Die Menschen an Japans Nordostküste können beruhigt sein. Nach einem schweren Seebeben der Stärke 6,8 am Mittwoch im Pazifischen Ozean bestätigte sich die Warnung vor einem Tsunami nicht.

Zuvor hatte die japanische Meteorologiebehörde JMA vorsorglich Alarm vor einer möglichen Flutwelle ausgelöst. Die Wissenschaftler hatten den erwarteten Tsunami allerdings als niedrig eingestuft. Mittlerweile wurde die Warnung aufgehoben.

Das Zentrum des Bebens, das sich um 18.08 Uhr Ortszeit ereignete, lag vor der Küste der Präfektur Aomori in rund 26,6 Kilometern Tiefe, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Schäden oder Verletzte in Folge des Bebens wurden zunächst nicht gemeldet.

Vor einem Jahr, am 11. März 2011 , wurde Japan von einem gewaltigen Erdbeben der Stärke 9,0 erschüttert. Ein dadurch ausgelöster Tsunami traf die Ostküste der Hauptinsel Honshu und riss mehr als 15.800 Menschen in den Tod , mehr als 3.000 Menschen werden noch immer vermisst. Im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi kam es zum GAU. Weite Gebiete nahe der Atomruine sind noch immer so stark radioaktiv belastet, dass eine Rückkehr der Menschen dorthin ungewiss ist.