Fischbestände Forscher warnen vor Aussterben von Thunfischen und Makrelen
Obwohl Makrele und Thunfisch wirtschaftlich wichtige Arten sind, gab es bislang kaum Erhebungen über sie. Forscher betrachteten nun mehr als 50 Jahre Fischgeschichte.
Die Zahl der Thunfische und Makrelen in den Weltmeeren sinkt: Um durchschnittlich 60 Prozent sind die Populationen in den vergangenen 50 Jahren geschrumpft, berichtet ein internationales Forscherteam im Magazin Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS). Der Grund sei die Überfischung dieser Arten. Allein im Jahr 2008 wurden 9,5 Millionen Tonnen Thunfische und Makrelen aus dem Meer gezogen.
Die untersuchten Makrelen- und Thunfischarten gelten als die wirtschaftlich bedeutendsten Spezies, da sie 70 Prozent der weltweiten Fischfänge ausmachen. Daher sollte man denken, dass der Zustand und die Zuglinien der Populationen genau beobachtet werden, so die Forscher, doch sei das nicht der Fall gewesen. Bislang gingen Ökologen davon aus, dass die Fischbestände bereits um 90 Prozent reduziert seien.
Für die neue Studie haben Forscher um Maria José Juan-Jordá von der spanischen Universität La Coruña die Bestandsentwicklung bei 26 Populationen verschiedener Thunfisch- und Makrelenarten zwischen den Jahren 1954 und 2006 untersucht. Die Daten stammen aus dem Atlantik, dem Pazifik und dem Indischen Ozean.
Nach bisherigem Stand von Wissenschaft und Fischerei-Industrie ging man davon aus, dass Makrelen gar nicht überfischt werden können, denn sie sind klein, sodass sie weitmaschigen Netzen entkommen. Durch ihren kurzen Lebenszyklus und weil sie früh geschlechtsreif werden, können sich Makrelen also rasch vermehren.
Zur Überraschung der spanischen Forscher hat aber ausgerechnet die Zahl der Makrelen seit den fünfziger Jahren am zweitstärksten abgenommen: um ganze 58 Prozent. Damit sind sie ähnlich überfischt wie die größeren und langlebigeren Thunfischarten, deren Bestand seit 1954 um 62,5 Prozent geschrumpft ist.
Darüber hinaus schlüsselten die Forscher ihre Ergebnisse auch regional auf: Die größten Verluste an Fischen hatte mit 63,6 Prozent der Indische Ozean zu verzeichnen, gefolgt vom Atlantischen mit 49,6 und dem Pazifischen Ozean mit 49,2 Prozent. Im Pazifik wird auch der Echte Bonito-Thunfisch (Katsuwonus pelamis) gefangen, der allein 64 Prozent des weltweiten Thunfischfangs ausmacht. Den Echten Bonito eingerechnet, verzeichnet der Pazifik seit den fünfziger Jahren die größten Fischverluste (66,6 Prozent).
Nur Spanische Makrelen sind häufiger als in den Fünfzigern
Neben den überfischten und von Überfischung gefährdeten Arten stuften die Wissenschaftler zwölf Populationen als gesund ein. Die Spanischen Makrelen waren die einzige untersuchte Art, die über den beobachteten Zeitraum zugelegt hat: Heute schwimmen davon 38,2 Prozent mehr im Meer.
Wie viele Fische einer Population gefischt werden können, ohne dass der Ertrag auf Dauer abnimmt, gibt der Maximum Sustainable Yield (MSY) an. Die Fischereiwirtschaft setzt diesen bei 30 bis 40 Prozent der Ursprungspopulation an, während Ökologen schon ab einem Rückgang auf 48 Prozent befürchten, dass eine Art aussterben könnte. Die Thunfische liegen deutlich darunter. Nach Ansicht der Forscher sollte der MSY als absolutes Limit betrachtet werden. Sie fordern in ihrer Veröffentlichung strengere Regulierungen der Fischerei.
- Datum 05.12.2011 - 16:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 13
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so ist der Kapitalismus. Eine Heuschrecke, die alles zerstört was ihr unter die Räder kommt.
Wir haben schon die Umwelt verpestet, den Planeten vermüllt, die Ressourcen verbraucht und schon vielen Tierarten den Lebensraum gestohlen.
Wenn wir unseren Lebensraum so zerstören, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir bald selbst eine aussterbende Spezies werden.
Und das alles für eine Hand voll Dollar.
Die Angaben im Artikel sind da recht dürftig.
Die jährliche Seefisch-fangmenge liegt bei ca 90 Mio Tonnen, - mit abnehmender Tendenz durch Überfischung.
Angenommen die nachhaltige Fangmenge läge bei 80 Mio t,
dann entspricht das bei 7 Mia Fischessern einer Verfügbarkeit von rund 11,4 Kilo Fisch,Krustentiere,Muscheln,Walfisch und Schildkröten pro Jahr und Kopf :
respektive 1 Kilo pro Kopf und Monat.
