Grüne GentechnikWas bedeutet das Honig-Urteil?

Der Anwalt Georg Buchholz hat erwirkt, dass Honig mit Pollen aus Genmais nicht ohne Sonderzulassung verkauft wird. Im Interview erklärt er das Urteil des Europa-Gerichts.

ZEIT ONLINE: Herr Buchholz, zusammen mit Ihrem Kollegen Achim Willand haben Sie vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) erreicht, dass Honig, der Pollen aus genetisch verändertem Mais enthält, nicht auf den Markt darf. Es sei denn, der "Genmais" hat eine Zulassung für genau dieses Lebensmittel. Haben die Richter so entschieden, weil sie "Genhonig" für eine potenzielle Gefahr halten?

Georg Buchholz
Georg Buchholz

Der promovierte Jurist ist Anwalt in der Berliner Kanzlei GGSC. Er vertritt zusammen mit anderen Anwälten das Bündnis zum Schutz der Bienen wie den Verein Mellifera und Imkerverbände im "Honig-Prozess" gegen den Freistaat Bayern. 2011 bekamen die Kläger vor dem Europäischen Gerichtshof Recht. Georg Buchholz ist spezialisiert auf Umwelt- und Technikrecht.

Georg Buchholz: Nicht die Richter, sondern der europäische Gesetzgeber hält gentechnisch veränderte Lebensmittel für eine potenzielle Gefahr, so lange sie nicht geprüft und zugelassen sind. Genauso wie Autofahrer ohne Führerschein. Deshalb ging es in diesem Verfahren vor allem darum, ob Honig mit Pollen aus Genmais ein gentechnisch verändertes Lebensmittel ist. Das ist völlig unabhängig von dem realen Risiko des konkreten Maises.

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ZEIT ONLINE: Und was gilt nun für den Pollen?

Buchholz: Die Europa-Richter haben entschieden: Honig, der Pollen der Maissorte MON 810 enthält, darf nicht in den Verkauf.

ZEIT ONLINE: Ist das nicht paradox? Nachweislich giftige Stoffe dürfen in Lebensmitteln stecken. Es sei denn, sie überschreiten Grenzwerte. Für Pollen aus Genmais gilt Null-Toleranz – und das, obwohl er vielleicht völlig harmlos ist.

Buchholz: Das Verbot und die Null-Toleranz gelten nur, solange keine entsprechende Zulassung vorliegt. Bei konventionellen Schadstoffen, deren Giftigkeit mit der Menge zunimmt, lässt sich eine Grenze festlegen. Solche Schadstoffe vermehren sich nicht. Bei gentechnisch veränderten Organismen (GVO) besteht aber das Risiko, dass schon einige wenige sich so vermehren, dass sie Schaden anrichten.

ZEIT ONLINE: Aber Pollen im Honig vermehren sich doch nicht?

Buchholz: Eine Übertragung und Vermehrung des genetischen Materials kann nicht nur über die Befruchtung stattfinden, sondern auch als horizontaler Gentransfer über Bakterien im Magen-Darm-Trakt. Weil die Vorgerichte diese Möglichkeit nicht eingehend geprüft haben, hat auch der EuGH nicht klären können, ob der Pollen im Honig noch ein Organismus nach der Begrifflichkeit des Gentechnikrechts ist.

ZEIT ONLINE: Wie gerät der Maispollen überhaupt in den Honig?

Buchholz: Da während der recht späten Maisblüte kaum andere Blütenpflanzen blühen, fliegen die Bienen auch Mais an. Pollen lagern sie in besonderen Waben neben den Honigwaben als Futter für die Larven. Wenn der Imker die Waben schleudert, wird der Pollen mit dem Honig vermischt.

ZEIT ONLINE: Macht sich jeder Imker strafbar, der Honig mit Genmais-Rückständen verkauft?

