Qualitätsbericht Trinkwasser in Deutschland erhält Bestnote

Trinkwasser aus deutschen Wasserwerken ist fast immer einwandfrei, zeigt ein Test. Grenzwertüberschreitungen sind bei allen größeren Wasserwerken die Ausnahme.

Das Wasser, das in deutschen Haushalten aus der Leitung kommt, erfüllt zu 99 Prozent die gesetzlichen Auflagen. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Berichts zur Trinkwasserqualität des Bundesgesundheitsministeriums und des Umweltbundesamtes (UBA). Nur in seltenen Ausnahmefällen würden Grenzwerte für die Belastung mit Keimen und anderen Stoffen überschritten.

So trete zum Beispiel im Grundwasser häufig Nitrat in teils hohen Konzentrationen auf. Im gereinigten Trinkwasser hingegen liegen die Werte deutlich unterhalb jeglicher Gefährdung für den Menschen. Während die Grenzwertüberschreitung von Nitrat im Jahr 1999 bei 1,1 Prozent gelegen habe, sei sie bis 2010 auf nahezu null Prozent gesunken. "Reduziert werden konnte der Nitratgehalt im Trinkwasser vor allem durch weiterreichende Aufbereitungsmaßnahmen sowie durch die Mischung mit weniger belastetem Wasser", teilte das UBA mit.

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Beanstandungen etwa für den Bleigehalt im Wasser kämen in der Regel nicht aus dem Wasserwerk, sondern aus bleihaltigen Leitungen und Armaturen, die die allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht erfüllten. Das sei auch meist die Ursache, wenn Überschreitungen bei Kupfer, Nickel und Cadmium auftreten. Diese sind auch dann in der Regel nicht gefährlich für die Gesundheit der Bürger, da sie sehr begrenzt und in kleinem Maßstab auftreten würden. Auch bei fast allen mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen würden die strengen rechtlichen Vorgaben eingehalten.



Die Autoren des Tests werteten Daten der Jahre 2008 bis 2010 aus. Sie basieren auf den Meldungen der Bundesländer. Fast alle Trinkwasserproben aus dem Wasserhahn seien demnach nicht zu beanstanden gewesen, teilte das UBA mit. Nur bei ein bis drei Prozent der Messungen in Wasserwerken oder dem Rohrnetz sei die Qualität bemängelt worden. Hier fanden sich einzelne Wirkstoffe, etwa von Pflanzenschutzmitteln oder coliforme Bakterien in den untersuchten Proben. 



UBA-Präsident Jochen Flasbarth sagte: "Trinkwasser in Deutschland kann man ohne Bedenken zu sich nehmen. Die qualitativen Eigenschaften bekommen nach wie vor ausschließlich Bestnoten." Als Lebensmittel Nummer eins müsse Trinkwasser hohen Anforderungen genügen. Die Trinkwasserverordnung gibt diese verbindlich vor. Es dürfen zum Beispiel keine Krankheitserreger, Schwermetalle oder andere gesundheitsschädigende Stoffe im Trinkwasser enthalten sein.

 
Leser-Kommentare
  1. Entfernt. Bitte diskutieren Sie auf der Basis sachlicher Argumente. Danke. Die Redaktion/sc

  2. Ein Vergleich zu den Mineralwassern in Plastik- oder Glasflaschen wäre mal interessant. Es würde mich interessieren, inwiefern dort Grenzwerte über- oder unterschritten werden.

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    • bugme
    • 19.01.2012 um 23:16 Uhr

    Wenn man so einen Vergleich machen wollte müsste man das Leitungswasser an den Wasserhähnen mit dem Leitungswasser in den Flaschen vergleichen.
    Ansonsten müssten Sie ja die Wasserqualität in den Abfüllanlagen mit der Wasserqualität im Wasserwerk vergleichen - dies wäre ewenig interessant.

    • bugme
    • 19.01.2012 um 23:16 Uhr

    Wenn man so einen Vergleich machen wollte müsste man das Leitungswasser an den Wasserhähnen mit dem Leitungswasser in den Flaschen vergleichen.
    Ansonsten müssten Sie ja die Wasserqualität in den Abfüllanlagen mit der Wasserqualität im Wasserwerk vergleichen - dies wäre ewenig interessant.

    • serins
    • 19.01.2012 um 12:32 Uhr

    Platz 57 weltweit, http://www.unesco.org/bpi... und da die Investitionen in diesem Sektor in D marginal sind, dürfte die Aussage der UBA als unglaubwürdig wirken.
    Es widerspricht auch indirekt den Aussagen des UFZ
    http://www.ufz.de/index.p...

    Die Belastung mit Hormonen und Antibiotika wird auch nicht getestet.
    Ist übrigens neben den Krankenhäusern einer der größten Quellen für den Menschen.

    Liebe Redaktion stellen sie wenigsten ein oder zwei Fachjournalisten, die auch eine Ausbildung in Umweltwissenschaften haben ein, die solche Artikel mal gegenlesen und fachlich einordnen können.

    Man könnte auch sagen UBA gleich Biotop für VWLer und Juristen die ausser vom Gesetzelesen kaum eine Ahnung von der Materie haben.

    Eine Leser-Empfehlung
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    Ihren ersten Link ist leider nur eine Tabelle ohne eine Aussage was da dahinter steht. Ihr zweiter Link bezieht sich auf die Qualität des Wassers in Flüssen und Seen.
    Ich weiß nicht woher sie ihr Wasser beziehen, meines kommt aus dem Wasserhahn, und dessen Wasser kommt sicher nicht aus einem Fluss, sondern von einem Wasserwerk, welches das Wasser entsprechend zu Trinkwasser aufbereitet.
    Und genau darum geht es in dem Artikel hier. Da hilft auch niemand der Umweltwissenschaften studiert hat...