Der Bundesbürger verspeist übrigens im Durchschnitt ca 16 kg/a, also 1,3 kg pro Kopf und Monat.
Ein Teil davon ist jedoch Süßwasserfisch und aus Aquakultur, sodaß man eigentlich sagen kann, daß der deutsche Fisch-Verbrauch im Rahmen der Nachhaltigkeit liegt.
Allerdings, so sagt es mir jedenfalls die Mathematik:
Doppelt soviele Fischesser = halb soviel Fisch für jeden.
In 40 Jahren wird es dann wahrscheinlich nur noch 600 Gramm pro Kopf und Monat geben können.
Quellen:
http://www.fao.org/figis/...
http://www.fischinfo.de/i...
kann man nicht essen!
Mann sollte wissen, wie viel Fisch gefangen wird, wieviel angelandet, wie viel von Menschen gegessen.
kann man nicht essen!
Mann sollte wissen, wie viel Fisch gefangen wird, wieviel angelandet, wie viel von Menschen gegessen.
kann man nicht essen!
Was soll denn ihr unsinniger Beirtrag? In welcher Welt leben sie denn?
Meinen sie ernsthaft, dass "Makrele und Thunfisch" heutzutage höhere Werte darstellen könnten, als Habgier und kurzfristige Profitmaximierung?
Fahren sie mal nach Tokyo auf den Tsukiji Fischmarkt und schauen sie sich die dort verkauften Thunfische mal an! Die sind noch halb so gross wie vor einigen Jahren. Die Fische werden viel zu jung gefangen, sie können gar nicht mehr alt und gross genug werden.
Meinen sie wirklich man würde deshalb etwa die Fangmenge reduzieren?
Was soll denn ihr unsinniger Beirtrag? In welcher Welt leben sie denn?
Meinen sie ernsthaft, dass "Makrele und Thunfisch" heutzutage höhere Werte darstellen könnten, als Habgier und kurzfristige Profitmaximierung?
Fahren sie mal nach Tokyo auf den Tsukiji Fischmarkt und schauen sie sich die dort verkauften Thunfische mal an! Die sind noch halb so gross wie vor einigen Jahren. Die Fische werden viel zu jung gefangen, sie können gar nicht mehr alt und gross genug werden.
Meinen sie wirklich man würde deshalb etwa die Fangmenge reduzieren?
Was soll denn ihr unsinniger Beirtrag? In welcher Welt leben sie denn?
Meinen sie ernsthaft, dass "Makrele und Thunfisch" heutzutage höhere Werte darstellen könnten, als Habgier und kurzfristige Profitmaximierung?
Fahren sie mal nach Tokyo auf den Tsukiji Fischmarkt und schauen sie sich die dort verkauften Thunfische mal an! Die sind noch halb so gross wie vor einigen Jahren. Die Fische werden viel zu jung gefangen, sie können gar nicht mehr alt und gross genug werden.
Meinen sie wirklich man würde deshalb etwa die Fangmenge reduzieren?
Ich halte dies für die schlimmste Zwangsvorstellung von allen!
"Warum müssen die Menschen denn überhaupt Tiere essen? "
Weil das eine ökologische Notwendigkeit ist.
Wovon, wenn nicht von ihrer Umwelt sollen Menschen leben?
Vegetarier müssen klären, was sie mit dem Huhn machen wenn es keine Eier mehr legt, und mit dem Rind nach dem Ende der Laktation. (Wie ist das mit den Kälbern, deren Milch wir uns aneignen? Kein Überschuß?)
Veganer lassen gleich komplett nur den Ackerbau als Form der Umwelt-Interaktion zur Nahrungsbeschaffung zu.
Ist das per se "ökologisch"?
(heute kommt ja sogar der Strom vom Mais-Acker, und das Benzin vom Weizenfeld.....alles öko.)
Weidewirtschaft?
Fischerei?
Jagd?
Wie sollen Massai in der Halbwüste, und Eskimo in der Arktis leben?
Ach ja, eich weiß ja. Sofern sowas von den "edlen Wilden" (tschuldigung, heute heißt das ja indigene ......) ist das was ganz anderes, also wenn "wir" das tun.
Die Lautstärke der Debatte (zumindest manchmal), die fehlenden Zusammenhänge, und die Vereinnahmungen von der kommerziellen Werbung für dies und jenes sind einfach nur ärgerlich.
"Warum müssen die Menschen denn überhaupt Tiere essen? "
Weil das eine ökologische Notwendigkeit ist.
Wovon, wenn nicht von ihrer Umwelt sollen Menschen leben?