Buchholz: Imker in Deutschland müssen sich keine Sorgen machen, weil der Anbau von MON 810 hier seit 2009 verboten ist. Allerdings hat Monsanto die Wiederzulassung beantragt. Derzeit darf hier nur die genetisch veränderte Kartoffel Amflora überall angebaut werden. Außerdem gibt es an bestimmten Standorten Freisetzungen . In deren Umgebung sollte der Imker über das im Internet veröffentlichte Standortregister prüfen, ob im Flugradius seiner Bienen GVO angebaut werden , und ob Pollen oder Nektar daraus in Honig zugelassen ist. Auch dafür gibt es ein Register . Drohen Verkaufsbeschränkungen, sollte der Imker den Anbauer auffordern, seinen Honig vor Einträgen zu schützen. Notfalls sollte er seine Bienen zur Blütezeit des GVO von der Anbaufläche entfernen. Nachträgliche Analysen sind in der Regel zu teuer. Strafbar macht sich nur, wer Honig mit nicht zugelassenen GVO vorsätzlich oder fahrlässig in den Verkehr bringt.

Leserkommentare
  1. aber nicht zwingend im Sinne des Verbrauches.
    Die Begründetheit hier bis zum Exzess verfolgten Ängste vor "Genmaispollen" ist noch nicht bewiesen, da kann man hier noch so einseitige Propanganda veranstalten.
    Über die Sinnhaftigkeit von Totalverboten statt realistischen Grenzwerten kann man zudem durchaus einmal nachdenken.

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    Ich weiß nicht, wo Sie in diesem Interview Propaganda herauslesen? Der gute Mann analysiert die Folgen des EuGh-Urteils. Nicht mehr und nicht weniger.

    • Kiira
    • 08.09.2011 um 13:39 Uhr

    "Über die Sinnhaftigkeit von Totalverboten statt realistischen Grenzwerten kann man zudem durchaus einmal nachdenken."

    Zur Not würde auch l e s e n schon weiterhelfen:

    RA Buchholz: "Bei gentechnisch veränderten Organismen (GVO) besteht aber das Risiko, dass schon einige wenige sich so vermehren, dass sie Schaden anrichten."

    Die Option auf gentechnisch unverseuchte Lebensmittel muß für jeden einzelnen Bürger dauerhaft erhalten bleiben - egal, was an genmanipulierten Organismen brutal in den Markt gedrückt oder nur zu Forschungszwecken in die Biosphäre eingebracht wird.

    Ich weiß nicht, wo Sie in diesem Interview Propaganda herauslesen? Der gute Mann analysiert die Folgen des EuGh-Urteils. Nicht mehr und nicht weniger.

    • Kiira
    • 08.09.2011 um 13:39 Uhr

    "Über die Sinnhaftigkeit von Totalverboten statt realistischen Grenzwerten kann man zudem durchaus einmal nachdenken."

    Zur Not würde auch l e s e n schon weiterhelfen:

    RA Buchholz: "Bei gentechnisch veränderten Organismen (GVO) besteht aber das Risiko, dass schon einige wenige sich so vermehren, dass sie Schaden anrichten."

    Die Option auf gentechnisch unverseuchte Lebensmittel muß für jeden einzelnen Bürger dauerhaft erhalten bleiben - egal, was an genmanipulierten Organismen brutal in den Markt gedrückt oder nur zu Forschungszwecken in die Biosphäre eingebracht wird.

  2. Entfernt. Sofern Sie Tatsachenbehauptungen veröffentlichen, bitten wir um Verweise auf eine entsprechende Quelle. Bitte vermeiden Sie Spekulation und Polemik. Danke, die Redaktion/fk.

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    "Letztlich sind diese ganzen 'Umweltschützer' für Millionen Tote in der dritten Welt verantwortlich"

    Unsinn hoch 3
    Die Hungersnöte in den dritten Ländern entstehen durch Dürre, Unwetter und falscher Verteilung, BT-Anbau hilft da gar nichts.

    Wenn schon, dann fordert der BT-Anbau und seine Roundups Todesopfer.

    http://video.google.com/v...

    oder:
    "Die Not der Bauern hat sich in den vergangenen Jahren noch dadurch verschlimmert, dass sie auf den Feldern immer mehr Pestizide gegen Schädlinge einsetzten - um der Konkurrenz mit niedrigen Kosten zu begegnen. Falscher Gebrauch der chemischen Hilfsmittel führte jedoch dazu, dass Schädlinge resistent wurden, die Böden ausgelaugt wurden und die Erträge sanken.

