Tierarten in Florida: Pythons verdrängen Kaninchen und Waschbären
Würgeschlangen aus Asien vermehren sich rapide im Everglades-Nationalpark in Florida. Einige heimische Säugetiere haben die gefräßigen Schlangen schon fast ausgerottet.
Der Vorwahl-Kampf der Republikaner in Florida ist entschieden. Der Überlebenskampf zwischen Schlangen und Säugetieren in den Sümpfen der Everglades könnte auch bald vorbei sein. Dann gibt es dort vielleicht keine Waschbären, Kaninchen und Opossums mehr.
Vor mehr als 30 Jahren wurden das erste Mal burmesische Tigerpythons in den Sümpfen beobachtet, wahrscheinlich ausgesetzt von Haustierhaltern, denen die Schlangen zu groß wurden. Die Tiere können bis zu vier Meter lang werden. Seit zehn Jahren vermehren sie sich rasant in den Sümpfen. Meist fressen sie kleinere Säugetiere und Vögel, aber auch Hirsche und Alligatoren wurden schon in den Mägen der Pythons gefunden. Auch gefährdete Arten wie Buschratten und Waldstörche werden zur Beute der Schlangen. Im Vergleich zu den in den Sümpfen natürlich vorkommenden Alligatoren brauchen die Würgeschlangen etwa viermal so viel Futter pro Tag.
Bisher war unklar, wie stark sie heimische Tierarten bedrohen. Jetzt haben amerikanische Ökologen im Magazin Proceedings of the National Academy of Sciences erschreckende Daten dazu veröffentlicht. Die Zahl der Waschbären ist seit der starken Vermehrung der Pythons offenbar um 99 Prozent zurückgegangen, es gibt dort also fast keine mehr. Opossums und Luchse sind um über 90 Prozent dezimiert. Kaninchen und Füchse wurden in den vergangenen Jahren gar keine mehr gesehen.
Für diese Ergebnisse waren die Forscher seit 2003 die Straßen in den Everglades abgefahren und hatten Ausschau nach Säugetieren gehalten. Insgesamt legten sie dafür in 313 Nächten eine Strecke von knapp 57.000 Kilometern zurück. Die Zahl der Sichtungen verglichen sie zum einen mit dem Jahr 1997, in dem sie schon einmal systematisch die Sümpfe durchfuhren. Außerdem nutzten sie Daten aus dem Archiv der Nationalparkwächter, die alle überfahrenen Tiere vermerken. Auffallend ist, dass die Zahl der beobachteten Säugetiere dort besonders stark zurückgegangen ist, wo die meisten Pythons entdeckt werden.
Fast 400 Schlangen wurden im vergangenen Jahr aus dem Nationalpark entfernt. Inzwischen haben sich Bürger zu Python-Patrouillen zusammengetan und melden sofort, wenn sie eine Würgeschlange sehen. Speziell ausgebildete Schlangenjäger versuchen die Tiere dann einzufangen, zum Beispiel, indem sie sie zu zweit so lange hin und her treiben, bis die Tiere müde sind. Dann packt einer der Jäger sie unterhalb des Kopfes und hindert sie mit der anderen Hand daran, sich um ihn zu winden.
Dass es wieder zu einer Exoten-Invasion kommt wie bei den Tiger-Pythons, versuchen Floridas Politiker zu verhindern. Bereits seit 2010 ist es privaten Tierhaltern gesetzlich verboten, Würgeschlangen zu kaufen.








Zitat: "Einige heimische Säugetiere haben die gefräßigen Schlangen schon fast ausgerottet."
Hätt ich echt nicht gedacht, dass so ein paar kleine, niedliche Säugetiere diese Monsterschlangen ausrotten könnten!!
Ist ja irre!
vor allem als Schrift.
...da darf doch im Deutschen das Objekt doch glatt am Satzanfang stehen. Was für eine aufmüpfige Sprache. Es ist dann der Leser gefordert, den Kontext zu verstehen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg...
vor allem als Schrift.
...da darf doch im Deutschen das Objekt doch glatt am Satzanfang stehen. Was für eine aufmüpfige Sprache. Es ist dann der Leser gefordert, den Kontext zu verstehen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg...
vor allem als Schrift.
Das Beispiel zeigt mal wieder, dass es nur einige wenige dumme Menschen braucht, um ein Ökosystem vollkommen aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Dass einige große, sichtbare Säugetiere jetzt schon ausgerottet sind, ist erst der Anfang. Dieses Ungleichgewicht wird sich mit der Zeit entlang der gesamten Nahrungskette weiter verteilen. Mag sein, dass in paar Jahrzehnten auch Pflanzenarten ausgestorben sind oder sich eine Insektenart massiv vermehrt hat, die bitte hoffentlich zu den Menschen in die Häuser zurückkriecht, die damals diese Schlangen ausgesetzt haben.
Die Ökologie ist eine wunderbare Wissenschaft. Es hängt alles mit allem zusammen und der Mensch wird das niemals vollkommen erfassen können.
Der Marienkäfer ist zum Beispiel auch in Europa ein großes Problem. Durch ihn haben heimische Käferarten erheblich höheren Konkurrenzdruck.