Vegetarier müssen klären, was sie mit dem Huhn machen wenn es keine Eier mehr legt, und mit dem Rind nach dem Ende der Laktation. (Wie ist das mit den Kälbern, deren Milch wir uns aneignen? Kein Überschuß?)
Veganer lassen gleich komplett nur den Ackerbau als Form der Umwelt-Interaktion zur Nahrungsbeschaffung zu.
Ist das per se "ökologisch"?
(heute kommt ja sogar der Strom vom Mais-Acker, und das Benzin vom Weizenfeld.....alles öko.)
Weidewirtschaft?
Fischerei?
Jagd?
Wie sollen Massai in der Halbwüste, und Eskimo in der Arktis leben?
Ach ja, eich weiß ja. Sofern sowas von den "edlen Wilden" (tschuldigung, heute heißt das ja indigene ......) ist das was ganz anderes, also wenn "wir" das tun.
Die Lautstärke der Debatte (zumindest manchmal), die fehlenden Zusammenhänge, und die Vereinnahmungen von der kommerziellen Werbung für dies und jenes sind einfach nur ärgerlich.
Mann sollte wissen, wie viel Fisch gefangen wird, wieviel angelandet, wie viel von Menschen gegessen.
"Warum müssen die Menschen denn überhaupt Tiere essen? "
Weil das eine ökologische Notwendigkeit ist.
Wovon, wenn nicht von ihrer Umwelt sollen Menschen leben?
Vegetarier müssen klären, was sie mit dem Huhn machen wenn es keine Eier mehr legt, und mit dem Rind nach dem Ende der Laktation. (Wie ist das mit den Kälbern, deren Milch wir uns aneignen? Kein Überschuß?)
Veganer lassen gleich komplett nur den Ackerbau als Form der Umwelt-Interaktion zur Nahrungsbeschaffung zu.
Ist das per se "ökologisch"?
(heute kommt ja sogar der Strom vom Mais-Acker, und das Benzin vom Weizenfeld.....alles öko.)
Weidewirtschaft?
Fischerei?
Jagd?
Wie sollen Massai in der Halbwüste, und Eskimo in der Arktis leben?
Ach ja, eich weiß ja. Sofern sowas von den "edlen Wilden" (tschuldigung, heute heißt das ja indigene ......) ist das was ganz anderes, also wenn "wir" das tun.
Die Lautstärke der Debatte (zumindest manchmal), die fehlenden Zusammenhänge, und die Vereinnahmungen von der kommerziellen Werbung für dies und jenes sind einfach nur ärgerlich.
... kommen, mal "ausgedient" nicht ins vegetarische Altenheim. Soweit klar.
Aber ärger noch: Rinder und Hühner werden 50:50 als Männchen und Weibchen geboren. Von den überzähligen Buben werden die einen schnell zu Kalbfleisch gemacht, die anderen sofort abserviert.
Die guten Weibchen nähren ganz lieb-muh-gack-gack die gutherzigen Menschen, - zu ihren Lebzeiten.
... kommen, mal "ausgedient" nicht ins vegetarische Altenheim. Soweit klar.
Aber ärger noch: Rinder und Hühner werden 50:50 als Männchen und Weibchen geboren. Von den überzähligen Buben werden die einen schnell zu Kalbfleisch gemacht, die anderen sofort abserviert.
Die guten Weibchen nähren ganz lieb-muh-gack-gack die gutherzigen Menschen, - zu ihren Lebzeiten.
Wir kennen all die Sprüche aus der Werbung: Fleisch ist ein Stück Lebenskraft etc.
Und wir glauben den Unsinn. Zwar ist es nach heutigem Stand der Ernährungswissenschaft keineswegs gesund, sich die Unmengen tierischer Produkte einzuverleiben wie wir es normalerweise tun. Zwar sind Vegetarier im Schnitt gesünder und leben länger als die Konsumenten von Fisch und Fleisch, aber wir wollen eben nicht verzichten, und die Werbung liefert uns Argumente.
Ich habe nichts gegen den Kapitalismus. Nur ist die Art, wie wir ihn betreiben, ein Schneeballsystem. Er erfordert kompromisslos Wachstum, er läßt die Sinnhaftigkeit von Konsum außer Acht, eben auch die Frage: "brauchen wir das wirklich?" Unsere heutige, nicht nachhaltige Form des Kapitalismus führt zwangsläufig dazu, daß uns zunehmend die Ressourcen ausgehen. Das ist erst ärgerlich, dann führt es zu stark steigenden Preisen für rare Produkte, was den Anreiz, die letzten Ressourcen auszubeuten noch verstärkt. Und dann ist nichts mehr übrig.
Das ist im Fall von seltenen Metallen wie Lanthan und Neodym nur lästig. Wenn dabei Tierarten fast ausgerottet werden, über die wir nicht einmal wissen, welche Auswirkungen ihre Dezimierung im Ökosystem der Meere hat, dann wird es unberechenbar und gefährlich.
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