Klimawandel Erderwärmung ist mit schuld an Europas Eiseskälte

Es klingt paradox: Zwischen dem warmen arktischen Sommer und dem sibirischen Frost haben deutsche Klimaforscher einen Zusammenhang entdeckt.

"Großbritannien erlebt die längste Kältewelle seit 1981. Peking verzeichnet den kältesten Morgen seit beinahe 40 Jahren. In Florida hängen Eiszapfen an den Orangenbäumen", schrieb das Magazin Focus vor zwei Jahren. Und erlaubte sich die Frage: "Wo ist die Erderwärmung geblieben?"

Zwei Jahre später vermeldet die Türkei einen Rekordwinter. In Bulgarien wurden in dieser Woche minus 29 Grad Celsius gemessen, was den bisherigen Kälte-Rekord aus dem Jahr 1942 übertraf. Vor allem im Osten Europas wütet das Kälte-Hoch Cooper, bislang erfroren 139 Menschen. Was also ist los mit der Erderwärmung?

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Bisher mahnten Klimaforscher angesichts solcher Gedanken stets zur Besonnenheit. Klima sei schließlich nicht dasselbe wie Wetter. Und kurzfristige Temperaturschwankungen sagten wenig über langfristige Trends wie die langsame aber stetige Erderwärmung seit der Industrialisierung aus.

Doch nun haben Forscher des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung eine Studie veröffentlicht, die genau so einen Zusammenhang nahelegt: Ihrer Ansicht nach ist die aktuelle Kältewelle auch eine Folge der Erderwärmung. Die im Magazin Tellus A veröffentlichte Analyse zeigt einen Zusammenhang zwischen dem schrumpfenden sommerlichen Arktiseis und extremem Winterwetter in Europa.

Die Forscher setzten meteorologische Winterdaten der Jahre 1989 bis 2010 ins Verhältnis zur Schmelze im arktischen Sommer. Das Ergebnis: Taut die Arktis im Sommer besonders stark ab, kommt es zur verstärkten Erwärmung des arktischen Ozeans: Das Verschwinden der hellen Eisoberfläche legt den dunkleren Ozean frei und reflektiert die einstrahlende Energie nicht mehr so stark. Ein Effekt, den Wissenschaftler als Eis-Albedo-Rückkopplung bezeichnen. Die so gespeicherte Wärme gibt der Ozean im Herbst und Winter wieder in die Luft ab, was die unteren Schichten der Atmosphäre stärker erwärmt. In den letzten Jahren zeigten die Aufzeichnungen der Satelliten einen kontinuierlichen Rückgang des Meereises. Aktuelle Messdaten zeigten erhöhte Temperaturen in den Herbstmonaten.

Auswirkung auf Deutschland

Was das nun mit dem Wetter in Dresden, Warschau oder Kiew zu tun hat? "Durch die bodennahe Erwärmung der Luft kommt es zu aufsteigenden Bewegungen, die Atmosphäre wird instabiler", erklärt Studienautor Ralf Jaiser. Und das bewirke veränderte Bedingungen für die typischen Zirkulations- und Luftdruckmuster in der Arktis.

Eines dieser Muster sei der Luftdruckgegensatz zwischen der Arktis und den mittleren Breiten, die Nordatlantische Oszillation NAO – mit Azoren-Hochs und Island-Tiefs, die aus dem Wetterbericht bekannt sind. Ist dieser Gegensatz hoch, entsteht ein starker Westwind. Er trägt im Winter warme, feuchte atlantische Luftmassen bis tief nach Europa. Bleibt dieser aus, kann kalte arktische Luft nach Europa vordringen, wie derzeit.

Leser-Kommentare
  1. Anomalien mit der Erderwärmung und am besten noch mit der anthropogenen Kausalität zu erklären.
    Egal wie unlogisch es klingt.

    Was sagt "man" egtl. zu jenen NASA-Wissenschaftler, die die nächste kleine Eiszeit proklamieren (die letzte war ganz bestimmt auch anthropogen)?

    http://www.dailymail.co.u...

