Gentechnik-UrteilLandwirt muss unwissentlich ausgesäte Genpflanzen vernichten

Ein Bauer, der unbeabsichtigt genverändertes Saatgut gepflanzt hatte, muss seine Ernte zerstören. Das entschied das Leipziger Verwaltungsgericht.

Bauern müssen auch dann die Erträge ganzer Felder vernichten, wenn auf ihnen unbeabsichtigt genveränderte Pflanzen wachsen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gab dem Regierungspräsidium Gießen Recht, das 2007 einen Landwirt angewiesen hatte, seinen Acker umzupflügen und damit die Pflanzen zu vernichten.

Der Bauer hatte Saatgut verwendet, das als gentechnikfrei galt. Auf dem Feld wurde aber genetisch veränderter Raps der Sorte Falcon GS40/90 nachgewiesen. Hierin sahen die Richter einen Verstoß gegen das Gentechnik-Gesetz, auch wenn der Landwirt nicht wusste, dass im Saatgut genetisch veränderte Samen waren.

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Nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts ist es unerheblich, ob der Landwirt Kenntnis von der Verunreinigung hatte oder nicht: Das gesetzliche Verbot des "gezielten Ausbringens" gentechnisch veränderter Organismen setzte demnach nicht voraus, dass dem Bauern beim Ausbringen bekannt gewesen sein muss, dass das Saatgut gentechnisch veränderte Anteile enthielt. Die Abwendung von Risiken und Gefahren habe Priorität.

Der BUND begrüßte das Urteil. Ansonsten würden alle möglichen gentechnisch veränderten Organismen unkontrolliert freigesetzt, hieß es von der Naturschutzorganisation.

Der Grünen-Politiker Harld Ebner bezeichnete das Urteil als "gute Nachricht für Verbraucher, Landwirte und Imker". Mit der Entscheidung werde das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu gentechnisch veränderten Pollen in Honig bestätigt, wonach es unerheblich ist, ob die Vermischung vorsätzlich oder unwissentlich erfolgt. Die Bundesregierung müsse dieses Nulltoleranz-Prinzip kompromisslos auf EU-Ebene verteidigen und dürfe sich nicht, wie bei den Futtermitteln, auf seine Aufweichung einlassen, erklärte Ebner.
 

 
Leserkommentare
    • okmijn
    • 29.02.2012 um 19:59 Uhr

    den Verursacher muss nicht das Gericht finden. Den muss der Landwirt schon selbst ausmachen und sein Saatgutlieferant wäre wahrscheinlich schon mal ein guter Kandidat falls er selbst keine Maschinen, Silos usw. nutzt, die auch für die Arbeit mit dem veränderten Saatgut genutzt werden. Wenn er einen geeigneten Kandidaten hat kann er den dann verklagen und ein Gericht kann entscheiden ob dieser für die Schäden des Landwirts aufkommen muss.

    Ihre Logik würde stattdessen dazu führen, dass jeder am Ende einer beliebig langen Kette von Ereignissen Geschädigte selbst den kompletten Vorgang aufarbeiten müsste. Ich bin aber ganz froh, dass ich wenn mir jemand ans Auto fährt nicht erst prüfen muss ob dessen Bremsflüssigkeitslieferant sauber gearbeitet hat, der Hersteller seiner Beruhigungsmittel passende Beipackzettel geschrieben hat usw.

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    • Varech
    • 29.02.2012 um 23:39 Uhr

    Ihr Kommentar hat auch meine Empfehlung.

    Tatsächlich hatte ich nicht den Richter kritisieren wollen, sondern den etwas simpel geratenen Artikel.

    Allgemein haften Saatgutliferanten nur mit dem Warenwert, nicht zu verwechseln mit dem wahren Wert, nicht für die Folgeschäden. Bei nachgewiesen krimineller Absicht könnte es anders sein. Hier müsste journalistisch Recherche ansetzen.

    • Varech
    • 29.02.2012 um 23:39 Uhr

    Ihr Kommentar hat auch meine Empfehlung.

