Fragen und AntwortenWie schlimm ist der Reaktorunfall in Japan?

Die Welt schaut auf die Atomanlage Fukushima-1: Radioaktivität tritt aus, wie ernst ist die Lage und was könnten die Folgen sein? Antworten auf die wichtigsten Fragen von  und

Wie gefährlich ist die radioaktive Strahlung, die am Atomkraftwerk Fukushima-1 freigesetzt wird?

Das lässt sich derzeit nicht genau sagen. Vier der sechs Reaktorblöcke der Anlage sind zum Teil schwer beschädigt (siehe Status der Reaktoren im AKW Fukushima-1 ). Die Strahlung, die auf dem Gelände von Fukushima-1 nahe den Reaktoren gemessen wird, steigt und fällt . Die Belastung erreichte zwischenzeitlich sehr hohe Werte von bis zu 400 Millisievert pro Stunde (mSV/h). Das ist das 200-fache an radioaktiver Strahlung in nur einer Stunde, die ein Mensch ansonsten in einem Jahr über natürliche Quellen aufnimmt. Die natürliche Strahlendosis, der jeder Mensch ausgesetzt ist, liegt bei etwa 0,0003 mSv/h.

Derzeit liegen die Strahlenwerte nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Haupteingang des Fukushima-1-Geländes zwischen 2,5 und 6 mSv/h.

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Szenarien für Fukushima
Super-GAU oder begrenzter Unfall? Wie sehen das schlimmste und das beste Szenario für die Zukunft aus?

Super-GAU oder begrenzter Unfall? Wie sehen das schlimmste und das beste Szenario für die Zukunft aus?  |  © Asahi Shimbun/Reuters

Erhöhte Strahlenwerte wurden auch im rund 240 Kilometer entfernten Tokyo gemessen. Doch für die Menschen dort, wie auch für diejenigen außerhalb des evakuierten Gebiets von 30 Kilometern um Fukushima-1, besteht momentan keine akute Gefahr. Dazu schwanken die Strahlenwerte zu stark. Ob radioaktive Partikel aus den Reaktoren sich über das japanische Festland ausbreiten, hängt davon ab, in welche Richtung der Wind am Boden bläst. Westwind würde die Luftmassen auf den offenen Pazifik treiben. 

Seit dem Beben am 11. März wurden trotz weitgehend heiler Sicherheitsbehälter erhöhte Strahlenwerte nahe dem Gelände gemessen. Radioaktive Stoffe gelangten wohl zusammen mit Wasserdampf in die Umwelt. Denn die Arbeiter mussten Ventile an den Reaktoren öffnen, um Überdruck abzulassen. So wurde versucht, Explosionen zu verhindern. Die Außenwände der Reaktoren 1 bis 4 konnten durch die Maßnahme allerdings nicht gerettet werden .