    22 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... wir befinden uns zur Zeit in einer Eiszeit.

    Wissenschaftliche Erklärungsversuche für scheinbbar unerklärliche Wetterphänomene als nutzlos abzutun, weil es sich eh nur um "Anomalien" handelt, ist wohl wesentlich dümmer als der scheinbar ganz fundiert dargestellte Bezug zur globalen Erwärmung.
    Aber ich bin sicher, in Ihrer kaufmännischen Ausbildung wurden auch globale Wettersysteme und Weltklima gelehrt, also erhellen Sie uns bitte weiter!

    wenn Sie ihre Ideologien hier verbreiten wollen:

    niemand im Artikel sprach von einem anthropogenem Einfluss - es ging einzig und allein um den Klimawandel an sich - und der ist nunmal nachgewiesen...

    "Was sagt "man" egtl. zu jenen NASA-Wissenschaftler, die die nächste kleine Eiszeit proklamieren..."

    Leider eine Zeitungsente. Lesen Sie ihren verlinkten Daily Mail-Artikel bitte noch einmal genau. Sie werden feststellen, dass die NASA-Astrophysiker von Anzeichen für eine schwächelnde Sonne sprechen, mit keinem Wort aber von möglichen Auswirkungen auf das Klima.

    Die These einer möglichen Eiszeit als Folge ist tatsächlich Spekulation des Autors D. Rose, eines einschlägig bekannten klimaskeptischen Journalisten, der schon mehrmals durch manipulierende Berichterstattung auffiel (vgl. seine Rolle bei "africagate").
    Nebenbei: Der Effekt einer schwächelnden Sonne wird von Klimaforschern mit minus wenigen Zehntelgrad als geradezu vernachlässigbar angesehen.

    Schade, dass Sie wie auch die Kommentatoren, die ihren Beitrag empfohlen haben, auf D. Rose hereingefallen sind. Diese Art von Manipulationsversuchen der öffentlichen Meinung sind perfide, ich meine, die Zeitung sollte sich besser "Daily Fail" nennen.

    Ich finde es recht bescheiden, wie die meisten Kommentatoren hier reagieren. Es ist schlicht blind und respektlos, wenn man Wissenschaftlern, die in peer-reviewed journals publizieren, in ihrer Zunft anerkannt sind und echte Forschung betreiben, hier mit derlei Kommentaren begegnet oder mit dem Käseblatt daily mail kommt.

    Und wer nicht verstanden hat, dass Forschung - egal in welcher Disziplin! - dass Forschung eben ein inkrementeller Prozess ist, von Erkenntnisgewinn zu Erkenntnisgewinn, dass man also das große Puzzle Klima erst nach und nach so richtig versteht und dazu harte wissenschaftliche Arbeit notwendig ist, dem ist auch mit keinem Argument der Welt zu helfen. Auf jeden Fall wäre ein wenig Demut angebracht und Anerkennung denjenigen gegenüber, die in den wichtigsten wissenschaftlichen Zeitschriften ihrer Disziplinen publizieren und oft zitiert werden. Ich kann jedenfalls diese populistischen "Ach, die Meteorologen sollen die Klappe halten"-Kommentare nicht mehr hören. Ein bisschen mehr Lektüre statt Schreiben wäre dem einen oder anderen hier anempfohlen. Z.B. hier: http://www.scilogs.de/wbl...

    Anomalien mit der Erderwärmung sind natürlich nicht mit der "anthropogenen Kausalität" zu erklären. Wer glaubt denn noch so was?

    Inzwischen haben wir aus der Zeitung gelernt, dass der Klima-killende Effekt animalische Ursachen zu haben hat.
    Schuld an der Erderwärmung ist auch der Methanausstoß skandinavischer Elche, wilden Kamele in Australien, Rindviecher und sonstiger Grasfresser weltweit.

    Jene Säuger würden aber nun wirklich den Rubikon überschreiten, wenn rauskommt, dass sie folglich zugleich an Europas Eiseskälte maßgeblich mitbeteiligt sind.