    Tatsächlich hatte ich nicht den Richter kritisieren wollen, sondern den etwas simpel geratenen Artikel.

    Allgemein haften Saatgutliferanten nur mit dem Warenwert, nicht zu verwechseln mit dem wahren Wert, nicht für die Folgeschäden. Bei nachgewiesen krimineller Absicht könnte es anders sein. Hier müsste journalistisch Recherche ansetzen.

  1. ...alles nur Angsthasen:
    http://de.wikipedia.org/w...

    Ich habe nix gegen Gentechnik, ich wünsche mir seit langem apfelgroße süße Erdbeeren und Kirschen ohne Kerne. Nur wird sie dazu eben nicht genutzt, sondern um Saatgut gegen Chemikalien resistent zu machen. Oft ohne, dass man die Wirkmechanismen und Konsequnzen wirklich kennt. Aktive Sequenzen mit viraler DNA, um z.B. Krankheitsresistenz bei einer Pflanze zu erreichen, wandern nachweislich auch in das Erbgut des Wirtes und bleiben dort aktiv.

    Die Gentechnik steckt noch in den Kinderschuhen und braucht in erster Linie Grundlagenforschung, aber die Konzerne drehen schon das ganz große Rad. Jede Erforschung muss sich schliesslich irgendwie lohnen und vermarkten lassen. Und wenns zu einem neuen Contergan-Skandal kommt, verbucht die Agrar-Industrie das mit einem Achselzucken und einigen Millionen Entschädigung, so es überhaupt gelingt, ihr etwas nachzuweisen. Ich denke nicht, dass wir dieses Spiel mitspielen sollten.

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    Antwort auf "Richter und Biologie"
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    Wer sich mit dem Fall Percy Schmeiser beschäftigt, stellt schnell fest, dass die Vorzeichen andere waren.

    Teil 1 der Geschichte: Percy Schmeiser hat Rapspflanzen entlang einer Straße mit Round-up besprüht, um den Raps loszuwerden. Da stellt er fest, dass etliche Rapspflanzen gegen Round-up resistent waren. Anstatt daraufhin zu Greenpeace zu rennen oder sich sonstwie öffentlich beschweren, erntet er den resistenten Raps klammheimlich und sät ihn im nächsten Frühjahr aus. Da war nämlich plötzlich ein ganzes Feld voll Round-up-resistentem Raps auf seinem Ackerland.

    Teil 2 der Geschichte: Monsanto stellt fest, dass auf Schmeisers Ackerland Monsanto-Lizenz-Raps wächst und verklagt Schmeiser wegen des Lizenzverstoßes. Erst daraufhin beschwert er sich öffentlich und fängt an, sich als Opfer des Monsanto-Rapses darzustellen (wozu hat er ihn eigentlich angebaut? Es ist zweifelsfrei festgestellt worden, dass seine Darstellung, der Wind habe ihm ein paar Körner ins Feld geweht, nicht stimmt - es war ein angebautes Raps-Feld!)

    Teil 3 der Geschichte: Seit diesem Zeitpunkt lässt er sich zu Vortragsreisen einladen, sagt was gegen Round-up-resistenten Raps (dabei hat er ihn doch selbst angebaut), kokettiert mit seiner Märtyrerrolle, sieht dabei etwas von der Welt und seine Frau übrigens ebenso. Sozusagen ein reisender Rentner, nur dass die Reisen von den Spendengeldern bezahlt werden.

    Mein Fazit: clevere Selbstvermarktung ist eben alles ...

    Wer sich mit dem Fall Percy Schmeiser beschäftigt, stellt schnell fest, dass die Vorzeichen andere waren.

    Teil 1 der Geschichte: Percy Schmeiser hat Rapspflanzen entlang einer Straße mit Round-up besprüht, um den Raps loszuwerden. Da stellt er fest, dass etliche Rapspflanzen gegen Round-up resistent waren. Anstatt daraufhin zu Greenpeace zu rennen oder sich sonstwie öffentlich beschweren, erntet er den resistenten Raps klammheimlich und sät ihn im nächsten Frühjahr aus. Da war nämlich plötzlich ein ganzes Feld voll Round-up-resistentem Raps auf seinem Ackerland.

