Balchaschsee Kasachstans Ozean droht zu verschwinden
Klimawandel, Staudämme und Reisanbau lassen den Balchaschsee in Kasachstan schrumpfen. Ein Notfallplan für das kostbare Gewässer fehlt.
© Jacques Descloitres, Modis, Nasa GSFC

Der Balchaschsee in Kasachstan aus dem Erdorbit aufgenommen: Das Foto zeigt den See im April 2003.
Wellen klatschen gegen den heißen Beton der Anlegestelle, Fischkutter schaukeln angeleint auf dem Wasser: Der Hafen von Kuigan liegt wie ausgestorben in der Mittagshitze. Nur ein paar braun gebrannte Halbwüchsige toben im Wasser herum.
Kuigan ist ein Dorf mit 1.800 Einwohnern, am südwestlichsten Ende des Balchaschsees im Osten Kasachstans. Hier fächert sich der Ili, der größte Zufluss des Balchasch, zum Delta auf. Ganz Kuigan ist durchzogen von Kanälen. Jeder Haushalt hat ein Boot, das Dorf lebt vom Fisch.
Einer von knapp 200 Fischern hier ist Oleg Schumacher, mit stechend blauen Augen und einem vom Wetter gegerbten Gesicht. Sein Vater ist als Spätaussiedler nach Deutschland gegangen, Oleg aber blieb. Seine Heimat sei hier am Balchasch. "Wir nennen ihn den 'Ozean'", sagt Schumacher, "denn wer während eines Sturms draußen ist, merkt, dass der Balchasch genauso gefährlich ist."
Der Balchaschsee, der sich wie eine Säbelklinge über eine Länge von 600 Kilometern durch die kasachische Steppe zieht, ist der größte See in Zentralasien – jetzt, da der Aralsee fast ausgetrocknet ist. Dem Balchasch droht nun das gleiche Schicksal wie dem Aral, der bereits zu vier Fünftel verschwunden ist und auf dessen Grund nun eine neue Wüste entstanden ist.
Die Gefahr ist für die Bewohner kaum sichtbar
"Der Balchasch ist für einen See dieser Größe extrem flach", sagt der deutsche Hydrologe Martin Lindenlaub vom Regionalen Ökologischen Zentrum für Zentralasien CAREC in Almaty. Weite Bereiche des Sees sind weniger als zehn Meter tief. Die Verdunstung ist wegen des trockenen Klimas besonders hoch: Von 1972 bis 2001 schrumpfte der Balchasch bereits um rund 150 Quadratkilometer – eine Fläche so groß wie die Stadt Potsdam. Und je flacher der See wird, desto stärker nimmt auch die Verdunstung zu. Allein zwischen 1988 und 1998 sank der Seespiegel nach Messungen des Geografischen Instituts in Almaty um nahezu zwei Meter.
Balchaschsee, Kasachstan auf einer größeren Karte anzeigen
Die Gefahr ist allerdings für die Bewohner der Region kaum sichtbar. Denn aus dem wichtigsten Zufluss Ili strömt nach wie vor viel Wasser in den See. "Sehen Sie doch, wie viel Wasser der Fluss in diesem Jahr hat", sagt Oleg Schumacher, der Fischer aus Kuigan. Tatsächlich ist der Seespiegel in den vergangenen zehn Jahren sogar langsam wieder angestiegen. Warum, wurde bisher nicht untersucht. "Vermutlich, weil die Trockenperiode in den 1990er Jahren von einer feuchteren Periode abgelöst wurde", sagt Dschakup Dostaj vom Geografischen Institut in Almtay. Aber auch der Klimawandel könne ein Grund sein: Die Gletscher im benachbarten Tien-Shan-Gebirge, wo die Zuflüsse des Balchasch entspringen, schmelzen immer weiter ab. Nach Angaben des World Glacier Monitoring Service ging deren Fläche um 25 bis 35 Prozent zurück. Der größere Abfluss kommt dem See vermutlich zugute, zunächst zumindest.
Doch wie am Aralsee – aus dessen Zuflüssen Amudarja und Syrdaria vor allem für den Baumwollanbau immer mehr Wasser entnommen wurde, so dass sie nur noch als Rinnsale am Aralsee ankommen – könnten auch die Zuflüsse des Balchasch versiegen.
© Edda Schlager

Der Ili fließt aus China nach Kasachstan und in den Balchaschsee. Er ist der wichtigste Zufluss und stellt rund 80 Prozent des Wassers bereit, das in den Balchasch fließt.
Die größte Gefahr droht aus China. Zu rund 80 Prozent wird der Balchasch aus dem Fluss Ili gespeist, der in der westchinesischen Provinz Xinjang entspringt. Dort werden derzeit dutzende Staudämme gebaut. "Wenn die fertig sind, fließen zwei Drittel weniger Wasser aus China nach Kasachstan", sagt der Hydrologe Dschakup Dostaj.