    • Bommel
    • 04.02.2012 um 12:38 Uhr

    wie die Ursachen für Wetter und Klima sind nicht immer leicht zu verstehen, deshalb aber nicht automatisch unlogisch.

    ... wir befinden uns zur Zeit in einer Eiszeit.

    Wissenschaftliche Erklärungsversuche für scheinbbar unerklärliche Wetterphänomene als nutzlos abzutun, weil es sich eh nur um "Anomalien" handelt, ist wohl wesentlich dümmer als der scheinbar ganz fundiert dargestellte Bezug zur globalen Erwärmung.
    Aber ich bin sicher, in Ihrer kaufmännischen Ausbildung wurden auch globale Wettersysteme und Weltklima gelehrt, also erhellen Sie uns bitte weiter!

    wenn Sie ihre Ideologien hier verbreiten wollen:

    niemand im Artikel sprach von einem anthropogenem Einfluss - es ging einzig und allein um den Klimawandel an sich - und der ist nunmal nachgewiesen...

    "Was sagt "man" egtl. zu jenen NASA-Wissenschaftler, die die nächste kleine Eiszeit proklamieren..."

    Leider eine Zeitungsente. Lesen Sie ihren verlinkten Daily Mail-Artikel bitte noch einmal genau. Sie werden feststellen, dass die NASA-Astrophysiker von Anzeichen für eine schwächelnde Sonne sprechen, mit keinem Wort aber von möglichen Auswirkungen auf das Klima.

    Die These einer möglichen Eiszeit als Folge ist tatsächlich Spekulation des Autors D. Rose, eines einschlägig bekannten klimaskeptischen Journalisten, der schon mehrmals durch manipulierende Berichterstattung auffiel (vgl. seine Rolle bei "africagate").
    Nebenbei: Der Effekt einer schwächelnden Sonne wird von Klimaforschern mit minus wenigen Zehntelgrad als geradezu vernachlässigbar angesehen.

    Schade, dass Sie wie auch die Kommentatoren, die ihren Beitrag empfohlen haben, auf D. Rose hereingefallen sind. Diese Art von Manipulationsversuchen der öffentlichen Meinung sind perfide, ich meine, die Zeitung sollte sich besser "Daily Fail" nennen.

    Ich finde es recht bescheiden, wie die meisten Kommentatoren hier reagieren. Es ist schlicht blind und respektlos, wenn man Wissenschaftlern, die in peer-reviewed journals publizieren, in ihrer Zunft anerkannt sind und echte Forschung betreiben, hier mit derlei Kommentaren begegnet oder mit dem Käseblatt daily mail kommt.

    Und wer nicht verstanden hat, dass Forschung - egal in welcher Disziplin! - dass Forschung eben ein inkrementeller Prozess ist, von Erkenntnisgewinn zu Erkenntnisgewinn, dass man also das große Puzzle Klima erst nach und nach so richtig versteht und dazu harte wissenschaftliche Arbeit notwendig ist, dem ist auch mit keinem Argument der Welt zu helfen. Auf jeden Fall wäre ein wenig Demut angebracht und Anerkennung denjenigen gegenüber, die in den wichtigsten wissenschaftlichen Zeitschriften ihrer Disziplinen publizieren und oft zitiert werden. Ich kann jedenfalls diese populistischen "Ach, die Meteorologen sollen die Klappe halten"-Kommentare nicht mehr hören. Ein bisschen mehr Lektüre statt Schreiben wäre dem einen oder anderen hier anempfohlen. Z.B. hier: http://www.scilogs.de/wbl...

    Anomalien mit der Erderwärmung sind natürlich nicht mit der "anthropogenen Kausalität" zu erklären. Wer glaubt denn noch so was?

    Inzwischen haben wir aus der Zeitung gelernt, dass der Klima-killende Effekt animalische Ursachen zu haben hat.
    Schuld an der Erderwärmung ist auch der Methanausstoß skandinavischer Elche, wilden Kamele in Australien, Rindviecher und sonstiger Grasfresser weltweit.