    Teil 2 der Geschichte: Monsanto stellt fest, dass auf Schmeisers Ackerland Monsanto-Lizenz-Raps wächst und verklagt Schmeiser wegen des Lizenzverstoßes. Erst daraufhin beschwert er sich öffentlich und fängt an, sich als Opfer des Monsanto-Rapses darzustellen (wozu hat er ihn eigentlich angebaut? Es ist zweifelsfrei festgestellt worden, dass seine Darstellung, der Wind habe ihm ein paar Körner ins Feld geweht, nicht stimmt - es war ein angebautes Raps-Feld!)

    Teil 3 der Geschichte: Seit diesem Zeitpunkt lässt er sich zu Vortragsreisen einladen, sagt was gegen Round-up-resistenten Raps (dabei hat er ihn doch selbst angebaut), kokettiert mit seiner Märtyrerrolle, sieht dabei etwas von der Welt und seine Frau übrigens ebenso. Sozusagen ein reisender Rentner, nur dass die Reisen von den Spendengeldern bezahlt werden.

    Mein Fazit: clevere Selbstvermarktung ist eben alles ...

  2. Also bei manchen Urteilen wäre es schon ganz sinnvoll gewesen, einen Richter mit mehr Sachverstand als nur dem juristischen an ihr Urteil gegangen wären. Allein das Urteil mit dem Honigpollen ist hanebüchen. Als ob Pollen vom Imker als Zutat hinzugefügt würde - wie weltfremd ist das denn?

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  3. 12. Nein...

    ...sie sind dagegen, weil es idR nicht transparent und verständlich ist, was da gemacht wird und weil die Konzerne die Sache von Anfang an in Verruf gebracht haben.

    Übrigens aus deinem Link:
    "Auch wenn gemäß einer Vereinbarung mit dem maßgeblich beteiligten Gentechnik-Unternehmen Saatgut an Bauern unter einer bestimmten Einkommensgrenze kostenlos ausgegeben wird, sind mindestens 70 Patente mit dem Projekt verknüpft und nicht alle Patentinhaber zeigten sich mit der kostenlosen Herausgabe des Saatguts einverstanden (Stand 2007). Ungeklärt ist auch, ob Körner aus der eigenen Ernte als Saatgut weiterverwendet werden dürfen und welche Kosten für Dünger und Pestizide veranschlagt werden müssen."

    Ob und welche Risiken in diesem Fall auftreten, kann ich als Laie nicht einschätzen und den Konzernexperten kann man nicht vertrauen.

    Der Trend geht sowieso, bzw. wegen der Aktzeptanzprobleme in eine andere Richtung: Genanalyse-unterstützte Selektion.

    Bei Obstsorten wird das meines Wissens schon sehr erfolgreich angewandt. Es verkürzt die Züchtungszeiten enorm, da man bestimmt 99% des Erbguts noch vor der Keimung aussortieren kann. Und da muss nicht mit umstrittenen Holzhammermethoden im Erbgut rumgeschnipselt werden.

    Irgendwann wird Erbgutmanipulation normal und die Konsequenzen im Rechner simulierbar sein, vorher sollte man der Sache mit höchstem Respekt begegnen.

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    Wenn Sie meinen, die Gentechnik sei eine Holzhammermethode, dann sollten Sie sich mal über die Mutationszüchtung informieren - hier wird nämlich das Erbgut z.B. mit Radioaktivität bestrahlt (= Holzhammer), dabei gehen etliche Pflanzen völlig kaputt, was überlebt, wird angebaut, dann wird geschaut, ob per Zufall eine brauchbare Mutation entstanden ist. Auf diese Weise wurden moderne Sorten bei Getreide, Gemüse, Obst, aber auch Blumen erzeugt. Diese Methode ist seit Jahrzehnten im Einsatz. Im Vergleich zu dieser Holzhammer methode ist die Gentechnik ist wie Mikrochirurgie. Bei der Mutationszüchtung wird das gesamte Genom durcheinandergewürfelt. Bei der Gentechnik werden nur zwei oder drei oder vier Gene verändert. Da ist die Mutationszüchtung sehr viel brachialer. Komisch, dass keiner von den Greenpeace-Experten mal darauf hinweist. Vielleicht, weil es politisch nicht opportun wäre, die Bevölkerung darauf hinzuweisen, dass alle Lebensmittel seit Jahrzehnten mit Gen-Manipulation gröbster Art entstanden sind? Oder vielleicht, weil es viele selbst ernannte Experten sind, die im Grunde nur gefilterte Infos eingetrichtert bekommen und meinen, damit schon zu den Experten zu gehören?