Lage in Fukushima-1
BLOCK 1 BLOCK 2 BLOCK 3 BLOCK 4
Abschaltung nach Beben, Explosion am 12.03.2011 Abschaltung nach Beben, Explosion am 15.03.2011 Abschaltung nach Beben, Explosion am 14. und 16.03.2011 Abgeschaltet vor Beben, Brände und Explosion am 15.03.2011
Weil Temperaturen im Reaktor unter 100 Grad Celsius sind, spricht Tepco von Kaltabschaltung Weil Temperaturen im Reaktor unter 100 Grad Celsius sind, spricht Tepco von Kaltabschaltung Weil Temperaturen im Reaktor unter 100 Grad Celsius sind, spricht Tepco von Kaltabschaltung Abgeschaltet und auch vor dem Beben nicht in Betrieb
Gebäude schwer beschädigt, Sicherheitsbehälter und Reaktordruckbehälter beschädigt, in den Reaktorkern wird Wasser eingeleitet Gebäude leicht beschädigt, Außenhülle löchrig, Leck im Sicherheitsbehälter vermutet, in den Reaktorkern wird Wasser eingeleitet Gebäude schwer beschädigt, Sicherheitsbehälter beschädigt, Leck vermutet, in den Reaktorkern wird Wasser eingeleitet Gebäude schwer beschädigt, Wasserstoff aus Block 3 sprengte das Dach, keine Brennelemente im Kern
Strombetriebene Kühlsysteme mit Frischwasser und Wärmetauscher nicht funktionsfähig, es läuft ein alternatives Kühlsystem, das nach dem Tsunami eingerichtet wurde Strombetriebene Kühlsysteme mit Frischwasser und Wärmetauscher nicht funktionsfähig, es läuft ein alternatives Kühlsystem, das nach dem Tsunami eingerichtet wurde Strombetriebene Kühlsysteme mit Frischwasser und Wärmetauscher nicht funktionsfähig, es läuft ein alternatives Kühlsystem, das nach dem Tsunami eingerichtet wurde Strombetriebene Kühlsysteme mit Frischwasser und Wärmetauscher nicht funktionsfähig, es läuft ein alternatives Kühlsystem, das nach dem Tsunami eingerichtet wurde
Kernschmelze bestätigt (Tepco), Reaktorkern mit 400 Brennelemente, Zustand der 292 Brennelemente im Abklingbecken unklar (Wasser wird eingespeist) Kernschmelze bestätigt (Tepco), Reaktorkern mit 548 Brennelementen, Zustand der 587 Brennelemente im Abklingbecken unklar (Wasser wird eingespeist) Kernschmelze bestätigt (Tepco), Reaktorkern mit 548 Brennelementen beschädigt, Schäden an den 514 Brennelemente im Abklingbecken vermutet (Wasser wird eingespeist) keine Brennelemente im Reaktorkern, die meisten der 1331 Brennelementen im Abklingbecken sind vermutlich nicht beschädigt (Wasser wird eingespeist)
Radioaktiv belastetes Wasser im Untergeschoss und unterirdischen Tunneln des Gebäudes, Abpumpen läuft. Eine Aufbereitungsanlage, die nach dem Tsunami installiert wurde, dekontaminiert das Wasser Radioaktiv belastetes Wasser im Untergeschoss und unterirdischen Tunneln des Gebäudes, Abpumpen läuft. Eine Aufbereitungsanlage, die nach dem Tsunami installiert wurde, dekontaminiert das Wasser Radioaktiv belastetes Wasser im Untergeschoss und unterirdischen Tunneln des Gebäudes. Abpumpen läuft. Eine Aufbereitungsanlage, die nach dem Tsunami installiert wurde, dekontaminiert das Wasser Radioaktiv belastetes Wasser im Untergeschoss und unterirdischen Tunneln des Gebäudes, Abpumpen läuft. Eine Aufbereitungsanlage, die nach dem Tsunami installiert wurde, dekontaminiert das Wasser
Kunststoffzelt über dem Reaktorblock zur Abschirmung austretender Strahlung fertiggestellt kein Kunststoffzelt zur Abschirmung austretender Strahlung geplant Kunststoffzelt zur Abschirmung austretender Strahlung in Planung Kunststoffzelt zur Abschirmung austretender Strahlung in Planung
BLOCK 1 BLOCK 2 BLOCK 3 BLOCK 4

Quellen (u.a.): GRS, JAIF, Stand: März 2012
Blöcke 5 und 6
BLOCK 5 BLOCK 6
Abgeschaltet vor Beben Abgeschaltet vor Beben
Gebäude intakt, Sicherheitsbehälter intakt Gebäude intakt, Sicherheitsbehälter intakt
548 Brennelemente im Reaktorkern unbeschädigt, 946 Brennelemente im Abklingbecken intakt, Kühlung wieder intakt 764 Brennelemente im Reaktorkern unbeschädigt, 876 Brennelemente im Abklingbecken intakt, Kühlung wieder intakt
Lüftungsloch im Dach soll Wasserstoffexplosion vorbeugen, Elektrizität wieder vorhanden Lüftungsloch im Dach soll Wasserstoffexplosion vorbeugen, Elektrizität wieder vorhanden
Keine Informationen über austretende Radioaktivität Keine Informationen über austretende Radioaktivität
 
AKW-Übersicht

© ZEIT ONLINE

Die sechs Reaktoren von Fukushima-Daiichi liegen direkt an der Küste im Osten Japans. Ihr Zustand kann auf noch unabsehbare Zeit kritisch bleiben. Die japanische Regierung schätzt, dass eine sichere Demontage der Anlage mindestens 40 Jahre dauern werde. Im Dezember verkündete sie die Kaltabschaltung des Kraftwerks, allerdings ist umstritten, wie sicher die Lage dort wirklich ist.

