TreibhausgasKohlendioxid-Ausstoß so hoch wie nie

Nie wurde mehr klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre gepustet als im Jahr 2010. Nach einer Schätzung des US-Energieministeriums waren es mehr als 33,5 Milliarden Tonnen. von dpa

Der weltweite Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid ist nach einer Berechnung des US-Energieministeriums im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Insgesamt seien 2010 mehr als 33,5 Milliarden Tonnen des klimaschädlichen Gases in die Atmosphäre gelangt, heißt es in einer aktuellen Hochrechnung der Regierungsbehörde. Das seien rund 1,9 Milliarden Tonnen oder fast sechs Prozent mehr als noch 2009. Einen größeren Anstieg hat es nach Aufzeichnungen des Ministeriums in absoluten Zahlen nie zuvor gegeben.

Bei den Werten handelt es sich um eine Schätzung. Das Analysezentrum für Kohlendioxid des Energieministeriums verrechnete die letzten offiziellen Daten der Vereinten Nationen zum CO2-Ausstoß für 2008 mit aktuelleren Angaben des britischen Ölunternehmens BP sowie der US-Geologiebehörde. Demnach hat der globale Ausstoß des Treibhausgases vor allem durch die Verbrennung von Kohle zugenommen.

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Leserkommentare
  1. dann kann einem Angst und Bange werden! Die Forenteilnehmer wissen genau, dass der ganze Klimawandel eine Lüge ist und auch die ZEIT berichtet hier über unwichtige Dinge, die mit dem Klimawandel rein garnichts zu tun haben - Aha!
    Auch in dieser Studie haben die Forscher nach Meinung vieler Leser sicher wieder versagt, Klimawandel ist ganz natürlich - Aha!
    Wozu also Wissenschaft, wenn es der geneigte Zeitungsleser schon weiß, wie die Fakten liegen? Wenn die Wissenschaft nur ein Netzwerk von Opportunisten ist, die den Klimawandel als Melkkuh für Fördermittel sehen?
    Als Wissenschaftler wehre ich mich gegen eine solche Verunglimpfung meines Berufes, dem ich mit viel Engagement hinterhergehe. Ich untersuche den Klimawandel und meine Aufgabe ist es, Fakten und Risiken aufzuzeigen. Die Bewertung obliegt sicher der Gesellschaft, ja. Ich verstehe zwar nicht, wie man angesichts der drohenden Auswirkungen noch die Augen verschließen kann, aber ich will die Gesellschaft nicht belehren. Es ist schade, dass die Gegner des Klimawandels so gut Gehör finden. Warum besteht nur eine solche Skepsis, wenn weltweit die große Mehrheit der Wissenschaftler eine gemeinsame Erkenntnis hat?

    9 Leserempfehlungen
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    • spacko
    • 04. November 2011 18:43 Uhr

    Bitte verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Danke, die Redaktion/mo.

    -> http://www.berkeleyearth....
    -> http://www.skepticalscien...

    Alle diese von Ihnen wahrgenommenen Forenteilnehmer und geneigten Zeitungsleser sollten sich zunächst diese beiden Seiten durchlesen und dann ggf. weiterargumentieren. Dann könnte es vielleicht interessant werden...

    Das was nicht sein darf, wird einfach nicht so gut und gerne geglaubt. Und man belügt niemanden so gut wie sich selbst. In diesem Fall recht problematisch, solche wie unterbewusst praktizierten Verhaltensweisen.

    "Es ist schade, dass die Gegner des Klimawandels so gut Gehör finden."
    Gerade als Wissenschaftler sollten Sie doch auch jenen Platz im Diskurs einräumen, die nicht ihre Meinung teilen.

    "Warum besteht nur eine solche Skepsis, wenn weltweit die große Mehrheit der Wissenschaftler eine gemeinsame Erkenntnis hat?"
    Weil in der Geschichte die Mehrheit der Wissenschaftler auch oft genug mit ihrer "Erkenntnis" falsch gelegen hat.

    Gerade als Wissenschaftler sollten Sie doch auch jenen Platz im Diskurs einräumen, die nicht ihre Meinung teilen.
    Jeder Wissenschaftler, der sich der wissenschaftlichen Methodik bedient, ist willkommen im Feld der Wissenschaft.

    Der Autor von #1 hat aber wohl etwas anderes gemeint:
    Es obliegt nicht dem Laien, die wissenschaftliche Arbeit an sich zu beurteilen, dazu ist er mangels Qualifikation auch gar nicht in der Lage. Und genau dies geschieht zuhauf in den Foren, deshalb diese Frustration, wozu man noch Wissenschaftler brauche, die Foristen wissen es doch besser.

    Laien und Gesellschaft sind allerdings gefordert, gemeinsam zu entscheiden, wie man mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen umgeht. Von Ignorieren bis radikal umsteuern reicht die Bandbreite der Möglichkeiten. Dies ist allerdings eine Frage politischer und gesellschaftlicher Setzungen, nicht wissenschaftlicher.