    Hier übrigens noch etwas mehr zum Thema Mutationszüchtung:
    http://de.wikipedia.org/w...
    oder hier: http://www.freitag.de/200...

    Wenn Sie meinen, die Gentechnik sei eine Holzhammermethode, dann sollten Sie sich mal über die Mutationszüchtung informieren - hier wird nämlich das Erbgut z.B. mit Radioaktivität bestrahlt (= Holzhammer), dabei gehen etliche Pflanzen völlig kaputt, was überlebt, wird angebaut, dann wird geschaut, ob per Zufall eine brauchbare Mutation entstanden ist. Auf diese Weise wurden moderne Sorten bei Getreide, Gemüse, Obst, aber auch Blumen erzeugt. Diese Methode ist seit Jahrzehnten im Einsatz. Im Vergleich zu dieser Holzhammer methode ist die Gentechnik ist wie Mikrochirurgie. Bei der Mutationszüchtung wird das gesamte Genom durcheinandergewürfelt. Bei der Gentechnik werden nur zwei oder drei oder vier Gene verändert. Da ist die Mutationszüchtung sehr viel brachialer. Komisch, dass keiner von den Greenpeace-Experten mal darauf hinweist. Vielleicht, weil es politisch nicht opportun wäre, die Bevölkerung darauf hinzuweisen, dass alle Lebensmittel seit Jahrzehnten mit Gen-Manipulation gröbster Art entstanden sind? Oder vielleicht, weil es viele selbst ernannte Experten sind, die im Grunde nur gefilterte Infos eingetrichtert bekommen und meinen, damit schon zu den Experten zu gehören?

    Hier übrigens noch etwas mehr zum Thema Mutationszüchtung:
    http://de.wikipedia.org/w...
    oder hier: http://www.freitag.de/200...

  4. Wer sich mit dem Fall Percy Schmeiser beschäftigt, stellt schnell fest, dass die Vorzeichen andere waren.

    Teil 1 der Geschichte: Percy Schmeiser hat Rapspflanzen entlang einer Straße mit Round-up besprüht, um den Raps loszuwerden. Da stellt er fest, dass etliche Rapspflanzen gegen Round-up resistent waren. Anstatt daraufhin zu Greenpeace zu rennen oder sich sonstwie öffentlich beschweren, erntet er den resistenten Raps klammheimlich und sät ihn im nächsten Frühjahr aus. Da war nämlich plötzlich ein ganzes Feld voll Round-up-resistentem Raps auf seinem Ackerland.

    Teil 2 der Geschichte: Monsanto stellt fest, dass auf Schmeisers Ackerland Monsanto-Lizenz-Raps wächst und verklagt Schmeiser wegen des Lizenzverstoßes. Erst daraufhin beschwert er sich öffentlich und fängt an, sich als Opfer des Monsanto-Rapses darzustellen (wozu hat er ihn eigentlich angebaut? Es ist zweifelsfrei festgestellt worden, dass seine Darstellung, der Wind habe ihm ein paar Körner ins Feld geweht, nicht stimmt - es war ein angebautes Raps-Feld!)

    Teil 3 der Geschichte: Seit diesem Zeitpunkt lässt er sich zu Vortragsreisen einladen, sagt was gegen Round-up-resistenten Raps (dabei hat er ihn doch selbst angebaut), kokettiert mit seiner Märtyrerrolle, sieht dabei etwas von der Welt und seine Frau übrigens ebenso. Sozusagen ein reisender Rentner, nur dass die Reisen von den Spendengeldern bezahlt werden.