Evakuierungszone

© ZEIT ONLINE

Ende September wurde die Sperrzone auf Gebiete in einem Umkreis von 20 Kilometern reduziert. Einige Städte außerhalb dieses Bereichs, wie etwa Iitate, die sehr stark durch radioaktiven Fallout belastet worden sind, bleiben jedoch vorerst gesperrt. 

Insgesamt 120 Menschen sollen auf dem Gelände von Fukushima-1 derzeit im Einsatz sein, rund 50 von ihnen sind Mitarbeiter des Betreibers Tepco. Die restlichen Helfer sind Experten anderer Atomkonzerne, Soldaten und Feuerwehrmänner. Sie versuchen, die Reaktoren der Anlage zu kühlen. Nach Informationen von Tepco haben die Techniker dabei erste Erfolge verbucht: Zu allen Reaktoren haben die Techniker Stromleitungen verlegt , die Elektrizität für die Kühlsysteme liefern sollen. Feuerwehrmänner und Soldaten versorgen zudem die Blöcke 3 und 4 mit Hilfe von Spezialfahrzeugen mit Meerwasser. Die Lage in Fukushima hat sich insgesamt ein wenig entspannt. Ob das so bleibt, hängt davon ab, wie gut die Maßnahmen greifen . Aktuelle Informationen über den Zustand der Reaktoren bieten die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) sowie das Japanische Atomforum (JAIF) .

Ist eine geringfügige Strahlenbelastung auch in Europa zu erwarten?

Gelangen radioaktive Substanzen in die Umwelt, werden sie mit dem Wind verteilt. Je weiter sie fortgetragen werden, umso geringer ist ihre Konzentration. Zusätzlich nimmt nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die Konzentration der radioaktiven Stoffe auch dadurch ab, dass einige Radionuklide mit der Zeit zerfallen. Zudem kann Regen Partikel aus belasteten Wolken auswaschen – etwa über dem Pazifik. "Dies führt nach derzeitiger Einschätzung dazu, dass in Europa allenfalls geringfügige Auswirkungen erwartet werden", teilte das BfS mit.

Besiedlung um AKW
Wie viele Menschen in Deutschland leben im direkten Umkreis von Atomkraftwerken? Bitte klicken Sie auf das Bild, um zur interaktiven Grafik zu gelangen

Wie viele Menschen in Deutschland leben im direkten Umkreis von Atomkraftwerken? Bitte klicken Sie auf das Bild, um zur interaktiven Grafik zu gelangen  |  © ZEIT ONLINE

Wie kann man die Bevölkerung in Japan vor einem GAU schützen?

"Fast das einzige, was man machen kann, ist evakuieren", sagt Wissenschaftler Sebastian Pflugbeil, der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz . In Japan haben die Behörden im Umkreis von rund 20 Kilometern mehr als 200.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Derzeit gibt es eine Flugverbotszone über der Atomanlage Fukushima-1. Auch Jodtabletten zum Schutz der Schilddrüse können helfen. "Das ist allerdings ein hartes logistisches Problem", sagt Pflugbeil. Die Straßen sind kaputt, die Katastrophengebiete unzugänglich. Da ist schwer zu organisieren, dass jeder eine Tablette bekommt.

Strahlendosis

Die Strahlenwirkung auf Menschen, Tiere und Pflanzen wird häufig in Sievert pro Stunde angegeben. Mit Hilfe der Einheit lässt sich abschätzen, wie schädlich eine Strahlung für einen Organismus ist. Sie berücksichtigt dabei die Strahlungsdauer, -art und -wirkung. 1 Sievert entspricht 1.000 Millisievert oder 1.000.000 Mikrosievert. Grundsätzlich gilt eine Einzeldosis von 6.000 Millisievert als tödlich (100 Prozent Sterblichkeit innerhalb von 14 Tagen).

Ob eine Person, die einer geringen Strahlendosis ausgesetzt war, gesundheitliche Schäden zu erwarten hat, lässt sich nicht eindeutig sagen. Die Grenzwerte beziehen sich in der Regel auf ein Jahr. Manche Experten gehen davon aus, dass dieselbe Strahlendosis über einen längeren Zeitraum weniger schädlich ist. Andere sagen, die Strahlung müsse addiert werden.

