Nuklearkatastrophe Was passiert bei einer Kernschmelze?

Eine Kernschmelze im AKW Fukushima-1 wäre unkontrollierbar. Eine flüssige Masse aus Brennstäben und geschmolzenem Metall könnte die Umwelt auf lange Zeit verseuchen.

Ein Helikopter fliegt über dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1

Ein Helikopter fliegt über dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1

Hat der größte anzunehmende Unfall (GAU) schon stattgefunden? Die Nachrichten aus Japan sind widersprüchlich. Zunächst hieß es, die Kernschmelze sei bestätigt, dann kam ein halbherziges Dementi der Regierung. Die Furcht vor einer atomaren Katastrophe wächst.

Was würde eine Kernschmelze bedeuten?

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Der Begriff ist wörtlich zu nehmen. Bei einer Kernschmelze überhitzen die Brennstäbe eines Atomreaktors so sehr, dass sie sich verflüssigen und in eine unkontrollierbare, radioaktive Schmelze verwandeln. Die Folgen sind schwer kalkulierbar: Ein bis zu 2000 Grad Celsius heißes Gemisch aus Spaltmaterial und Metall kann sich durch die Schutzhülle des Reaktorkerns fressen und in die Umwelt gelangen. Möglich sind auch heftige Explosionen. "Bei der Kernschmelze kommt es zu physikalischen Prozessen, die nicht mehr zu stoppen sind", sagt Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer.

Ursache für die Kernschmelze ist stets ein Ausfall des Reaktor-Kühlsystems. Dadurch steigen die Temperaturen in den Brennstäben, die Uran oder Uran-Plutonium-Mischungen enthalten, unaufhaltsam an. Am Ende schmelzen die radioaktiven Materialien ebenso wie die stählernen Brennstab-Umhüllungen und fallen auf den Boden des Reaktorbehälters. Das zur Kühlung eingesetzte Wasser verdampft oder wird durch die Hitze in Wasserstoff und Sauerstoff getrennt. Beide Stoffe bilden zündfähige sogenannte Knallgasgemische, was zu Explosionen mit immenser Wucht führen kann.

Zwar haben Atomkraftwerke um den Reaktorbehälter einen weiteren Schutzmantel aus Stahl oder Stahlbeton, das sogenannte Containment. Aber auch der kann durch Explosionen zerstört oder von der extrem heißen atomaren Suppe durchbrochen werden. Experten wie die der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW halten es für kaum denkbar, dass gängige Akw-Containments die gewaltigen Belastungen bei einem Kernschmelz-Unfall tatsächlich aushalten können.

Twitter, Behördenseiten und Livestreams

Erdbeben- und Wetterdienste: Meteorologischer Dienst Japans, Japanseite des Potsdamer Geoforschungszentrums, Liveübersicht des Geoforschungszentrums über neue Erdstöße,Tsunamiwarnzentrum der National Oceanic and Atmospheric Administration der USA, Erdbebenvorhersage-Institut Tokyo, Erdbebenerforschungszentrum Tokyo

Reaktorsicherheit: japanische Atomaufsichtsbehörde, internationale Atomenergiebehörde IAEA, Facebookseite der IAEA mit aktuellen Informationen, englischsprachige Seite des AKW-Betreibers Tokyo Electric Power Company (Tepco)

Nachrichtenblogs: CNN, Wall Street Journal, japanische Nachrichtenagentur Kyodo (auf englisch)

Livestream: öffentlich-rechtlicher japanischer Sender NHK

Notfallinformationen: Informationen über Evakuierungen in der Region Fukushima (englisch), Google "Person Finder" auf japanisch, Google "Person Finder" auf englisch, Google-Seite mit Nachrichten, aber auch Notfallhinweisen und Telefonnummern

Karten und Grafiken: Satellitenfotos vorher/nachher bei der New York Times, interaktive Grafik eines Siedewasserreaktors bei der NYT, Erdbebenrisiko-Karte Japans bei U.S. Geological Survey

Die Folgen für Menschen und Umwelt bei einer Kernschmelze wären verheerend: Ein geschmolzener Reaktorinhalt besteht unter anderem aus hochradioaktivem Uran sowie dem extrem strahlendem, hochgiftigem Plutonium. Plutonium gehört zu den gefährlichsten bekannten Stoffen. Hinzu kommen diverse weitere radioaktive Isotope wie Cäsium 137, das während sich des Reaktorbetriebs in Inneren der Meiler bildet. Diese Stoffe würden sich durch eine Explosion in der Umgebungsluft verteilen oder sich mit der geschmolzenen Masse aus Brennstäben und Metall ins Erdreich fressen.

Bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurden 1986 große Mengen Cäsium 137 freigesetzt, die bis nach Nord- und Westeuropa kamen, sich auf Feldern und Weiden ablagerten und dort bis in die menschliche Nahrungskette gelangten.

 
Leser-Kommentare
  1. Unter dem Reaktor befindet sich ein dickes Betonfundament. Dieses ist so dimensioniert, dass es einen schmelzenden Kern komplett auffängt.

    Dass dieses funktioniert, beruht zwar auf Berechnungen. Bei der Kernschmelze in Harrisburg, die schlimmer war als diese, weil weniger Restkühlung vorhanden war, hat es gut funktioniert. Die Umgebung ist nicht verseucht, und die Menschen konnten dort bleiben.

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    • manu26
    • 12.03.2011 um 15:33 Uhr

    Das ändert nichts daran, dass man in Harrisburg Schlimmeres nur verhindern konnte, indem man kontaminierte Gase in die Umwelt ablies. Und darüber, inwieweit gesundheitliche Schädigungen entstanden, ist man sich uneinig.

    Gestern noch haben Leute wie Sie erzählt, es gäbe gar kein Notstand, dann konnte man lesen, der Ausfall der Kühlsysteme wäre auch eingeplant. Alles wäre unter Kontrolle. Bis es richtig geknallt hat. Jetzt erzählen Sie, die Kernschmelze wäre auch mit eingeplant. Alles unter Kontrolle.

    Was glauben Sie, wie hoch Ihre Glaubwürdigkeit ist?

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Provokationen. Danke. Die Redaktion/ag

    Herr Giese, gestern Abend habe ich genau wie Sie argumentiert. Doch schon wenig später stiegen meine Zweifel, und heute Vormittag habe ich meine Meinung vollständig revidieren müssen. Aus der Idee eines zweiten Harrisburgs ist nichts geworden, wie die Explosion gezeigt hat. Glauben Sie mir, jetzt kann man nur improvisieren, um den Schaden einzugrenzen. Was mich jetzt am meisten beunruhigt, ist, dass man von den anderen Reaktoren mit Problemen am Kühlsystem nun nichts mehr hört...

    und nie zugegeben. Bisher hiess es immer '1:1000000' und 'praktisch ausgeschlossen', jetzt ploetzlich wollen Sie uns weismachen es sei doch nur eine technische Stoerung und das eine Betonschale alle Probleme loest, wenn's nicht so tragisch waere koennte man lachen.

    Da sind dann auch die 'feuchten Tuecher' der Japanischen Regierung in derselben Klasse, ignorance is bliss...

    Woher will man das so genau wissen, ob's mehr oder weniger schlimm ist, als in Harrisburg, Tschenobyl oder Mayak? Im Moment stehen Behörden und Politik in dem Dilemma, auf der einen Seite mit einem sich anbahnenden atomaren Super-GAU konfrontiert zu sein, andererseits haben sie die global agierenden Energiekonzerne im Nacken, die auf einer weiteren Nutzung der Kernenergie auf Teufel komm raus bestehen; verlassen die Menschen jetzt die Region um den Pannen-Reaktor oder wird die Region völlig evakuiert hat man politischerseits ein Riesenproblem: zahlreiche Regierungen auf der ganzen Welt setzen auf Kernenergie - teils aus rein ideologischen Gründen, teils auch deshalb, weil man von den großen global agierenden Energiekonzernen gekauft ist.

    Zudem ist die Nutzung der Kernenergie heute eine Herzensangelegenheit und das Kennzeichen konservativer Politik, mit der man sich vom angeblichen Ökowahn Anderer abgrenzt.