    Dieses Problem sollte das genveränderte Baumwoll-Saatgut namens "Bacillus-thuringiensis-Cotton" lösen. Doch die Pflanzenkeime, die der Saatgut-Multi Mahayco-Monsanto Biotech vor vier Jahren eingeführt hat, sind dreimal so teuer wie konventionelle Samen. Heute gelten sie als Flop für die Bauern: "Alle Ankündigungen von Monsanto waren irreführend. Die aggressive Markteinführung vor drei Jahren hat Hunderte Bauern in den finanziellen Ruin getrieben", sagt R. V. Ramanjaneyulu vom Center for Sustainable Agriculture, einer Nicht-Regierungsorganisation. Monsanto dagegen verweist auf die "schwierigen klimatischen Bedingungen", die auch herkömmlichen Baumwollpflanzen geschadet hätten."
    http://www.spiegel.de/wir...

    • eeee
    • 08.09.2011 um 13:17 Uhr

    entspricht wahrscheinlich der Logik Ihres (zu vermutenden) Gedankenknäuels: Genau wie DDT wird sich die "grüne Gentechnik" als harmlos herausstellen. Dass man sich Saatgut für seine unfruchtbaren Pflanzen von Monsanto kaufen muss, erhöht ihren Wert und die Wirtschaftlichkeit. Der Verbrauch von Ackerflächen durch "Biosprit-Anbau" ist eine Idee von Umweltschützern.

    • Chali
    • 08.09.2011 um 13:22 Uhr

    funktioniert?

    Es ist nämlich keineswegs so, dass genmaipulierte Pflanzen einen höheren Ertrag pro Fläche geben.

    Die Genmaipulation führt lediglich dazu, dass Sie das "MON 810-Schutzmittel" verwenden können, das alle Pflanzen killt - und nur MON 810 schützt.

    Sowohl Saatgut als auch Schutz-Mittel können Sie gegen eine greinge Gebühr bequem vom selben Hersteller erwerben, aber nach dem ersten Mal ist es wie im Hotel Califonia:
    You can check out any time you like,
    but you can never leave.

    ...werden weggeworfen, man könnte damit die gesamte Menschheit ernähren, und weder Sie noch ich müssten uns über irgendetwas aufregen.

    > > Letztlich sind diese ganzen 'Umweltschützer' für Millionen Tote in der dritten Welt verantwortlich, früher es bei DDT, dass sich im Nachhinein als harmlos herausgestellt hat und jetzt bei den Lebensmitteln, zum einen indem sie effektiveren Pflanzenbau mittels genmanipulierter Lebensmittel behindern, zum anderen weil sie Ackerbauflächen verknappen um dort Biosprit anzubauen. > >

    Hey, klar, wenn durch Rohstoffspekulation die Preise anziehen und Menschen dadurch Nahrungsmittel nicht mehr mit ihrem Einkommen bezahlen können, sind die "Umweltschützer" am Welthunger Schuld, weil die das segensreiche Wirken von Monsantos Monokulturen behindern!1!!

    Dass Ackerbauflächen global dazu benutzt werden, Biosprit, Fertig-Rasen, Billig-Schnittblumen oder ähnlichen Quatsch anzubauen ist natürlich eine Riesenschweinerei.
    Im globalisierten Kapitalismus allerdings logisch, da die monetäre Nachfrage bzw. der Profit den man mit einem Gut erwirtschaften kann, bestimmt, was produziert wird.
    Allerdings habe ich von ihnen noch nichts vernommen, was auf eine Reflektion dieser Systemgesetzmäßigkeiten ihrerseits hinweisen könnte.

    Ähnlich verhält es sich übrigens mit der Viehzucht, die einen Großteil der globalen Ackerflächen beansprucht um für ein paar 100 Millionen wirtschaftlich privilegierter Menschen täglich eine oder mehrere fleischhaltige Mahlzeiten zu produzieren.