    Jene Säuger würden aber nun wirklich den Rubikon überschreiten, wenn rauskommt, dass sie folglich zugleich an Europas Eiseskälte maßgeblich mitbeteiligt sind.

    • Bommel
    • 04.02.2012 um 12:38 Uhr

    wie die Ursachen für Wetter und Klima sind nicht immer leicht zu verstehen, deshalb aber nicht automatisch unlogisch.

  2. Wenn man bereits mehrere Artikel zum Thema in der Zeit gelesen hat und sich ein wenig dafür interessiert, dann muss einem eine Überschrift wie die hier von Herrn Reimer "paradox" vorkommen: Sämtliche Prozesse in und um den Planeten Erde stehen in Zusammenhang. Die Meteorologie ist einer der vom Menschen am stärksten vorangetriebenen Forschungsbereiche. Bereits in der Schule hört man vom "Schmetterlingseffekt" wenn man beginnt, die Begriffe "Wetter" und "Klima" zu erklären und die dahinter stehenden Systeme versucht zu verstehen. Dass eine so starke, zunächst einseitige Veränderung wie die Erwärmung der Erdatmosphäre zwangsläufig "Pendelausschläge bei Klima wie Wetter (Verstärkung oder Abschwächung vorhandener Prozesse) in verschiedensten Erdregionen haben wird - welchem geneigten Leser mit obigen Voraussetzungen soll das noch paradox erscheinen? Der Artikel selbst löst ja dann auch das vermeintliche Paradoxon auf - der scheinbare Widerspruch entpuppt sich als logisches Ursache-Wirkungs-System.

    18 Leser-Empfehlungen
    • Harzer
    • 03.02.2012 um 12:41 Uhr

    "Die Winter werden also automatisch kälter hierzulande? Nicht unbedingt. Verglichen mit der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 war der Januar in Deutschland mit einer Durchschnittstemperatur von 1,9 Grad Celsius um 2,4 Grad zu warm. Aber da stand Mitteleuropa ja auch noch unter atlantischem Einfluss. ..."

    Heißt das, wir bekommen immer abwechselnd frühlingshafte und sibirische Monate innerhalb eines Winters ??!

    Eine Leser-Empfehlung
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    > Heißt das, wir bekommen immer abwechselnd
    > frühlingshafte und sibirische Monate innerhalb
    > eines Winters ??!

    Darauf wird's wohl hinauslaufen. Starke Schwankungen innerhalb kürzester Zeit, ob's nun Temperatur oder Niederschlag ist. Bis sich das System in einem neuen, wärmeren Gleichgewicht eingependelt hat.

    > Heißt das, wir bekommen immer abwechselnd
    > frühlingshafte und sibirische Monate innerhalb
    > eines Winters ??!

    Darauf wird's wohl hinauslaufen. Starke Schwankungen innerhalb kürzester Zeit, ob's nun Temperatur oder Niederschlag ist. Bis sich das System in einem neuen, wärmeren Gleichgewicht eingependelt hat.

    • Mejan
    • 03.02.2012 um 12:42 Uhr

    Jetzt wundert sich nicht nur die Bahn, das im Winter kalt ist, und dass Schnee fällt.

    via ZEIT ONLINE plus App

    • Mojo86
    • 03.02.2012 um 12:45 Uhr

    dass man von einem Kältehoch sprechen kannn. Physikalisch gibt es keine Kälte, nur die Abwesenheit von Wärme.