    Dabei vergisst man: Ein GAU in einem Kernkraftwerk ist nicht zu kontrollieren. Bis gestern wollten die Befürworter der Kernenergie es noch nicht einmal wahr haben, dass sich so etwas in einem japanischen KKW anbahnt.

    • output
    • 12.03.2011 um 18:21 Uhr

    Der Supergau ist schon mit eingeplant und wohl berechnet. Gewiss, Sie beziehen sich auf Harrisburg. Dieser Unfall mag glimpflich ausgegangen sein. Unausgesprochen übertragen Sie das auf alle AKW. Sie tun so, als hätte es nie ein Tschernobyl gegeben. Da Sie diesen Supergau nicht erwähnen, outen Sie selber als einen Lobbyisten. Selbst in Deutschland hat es schon sehr bedenkliche Störfälle gegeben. Dass Sie das nicht stört, geehrter Albrecht Giese, stört mich gewaltig.

    ... hatte sich gleichfalls Wasserstoff unter dem Dach des Containments gesammelt, dieses jedoch nicht weggesprengt. Ohne Containment hätten die Bewohner von Three Mile Island erhebliche Strahlenschäden davongetragen.

    Die partielle Kernschmelze im TMI-Reaktor reichte seinerzeit nicht aus zur Bildung einer kritischen Masse auf der Sohle des Druckbehälters. Dies ist der zweite Grund für einen glimpflichen Verlauf.

    Im übrigen möchte ich Ihre Schätzungen der Restkühlung im Druckbehälter in Zweifel ziehen. Noch nicht einmal die japanische Regierung scheint hierüber Daten zu besitzen.

    Das mit ihren Angaben zu Harrisburg ist wohl nicht so ganz richtig.
    Die Atomregulierungsbehörde gab nach dem Unglück von Harrisburg 1979 nur vernachlässigbare Auswirkungen zu.Das ist das übliche Vorgehen.Doch es gibt nicht nur die Behörden die alles herunterspielen.Denn-Wissenschaftler diagnostizierten bei den Anwohnern eine vervierfachte Lungenkrebs-und Leukämiehäufigkeit.
    Interessanterweise sind die Meßdaten des GAU`s verloren gegangen.Eigentlich unmöglich.Aber-keine Daten,keine Verseuchung.So einfach ist das.
    Da es keine Verseuchung gegeben haben soll, stellt sich dann doch die Freage warum die Entseuchung 12 Jahre andauerte.
    Unter www.akw harrisburg strahlendosis.de(keine Bindestriche)erste Seite,unterster Eintrag "eine Stunde bis zum Gau" vom März 1979,ein Artikel, worin berichtet wird das der Betreiber für abgestorbene Pfirsichbäume ganz unbürokratisch 20.000 Dollar Schadenersatz zahlte.Weiterhin wird von der Tochter berichtet die 1986 an Schilddrüsenkrebs verstarb und die Aussage:hier bei uns gibt es die ganze Strasse runter Krebs-Krebs-Krebs.
    Es ist schon interessant nachzulesen wie auch dann immer noch verharmlost wird wenn schon alles offensichtlich ist.

    • manu26
    • 12.03.2011 um 15:33 Uhr

    Das ändert nichts daran, dass man in Harrisburg Schlimmeres nur verhindern konnte, indem man kontaminierte Gase in die Umwelt ablies. Und darüber, inwieweit gesundheitliche Schädigungen entstanden, ist man sich uneinig.

    Gestern noch haben Leute wie Sie erzählt, es gäbe gar kein Notstand, dann konnte man lesen, der Ausfall der Kühlsysteme wäre auch eingeplant. Alles wäre unter Kontrolle. Bis es richtig geknallt hat. Jetzt erzählen Sie, die Kernschmelze wäre auch mit eingeplant. Alles unter Kontrolle.

    Was glauben Sie, wie hoch Ihre Glaubwürdigkeit ist?