    "Letztlich sind diese ganzen 'Umweltschützer' für Millionen Tote in der dritten Welt verantwortlich"

    Unsinn hoch 3
    Die Hungersnöte in den dritten Ländern entstehen durch Dürre, Unwetter und falscher Verteilung, BT-Anbau hilft da gar nichts.

    Wenn schon, dann fordert der BT-Anbau und seine Roundups Todesopfer.

    http://video.google.com/v...

    oder:
    "Die Not der Bauern hat sich in den vergangenen Jahren noch dadurch verschlimmert, dass sie auf den Feldern immer mehr Pestizide gegen Schädlinge einsetzten - um der Konkurrenz mit niedrigen Kosten zu begegnen. Falscher Gebrauch der chemischen Hilfsmittel führte jedoch dazu, dass Schädlinge resistent wurden, die Böden ausgelaugt wurden und die Erträge sanken.

    Dieses Problem sollte das genveränderte Baumwoll-Saatgut namens "Bacillus-thuringiensis-Cotton" lösen. Doch die Pflanzenkeime, die der Saatgut-Multi Mahayco-Monsanto Biotech vor vier Jahren eingeführt hat, sind dreimal so teuer wie konventionelle Samen. Heute gelten sie als Flop für die Bauern: "Alle Ankündigungen von Monsanto waren irreführend. Die aggressive Markteinführung vor drei Jahren hat Hunderte Bauern in den finanziellen Ruin getrieben", sagt R. V. Ramanjaneyulu vom Center for Sustainable Agriculture, einer Nicht-Regierungsorganisation. Monsanto dagegen verweist auf die "schwierigen klimatischen Bedingungen", die auch herkömmlichen Baumwollpflanzen geschadet hätten."
    http://www.spiegel.de/wir...

    • eeee
    • 08.09.2011 um 13:17 Uhr

    entspricht wahrscheinlich der Logik Ihres (zu vermutenden) Gedankenknäuels: Genau wie DDT wird sich die "grüne Gentechnik" als harmlos herausstellen. Dass man sich Saatgut für seine unfruchtbaren Pflanzen von Monsanto kaufen muss, erhöht ihren Wert und die Wirtschaftlichkeit. Der Verbrauch von Ackerflächen durch "Biosprit-Anbau" ist eine Idee von Umweltschützern.

    • Chali
    • 08.09.2011 um 13:22 Uhr

    funktioniert?

    Es ist nämlich keineswegs so, dass genmaipulierte Pflanzen einen höheren Ertrag pro Fläche geben.

    Die Genmaipulation führt lediglich dazu, dass Sie das "MON 810-Schutzmittel" verwenden können, das alle Pflanzen killt - und nur MON 810 schützt.

    Sowohl Saatgut als auch Schutz-Mittel können Sie gegen eine greinge Gebühr bequem vom selben Hersteller erwerben, aber nach dem ersten Mal ist es wie im Hotel Califonia:
    You can check out any time you like,
    but you can never leave.

    ...werden weggeworfen, man könnte damit die gesamte Menschheit ernähren, und weder Sie noch ich müssten uns über irgendetwas aufregen.

    > > Letztlich sind diese ganzen 'Umweltschützer' für Millionen Tote in der dritten Welt verantwortlich, früher es bei DDT, dass sich im Nachhinein als harmlos herausgestellt hat und jetzt bei den Lebensmitteln, zum einen indem sie effektiveren Pflanzenbau mittels genmanipulierter Lebensmittel behindern, zum anderen weil sie Ackerbauflächen verknappen um dort Biosprit anzubauen. > >

    Hey, klar, wenn durch Rohstoffspekulation die Preise anziehen und Menschen dadurch Nahrungsmittel nicht mehr mit ihrem Einkommen bezahlen können, sind die "Umweltschützer" am Welthunger Schuld, weil die das segensreiche Wirken von Monsantos Monokulturen behindern!1!!

