig einzuordnen.

    Seit fünf Minuten war mir nicht mehr so übel wie heute.

    Wann hört dieser Klima-Unfug endlich auf?

    2 Leserempfehlungen
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    sind etwas länger als die menschlichen. Richtig erkannt.
    Es ist jedoch abhängig von meinem Material (Eiskern, Sedimentkern etc) wie weit ich zurückgehen kann.
    Bei den Untersuchungen bezüglich Klima Variationen geht es nicht darum ob sich das Klima variiert (das wissen wir) sondern es geht um die Geschwindigkeit und welche Prozesse daran beteiligt sind. (Und es sind mehr als sie denken...)

    • Hickey
    • 22.02.2011 um 13:18 Uhr

    Sie gehen von unbekannten Tatsachen aus und unterstellen dabei das die Erde seit 4.5 Milliarden in einem relativ gleichen Zustand geblieben ist, nur ist das leider der größte Unsinn den man glauben kann.

    Die Erde von vor 4.5 Milliarden sah nicht so aus wie heute, Kontinente waren an anderen Positionen etc...

    sind etwas länger als die menschlichen. Richtig erkannt.
    Es ist jedoch abhängig von meinem Material (Eiskern, Sedimentkern etc) wie weit ich zurückgehen kann.
    Bei den Untersuchungen bezüglich Klima Variationen geht es nicht darum ob sich das Klima variiert (das wissen wir) sondern es geht um die Geschwindigkeit und welche Prozesse daran beteiligt sind. (Und es sind mehr als sie denken...)

    • Hickey
    • 22.02.2011 um 13:18 Uhr

    Sie gehen von unbekannten Tatsachen aus und unterstellen dabei das die Erde seit 4.5 Milliarden in einem relativ gleichen Zustand geblieben ist, nur ist das leider der größte Unsinn den man glauben kann.

    Die Erde von vor 4.5 Milliarden sah nicht so aus wie heute, Kontinente waren an anderen Positionen etc...

  6. Entfernt. Bitte diskutieren Sie das Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg

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    Wenn Sie meinen Kommentar lesbar gehalten hätten, dann könnten Sie und andere Leser sowie Kommentatoren lesen daß ich haargenau das Thema diskutierte. Ich hatte IPCC geschrieben, nicht laut und deutlich, aber lesbar.

    Ich hatte in bester "Manier des Artikels" die vielfach bereits zu lesende Rhetorik und methodische Semantik der Beschreibungen des Klimawandel selbst dar gebracht.

    Dagegen ist schon der erste Absatz des Artikel nicht als "Diskussion" zu bezeichnen. Das ist das Thema.
    Laut Überschrift ist die Zunahme der Beweislast gewachsen. Dem kann ich zustimmen, nämlich bei den Indiziensammlern ist sie gewachsen, trotzdem hat sie gar kein Gewicht im physikalisch Sinn.

    Besonders interessant ist was in dem lustigen Abschnitt im Eingerahmten Feld zu lesen ist :
    "Kennen die Forscher die klimatische Entwicklung einer Regionen und wissen, wann es dort warm oder kalt war, kann das Plankton-Profil auch zu ungefähren Altersbestimmung einer Probe herangezogen werden."
    Das ist ein beispielhafter Nullaussage-Satz.

    Oder, nehmen wir auch den zweiten Absatz und verkürzen die Aussage die da zu lesen ist : ".....Die Wissenschaftler arbeiten unterdessen weiter.Sie versuchen, mit unterschiedlichen Methode....die Puzzleteile zusammenzutragen, um sich ein Bild davon machen zu können, wie sich das Klima mit der Zeit verändert......"

    Ein "Versuch" bezüglich der Glaubwürdigkeit des IPCC.

    Na endlich mal fachliche Moderation!
    Gratuliere
    Charles-Louis Joris, Visp (CH)

    Wenn Sie meinen Kommentar lesbar gehalten hätten, dann könnten Sie und andere Leser sowie Kommentatoren lesen daß ich haargenau das Thema diskutierte. Ich hatte IPCC geschrieben, nicht laut und deutlich, aber lesbar.