Natürliche Quellen

Die durchschnittliche Strahlendosis, die ein Deutscher durch natürliche Quellen innerhalb eines Jahres aufnimmt, liegt zwischen zwei und fünf Millisievert. Diese äußere Bestrahlung, der der Mensch je nach Ort und Zeitin unterschiedlicher Höhe ausgesetzt ist, wird Gamma-Ortsdosisleistung genannt. In dieser Deutschlandkarte des Bundesamts für Strahlenschutz ist die Strahlungsstärke je nach Region verzeichnet.

Bei medizinischen Untersuchungen werden zum Teil viel höhere Einzeldosen erreicht, die aber auf einen kurzen Zeitraum beschränkt sind. So nimmt ein Mensch während einer Computertomografie (CT)seines Kopfes ungefähr zwei Millisievert auf, bei der Mammografie 0,4 Millisievert.

Andere Einheiten

Die Energiedosis einer Strahlenquelle wird in Gray angegeben. Ein Gray bedeutet, dass ein Körper von einem Kilogramm Masse eine Energiemenge von einem Joule aufgenommen hat. Für die in Atomkraftwerken vor allem freigesetzte Beta-, Gamma- und Röntgenstrahlung ist die Einheit Grayidentisch mit der Äquivalenteinheit Sievert, ein Gray ist also gleich einem Sievert. Bis Mitte der 1980er Jahre wurde die Äquivalentdosis statt in Sievert in Rem angegeben. Das meinte die Strahlendosis in Roentgen, die ein Mensch aufgenommen hat.

Falls die Strahlenbelastung steigt, wäre eine Evakuierung etwa Tokyos überhaupt möglich?

Im Großraum Tokyo leben auf einer Fläche, die ähnlich groß ist wie das Bundesland Schleswig-Holstein, rund 35 Millionen Menschen. Kurzfristig ist eine Evakuierung derart vieler Bewohner unmöglich. "Das wird sich nicht machen lassen", sagte Gerold Reichenbach, der Vorsitzende des Deutschen Komitees Katastrophenvorsorge im ZDF . "Wenn wir in die Geschichte schauen, sind die größten Evakuierungen New Orleans mit 1,2 Millionen und Tschernobyl mit rund 335.000 Menschen." Hinzu komme, dass es in Tokyo wichtige Infrastrukturen gebe, von Straßen bis hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln wie U-Bahnen. Wenn diese nicht mehr betrieben würden, "hätte das katastrophale Folgen". Japan ist eine Insel.

Eine mögliche Evakuierung in angrenzende Länder ist schwierig. Selbst wenn die Behörden Millionen von Menschen etwa in den Süden des Landes langfristig in Sicherheit bringen wollten, entstünden weitere Probleme. "Man muss nicht nur die Menschen aus Tokyo rausbringen", sagte Reichenbach. Dort, wo man sie hinbringe, müssten auch die lebensnotwendigen Dinge sichergestellt werden. Dazu zählen Trinkwasser, Nahrung, sanitäre Anlagen und eine medizinische Versorgung. Schwierig sei es auch, Patienten aus Krankenhäusern und viele alte Menschen zu evakuieren, die Hilfe benötigen. "Möglich ist vermutlich die Evakuierung von Teilbereichen Tokyos", sagte der Katastrophenexperte. Für den Großteil der Menschen könnte eine mögliche Strahlenbelastung höchstens reduziert werden – etwa indem sie belastete Nahrungsmittel meiden. Dauerhaft erhöhte Strahlenwerte würden aber langfristig zu gesundheitlichen Schäden führen.

Welche gesundheitlichen Folgen hat die Freisetzung radioaktiver Stoffe?

Die Strahlenbelastung kann vor allem nahe den Reaktorblöcke derart steigen, dass das Krebsrisiko für den Menschen steigt. Die Ingenieure und Techniker, die derzeit versuchen, die Reaktoren zu kühlen, müssen höchstwahrscheinlich mit gesundheitlichen Folgeschäden rechnen. Ob es generell zu einer Erkrankung kommt, hängt davon ab, wie hoch die Strahlendosis ist und wie lange man ihr ausgesetzt ist. Unmittelbar in der Nähe einer Kernschmelze kann es auch zur akuten Strahlenkrankheit kommen. Pro Jahr nimmt der Mensch durch die Umwelt zwischen zwei und fünf Millisievert auf – ein gesundheitlich unbedenklicher Wert. Bei mehr als 500 Millisievert können bereits innerhalb von Stunden Gesundheitsschäden auftreten.

