Das unterschätzte TierAm Touchscreen sind alle Katzen schlau

Erst mit dem iPad als Spielzeug offenbaren sich die unglaublichen Fähigkeiten der Hauskatze. Eine Hommage an die Katze im digitalen Zeitalter von 

Katze Das unterschätzte Tier

© Bruce Bennett/Getty Images

Wenn es um die grundlegende Frage ging, ob Katzen oder Hunde die besseren Gefährten für den Menschen abgeben, stand ich immer eindeutig auf der Seite der Hunde. Dabei mochte ich schon die nicht. Aber Katzen erst ...

Touchscreens haben das geändert. Seit Jahren werden im Internet Videos mit putzigem Katzenkrimskrams wie verrückt geklickt. Lange kannte ich für erwachsene Menschen, die sich so etwas anschauten, bloß Verachtung.

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Die Hauskatze

Die Hauskatze (Felis catus) ist wahrscheinlich durch Domestikation einer Wildkatzenart, der Falbkatze (Felis silvestris libyca) entstanden. Hauskatzen bringen es – je nach Rasse – im Durchschnitt auf ein Gewicht von vier Kilogramm und werden einen halben Meter lang.

Nahezu überall, wo Menschen leben, gibt es auch Katzen. Auf der Jagd sind Hauskatzen Einzelgänger, sonst leben die Tiere aber durchaus in Gruppen zusammen – sofern möglich. Dabei vergrößern Töchter die Sippe ihrer Mutter, geschlechtsreife Kater suchen sich hingegen neue Reviere.
 

Seit sich aber tablettförmige Minimalcomputer mit berührungsempfindlichen Bildschirmen ausbreiten, machen Kurzfilme mit folgender Dramaturgie die Runde: Katze sitzt vor einem iPad, betapscht mit einer Vorderpfote das Display, probiert ein Bisschen herum und kann wie hypnotisiert nicht mehr davon lassen. Regelrecht berühmt wurden so etwa "iPad-cat" Iggy – andere Artgenossen fischen im virtuellen Teich , jagen nach Motten oder spielen mit ihren Besitzern Pong am iPad .

Der Betrachter lernt: Auch unter Katzen gibt es Links- und Rechtshänder beziehungsweise -pföter. Und sie scheinen zur symbolischen Interaktion mit einer leuchtenden Glasscheibe fähig. Mag es auch nur reine Neugier und kein Quäntchen Einsicht sein – für einen Außenstehenden unterscheiden sich die YouTube-Katzen nicht arg von vielen Menschen beim Betasten solcher Geräte.

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E-BOOK

Unsere beliebte Serie "Das unterschätzte Tier" steht Ihnen in zwei Bänden mit exklusiven Tierzeichnungen als E-Book zur Verfügung. Nach dem Download können Sie jederzeit und überall die Fähigkeiten von Ameisenigel bis Zebrafisch auf Ihrem elektronischen Lesegerät bewundern.

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Man hörte bereits von surfenden Lamas und breakdancenden Hunden , von Ziervögeln mit Beatbox-Ambitionen gar. Aber ein Tier mit Begeisterung für elektronische Gadgets – ... soll noch einer behaupten, Katzen seien Frauentiere!

Angesichts der Touchkatzen goutiere ich plötzlich die wildesten Hypothesen von Katzenfans: Die unterschätzten Tiere könnten Gedanken lesen. Ja, gar hypnotisieren. Und überhaupt manipulierten sie subtil schnurrend ihre menschlichen Versorger. So habe sich Felis catus mühelos in unfassbarer Zahl über den gesamten Planeten ausbreiten können. Um dann am eigenen Fell schleckend darauf zu warten, dass Herrchen oder Frauchen ein cat tablet bringt.

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Leserkommentare
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    Die idealen Tiere für Nerds

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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Anfeindungen. Danke. Die Redaktion/vn

  2. Wenn ein Hund von einem Menschen Futter kriegt, denkt er sich: "Er bringt mir Futter, er muss Gott sein!"

    Wenn eine Katze von einem Menschen Futter kriegt, denkt sie:
    "Er bringt mir Futter, ich muss Gott sein!"

    Die Unterwürfigkeit des Einen, die Eleganz der Anderen.

    Eine Leserempfehlung
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    @AlexBarb:

    Wie immer eine Frage des Blickwinkels - mir ist dasjenige Tier sympathischer, welches Zuwendung nicht selbstverliebt nur in übersteigertes Selbstwertgefühl umsetzt (Katze in Ihrem Beispiel), sonder in erster Linie von dem anderen her denkt (Hund in Ihrem Beispiel) ;-)

    Die Katze denkt nicht darüber nach, da sie sich diese Frage gar nicht stellt.

    Sie weiss!, dass sie Gott ist.

    • poetin
    • 23. August 2011 13:30 Uhr

    Eben drum! Wenn Katzen "Frauentiere" sind, Katzen außerdem gadget-geil sind, und Männer ebenso gadget-geil sind, bedeutet das eher, dass Männer "Frauentiere" sind, oder?

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  3. @AlexBarb:

    Wie immer eine Frage des Blickwinkels - mir ist dasjenige Tier sympathischer, welches Zuwendung nicht selbstverliebt nur in übersteigertes Selbstwertgefühl umsetzt (Katze in Ihrem Beispiel), sonder in erster Linie von dem anderen her denkt (Hund in Ihrem Beispiel) ;-)

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    dass Sie hier nicht zu sehr in menschlichen Kategorien denken?

    • TomFynn
    • 23. August 2011 13:51 Uhr
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  4. so bekommt dieser Begriff vielleicht noch eine neue Bedeutung?

  5. "so(falsch)gemacht"

    "Menschen, die noch richtiges Deutsch können" wissen auch, wo man Leerzeichen richtig setzt. Und der Finger, der auf andere zeigt, hat immer noch 4 Kumpels...

    So, das musste (auch) mal gesagt werden.

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    • nike11
    • 23. August 2011 15:33 Uhr

    ... Sie sind mir zuvor gekommen :))

    Zudem finde ich die Variante 'Quäntchen' rein metaphorisch erheblich ansprechender! Und wer weiß, vielleicht war es gar so gemeint...?

    • myvoice
    • 23. August 2011 15:33 Uhr

    War mich nicht bekannt.
    Aber wenn der Duden sagt das ist in Ordnung, muss doch nicht extra hingehen und Quentchen verlangen. Ziemlich unnötig.

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  • Serie Das unterschätzte Tier
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Tier | Internet | Kurzfilm | Lama | Planet | Video
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