Ein weiterer deutscher Astronaut fliegt zur internationalen Raumstation ISS. Der Geophysiker und Vulkanologe Alexander Gerst startet im Mai 2014 gemeinsam mit einem russischen und einem US-amerikanischen Kollegen an Bord einer russischen Sojus-Kapsel vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

Bis zu seiner Rückkehr im November 2014 werde er an Bord der ISS unter anderem Experimente aus der Physik, der Humanmedizin und der Biologie durchführen, sagte Gerst. Hauptthema der Forschung auf der ISS sei, wie sich Menschen in der Schwerelosigkeit verhalten. "Das sind wertvolle Erkenntnisse auch für Menschen auf der Erde."

Bevor er ins All starten darf, durchläuft der 35-Jährige aus Baden-Württemberg die Basis-Ausbildung als Raumfahrer. Gerst ist offiziell am Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln stationiert, wird aber einen großen Teil seines Trainings am Johnson-Space-Center der US-Weltraumbehörde Nasa im texanischen Houston sowie in Star City bei Moskau absolvieren.

Es sei für ihn eine große Ehre, an der ISS-Mission teilnehmen zu können, erklärte Gerst. Bei seinem Einsatz kann er auf eine beträchtliche Erfahrung mit Aufenthalten an unwirtlichen Orten zurückgreifen können: Der Geophysiker hat unter anderem in der Antarktis Vulkane erforscht.

Auf der ISS arbeiten derzeit drei Raumfahrer, am 14. November sollen drei weitere dorthin starten. Nach einer Panne mit einer Sojus-Trägerrakete war zuletzt unklar, ob weiterhin Astronauten zur ISS fliegen können. Die Nasa hat inzwischen Entwarnung gegeben: Die ISS muss nicht evakuiert werden.