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Provokationen. Danke. Die Redaktion/ag

    Herr Giese, gestern Abend habe ich genau wie Sie argumentiert. Doch schon wenig später stiegen meine Zweifel, und heute Vormittag habe ich meine Meinung vollständig revidieren müssen. Aus der Idee eines zweiten Harrisburgs ist nichts geworden, wie die Explosion gezeigt hat. Glauben Sie mir, jetzt kann man nur improvisieren, um den Schaden einzugrenzen. Was mich jetzt am meisten beunruhigt, ist, dass man von den anderen Reaktoren mit Problemen am Kühlsystem nun nichts mehr hört...

    und nie zugegeben. Bisher hiess es immer '1:1000000' und 'praktisch ausgeschlossen', jetzt ploetzlich wollen Sie uns weismachen es sei doch nur eine technische Stoerung und das eine Betonschale alle Probleme loest, wenn's nicht so tragisch waere koennte man lachen.

    Da sind dann auch die 'feuchten Tuecher' der Japanischen Regierung in derselben Klasse, ignorance is bliss...

    Woher will man das so genau wissen, ob's mehr oder weniger schlimm ist, als in Harrisburg, Tschenobyl oder Mayak? Im Moment stehen Behörden und Politik in dem Dilemma, auf der einen Seite mit einem sich anbahnenden atomaren Super-GAU konfrontiert zu sein, andererseits haben sie die global agierenden Energiekonzerne im Nacken, die auf einer weiteren Nutzung der Kernenergie auf Teufel komm raus bestehen; verlassen die Menschen jetzt die Region um den Pannen-Reaktor oder wird die Region völlig evakuiert hat man politischerseits ein Riesenproblem: zahlreiche Regierungen auf der ganzen Welt setzen auf Kernenergie - teils aus rein ideologischen Gründen, teils auch deshalb, weil man von den großen global agierenden Energiekonzernen gekauft ist.

    Zudem ist die Nutzung der Kernenergie heute eine Herzensangelegenheit und das Kennzeichen konservativer Politik, mit der man sich vom angeblichen Ökowahn Anderer abgrenzt.

    Dabei vergisst man: Ein GAU in einem Kernkraftwerk ist nicht zu kontrollieren. Bis gestern wollten die Befürworter der Kernenergie es noch nicht einmal wahr haben, dass sich so etwas in einem japanischen KKW anbahnt.

    • output
    • 12.03.2011 um 18:21 Uhr

    Der Supergau ist schon mit eingeplant und wohl berechnet. Gewiss, Sie beziehen sich auf Harrisburg. Dieser Unfall mag glimpflich ausgegangen sein. Unausgesprochen übertragen Sie das auf alle AKW. Sie tun so, als hätte es nie ein Tschernobyl gegeben. Da Sie diesen Supergau nicht erwähnen, outen Sie selber als einen Lobbyisten. Selbst in Deutschland hat es schon sehr bedenkliche Störfälle gegeben. Dass Sie das nicht stört, geehrter Albrecht Giese, stört mich gewaltig.

    ... hatte sich gleichfalls Wasserstoff unter dem Dach des Containments gesammelt, dieses jedoch nicht weggesprengt. Ohne Containment hätten die Bewohner von Three Mile Island erhebliche Strahlenschäden davongetragen.

    Die partielle Kernschmelze im TMI-Reaktor reichte seinerzeit nicht aus zur Bildung einer kritischen Masse auf der Sohle des Druckbehälters. Dies ist der zweite Grund für einen glimpflichen Verlauf.

    Im übrigen möchte ich Ihre Schätzungen der Restkühlung im Druckbehälter in Zweifel ziehen. Noch nicht einmal die japanische Regierung scheint hierüber Daten zu besitzen.