    Ihren ersten Link ist leider nur eine Tabelle ohne eine Aussage was da dahinter steht. Ihr zweiter Link bezieht sich auf die Qualität des Wassers in Flüssen und Seen.
    Ich weiß nicht woher sie ihr Wasser beziehen, meines kommt aus dem Wasserhahn, und dessen Wasser kommt sicher nicht aus einem Fluss, sondern von einem Wasserwerk, welches das Wasser entsprechend zu Trinkwasser aufbereitet.
    Und genau darum geht es in dem Artikel hier. Da hilft auch niemand der Umweltwissenschaften studiert hat...

  3. Ihren ersten Link ist leider nur eine Tabelle ohne eine Aussage was da dahinter steht. Ihr zweiter Link bezieht sich auf die Qualität des Wassers in Flüssen und Seen.
    Ich weiß nicht woher sie ihr Wasser beziehen, meines kommt aus dem Wasserhahn, und dessen Wasser kommt sicher nicht aus einem Fluss, sondern von einem Wasserwerk, welches das Wasser entsprechend zu Trinkwasser aufbereitet.
    Und genau darum geht es in dem Artikel hier. Da hilft auch niemand der Umweltwissenschaften studiert hat...

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    leider ist der Artikel eine weitgehende Lobhudelei ohne jeden qualifizierten Unterbau, was auch aus solchen Formulierungen hervorgeht:

    "Diese sind auch dann in der Regel nicht gefährlich für die Gesundheit der Bürger, da sie sehr begrenzt und in kleinem Maßstab auftreten würden"

    Wer Konzentration und Dosis nicht auseinanderhalten kann, sollte eigentlich nicht frei herumschreiben.

    Ähnlich daneben waren bisher allerdings auch die Einschätzungen der Auswirkung von "Umweltzonen"!

    Hier nach dem Motto: "Was nicht gemessen wird, ist auch nicht da" Muster zu argumentieren ist jenseits jeder Seriösität.

    MfG Karl Müller

    leider ist der Artikel eine weitgehende Lobhudelei ohne jeden qualifizierten Unterbau, was auch aus solchen Formulierungen hervorgeht:

    "Diese sind auch dann in der Regel nicht gefährlich für die Gesundheit der Bürger, da sie sehr begrenzt und in kleinem Maßstab auftreten würden"

    Wer Konzentration und Dosis nicht auseinanderhalten kann, sollte eigentlich nicht frei herumschreiben.

    Ähnlich daneben waren bisher allerdings auch die Einschätzungen der Auswirkung von "Umweltzonen"!

    Hier nach dem Motto: "Was nicht gemessen wird, ist auch nicht da" Muster zu argumentieren ist jenseits jeder Seriösität.

    MfG Karl Müller

  4. leider ist der Artikel eine weitgehende Lobhudelei ohne jeden qualifizierten Unterbau, was auch aus solchen Formulierungen hervorgeht:

    "Diese sind auch dann in der Regel nicht gefährlich für die Gesundheit der Bürger, da sie sehr begrenzt und in kleinem Maßstab auftreten würden"

    Wer Konzentration und Dosis nicht auseinanderhalten kann, sollte eigentlich nicht frei herumschreiben.

    Ähnlich daneben waren bisher allerdings auch die Einschätzungen der Auswirkung von "Umweltzonen"!

    Hier nach dem Motto: "Was nicht gemessen wird, ist auch nicht da" Muster zu argumentieren ist jenseits jeder Seriösität.

    MfG Karl Müller

    Antwort auf "Wer lesen kann..."
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    ich wollte mit meinem Kommentar auch gar nichts anderes behaupten als sie. Aber die im Kommentar von "serins" verlinken Quellen haben einfach nur bedingt etwas mit diesem Artikel hier zu tun, und können somit schwerlich als Argumente herhalten.

    Und den qualifizierten Unterbau zu dem Artikel finden sie ja vielleicht im "BERICHT ÜBER DIE QUALITÄT VON WASSER FÜR DEN MENSCHLICHEN GEBRAUCH (TRINKWASSER) IN DEUTSCHLAND" selbst.

    ich wollte mit meinem Kommentar auch gar nichts anderes behaupten als sie. Aber die im Kommentar von "serins" verlinken Quellen haben einfach nur bedingt etwas mit diesem Artikel hier zu tun, und können somit schwerlich als Argumente herhalten.

    Und den qualifizierten Unterbau zu dem Artikel finden sie ja vielleicht im "BERICHT ÜBER DIE QUALITÄT VON WASSER FÜR DEN MENSCHLICHEN GEBRAUCH (TRINKWASSER) IN DEUTSCHLAND" selbst.

    • bugme
    • 19.01.2012 um 23:16 Uhr

    Wenn man so einen Vergleich machen wollte müsste man das Leitungswasser an den Wasserhähnen mit dem Leitungswasser in den Flaschen vergleichen.
    Ansonsten müssten Sie ja die Wasserqualität in den Abfüllanlagen mit der Wasserqualität im Wasserwerk vergleichen - dies wäre ewenig interessant.

  5. dann habe ich Sie wohl missverstanden und bitte um Entschuldigung.

    dagegen ist, um es nochmal zu erklären, der anempfohlene Bericht immer noch nicht befriedigend.

    Um es nochmal zu erklären: Die Befunde werden darin aufgrund von Gehaltsbestimmungen in definierten Volumina von Einzelproben erläutert.

    Daraus ergeben sich zwei Kernprobleme:

    1. Volumenproben sind für vile Zielsubstanzen nicht zweckmäßg

    2. Es wird methodikbestimmt nicht sichergestellt das die Volumina repräsentativ sind

    MfG Karl Müller

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