    Mein Fazit: clevere Selbstvermarktung ist eben alles ...

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    und meinen Sie überall wird so stark kontrolliert, wie in ihrem beschriebenen Fall? Informieren Sie sich mal über den Unterschied zwischen formellen und informellen Saatgutsystemen. Da wird die ganze Angelegenheit um einiges komplexer. Eigentlich wollte ich nichts weiter dazu schreiben, da es ja immer auf die selbe Diskussion herausläuft.

    Da sähe ich doch gerne mal die Quelle, woher Sie diese "wahre Geschichte" haben.

    und meinen Sie überall wird so stark kontrolliert, wie in ihrem beschriebenen Fall? Informieren Sie sich mal über den Unterschied zwischen formellen und informellen Saatgutsystemen. Da wird die ganze Angelegenheit um einiges komplexer. Eigentlich wollte ich nichts weiter dazu schreiben, da es ja immer auf die selbe Diskussion herausläuft.

    Da sähe ich doch gerne mal die Quelle, woher Sie diese "wahre Geschichte" haben.

  5. Wenn Sie meinen, die Gentechnik sei eine Holzhammermethode, dann sollten Sie sich mal über die Mutationszüchtung informieren - hier wird nämlich das Erbgut z.B. mit Radioaktivität bestrahlt (= Holzhammer), dabei gehen etliche Pflanzen völlig kaputt, was überlebt, wird angebaut, dann wird geschaut, ob per Zufall eine brauchbare Mutation entstanden ist. Auf diese Weise wurden moderne Sorten bei Getreide, Gemüse, Obst, aber auch Blumen erzeugt. Diese Methode ist seit Jahrzehnten im Einsatz. Im Vergleich zu dieser Holzhammer methode ist die Gentechnik ist wie Mikrochirurgie. Bei der Mutationszüchtung wird das gesamte Genom durcheinandergewürfelt. Bei der Gentechnik werden nur zwei oder drei oder vier Gene verändert. Da ist die Mutationszüchtung sehr viel brachialer. Komisch, dass keiner von den Greenpeace-Experten mal darauf hinweist. Vielleicht, weil es politisch nicht opportun wäre, die Bevölkerung darauf hinzuweisen, dass alle Lebensmittel seit Jahrzehnten mit Gen-Manipulation gröbster Art entstanden sind? Oder vielleicht, weil es viele selbst ernannte Experten sind, die im Grunde nur gefilterte Infos eingetrichtert bekommen und meinen, damit schon zu den Experten zu gehören?

    Hier übrigens noch etwas mehr zum Thema Mutationszüchtung:
    http://de.wikipedia.org/w...
    oder hier: http://www.freitag.de/200...

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    • RoH
    • 29.02.2012 um 20:56 Uhr

    Hallo stunk-im-hühnerhof!

    Kann mich wieder einmal nur für Ihre Stimme der Vernunft hier bedanken.
    Ihre Kommentare sind immer wieder Lichtblicke in der von Angstkampangen und Desinformation (Gentechnik=Holzhammer) geprägten Debatte.

    Beste Grüße

    Robert H.

    ...sind das auch Holzhammermethoden und bergen imho Risiken.

    Mutation ist natürlich immer ein Riskio egal ob natürlich auftretend oder herbeigeführt, die ganze Debatte dreht sich nur um Wahrscheinlichkeiten, die aber niemand genau benennen kann. Deshalb ist es leicht die Sache als Hysterie abzutun.

    Es ist daher auch schwer, pauschal über die Sache zu diskutieren. Es hängt von der Methode, dem Ziel und dem Geschäftsgebahren ab. Prinzipiell bin ich ein Freund der Gentechnik, ich wollte sogar selbst mal in diese Richtung studieren. Ich hasse die Konzerne dafür, dass sie derart viel Vertrauen zerstört haben, das macht auch die seriöse Forschung schwerer.