Leserkommentare
    • ztc77
    • 14. März 2011 20:56 Uhr

    Dank an Antieuphemist dass er die Mox-Brennelemente erwähnt. Es ist nicht seriös von der ZEIT, dieses zusätzliche Risiko nicht zu benennen.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Die Wolke kommt!"
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    • ztc77
    • 15. März 2011 1:58 Uhr

    Das Atomkraftwerk Fukushima 1 hat unter mehreren Reaktorblöcken den Block Nr.3, in diesem Reaktor haben die Japaner sogenannte Mox-Brennelemente. Mox bedeutet Mischoxide, außer dem Urandioxid ist hier auch noch Plutonium-Dioxid, das soll mehr Strom liefern. Eine Kernschmelze mit Urandioxid ist schon wegen seiner radioaktiven Strahlung sehr gefährlich, ein "GAU", aber eine Kernschmelze mit Plutoniumdioxid liefert neben der radioaktiven Strahlung noch hochgiftige Plutoniumpartikel, die mit der Wolke weggetrieben werden. Das ist dann der Super-GAU. Ärzte müssen sich dann also mit zwei Schädigungen befassen, die Schäden der Strahlung und die Schäden der Vergiftung. Die Chancen der Betroffenen sind dann noch geringer, davon zu kommen, daneben werden die Ärzte ja selbst von diesen Schädigungen hinweggerafft.

    Vielleicht verstehen Sie jetzt etwas besser, was Kommentar 1 von Herrn Antieuphemist ausdrücken wollte, der Kommentar war sachlich richtig und wurde zu Unrecht von ZO gelöscht.

  1. Alle mal wieder runter kommen von der SUPER-GAU Panik.

    Es ist ja nicht so das die behörden dort das Problem nicht kennen würden und nicht versuchen würden was dagegen zu machen.

    3 Hubschrauber wo einer einen schweren diselgeneratot träge einer eine Punpe und einer die Rohrleitungen und die filter um wasser aus der umgebung zu benutzen sollten das Problem mit den ausgefallenen diselgenerator schnell wieder in den Griff bekommen und so den Ausgefallenen diesel ersetzen können.

    Also wird man wohl dort schon was dagagn tun das einen allen um die Ohrne fliegt.

    ah noch mal nen Seitenstoss auf die Ökos ^^

    Da energie ja nicht aus den nichts entstehen kann ist euch schon klar das Windräder den Reigungswiederstand der Atmosphäre am planeten erhöhen und so auf lange sich die Erdrotation abbremsen ? Rechnet den effekt mal auf 10.000.000 jahre hoch, wie ihr es immer so gerne beim Atom Strom macht.

    Das wir uns einen anderen stomrerzeuger suchen sollten, ok ja das versteh ich auch. Das man nun absolut panisch die Mit sichersten Generatoren auf der Welt abschalten will nur damit im Russland neue Generatoren des Tschernobyl Typs gebaut werden und wir dann hier deren strom für 4 Cent kaufen können, sorry das versteh ich nicht.

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    Zitat Tusoalsob>>:3 Hubschrauber wo einer einen schweren diselgeneratot träge einer eine Punpe und einer die Rohrleitungen und die filter um wasser aus der umgebung zu benutzen sollten das Problem mit den ausgefallenen diselgenerator schnell wieder in den Griff bekommen und so den Ausgefallenen diesel ersetzen können.<<

    Es ist einfach zu spät. Mit der Meerwasserflutung ist der "Point of no return" erreicht. Das war der letzte mögliche Akt für 3 Reaktoren. Jetzt warten alle nur noch auf ein Wunder. Irgendwann muss doch jetzt ein Held auftauchen der noch irgendeine irre Idee hat. Im echten Leben gibt es leider nur selten richtige Helden. Ihr Optimismus in allen Ehrenheute steht Japan am Abgrund, morgen ist es schon einen Schritt weiter. Auch ich glaube nicht an einen Gott aber ich bete trotzdem für die Menschen in Japan, viel mehr kann kaum noch einer tun.