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    Wie soll es denn dann heißen? Wärmemangelhoch? Wärmeabwesenheitshoch? Das Wort wurde übrigens nicht für diesen Artikel erfunden, sondern ist ein gängiger Begriff.
    Und wenn wir schon bei der Physik sind: Hochs und Tiefs haben zuallererst mit dem Luftdruck zu tun, Wärme ist da zweitrangig …

    Wie soll es denn dann heißen? Wärmemangelhoch? Wärmeabwesenheitshoch? Das Wort wurde übrigens nicht für diesen Artikel erfunden, sondern ist ein gängiger Begriff.
    Und wenn wir schon bei der Physik sind: Hochs und Tiefs haben zuallererst mit dem Luftdruck zu tun, Wärme ist da zweitrangig …

    • matbhm
    • 03.02.2012 um 12:47 Uhr

    ... alles herausfinden! Vor etwa drei Wochen haben sich zwei namhafte deutsche Meteorologen international renomierter Einrichtungen dahingehend erklärt, dass dieser Winter weiter - wie im Januar - milde bleiben werde. Es werde keinen Frost mehr geben. Erklärt wurde das mit El Nino in Verbindung mit bestimmten Luftströmungen (ich weiß jetzt nicht mehr, ob über dem Atlantik oder im Pazifik). Die Meldung ging durch die Presse mit dem Hinweis, dass man künftig das Wetter schon über einen längeren Zeitraum prognostizieren könne. Und siehe da: Kaum hatten die Meteorologen diesen Anfall von Größenwahn, war auch schon der Frost da (schon meine Mutter hatte gelacht, als sie die Weisheiten der Meteorologen vernommen hatte und weissagte für Ende Januar bis Mitte Februar hinein die Ankunft des Winters!)! Und ansonsten kann ich nur sagen: Seit jahrzehnten haben wir ganz häufig den eigentlichen Winterbeginn mit tiefem Dauerfrost und Schnee erst Mitte bis Ende Januar gehabt - mit Dauer bis Mitte/Ende Februar. Und die tiefen Temperaturen sind auch nichts ungewöhnliches. Deswegen, liebe Meteorologen: Häufiger Mal die Klappe halten!

    28 Leser-Empfehlungen
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    An diese Meldung habe ich auch direkt denken müssen. Dass seriöse Wissenschaftlter sich überhaupt für solche Ex-Post-Aussagen hergeben, ist mir nicht ganz verständlich. Es ist ja keine Neuigkeit, dass man im Nachhinein für jede halbwegs konsistente Ursache-Wirkungskette Daten findet.

    An diese Meldung habe ich auch direkt denken müssen. Dass seriöse Wissenschaftlter sich überhaupt für solche Ex-Post-Aussagen hergeben, ist mir nicht ganz verständlich. Es ist ja keine Neuigkeit, dass man im Nachhinein für jede halbwegs konsistente Ursache-Wirkungskette Daten findet.

  3. Wird hier ernsthaft darüber diskutiert, dass es im Winter kalt wird? Dass wird seit nicht einmal einer Woche nächtliche Temperaturen von um die -15 Grad haben? Im Winter?

    Der Rückblick von wetteronline.de sagt zu Berlin im Februar...
    1991: -12
    1992: -10
    1993: -14
    1994: -12
    1995: -8
    1996: -16
    1997: -14
    1998: -14
    1999: -12
    2000: -14
    2001: -9
    2002: -12
    2003: -18
    2004: -10
    2005: -14
    2006: -16
    2007: -10
    2008: -8
    2009: -18
    2010: -18
    2011: -12
    2012: -14

    Kann da keine relevante Veränderung erkennen.

    Bin aber letzten Februar in Augsburg mit dem Fahrrad gefahren. Im Pullover. Und mir war warm. Da war nämlich eine Höchsttemperatur von 14 Grad. Ja, ohne Minuszeichen.

    17 Leser-Empfehlungen
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    • grrzt
    • 03.02.2012 um 12:54 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Herabwürdigungen. Danke. Die Redaktion/vn

    • fse69
    • 03.02.2012 um 15:18 Uhr

    "...Bin aber letzten Februar in Augsburg mit dem Fahrrad gefahren. Im Pullover. Und mir war warm. Da war nämlich eine Höchsttemperatur von 14 Grad. Ja, ohne Minuszeichen...."

    ... aber erst nach dem es zuvor fast zwei Monate ununterbrochen durchgeschneit hatte ;-)....