    "Wenn Sie meinen, die Gentechnik sei eine Holzhammermethode"

    Nun ist das gezielte saubere platzieren im Erbgut möglich oder nicht? Meines Wissen (noch) nicht, man greift zu diversen Tricks und hat hohe Unsicherheiten.

    "Mutationszüchtung"

    Dass andere Verfahren da vielleicht noch kritischer sind, entlastet nicht die derzeitigen Verfahren, sondern sollte zu denken geben.

    "im Grunde nur gefilterte Infos eingetrichtert bekommen und meinen, damit schon zu den Experten zu gehören?"

    Du natürlich nicht? Nein im Ernst: es ist eine Vertrauensfrage und "Experten" jeglicher Art wird nicht mehr vertraut, weil sie es zu oft missbraucht haben. Also herrscht konservative Vorsichtigkeit.

    ...bringt es übrigens gut auf den Punkt:

    "Jede Manipulation von landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist mit Risiken verbunden, das gilt für die klassische Kreuzung ebenso wie für die künstliche Mutation und die Gentechnik. Panikmache ist so wenig angebracht wie die Beteuerung, die Gentechnik-Folgen sicher im Griff zu haben. Dagegen gilt es, die befürchteten Risiken gegen den erhofften Nutzen abzuwägen. Dazu bedarf es einer begleitenden Sicherheitsforschung - nicht nur bei der Gentechnik, sondern auch bei anderen Verfahren."

    • RoH
    • 29.02.2012 um 20:56 Uhr

    Hallo stunk-im-hühnerhof!

    Kann mich wieder einmal nur für Ihre Stimme der Vernunft hier bedanken.
    Ihre Kommentare sind immer wieder Lichtblicke in der von Angstkampangen und Desinformation (Gentechnik=Holzhammer) geprägten Debatte.

    Beste Grüße

    Robert H.

    ...sind das auch Holzhammermethoden und bergen imho Risiken.

    Mutation ist natürlich immer ein Riskio egal ob natürlich auftretend oder herbeigeführt, die ganze Debatte dreht sich nur um Wahrscheinlichkeiten, die aber niemand genau benennen kann. Deshalb ist es leicht die Sache als Hysterie abzutun.

    Es ist daher auch schwer, pauschal über die Sache zu diskutieren. Es hängt von der Methode, dem Ziel und dem Geschäftsgebahren ab. Prinzipiell bin ich ein Freund der Gentechnik, ich wollte sogar selbst mal in diese Richtung studieren. Ich hasse die Konzerne dafür, dass sie derart viel Vertrauen zerstört haben, das macht auch die seriöse Forschung schwerer.

    "Wenn Sie meinen, die Gentechnik sei eine Holzhammermethode"

    Nun ist das gezielte saubere platzieren im Erbgut möglich oder nicht? Meines Wissen (noch) nicht, man greift zu diversen Tricks und hat hohe Unsicherheiten.

    "Mutationszüchtung"

    Dass andere Verfahren da vielleicht noch kritischer sind, entlastet nicht die derzeitigen Verfahren, sondern sollte zu denken geben.

    "im Grunde nur gefilterte Infos eingetrichtert bekommen und meinen, damit schon zu den Experten zu gehören?"

    Du natürlich nicht? Nein im Ernst: es ist eine Vertrauensfrage und "Experten" jeglicher Art wird nicht mehr vertraut, weil sie es zu oft missbraucht haben. Also herrscht konservative Vorsichtigkeit.

    ...bringt es übrigens gut auf den Punkt:

    "Jede Manipulation von landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist mit Risiken verbunden, das gilt für die klassische Kreuzung ebenso wie für die künstliche Mutation und die Gentechnik. Panikmache ist so wenig angebracht wie die Beteuerung, die Gentechnik-Folgen sicher im Griff zu haben. Dagegen gilt es, die befürchteten Risiken gegen den erhofften Nutzen abzuwägen. Dazu bedarf es einer begleitenden Sicherheitsforschung - nicht nur bei der Gentechnik, sondern auch bei anderen Verfahren."

    • RoH
    • 29.02.2012 um 20:56 Uhr

    Hallo stunk-im-hühnerhof!