    • Naoh
    • 14. März 2011 21:02 Uhr

    Ich finde der Planet schreit schon - in unserem menschlichen Zeitempfinden gemessen - viel zu lange. Aber niemand hat bisher hingehört, niemand wird diesesmal hinhören. Und selbst wenn, vielleicht ist es diesesmal zu spät. Dann nützt es nämlich auch niemandem mehr, zwei Tage vor der Kathastrophe recht oder unrecht gehabt zu haben.

    Antwort auf "pssst..."
  2. Ich finde es schade dass mit der Situation in den japanischen AKW's so polemisch umgegangen wird. Wenn der Verfasser auc nur über annähernd technischen Sachverstand verfügen würde wüßte er, dass das so nicht passieren kann. Aber Polemik statt fundierter Information ist leider allgegenwärtig momentan in der Berichtserstattung. Jeder ist ein "Experte - d.h. er hat keine fundierten Sachkenntnisse.
    Und ich zähle mich wahrhaftig nicht zu den "Berufsverharmlosern" noch bin ich bei einem Energieverosrger tätig. Aber ich glaube ich verstehe etwas von Physik.

    Antwort auf "Die Wolke kommt!"
  3. Es ist schon beschämend. Während die Japaner, die wirklich Grund zur Panik hätten, vorbildlich Gelassenheit demonstrieren, hyperventilieren die Deutschen der Katastrophe förmlich entgegen. Aber immer noch ist kein enziges Atomopfer in Japan zu beklagen.

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    "Tōkai-mura, Japan
    30. September 1999 – In einer Brennelemente-Fabrik in Tōkai-mura, Japan befüllten Arbeiter einen Vorbereitungstank mit 16,6 kg Urangemisch (statt den vorgeschriebenen 2,3 kg). Daraufhin setzte eine unkontrollierte Kettenreaktion ein und Strahlung trat aus. Die Zahl der Menschen die erhöhte Strahlendosen erhielten, wird mit 35 bis 63 angegeben. Drei Arbeiter wurden einer besonders hohen Radioaktivität von bis zu 17 Sievert ausgesetzt. Ca. 300.000 Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Dieser Unfall wird von offizieller Seite mit INES 4,[11][12] von einigen Wissenschaftlern aber mit INES 5 bewertet.[13] Der Arbeiter mit der 17-Sievert-Dosis verstarb einige Monate nach dem Unfall,[14] obwohl er eine Knochenmark-Transplantation erhalten hatte. "

    Nachzulesen hier:
    http://de.wikipedia.org/w...

    Ich mag nicht daran denken, was mit den 50 Arbeitern passieren wird, die sich jetzt noch auf dem Gelände befinden, um noch Schlimmeres zu verhindern.

    Ihr Zynismus ist abstoßend...

    Wenn ich mich recht erinnere stirbt man durch die Strahlung nicht sofort...bevor auf die Tasten eingehaemmert wird lieber erst einmal den Verstand zur Hilfe nehmen...Ausserdem hyperventilieren wir nicht sondern machen uns zu Recht gedanken um die Erde die wir ja eigentlich nur von unseren Kindern geborgt haben, oder???

  4. Sie fordern eine komplette Evakuierung Japans. Japan hat laut Statistischem Bundesamt fast 130 Millionen Einwohner. Haben sie eine Brücke zum Festland entdeckt oder wie wollen sie die Japaner evakuieren?

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Erstaunliche Disziplin"
  5. Mich würde mal der Unterschied zu den Bomben die 45 in Hiroshima und Nagasaki von den Amerikanern abgeworfen wurden interessieren. Handelte es sich bei den Bomben um eine andere Art von Strahlung und war die Strahlung geringer als von schmelzenden Reaktoren heute? Japan hat gelernt, mit dieser Altlast und den Erdbeben zu leben, wo ist jetzt der Unterschied wenn es einen Supergau gibt. Und warum soll ich mir wegen der Strahlung in Japan Sorgen machen? Anwohner von Atomaren Testgebieten wurden auch nicht in Zeitungsartikeln über ihre Umgebung "informiert".
    Aber schön, dass endlich darüber nachgedacht wird, die Laufzeitverlängerung in Deutschland auszusetzen. Die stank nämlich gewaltig. Und hoffentlich wird auch mal darüber nachgedacht und gehandelt, den Energiehunger unserer modernen Welt zu drosseln, anstatt ihn zu fördern und die Preise zu erhöhen und immer neue unnötige Produkte auf den Markt zu werfen. Es ist einfach irrsinnig, wie wir mit unserer Energie umgehen (müssen). Dann könnte man sicher auf das ein oder andere Kraftwerk verzichten!