    Dass Ackerbauflächen global dazu benutzt werden, Biosprit, Fertig-Rasen, Billig-Schnittblumen oder ähnlichen Quatsch anzubauen ist natürlich eine Riesenschweinerei.
    Im globalisierten Kapitalismus allerdings logisch, da die monetäre Nachfrage bzw. der Profit den man mit einem Gut erwirtschaften kann, bestimmt, was produziert wird.
    Allerdings habe ich von ihnen noch nichts vernommen, was auf eine Reflektion dieser Systemgesetzmäßigkeiten ihrerseits hinweisen könnte.

    Ähnlich verhält es sich übrigens mit der Viehzucht, die einen Großteil der globalen Ackerflächen beansprucht um für ein paar 100 Millionen wirtschaftlich privilegierter Menschen täglich eine oder mehrere fleischhaltige Mahlzeiten zu produzieren.

  3. Wenn man nicht auf direktem Wege etwas verhindern kann, dann vieleicht auf den Indirekten.

    Den Ländern USA, Indien, China und Südamerika wird das wenig helfen, da dort die Genanbausorten bereits die Standardsorten verdrängt haben, selbst wenn sie wollten, es gibt keine Standardsaat mehr zu kaufen.
    Dafür hat Monsanto gesorgt.

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  4. "Letztlich sind diese ganzen 'Umweltschützer' für Millionen Tote in der dritten Welt verantwortlich"

    Unsinn hoch 3
    Die Hungersnöte in den dritten Ländern entstehen durch Dürre, Unwetter und falscher Verteilung, BT-Anbau hilft da gar nichts.

    Wenn schon, dann fordert der BT-Anbau und seine Roundups Todesopfer.

    http://video.google.com/v...

    oder:
    "Die Not der Bauern hat sich in den vergangenen Jahren noch dadurch verschlimmert, dass sie auf den Feldern immer mehr Pestizide gegen Schädlinge einsetzten - um der Konkurrenz mit niedrigen Kosten zu begegnen. Falscher Gebrauch der chemischen Hilfsmittel führte jedoch dazu, dass Schädlinge resistent wurden, die Böden ausgelaugt wurden und die Erträge sanken.

    Dieses Problem sollte das genveränderte Baumwoll-Saatgut namens "Bacillus-thuringiensis-Cotton" lösen. Doch die Pflanzenkeime, die der Saatgut-Multi Mahayco-Monsanto Biotech vor vier Jahren eingeführt hat, sind dreimal so teuer wie konventionelle Samen. Heute gelten sie als Flop für die Bauern: "Alle Ankündigungen von Monsanto waren irreführend. Die aggressive Markteinführung vor drei Jahren hat Hunderte Bauern in den finanziellen Ruin getrieben", sagt R. V. Ramanjaneyulu vom Center for Sustainable Agriculture, einer Nicht-Regierungsorganisation. Monsanto dagegen verweist auf die "schwierigen klimatischen Bedingungen", die auch herkömmlichen Baumwollpflanzen geschadet hätten."
    http://www.spiegel.de/wir...

    12 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Grüner Massenmord"
  5. ist ein weiterer Fingerzeig für ein Scheitern der EU.
    Salz auf den Brezeln, die Krümmung der Salatgurke oder Banane,
    Einmischung total vom grünen Tisch. Ihr reitet das Pferd zu Tode.

    Eine Leserempfehlung
  6. jede zu Stock heimkehrende Biene befragen muss ob sie von einem Bioacker oder einer genmanipulierten Blütenfläche zurückkehrt.
    Damit die Bienen diese Frage aber wahrheitsgemäss beantworten können, muss man sie zunächst einer Schulung unterziehen in der sie lernen, gentechnisch veränderte Pflanzen von Herkömmlichen zu unterscheiden.
    Diese Schulungen werden, allen Unkenrufen zum Trotz, NICHT von Ilse Aigner durchgeführt da die eine genmanipulierte Pflanze nicht einmal erkennen würde, wenn sie ihr sonstwo 'rauswüchse.

    Plan "B" sieht vor, die Bienen mit Fahrtenschreiben auszurüsten, die vom Imker dann täglich auszuwerten wären. Damit dieser Plan aufgeht müssten die Bienen lediglich um Faktor 1.000 wachsen. Oder Fahrtenschreiber um Faktor 1.000 schrumpfen, was technisch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht machbar ist.