    Der aktuelle Winter war (zumindest bei uns hier im südlichen Saarland) bislang keiner. Erst mit Einbruch der aktuellen Kälteperiode musste ich das erste Mal seit Februar vergangenen Jahres wieder Eis kratzen. Ansonsten habe ich mir mal einige Kuriositäten notiert: Die letzte Wespe - und die wirkte sogar recht vital - schwirrte am 02. Dezember auf unserem Balkon herum. Stechmücken (!) habe ich hier bis Ende Januar etliche gesehen. Vor zehn Tagen hatten sich Dutzende Marienkäfer auf einer unserer Fensterbänke niedergelassen. Und bis vor wenigen Tagen pflegten die Vögel um uns herum nach Kräften zu balzen.

    Danke für die Temp- Zeitreihe!

    Wenn man Ihre Daten als Diagramm darstellt und eine lineare Trendlinie einfügt, so zeigt diese eine Abkühlung um etwas mehr als 2°C.

    Daraus erkennt man nix besorgniss erregendes. Schon mal gut, da wir eh nur kurzfristige Lebensspannen haben.
    Prognosen für unsere Nachfahren? Tja, da liegt der Teufel im Detail. Schaut man sich die Voraussagen des Jahres 1900 für das Jahr 2000 an, nun, wie surrealistisch kommt und diese prognostizierte Welt heute vor?

    daran erinnerte sich unsere Familie in diesen Tagen, als Mutter bei -25 Grad morgens auf dem Schulweg der Schnupfen in der Nase gefror und sie wegen "Eisklumpenfüßen" umkehren musste, außerdem wurden die Schulen geschlossen.
    "Allerdings hatte der Januar 1709 dann die doch tieferen
    Temperaturen im Gepäck, in Berlin immerhin mutmaßlich ein Tmin von -30° in der Nacht zum 10. Januar 1709!
    Außerdem erfolgte der Kaltluftvorstoß 1709 von NO nach SW in Europa, dabei die gesamte iberische
    Halbinsel erfassend, während 1979 die Kaltluftwalze Spanien und Portugal weitgehend verschonte, dafür
    aber sich mehr direkt nach Süden orientierte und bis nach Sizilien vordrang..."
    Empfehlenswert mal hier reinzuschauen:
    http://www.wetterzentrale...

    • grrzt
    • 03.02.2012 um 12:54 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Herabwürdigungen. Danke. Die Redaktion/vn

    • fse69
    • 03.02.2012 um 15:18 Uhr

    "...Bin aber letzten Februar in Augsburg mit dem Fahrrad gefahren. Im Pullover. Und mir war warm. Da war nämlich eine Höchsttemperatur von 14 Grad. Ja, ohne Minuszeichen...."

    ... aber erst nach dem es zuvor fast zwei Monate ununterbrochen durchgeschneit hatte ;-)....

    Der aktuelle Winter war (zumindest bei uns hier im südlichen Saarland) bislang keiner. Erst mit Einbruch der aktuellen Kälteperiode musste ich das erste Mal seit Februar vergangenen Jahres wieder Eis kratzen. Ansonsten habe ich mir mal einige Kuriositäten notiert: Die letzte Wespe - und die wirkte sogar recht vital - schwirrte am 02. Dezember auf unserem Balkon herum. Stechmücken (!) habe ich hier bis Ende Januar etliche gesehen. Vor zehn Tagen hatten sich Dutzende Marienkäfer auf einer unserer Fensterbänke niedergelassen. Und bis vor wenigen Tagen pflegten die Vögel um uns herum nach Kräften zu balzen.

    Danke für die Temp- Zeitreihe!

    Wenn man Ihre Daten als Diagramm darstellt und eine lineare Trendlinie einfügt, so zeigt diese eine Abkühlung um etwas mehr als 2°C.