    Das mit ihren Angaben zu Harrisburg ist wohl nicht so ganz richtig.
    Die Atomregulierungsbehörde gab nach dem Unglück von Harrisburg 1979 nur vernachlässigbare Auswirkungen zu.Das ist das übliche Vorgehen.Doch es gibt nicht nur die Behörden die alles herunterspielen.Denn-Wissenschaftler diagnostizierten bei den Anwohnern eine vervierfachte Lungenkrebs-und Leukämiehäufigkeit.
    Interessanterweise sind die Meßdaten des GAU`s verloren gegangen.Eigentlich unmöglich.Aber-keine Daten,keine Verseuchung.So einfach ist das.
    Da es keine Verseuchung gegeben haben soll, stellt sich dann doch die Freage warum die Entseuchung 12 Jahre andauerte.
    Unter www.akw harrisburg strahlendosis.de(keine Bindestriche)erste Seite,unterster Eintrag "eine Stunde bis zum Gau" vom März 1979,ein Artikel, worin berichtet wird das der Betreiber für abgestorbene Pfirsichbäume ganz unbürokratisch 20.000 Dollar Schadenersatz zahlte.Weiterhin wird von der Tochter berichtet die 1986 an Schilddrüsenkrebs verstarb und die Aussage:hier bei uns gibt es die ganze Strasse runter Krebs-Krebs-Krebs.
    Es ist schon interessant nachzulesen wie auch dann immer noch verharmlost wird wenn schon alles offensichtlich ist.

    • manu26
    • 12.03.2011 um 15:33 Uhr

    Das ändert nichts daran, dass man in Harrisburg Schlimmeres nur verhindern konnte, indem man kontaminierte Gase in die Umwelt ablies. Und darüber, inwieweit gesundheitliche Schädigungen entstanden, ist man sich uneinig.

  2. Es wundert mich, daß der Kühlkreislauf so ins Stocken geraten kann, daß bei Ausfall der Notaggregate eine weitere Kühlung unmöglich ist. Warum kann man den aufgestauten Druck nicht über ein Notventil in eine Turbine umleiten, die keine andere Funktion hat, den Kühlkreislauf am laufen zu halten und die Brennstäbe abzukühlen. Schließlich ist ja genug Energie vorhanden, um sich selbst abzuleiten. Also praktisch ein perpetuum mobile, eine Maschine, die sich selbst am laufen hält, zumindest, bis die angestaute Wärme abgeleitet ist.

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    • dth
    • 12.03.2011 um 15:52 Uhr

    Es gibt typischerweise eine dampfbetriebene Kühlpumpe, die nur eine Batterie für die Steuerung benötigt. Vermutlich funktioniert das viel mehr nicht richtig, als einfach nur die Stromversorgung.

    ... für gut.
    Bspw. könnte eine kleine Nutzturbine bereitgestellt werden, auf die bei abfallender Reaktorleistung die Restdampfmenge bei entsprechend kleinem Querschnitt geleitet wird. Ohne elektr. Zwischenglied kann per Überholkupplung und Planetengetriebe direkt die Speisewasserpumpe angetriben werden, wenn die Drehzhal der Speisewasserpumpe unter die Drehzahl der Nutzturbine fällt. Es ist die Frage, ob die Dampfmenge und der Druck ausreicht, um die Trubine zu treiben. Ich gehe davon aus, denn der Druck stieg bzw. steigt ja im Havariefall auf höhere, kritische Werte. Für die Schmierung muss man sich noch etwas einfallen lassen, elektr. Pumpen dürfen es nicht sein.

    • dth
    • 12.03.2011 um 15:52 Uhr

    Es gibt typischerweise eine dampfbetriebene Kühlpumpe, die nur eine Batterie für die Steuerung benötigt. Vermutlich funktioniert das viel mehr nicht richtig, als einfach nur die Stromversorgung.

    ... für gut.
    Bspw. könnte eine kleine Nutzturbine bereitgestellt werden, auf die bei abfallender Reaktorleistung die Restdampfmenge bei entsprechend kleinem Querschnitt geleitet wird. Ohne elektr. Zwischenglied kann per Überholkupplung und Planetengetriebe direkt die Speisewasserpumpe angetriben werden, wenn die Drehzhal der Speisewasserpumpe unter die Drehzahl der Nutzturbine fällt. Es ist die Frage, ob die Dampfmenge und der Druck ausreicht, um die Trubine zu treiben. Ich gehe davon aus, denn der Druck stieg bzw. steigt ja im Havariefall auf höhere, kritische Werte. Für die Schmierung muss man sich noch etwas einfallen lassen, elektr. Pumpen dürfen es nicht sein.

