Nach dem Erdbeben im Himalaya steigt die Opferzahl im Nordosten Indiens und den Nachbarländern an. Insgesamt kamen nach unterschiedlichen Angaben von Behörden und örtlicher Medien mindestens 33 Menschen ums Leben, die meisten davon im indischen Bundesstaat Sikkim.

Die Rettungsarbeiten nach dem Beben mit einer Stärke von 6,8 haben inzwischen begonnen. Weite Teile Indiens, Nepals, Tibets, Bhutans und Bangladeschs waren von den Erdstößen betroffen.



Die Polizei in dem am schwersten betroffenen indischen Bundesstaat Sikkim meldete 16 Tote und mehr als 100 Verletzte. Der Nachrichtensender CNN-IBN berichtete, in den Bundesstaaten West-Bengalen und Bihar seien insgesamt weitere sieben Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche weitere Einwohner seien verletzt worden.

In Nepal berichteten örtliche Medien von fünf Toten. In Tibet starben nach Angaben der chinesischen Staatsagentur Xinhua sieben Menschen. 

Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der indischen Meteorologiebehörde (IMD) im Himalaya-Gebirge 68 Kilometer nordwestlich von Gangtok, der Hauptstadt Sikkims.

4.000 Soldaten als Bergungshelfer

Von dem Beben ausgelöste Erdrutsche blockierten die Schnellstraße, die Sikkim mit anderen indischen Bundesstaaten verbindet, an mehreren Orten. Nach Angaben der Behörden begannen Armee, Polizei und Katastrophenschutz in Sikkim mit Bergungs- und Rettungsarbeiten. Der Nachrichtensender NDTV meldete, 4.000 Soldaten würden dafür eingesetzt. Viele Dörfer in unwegsamen Gegenden wurden von den Helfern aber zunächst nicht erreicht. Regenfälle, Erdrutsche und Stromausfälle behinderten die Rettungsarbeiten. 



Südasien wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Ende 2005 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,6 in der geteilten Region Kaschmir etwa 74.000 Menschen in Pakistan und Indien das Leben gekostet. 2001 starben im westindischen Bundesstaat Gujarat bei einem Beben der Stärke 7,7 mehr als 20.000 Menschen.