    Daraus erkennt man nix besorgniss erregendes. Schon mal gut, da wir eh nur kurzfristige Lebensspannen haben.
    Prognosen für unsere Nachfahren? Tja, da liegt der Teufel im Detail. Schaut man sich die Voraussagen des Jahres 1900 für das Jahr 2000 an, nun, wie surrealistisch kommt und diese prognostizierte Welt heute vor?

    daran erinnerte sich unsere Familie in diesen Tagen, als Mutter bei -25 Grad morgens auf dem Schulweg der Schnupfen in der Nase gefror und sie wegen "Eisklumpenfüßen" umkehren musste, außerdem wurden die Schulen geschlossen.
    "Allerdings hatte der Januar 1709 dann die doch tieferen
    Temperaturen im Gepäck, in Berlin immerhin mutmaßlich ein Tmin von -30° in der Nacht zum 10. Januar 1709!
    Außerdem erfolgte der Kaltluftvorstoß 1709 von NO nach SW in Europa, dabei die gesamte iberische
    Halbinsel erfassend, während 1979 die Kaltluftwalze Spanien und Portugal weitgehend verschonte, dafür
    aber sich mehr direkt nach Süden orientierte und bis nach Sizilien vordrang..."
    Empfehlenswert mal hier reinzuschauen:
    http://www.wetterzentrale...

    • Psy03
    • 03.02.2012 um 12:49 Uhr

    erst war es angeblich "Sonnenklar" das die Winter immer wärmer werden und in Bayern bald die ersten Palmen wachsen und nun steht uns angeblich die nächste Eiszeit ins Haus...

    Das einzige was man sicher sagen kann sind zwei Dinge.

    1. Wir verändern das Klima und die Natur, in welche Richtung das nun gehen wird.

    2. Klimaforscher können NICHTS sicher sagen, alles was länger als ein paar Wochen in der Zukunft liegt beruht auf Vermutungen die oft revidiert werden müssen.

    12 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    verantwortlich ist!

    Das habe inzwischen genug Studien bewiesen; wenn sich Wetterexperten mit der Vorraussage für das Wetter in der nächsten Woche irren, heißt das nicht, dass auch die Vorraussage des Klimawandels nicht bewiesen ist.

    Es ist auch eindeutig, in welche Richtung das nun gehen wird: wir erwärmen das Klima eindeutig. das heißt nur nicht, dass es daher bei uns nur wärmer wird.

    Wir müssen endlich umdenken. wenn wir den Klimawandel nicht bald stoppen, wir ein Anstieg des Meeresspiegels um 7 Meter nicht mehr zu verhindern sein! Das wird natürlich wieder in erster Linie die Ärmsten der Armen in Bangladesh, Myanmar oder Westafrika treffen. In europa bauen wir einfach höhere Deiche, doch dort ist das aufgrund der schlechten Infrastrucktur nicht möglich.

    Der Klimawandel ist also eigentlich ein Problem der großen globalen sozialen Ungerechtigkeit, das wird leider nur selten gesehen!

    Bitte bemühen Sie sich um sachliche Diskussionsbeiträge. Danke. Die Redaktion/vn

    verantwortlich ist!

    Das habe inzwischen genug Studien bewiesen; wenn sich Wetterexperten mit der Vorraussage für das Wetter in der nächsten Woche irren, heißt das nicht, dass auch die Vorraussage des Klimawandels nicht bewiesen ist.

    Es ist auch eindeutig, in welche Richtung das nun gehen wird: wir erwärmen das Klima eindeutig. das heißt nur nicht, dass es daher bei uns nur wärmer wird.

    Wir müssen endlich umdenken. wenn wir den Klimawandel nicht bald stoppen, wir ein Anstieg des Meeresspiegels um 7 Meter nicht mehr zu verhindern sein! Das wird natürlich wieder in erster Linie die Ärmsten der Armen in Bangladesh, Myanmar oder Westafrika treffen. In europa bauen wir einfach höhere Deiche, doch dort ist das aufgrund der schlechten Infrastrucktur nicht möglich.

    Der Klimawandel ist also eigentlich ein Problem der großen globalen sozialen Ungerechtigkeit, das wird leider nur selten gesehen!

    Bitte bemühen Sie sich um sachliche Diskussionsbeiträge. Danke. Die Redaktion/vn

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