    • FahadA
    • 12.03.2011 um 15:46 Uhr

    ... warum z.B. die IAEA nicht staendig ueber dieses Kernkraftwerk im Hochrisikobereich berichtet, um u.a. Japan dazu zu bringen, abzuschalten?

    Eine Leser-Empfehlung
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    • dth
    • 12.03.2011 um 15:51 Uhr

    Das Kraftwerk ist längst "abgeschaltet", vorrausgesetzt, dabei ging nicht auch irgend etwas schief. Dass der Reaktor noch nicht geschmolzen ist, spricht aber dafür. "Abschalten" heißt nur, die Kettenreaktion zu unterbinden, indem man die Neutronen zwischen den Brennstäben abbremst/absorbiert, indem man Steuerstäbe einführt oder Bohrsäure beisetzt. Wenn der Reaktor erstmal schmilzt aufgrund der Wärme durch den Zerfall der übrigen Spaltprodukte, hat sich "Ausschalten" erledigt.

    • dth
    • 12.03.2011 um 15:51 Uhr

    Das Kraftwerk ist längst "abgeschaltet", vorrausgesetzt, dabei ging nicht auch irgend etwas schief. Dass der Reaktor noch nicht geschmolzen ist, spricht aber dafür. "Abschalten" heißt nur, die Kettenreaktion zu unterbinden, indem man die Neutronen zwischen den Brennstäben abbremst/absorbiert, indem man Steuerstäbe einführt oder Bohrsäure beisetzt. Wenn der Reaktor erstmal schmilzt aufgrund der Wärme durch den Zerfall der übrigen Spaltprodukte, hat sich "Ausschalten" erledigt.

    • dth
    • 12.03.2011 um 15:51 Uhr

    Das Kraftwerk ist längst "abgeschaltet", vorrausgesetzt, dabei ging nicht auch irgend etwas schief. Dass der Reaktor noch nicht geschmolzen ist, spricht aber dafür. "Abschalten" heißt nur, die Kettenreaktion zu unterbinden, indem man die Neutronen zwischen den Brennstäben abbremst/absorbiert, indem man Steuerstäbe einführt oder Bohrsäure beisetzt. Wenn der Reaktor erstmal schmilzt aufgrund der Wärme durch den Zerfall der übrigen Spaltprodukte, hat sich "Ausschalten" erledigt.

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    • FahadA
    • 12.03.2011 um 16:05 Uhr

    @dth, wie kann man Kernkraftwerke in erdbebengefaehrdeten Regionen ueberhaupt sicher betreiben?

    • FahadA
    • 12.03.2011 um 16:05 Uhr

    @dth, wie kann man Kernkraftwerke in erdbebengefaehrdeten Regionen ueberhaupt sicher betreiben?

    • dth
    • 12.03.2011 um 15:52 Uhr

    Es gibt typischerweise eine dampfbetriebene Kühlpumpe, die nur eine Batterie für die Steuerung benötigt. Vermutlich funktioniert das viel mehr nicht richtig, als einfach nur die Stromversorgung.

    Antwort auf "perpetuum mobile?"
  3. niemand hat die Absicht, irgendeine Gefahr oder gesundheitliche Schädigung oder Beeinträchtigung der Bevölkerung zuzulassen.

    Wir können uns darauf verlassen, dass unsere Bundeskanzlerin, unser Umweltminister, unser Wirtschaftsminister, der Bundesinnen- und der Bundesverteidigungsminister alles erforderliche tun werden, um die sich aufgrund der globalen Luftaustauschbewegungen systemisch notwendigen und ganz und gar ungefährlichen, weil schließlich so ganz alternativlosen Steigerungen der atmosphärischen Radioaktivität mit geeignet durchformulierten Gutachten so ungefährlich zu machen, dass die Bevölkerung erst zu einem so späten Zeitpunkt an den statistische ganz und gar ungeschehen zu machenden Krebserkrankungen der Schilddrüsen, Lungen, Lebern und irgendwelcher anderer Organe erkranken werden. Keine lebende Seele wird mehr in der Lage ist, die Zusammenhänge nachzuweisen, die zwischen dem nun in Japan ablaufenden Falloutprozess und den in der Zukunft aufgrund der Gutachten, die vom Herrn Bundesumweltministers bei seiner Fachgutachter aus den Forschungsabteilungen der von unseren Atomenergiemonopolkonzernen finanzierten Expertenorganisationen nachweislich nicht vorhanden sind, in Auftrag gegeben werden.