Man sollte vielleicht auch in Europa Pythons aussetzen! Immerhin haben wir hier ein Problem mit den eingewanderten Waschbären! ;)
Scherz beiseite
Was bei all dem Naturschutz oft vergessen wird ist, dass Ökosysteme keine unveränderlichen Konstrukte sind. Es ist tatsächlich so, dass sich momentan durch den Einfluss von Menschen ziemlich viele Ökosysteme gravierend verändern.
Aber sie brechen nicht immer gleich zusammen, nur weil plötzlich ein paar Arten darin fehlen oder neue einbrechen. Die Nahrungskette ist in den meisten Fällen eben keine Kette, sondern ein Netz, das solche Vorfälle durchaus puffern kann.
Auch wenn das aus unsere Perspektive nicht so aussieht, so ist die Natur doch etwas, das sich langsam verändert. Und manchmal frage ich mich, ob es wirklich immer sinnvoll ist, wenn Naturschützer sich ständig dazwischenschmeißen. Viel zu oft liegt der Schwerpunkt eben nicht auf dem Ökosystem, sondern auf irgendwelchen Einzeltieren. Zumeist sind das Wirbeltiere, die irgendwie attraktiv auf Menschen wirken, für die Existenz des Ökosystems aber gar nicht so furchtbar wichtig sind. Und manchmal will man Tiere schützen, und züchtet sie aus Attraktivitätsgründen in Zoos weiter, obwohl es draußen in der freien Natur gar keinen Platz mehr für sie gibt. Ich frage mich ob es nicht besser wäre, z.B. sibirische Tiger oder Amurleoparden einfach aussterben zu lassen, anstatt sie zu einem Museumsstück zu degradieren, das nur noch in Zoos lebt um begafft werden zu können.
Man sollte vielleicht auch in Europa Pythons aussetzen! Immerhin haben wir hier ein Problem mit den eingewanderten Waschbären! ;)
Scherz beiseite
Was bei all dem Naturschutz oft vergessen wird ist, dass Ökosysteme keine unveränderlichen Konstrukte sind. Es ist tatsächlich so, dass sich momentan durch den Einfluss von Menschen ziemlich viele Ökosysteme gravierend verändern.
Aber sie brechen nicht immer gleich zusammen, nur weil plötzlich ein paar Arten darin fehlen oder neue einbrechen. Die Nahrungskette ist in den meisten Fällen eben keine Kette, sondern ein Netz, das solche Vorfälle durchaus puffern kann.
Auch wenn das aus unsere Perspektive nicht so aussieht, so ist die Natur doch etwas, das sich langsam verändert. Und manchmal frage ich mich, ob es wirklich immer sinnvoll ist, wenn Naturschützer sich ständig dazwischenschmeißen. Viel zu oft liegt der Schwerpunkt eben nicht auf dem Ökosystem, sondern auf irgendwelchen Einzeltieren. Zumeist sind das Wirbeltiere, die irgendwie attraktiv auf Menschen wirken, für die Existenz des Ökosystems aber gar nicht so furchtbar wichtig sind. Und manchmal will man Tiere schützen, und züchtet sie aus Attraktivitätsgründen in Zoos weiter, obwohl es draußen in der freien Natur gar keinen Platz mehr für sie gibt. Ich frage mich ob es nicht besser wäre, z.B. sibirische Tiger oder Amurleoparden einfach aussterben zu lassen, anstatt sie zu einem Museumsstück zu degradieren, das nur noch in Zoos lebt um begafft werden zu können.
...da darf doch im Deutschen das Objekt doch glatt am Satzanfang stehen. Was für eine aufmüpfige Sprache. Es ist dann der Leser gefordert, den Kontext zu verstehen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg...
Man sollte vielleicht auch in Europa Pythons aussetzen! Immerhin haben wir hier ein Problem mit den eingewanderten Waschbären! ;)
Scherz beiseite
Was bei all dem Naturschutz oft vergessen wird ist, dass Ökosysteme keine unveränderlichen Konstrukte sind. Es ist tatsächlich so, dass sich momentan durch den Einfluss von Menschen ziemlich viele Ökosysteme gravierend verändern.
Aber sie brechen nicht immer gleich zusammen, nur weil plötzlich ein paar Arten darin fehlen oder neue einbrechen. Die Nahrungskette ist in den meisten Fällen eben keine Kette, sondern ein Netz, das solche Vorfälle durchaus puffern kann.
Auch wenn das aus unsere Perspektive nicht so aussieht, so ist die Natur doch etwas, das sich langsam verändert. Und manchmal frage ich mich, ob es wirklich immer sinnvoll ist, wenn Naturschützer sich ständig dazwischenschmeißen. Viel zu oft liegt der Schwerpunkt eben nicht auf dem Ökosystem, sondern auf irgendwelchen Einzeltieren. Zumeist sind das Wirbeltiere, die irgendwie attraktiv auf Menschen wirken, für die Existenz des Ökosystems aber gar nicht so furchtbar wichtig sind. Und manchmal will man Tiere schützen, und züchtet sie aus Attraktivitätsgründen in Zoos weiter, obwohl es draußen in der freien Natur gar keinen Platz mehr für sie gibt. Ich frage mich ob es nicht besser wäre, z.B. sibirische Tiger oder Amurleoparden einfach aussterben zu lassen, anstatt sie zu einem Museumsstück zu degradieren, das nur noch in Zoos lebt um begafft werden zu können.
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