    Ich hatte in bester "Manier des Artikels" die vielfach bereits zu lesende Rhetorik und methodische Semantik der Beschreibungen des Klimawandel selbst dar gebracht.

    Dagegen ist schon der erste Absatz des Artikel nicht als "Diskussion" zu bezeichnen. Das ist das Thema.
    Laut Überschrift ist die Zunahme der Beweislast gewachsen. Dem kann ich zustimmen, nämlich bei den Indiziensammlern ist sie gewachsen, trotzdem hat sie gar kein Gewicht im physikalisch Sinn.

    Besonders interessant ist was in dem lustigen Abschnitt im Eingerahmten Feld zu lesen ist :
    "Kennen die Forscher die klimatische Entwicklung einer Regionen und wissen, wann es dort warm oder kalt war, kann das Plankton-Profil auch zu ungefähren Altersbestimmung einer Probe herangezogen werden."
    Das ist ein beispielhafter Nullaussage-Satz.

    Oder, nehmen wir auch den zweiten Absatz und verkürzen die Aussage die da zu lesen ist : ".....Die Wissenschaftler arbeiten unterdessen weiter.Sie versuchen, mit unterschiedlichen Methode....die Puzzleteile zusammenzutragen, um sich ein Bild davon machen zu können, wie sich das Klima mit der Zeit verändert......"

    Ein "Versuch" bezüglich der Glaubwürdigkeit des IPCC.

    Na endlich mal fachliche Moderation!
    Gratuliere
    Charles-Louis Joris, Visp (CH)

    • Halapp
    • 18.02.2011 um 12:18 Uhr

    Man muß nur nachlesen (Googel) mit welchen Übertreibungen
    Ramstorf und Schellnhuber vom Potsdamer Institut in den ver-gangen fünf Jahren gearbeitet, um mit hysterischen Klimascenarien die Politik zu bewegen Milliarden Beträge auszugeben für fragwürdige Klimaprojekte.
    Die Energiewende, ein Klimaprojekt, ist zur Agrarförderung
    mutiert und hat damit eine neue starke Lobby.
    Ohne CO2-Vermeidungungsansätze würde kein Land die Wind-
    energie subventionieren. Man würde warten, bis sie sich
    rentiert.
    Interessant ist auch wie die CO2-Hysterikerlobby bereits
    gegen noch nicht gefördertes Schiefergas ankämpft.
    Aus Angst ihre "Energiewende könnte Kostenbankrott" an-
    melden.
    Die Interessenvermengung ist enorm und vielschichtig.
    Der Dummbürger zahlt und zahlt für Unbewiesenes.
    Schon heute zahlt der Privathaushalt in Deutschland für Strom 40% mehr als im Durchschnitt der EU Länder. Ökoseligkeit kostet Milliarden

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    ...war es im Mittelater wärmer und zwar bis Mitte 16.Jahrhundert.
    In Südamerika war es nicht. Im pazifischen Raum auch nicht merklich. Die Tundra war Tundra geblieben
    Es war also ein lokal begrenztes Phänomen - vermutlich wegen Änderungen im Golfstrom.
    KEIN GLOBALES PHÄNOMEN wie heute. Die Polemil der negierend rhetorischen Frage schiesst voll in den Ofen.
    Charles-Louis Joris, Visp (CH)

    ...war es im Mittelater wärmer und zwar bis Mitte 16.Jahrhundert.
    In Südamerika war es nicht. Im pazifischen Raum auch nicht merklich. Die Tundra war Tundra geblieben
    Es war also ein lokal begrenztes Phänomen - vermutlich wegen Änderungen im Golfstrom.
    KEIN GLOBALES PHÄNOMEN wie heute. Die Polemil der negierend rhetorischen Frage schiesst voll in den Ofen.
    Charles-Louis Joris, Visp (CH)

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