    Plan "C" sieht eine organisatorische Übergangslösung vor: Den Bienen wird vorübergehend verboten, genmanipulierte Pflanzen anzufliegen, und der Imker darf darauf vertrauen, dass die Bienen sich danach richten. Diese Lösung hätte den Vorteil, dass sie auch von der EU-Kommission favorisiert wird.

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    natürlich nichts als Satire. RA Buchholz sagt doch ausdrücklich, dass eine Überprüfung des Honigs (also im Nachhinein) zu teuer und damit nicht realistisch ist. Stattdessen, werden sich Imker über die im Internet einsehbaren Anbaugebiete von GVO informieren und ihre Bienenstöcke in entsprechendem Abstand aufstellen.

    natürlich nichts als Satire. RA Buchholz sagt doch ausdrücklich, dass eine Überprüfung des Honigs (also im Nachhinein) zu teuer und damit nicht realistisch ist. Stattdessen, werden sich Imker über die im Internet einsehbaren Anbaugebiete von GVO informieren und ihre Bienenstöcke in entsprechendem Abstand aufstellen.

    • Buh
    • 08.09.2011 um 13:17 Uhr

    wenn die das Lebenswerk von Bienen nicht für Kerzen, Conflakes oder puren Honig stehlen? Wie wäre es wenn wir die Bienen nicht für unseren Konsum missbrauchen und sie ausräuchern um bequem das zu klauen, was wir zur Befriedigung unserer Konsumsucht so gerne haben wollen? Ob genmanipulierter Honig oder nicht, ist den Bienen wohl egal. Und mir aus der Tierrechtssicht auch. Ich finde dieser Aspekt der Honig- Geschichte sollte nicht ignoriert werden.

    Und zu den "Genmanipulierte Nahrung hilft Hungernden"-Kommentaren: Woher wisst ihr das? Gibt es für diese Behauptung Studien? Belege? Hinweise? Was ich dazu bisher erfahren habe sagt eher das Gegenteil aus, weil Unternehmen wie Monsanto Bauern an sich binden, auch ohne deren Willen, und dadurch die Anbaumöglichkeiten eingeschränkt werden.

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    ich "stehle" der Biene ihr Lebenswerk, Sie "stehlen" dem Apfelbaum und der Kartoffelpflanze ihr Lebenswerk...

    ---

    Zum Thema: Ein gutes, weil konsequentes Urteil!
    Mon810 hat keine LM-Zulassung, also hat des Zeug auch nichts in LM verloren.

    Über die giftigkeit oder unbedenklichkeit können wir noch ewig diskutieren, ein eindeutiges Urteil ist da ohnehin nicht möglich. Die - meiner Meinung nach - einzige sinnvolle und machbare "Lösung" ist eine eindeutige Kennzeichnung von ALLEN LM, die genetisch veränderte Bestandteile enthalten. Die mag dann ein jeder nach seinen persönlichen, subjektiven Ansichten entweder mit Genuß verspeisen oder im Regal stehen lassen...

    "Wie wäre es wenn wir die Bienen nicht für unseren Konsum missbrauchen und sie ausräuchern um bequem das zu klauen, was wir zur Befriedigung unserer Konsumsucht so gerne haben wollen?"

    Also ich kenne mich mit Imkerei nicht besonders gut aus und weiß auch nicht, was die Praxis bei der industriellen Honiggewinnug ist, aber das mit dem Ausräuchern ist mir neu. Soweit ich weiß, bringen Imker - zumindest Hobby- Imker/traditionelle Imker - ihre Bienen doch nicht um, sondern ermöglichen ihnen das Überwintern mit einer Zuckerlösung oder so etwas in der Art. Außerdem gibt es die Imkerei schon seit Jahrhunderten. Honig dient dem Menschen schon seit der Steinzeit als Nahrungsmittel. Also ich weiß nicht, ob Sie da nicht ein wenig arg auf die Tränendrüse drücken mit der "bestohlenen Biene". Da ist es ja wirklich kein großer Schritt mehr, die "ermordete Karotte" zu beweinen.