Trotz der wirtschaftlichen und sozialen Brisanz konnten Kasachstan und China sich aber über die Nutzung des Ili bisher nicht einigen. Zwar wurde im Jahr 2001 eine kasachisch-chinesische Kommission zur Nutzung grenzüberschreitender Flüsse gebildet. Doch ein bilateraler Vertrag enthält keinerlei konkrete Absprachen über Nutzungsmengen und gegenseitige Kontrollen. Und kasachische Politiker vermeiden Kritik am wichtigen Wirtschaftspartner China.
Durch den Reisanbau geht Wasser verloren
Auch die kasachische Seite selbst macht Fehler. Am Balchasch wird in großem Stil Reis angebaut, der mit dem Wasser aus dem Ili künstlich bewässert wird. Akylbek Botbajew ist Vorarbeiter einer Genossenschaft, die im Dorf Bach-Bachty auf 1.000 Hektar Reis anbaut. "Reis", sagt Botbajew, "braucht viel Wasser. Aber es ist eine Kunst, den richtigen Wasserstand einzustellen." Reguliert wird mit einfachen Schiebern zwischen den meist unbefestigten Kanälen, die per Hand geöffnet oder geschlossen werden. Bei solchen Kanälen versickert mehr als die Hälfte des Wassers im Boden. Das weiß man von Messungen am Aralsee.
Die Autorin arbeitet als Journalistin für das Korrespondenten-Netz n-ost.
"Ein Notfallplan müsste her", sagt der deutsche Hydrologe Martin Lindenlaub. Wenn der Seespiegel unter eine kritische Marke sinke, müsse geregelt sein, welche Nutzer überhaupt noch Wasser aus den Flüssen nehmen dürften. Doch an einem solchen Plan wird auf kasachischer Seite bisher nicht gearbeitet. Die Wissenschaftler Dschakup Dostaj und Malik Burlibajew planen demnächst eine Expedition zusammen mit chinesischen Kollegen. Gemeinsam wollen sie den Balchasch und seine Zuflüsse vermessen. Denn gemeinsame Daten – die Basis für konkrete Absprachen – liegen beiden Seiten bisher nicht vor.
- Datum 26.09.2011 - 16:17 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Hat der Klimawandel noch in diesen Artikel gefunden :)
(zynismus: an) wer nicht lernt, stirbt.
auch wer lernt, stirbt. Oder etwa doch nicht?
auch wer lernt, stirbt. Oder etwa doch nicht?
man nicht einfach veränderungen der Landschaft als Lauf der Dinge hinnehmen? Bei uns gabs auch mal tropischen Regenwald mit Dinos drinne, das Klima und die Landschaft wandelt sich nunmal. Sicher beeinflusst der Mensch seine Umwelt auch recht stark, allerdings solls auch Leute(naja ganze Industrien) geben die gut damit Leben die Klima Sache zu sehr auf den Menschen zu reflektieren.
Der Nachbar leitet das Wasser ab -- tja, Lauf der Dinge!
Ich als Seeanrainer fände es jedoch ein *bißchen* ärgerlich, künftig am Rande einer Salzwüste hausen zu müssen.
(Nebenbei: Was denken Sie sich dabei "Klima Sache" völlig getrennt in zwei Wörtern zu schreiben? Das tut doch weh!)
es ist nicht das erste mal, dass ein inhaltlich so dürftiger Artikel sich als Ersatz für Inhalte mit dem Verweis auf den "Klimawandel" bescheidet. Und auch nicht das erste Mal, dass dazu ein Fernerkundungsbild mitgeliefert wird, das die Aussagen im Text schon recht nah ans Lächerliche rückt!
Ich bin dankbar das dort ein Großteil des oberirdischen Einzugsgebietes mit der (oft nur temporären) Wasserführung der Vorfluter zu sehen ist, Ebenso das es sich bei dem Gewässer um den Rest einer Beckenfüllung handelt, eines Beckens das schon sichtbar durch riesige Schwemmfächer zusedimentiert ist, vermehrter Abfluss läßt zwar einen steigenden WSp erwarten, aber die Füllung des verbleibenden Wasservolumens durch Sediment ist auch absehbar. Eine unmittelbare Folge von klimawandelbedingter Erosion!!!!
Zwischenfrage: Wie verhält es sich dort mit dem unterirdischen Abfluss? Wird des See gespeist oder nimmt das Vulumen ab?
Zudem zeigt auch diese Autorin das Funktionsprinzip eines Gletschers nicht verstanden zu haben und Interesse an der sehr hilfreichen Hydrologischen Kennzahlen für das System hat sie auch nicht; wahrscheinlich aus Zeit- oder Kompetenzmangel?
MfG Karl Müller
Der Nachbar leitet das Wasser ab -- tja, Lauf der Dinge!
Ich als Seeanrainer fände es jedoch ein *bißchen* ärgerlich, künftig am Rande einer Salzwüste hausen zu müssen.
(Nebenbei: Was denken Sie sich dabei "Klima Sache" völlig getrennt in zwei Wörtern zu schreiben? Das tut doch weh!)
es ist nicht das erste mal, dass ein inhaltlich so dürftiger Artikel sich als Ersatz für Inhalte mit dem Verweis auf den "Klimawandel" bescheidet. Und auch nicht das erste Mal, dass dazu ein Fernerkundungsbild mitgeliefert wird, das die Aussagen im Text schon recht nah ans Lächerliche rückt!