    • spacko
    • 04. November 2011 18:43 Uhr
    2. [...]

    Bitte verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Danke, die Redaktion/mo.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... sind sich des Problems durchaus bewusst, haben entsprechende Gesetzgebung implementiert und Maßnahmen in Planungen und Programme aufgenommen (Indien weiß ich nicht). Sie forschen - auch in Kooperation mit Deutschen - an guten Lösungen für das Problem. Aber nicht immer finden sich für Probleme schnell genug Lösungen oder die gefunden Lösungen lassen sich nicht schnell genug umsetzen. Dann erfolgt die Problemlösung durch einen/oder nach einem Zusammenbruch/einer Krise. So ist das Leben.

    In jedem Fall ist es von zentraler Bedeutung, dass sich möglichst viele Menschen möglichst frühzeitig des Problems bewusst sind, alles andere verlangsamt m. E. unsere Reaktionsgeschwindigkeit. Das könnte tödlich sein.

  2. -> http://www.berkeleyearth....
    -> http://www.skepticalscien...

    Alle diese von Ihnen wahrgenommenen Forenteilnehmer und geneigten Zeitungsleser sollten sich zunächst diese beiden Seiten durchlesen und dann ggf. weiterargumentieren. Dann könnte es vielleicht interessant werden...

    Das was nicht sein darf, wird einfach nicht so gut und gerne geglaubt. Und man belügt niemanden so gut wie sich selbst. In diesem Fall recht problematisch, solche wie unterbewusst praktizierten Verhaltensweisen.

    Eine Leserempfehlung
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    Das was nicht sein darf, wird einfach nicht so gut und gerne geglaubt.

    Darüber hinaus hat der "Durchschnittsdeutsche" hier in Deutschland mit seinen fünf Sinnen wohl einfach noch zu wenig von den Auswirkungen des Klimawandels mitbekommen...

    Das was nicht sein darf, weil es so furchtbar/angsteinflößend/ungeheuerlich ist, wird einfach nicht so gut und gerne geglaubt.

    (Sorry, Ergänzung 1. Versuch war aufgrund ungünstiger Zeichensetzung meinerseits eben rausgeschnitten worden.)

  3. ... sind sich des Problems durchaus bewusst, haben entsprechende Gesetzgebung implementiert und Maßnahmen in Planungen und Programme aufgenommen (Indien weiß ich nicht). Sie forschen - auch in Kooperation mit Deutschen - an guten Lösungen für das Problem. Aber nicht immer finden sich für Probleme schnell genug Lösungen oder die gefunden Lösungen lassen sich nicht schnell genug umsetzen. Dann erfolgt die Problemlösung durch einen/oder nach einem Zusammenbruch/einer Krise. So ist das Leben.

    In jedem Fall ist es von zentraler Bedeutung, dass sich möglichst viele Menschen möglichst frühzeitig des Problems bewusst sind, alles andere verlangsamt m. E. unsere Reaktionsgeschwindigkeit. Das könnte tödlich sein.

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    Antwort auf "[...]"
  4. Das was nicht sein darf, wird einfach nicht so gut und gerne geglaubt.

    Darüber hinaus hat der "Durchschnittsdeutsche" hier in Deutschland mit seinen fünf Sinnen wohl einfach noch zu wenig von den Auswirkungen des Klimawandels mitbekommen...

    Eine Leserempfehlung
  5. Das was nicht sein darf, weil es so furchtbar/angsteinflößend/ungeheuerlich ist, wird einfach nicht so gut und gerne geglaubt.

    (Sorry, Ergänzung 1. Versuch war aufgrund ungünstiger Zeichensetzung meinerseits eben rausgeschnitten worden.)

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    • genius1
    • 05. November 2011 11:52 Uhr
  6. 8. @ ZEIT

    Nachdem der SPIEGEL gestern die entsprechende Meldung brachte und im Laufe des Tages dann noch zweimal die Emissionswerte korrigieren musst, muss ich nun bei der ZEIT leider denselben Fehler feststellen:
    Insgesamt seien 2010 mehr als 9,1 Milliarden Tonnen des klimaschädlichen Gases in die Atmosphäre gelangt, heißt es in einer aktuellen Hochrechnung der Regierungsbehörde. Das seien gut 500 Millionen Tonnen oder fast sechs Prozent mehr als noch 2009.
    Alle genannten Zahlen beziehen sich auf Kohlenstoff, nicht CO2, und müssen daher noch mit 3,7 multipliziert werden.
    Richtig ist daher:
    2010 wurden weltweit 33,7 Mrd. t CO2 emittiert, ein Zuwachs um 1,9 Mrd. t.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Vereinte Nationen | Atmosphäre | Gas | Kohle | Kohlendioxid | Ministerium
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