    2 Leserempfehlungen
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    Ich bin wirklich kein Experte, aber der Unterschied zwischen Hiroshima und Fukushima ist in etwa der zwischen einer "guten" Atomwaffe (Sarkasmus) und einer schmutzigen Bombe. Bei einer Atombombe ist das Ziel die möglichst effizienteste Energieausbeute um die Zerstörungskraft zu steigern. D.h. bei einer hochentwickelten Atombombe ist das Ziel, alles Spaltmaterial sich spalten zu lassen. Die Explosion ist tödlich aber dann auch wieder vorbei. Der Fallout besteht größtenteils aus radioaktiv aktivierten Umgebungsmaterial, das die Strahlung abbekommen hat. Das ist schon unmenschlich schlimm und verstrahlt die Umwelt. Wenn aber der Reaktor, wie in Tschernobyl, explodiert, wird tonnenweise "noch nicht durchreagiertes" Spaltmaterial verteilt, das extrem lange in der Umwelt verbleiben und durch Anreicherung in z.B. Schilddrüsen mittelfristig hunderttausenfach zu Krebs, Missbildungen und Tod führen wird (wenn die Wolke über die 35 Millionenstadt Tokyo ziehen sollte).

    Ein SuperGAU ist langfristig gesehen viel zerstörerischer als eine Atombombe.

    Dazu kommt, das in einer Atombombe ein paar Kilo Spaltmaterial enthalten sind, ich habe in einer Meldung hier gelesen, dass bei einer Kernschmelze 30-40 Tonnen(!!!) Brennmaterial betroffen sind (pro Reaktorblock).

    Ich kann nicht ausdrücken, wie sehr ich um die Menschen in Tokyo und ganz Japan fürchte.

    wurde bei den bomben 1945 wert auf die thermonukleare druckwelle und den direkten strahlentod gelegt.
    anders sieht es bei den in bodennähe gezündeten "dreckigen bomben" (z.b. kobaltbombe) aus, welche die region zusätzlich durch radioaktive partikel für lange zeit kontaminieren und unbewohnbar machen sollen.

    der gleiche effekt ist 1986 durch die explosion in tschernobyl eingetreten und droht auch bei der explosion eines reaktors in japan.

    Die Radioaktive Wolke wurde größtenteils mit dem Wind davon getragen.
    Die allermeisten Opfer dieser Atombombe starben nach dem Fallout- weil sie den "Schwarzen stark Kontaminierten Regen" getrunken hatten.

    In Tschernobyl flog der Reaktor durch das Dach vornehmlich dessen Inhalt und verstreute sich in der Atmosphäre, ein Grund weshalb Untersuchungen direkt vor Ort "ohne" Nennenswerte Schutzkleidung gemacht werden.
    Beweise: Hier "Der Millionensarg"
    http://www.youtube.com/re...

    In Fukushima liegen zumindest 1 Reaktor frei, und dieser strahlt wohl für sehr lange Zeit vor sich hin.
    Aus meiner Sicht übertrifft Fukushima alles bisher dagewesene...

    LG

  6. Da verbreitert jemand in Kommentar 1 absolut unsachliche und durch nichts belegte Behauptungen, und wenn ich dann mal anfrage, welchen Typ von Kristallkugel er benutzt...zugegeben ironisch gemeint...wird mir von ihnen Unsachlichkeit bescheinigt? Irgendwie scheint ihr Wertegefüge schwer durcheinander.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    der redaktion ist für mich auch unverständlich...

    ich denke hier eine antwort auf ihre frage (post #2) gefunden zu haben.
    http://www.focus.de/panor...
    sowie
    http://blog.wetter.com/?p...

    beides zusammen gepaart mit gesunder skepsis und menschenverstand macht eine kristallkugel obsolet.

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  • Schlagworte IAEA | Japan | AKW | Evakuierung | Kernkraftwerk | Reaktor
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