Ich bin dankbar das dort ein Großteil des oberirdischen Einzugsgebietes mit der (oft nur temporären) Wasserführung der Vorfluter zu sehen ist, Ebenso das es sich bei dem Gewässer um den Rest einer Beckenfüllung handelt, eines Beckens das schon sichtbar durch riesige Schwemmfächer zusedimentiert ist, vermehrter Abfluss läßt zwar einen steigenden WSp erwarten, aber die Füllung des verbleibenden Wasservolumens durch Sediment ist auch absehbar. Eine unmittelbare Folge von klimawandelbedingter Erosion!!!!
Zwischenfrage: Wie verhält es sich dort mit dem unterirdischen Abfluss? Wird des See gespeist oder nimmt das Vulumen ab?
Zudem zeigt auch diese Autorin das Funktionsprinzip eines Gletschers nicht verstanden zu haben und Interesse an der sehr hilfreichen Hydrologischen Kennzahlen für das System hat sie auch nicht; wahrscheinlich aus Zeit- oder Kompetenzmangel?
MfG Karl Müller
Der Nachbar leitet das Wasser ab -- tja, Lauf der Dinge!
Ich als Seeanrainer fände es jedoch ein *bißchen* ärgerlich, künftig am Rande einer Salzwüste hausen zu müssen.
(Nebenbei: Was denken Sie sich dabei "Klima Sache" völlig getrennt in zwei Wörtern zu schreiben? Das tut doch weh!)
Wenn China den Kasachen den Hahn zudreht, indem es Staudämme baut, dann frage ich mich, was das noch mit Klimawandel zu tun hat?
es ist nicht das erste mal, dass ein inhaltlich so dürftiger Artikel sich als Ersatz für Inhalte mit dem Verweis auf den "Klimawandel" bescheidet. Und auch nicht das erste Mal, dass dazu ein Fernerkundungsbild mitgeliefert wird, das die Aussagen im Text schon recht nah ans Lächerliche rückt!
Ich bin dankbar das dort ein Großteil des oberirdischen Einzugsgebietes mit der (oft nur temporären) Wasserführung der Vorfluter zu sehen ist, Ebenso das es sich bei dem Gewässer um den Rest einer Beckenfüllung handelt, eines Beckens das schon sichtbar durch riesige Schwemmfächer zusedimentiert ist, vermehrter Abfluss läßt zwar einen steigenden WSp erwarten, aber die Füllung des verbleibenden Wasservolumens durch Sediment ist auch absehbar. Eine unmittelbare Folge von klimawandelbedingter Erosion!!!!
Zwischenfrage: Wie verhält es sich dort mit dem unterirdischen Abfluss? Wird des See gespeist oder nimmt das Vulumen ab?
Zudem zeigt auch diese Autorin das Funktionsprinzip eines Gletschers nicht verstanden zu haben und Interesse an der sehr hilfreichen Hydrologischen Kennzahlen für das System hat sie auch nicht; wahrscheinlich aus Zeit- oder Kompetenzmangel?
MfG Karl Müller
Wissenschaftliche erkentnisse in der Klimawandelforschung haben herausgefunden das der Klimawandel nun Staudämme bauen kann und damit Flüsse und Seen austrocknet.
Der Klimawandel ist ganz schön fortgeschritten heut zu Tage!
ch muss leider dieser wissenschaftlichen Argumentationskette widersprechen und trage meine eigene vor.
1. Die Staudämme werden von Chinesen gebaut und nicht vom Klimawandel.
2. Die chinesen werden den Fluss austauen und das Wasser aufsaufen.
3. Dadurch wird der See austrocknen und versalzen.
4. Der See ist kein Ozean.
5. Ca 50% allergletscher Weltweit sind am schrumpfen, allerdings sind auch ca 50% aller Gletscher weltweit am wachsen.
Ich bin nun 40 Jahre alt.
Ich lebe genau so lange in angst!
Zu erst hatte man angst vor der nächsten Eiszeit
Dann hatte man angst vor dem Ozonloch
und seit geraumer Zeit hat man angst vor dem Klimawandel.
Wann hört das endlich auf frage ich euch?
Was wenn der Klimawandel ganz einfach zu erklären ist?
1900 Betrug die Weltbevölkerung 1,7Mia
2011 7 Mia
Bevölkerungswachstum = Klimawandel
Und? wollt ihr nun etwas gegen den Klimawandel unternehmen?
Dann tötet euch oder vergesst den Quatsch.
http://www.pdwb.de/
http://klimaskeptiker.info/
Der Klimawandel ist nur noch Geldmacherei, die wahre Ursache (Anzahl der Menschen = Co2 anstieg)kennt man längst.
Wenn einer warm haben will macht er Feuer. 2 an verschiedenen Orten gleich 2 Feuer. 4 an verschiedenen Orten 4 Feuer usw.
auch wer lernt, stirbt. Oder etwa doch nicht?
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