    Andererseits will ich auch nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, wie die Honigproduktion bei Langnese und Co. vonstattengeht... nur in der Imkerei als solches sehe ich nicht, wie da Bienen so geschadet werden sollte.

    "ich "stehle" der Biene ihr Lebenswerk, Sie "stehlen" dem Apfelbaum und der Kartoffelpflanze ihr Lebenswerk..."
    Danke schön "octopus_vulgaris" :)

    Den Bienen geschieht denke ich nichts bei der Imkerei. Der Imker wäre ja schön dämlich wenn er seine Bienen jedesmal stressen oder sogar töten würde. Auch wird für die Honiggewinnung anscheinend nur der Überschuss des Bienenvolkes verwendet sodass das Volk und die Brut überlebt ...

    ich "stehle" der Biene ihr Lebenswerk, Sie "stehlen" dem Apfelbaum und der Kartoffelpflanze ihr Lebenswerk...

    ---

    Zum Thema: Ein gutes, weil konsequentes Urteil!
    Mon810 hat keine LM-Zulassung, also hat des Zeug auch nichts in LM verloren.

    Über die giftigkeit oder unbedenklichkeit können wir noch ewig diskutieren, ein eindeutiges Urteil ist da ohnehin nicht möglich. Die - meiner Meinung nach - einzige sinnvolle und machbare "Lösung" ist eine eindeutige Kennzeichnung von ALLEN LM, die genetisch veränderte Bestandteile enthalten. Die mag dann ein jeder nach seinen persönlichen, subjektiven Ansichten entweder mit Genuß verspeisen oder im Regal stehen lassen...

    "Wie wäre es wenn wir die Bienen nicht für unseren Konsum missbrauchen und sie ausräuchern um bequem das zu klauen, was wir zur Befriedigung unserer Konsumsucht so gerne haben wollen?"

    Also ich kenne mich mit Imkerei nicht besonders gut aus und weiß auch nicht, was die Praxis bei der industriellen Honiggewinnug ist, aber das mit dem Ausräuchern ist mir neu. Soweit ich weiß, bringen Imker - zumindest Hobby- Imker/traditionelle Imker - ihre Bienen doch nicht um, sondern ermöglichen ihnen das Überwintern mit einer Zuckerlösung oder so etwas in der Art. Außerdem gibt es die Imkerei schon seit Jahrhunderten. Honig dient dem Menschen schon seit der Steinzeit als Nahrungsmittel. Also ich weiß nicht, ob Sie da nicht ein wenig arg auf die Tränendrüse drücken mit der "bestohlenen Biene". Da ist es ja wirklich kein großer Schritt mehr, die "ermordete Karotte" zu beweinen.

    Andererseits will ich auch nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, wie die Honigproduktion bei Langnese und Co. vonstattengeht... nur in der Imkerei als solches sehe ich nicht, wie da Bienen so geschadet werden sollte.

    "ich "stehle" der Biene ihr Lebenswerk, Sie "stehlen" dem Apfelbaum und der Kartoffelpflanze ihr Lebenswerk..."
    Danke schön "octopus_vulgaris" :)

    Den Bienen geschieht denke ich nichts bei der Imkerei. Der Imker wäre ja schön dämlich wenn er seine Bienen jedesmal stressen oder sogar töten würde. Auch wird für die Honiggewinnung anscheinend nur der Überschuss des Bienenvolkes verwendet sodass das Volk und die Brut überlebt ...

    • eeee
    • 08.09.2011 um 13:17 Uhr

    entspricht wahrscheinlich der Logik Ihres (zu vermutenden) Gedankenknäuels: Genau wie DDT wird sich die "grüne Gentechnik" als harmlos herausstellen. Dass man sich Saatgut für seine unfruchtbaren Pflanzen von Monsanto kaufen muss, erhöht ihren Wert und die Wirtschaftlichkeit. Der Verbrauch von Ackerflächen durch "Biosprit-Anbau" ist eine Idee von Umweltschützern.

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