    Das theoretisch vorhandene Restrisiko liegt nach den geistig-ethischen und intellektuellen Visionen der Physikerin Dr. Angela Merkel ohnehin beim Erkrankten, denn niemand zwingt diese Menschen doch, die radioaktiven Teilchen einzuatmen.

    28 Leser-Empfehlungen
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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen und bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    • strg
    • 13.03.2011 um 15:04 Uhr

    25 Menschen gefällt also dieser schwer lerserliche und ohne Punkt und Komma geschriebene Text - offensichtlich soll der im besten Fall links orientierte Leser hier einen Bezug zur deutschen Atomkraft herstellen.
    Warum? Energie aus fossilen Brennstoffen verursacht ebenfalls nicht zu verachtenden Austoß an radioaktiven Material, die anderen Nachteile dieser veralteten Technik sind ja bekannt.
    Erneuerbare Energien tragen weit weniger als 10% des Primärenergieverbrauchs - momentan also keine Alternative.
    Überall wird Atomkraft verteufelt - von der bereits erfolgreich getesten Transmutation hört man so gut wie nichts, vielleicht auch weil Deutschland zu voreingenommen ist.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen und bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    • strg
    • 13.03.2011 um 15:04 Uhr

    25 Menschen gefällt also dieser schwer lerserliche und ohne Punkt und Komma geschriebene Text - offensichtlich soll der im besten Fall links orientierte Leser hier einen Bezug zur deutschen Atomkraft herstellen.
    Warum? Energie aus fossilen Brennstoffen verursacht ebenfalls nicht zu verachtenden Austoß an radioaktiven Material, die anderen Nachteile dieser veralteten Technik sind ja bekannt.
    Erneuerbare Energien tragen weit weniger als 10% des Primärenergieverbrauchs - momentan also keine Alternative.
    Überall wird Atomkraft verteufelt - von der bereits erfolgreich getesten Transmutation hört man so gut wie nichts, vielleicht auch weil Deutschland zu voreingenommen ist.

    • FahadA
    • 12.03.2011 um 16:05 Uhr

    @dth, wie kann man Kernkraftwerke in erdbebengefaehrdeten Regionen ueberhaupt sicher betreiben?

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Abschalten"
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    wie kann man Kernkraftwerke in erdbebengefaehrdeten Regionen ueberhaupt sicher betreiben? Offensichtlich auf der gleichen Grundlage der Ignoranz gegenüber der eigenen Fehlbarkeit.

    In Deutschland schafft man es bekanntlich nicht einmal mittel- und schwachradioakive Atommüllfasser in einem Salzbergwerk (Asse) ordnungsgemäß aufeinanderzustapeln, geschweige denn das Eindringen von Wasser vorherzuberechnen.

    Also: Abschalten, solange die Kühlung noch tut, und Al Quaida kein Terrorkommando zum Kapern eines AKWs ausgebildet hat.

    wie kann man Kernkraftwerke in erdbebengefaehrdeten Regionen ueberhaupt sicher betreiben? Offensichtlich auf der gleichen Grundlage der Ignoranz gegenüber der eigenen Fehlbarkeit.

    In Deutschland schafft man es bekanntlich nicht einmal mittel- und schwachradioakive Atommüllfasser in einem Salzbergwerk (Asse) ordnungsgemäß aufeinanderzustapeln, geschweige denn das Eindringen von Wasser vorherzuberechnen.

    Also: Abschalten, solange die Kühlung noch tut, und Al Quaida kein Terrorkommando zum Kapern eines AKWs ausgebildet hat.

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