    Kann mich wieder einmal nur für Ihre Stimme der Vernunft hier bedanken.
    Ihre Kommentare sind immer wieder Lichtblicke in der von Angstkampangen und Desinformation (Gentechnik=Holzhammer) geprägten Debatte.

    Beste Grüße

    Robert H.

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    Hallo RoH, Danke für die Aufmunterung, die ist manchmal wirklich bitter nötig angesichts der Desinformationen, die hier z.T. von den Umweltverbänden verbreitet werden. Wenn mich etwas in meiner Schulzeit geprägt hat, dann eine Bewunderung für die Errungenschaften der Aufklärung. Was mich zunehmend erschreckt, ist dieser Trend zurück zum mittelalterlich verklärten Glauben von dem, was von der NGO-Kanzel gepredigt wird. Wissenschaftler können sagen, was sie wollen, es ist leider nicht plakativ genug, um im Hirn zu wirken. Die Umweltverbände haben viel plakativere Botschaften und ihnen wird eher geglaubt als den Wissenschaftlern. Und sie nutzen ihre Macht - leider nicht nur Information, sondern zur Desinformation. Es werden nämlich nur halbe Wahrheiten als ganze Wahrheiten verkauft. Und dann noch ordentlich Panik gemacht, um zu den Spendentöpfen zu rufen. Die Medien tragen ihr Teil dazu bei. Denn wenn vermeldet wird: alles im grünen Bereich, interessiert das kein Schwein. Nur wenn etwas hoch Emotionales vermeldet werden kann, sind Medien erfolgreich. Also wird beim Panikmachen mitgemacht. Und was ist das Ergebnis? Die an wissenschaftlichen Erkenntnissen wenig interessierte Bevölkerung ist ordentlich in Angst und Schrecken versetzt. Ziel erreicht. Wichtige Entscheidungen werden künftig vom limbischen System getroffen. Aus meiner Sicht keine gute Entwicklung. Zurück ins Mittelalter bringt uns nicht weiter ...

    Hallo RoH, Danke für die Aufmunterung, die ist manchmal wirklich bitter nötig angesichts der Desinformationen, die hier z.T. von den Umweltverbänden verbreitet werden. Wenn mich etwas in meiner Schulzeit geprägt hat, dann eine Bewunderung für die Errungenschaften der Aufklärung. Was mich zunehmend erschreckt, ist dieser Trend zurück zum mittelalterlich verklärten Glauben von dem, was von der NGO-Kanzel gepredigt wird. Wissenschaftler können sagen, was sie wollen, es ist leider nicht plakativ genug, um im Hirn zu wirken. Die Umweltverbände haben viel plakativere Botschaften und ihnen wird eher geglaubt als den Wissenschaftlern. Und sie nutzen ihre Macht - leider nicht nur Information, sondern zur Desinformation. Es werden nämlich nur halbe Wahrheiten als ganze Wahrheiten verkauft. Und dann noch ordentlich Panik gemacht, um zu den Spendentöpfen zu rufen. Die Medien tragen ihr Teil dazu bei. Denn wenn vermeldet wird: alles im grünen Bereich, interessiert das kein Schwein. Nur wenn etwas hoch Emotionales vermeldet werden kann, sind Medien erfolgreich. Also wird beim Panikmachen mitgemacht. Und was ist das Ergebnis? Die an wissenschaftlichen Erkenntnissen wenig interessierte Bevölkerung ist ordentlich in Angst und Schrecken versetzt. Ziel erreicht. Wichtige Entscheidungen werden künftig vom limbischen System getroffen. Aus meiner Sicht keine gute Entwicklung. Zurück ins Mittelalter bringt uns nicht weiter ...

  6. und meinen Sie überall wird so stark kontrolliert, wie in ihrem beschriebenen Fall? Informieren Sie sich mal über den Unterschied zwischen formellen und informellen Saatgutsystemen. Da wird die ganze Angelegenheit um einiges komplexer. Eigentlich wollte ich nichts weiter dazu schreiben, da es ja immer auf die selbe Diskussion herausläuft.

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