EnergiepolitikJapan nimmt zwei Atomreaktoren wieder ans Netz

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima fährt Japans Industrie erstmals wieder Atomreaktoren hoch. Das Land fürchtet Stromausfälle im Sommer. von afp, dpa und reuters

Atomkraftwerk, Japan, Oi

Der dritte und vierte Reaktor des Atomkraftwerkes Oi der Firma Kepco  |  © Jiji Press/AFP/Getty Images

Die japanische Regierung lässt zwei Atomreaktoren hochfahren. Regierungschef Yoshihiko Noda ordnete die Wiederaufnahme des Betriebs von zwei Meilern in Oi in der Zentralprovinz Fuki an, wie japanische Medien berichteten. Japan befürchte während der heißen Sommermonate Energieengpässe, so die Begründung. "Der Stopp der Reaktoren schneidet das Land von 30 Prozent seiner Stromerzeugung ab", sagte Noda. Außerdem drohe Japans Wirtschaft zu erlahmen.

Der Entscheidung war eine Sitzung mit den zuständigen Ministern vorausgegangen, in deren Verlauf Noda die Zustimmung von den örtlichen Behörden der Provinz Fuki erhalten hatte. Bislang hatten die umliegenden Gemeinden und Provinzregierungen aus Sorge um die Sicherheit der Meiler ein erneutes Hochfahren der Reaktoren abgelehnt. Doch angesichts von Warnungen der Atomindustrie und der Zentralregierung vor Stromausfällen im Sommer gaben sie ihren Widerstand auf.

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Die Vorbereitungen für einen Netzbetrieb seien im Gange, sagte Industrieminister Yukio Edano. Die Reaktoren des AKW Oi gehören zum Unternehmen Kansai Electric Power (KEPCO). Die staatliche Atomaufsicht hatte das Atomkraftwerk zuvor als sicher eingestuft.

Japans Katastrophe
Tage am Abgrund nach Beben, Tsunami und GAU
11. März 2011, 14.46 Uhr
Satellitenbild von Japan

Satellitenbild von Japan  |  © Nasa/Goddard/SeaWiFS/ORBIMAGE

Das schwerste Erdbeben in der Geschichte Japans erschüttert rund sechs Minuten das Land mit einer Stärke von 9,0. Das Epizentrum liegt rund 130 Kilometer vor der Ostküste der Hauptinsel Honshu. Die Auswirkungen sind dramatisch: Auf dem Meeresgrund reißt die Erdkruste auf 400 Kilometern Länge, Teile der Küste verlagern sich ruckartig um bis zu 50 Meter nach Osten. Eine Fläche so groß wie Schleswig-Holstein hebt sich um einige Meter an.

11. März 2011, ca. 15.40 Uhr
Zerstörung in der Stadt Natori

Zerstörung in der Stadt Natori  |  © STR/AFP/Getty Images

Ein Tsunami rast mit 800 Kilometern pro Stunde auf die Küste zu. Über zehn Meter sind die Flutwellen mancherorts hoch, an einzelnen Stellen erreichen sie fast 40 Meter. Kilometerweit dringen die Wassermassen landeinwärts. Mehr als 18.000 Menschen sterben. Ganze Städte werden ausgelöscht. Im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi fällt der Strom aus. Das Beben hat die Leitungen gekappt, der Tsunami Dieselgeneratoren überspült.

11. März 2011, 16.30 bis 20.30 Uhr
Das AKW Fukushima am 12. März 2011

Das AKW Fukushima am 12. März 2011  |  © STR/AFP/Getty Images

Die Wasserkühlung zweier Reaktoren des Kraftwerks Fukushima-Daiichi ist ausgefallen. Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan sagt, die Lage in den 54 Reaktoren des Landes sei stabil, weil sie sofort nach dem Beben automatisch heruntergefahren wurden. Um 20.30 Uhr muss die Regierung dann für Fukushima-Daiichi den atomaren Notfall verkünden. Etwa 2.000 Bewohner in der Umgebung werden aufgefordert, sofort ihre Häuser zu verlassen.

12. März 2011, morgens
Soldaten retten Menschen aus den Unglücksgebieten.

Soldaten retten Menschen aus den Unglücksgebieten.  |  © STR/AFP/Getty Images.jpg

Nach Strahlenmessungen am Kernkraftwerk wird die Evakuierungszone vergrößert. Mindestens 60.000 Personen sind auf der Flucht. Ministerpräsident Kan fliegt im Hubschrauber nach Fukushima, um sich ein Bild der Lage zu machen. Im AKW lassen Ingenieure Dampf durch die Notventile ab, um den Druck in den Reaktorbehältern zu senken. Inzwischen kocht das Wasser in den Notkühlbecken.

12. März 2011, 15.36 Uhr
Menschen in aller Welt sehen die Explosion im Fernsehen.

Menschen in aller Welt sehen die Explosion im Fernsehen.  |  © Park Ji-Hwan/AFP/Getty Images

In Fukushima-Daiichi entzündet sich Wasserstoff und zerfetzt die Außenhülle von Reaktor 1. Ohne Strom für die Pumpen, die den Kühlkreislauf antreiben, waren Temperatur und Druck zu stark angestiegen. Trotz Abschaltung des Blocks begannen so die Brennstäbe zu glühen, Wasser verdampfte und Wasserstoffgas bildete sich, während der Reaktorkern schmolz. Japan und die Welt fürchten die atomare Apokalypse.

13. März 2011
Der damalige Premier Naoto Kan am 13. März während einer Pressekonferenz.

Der damalige Premier Naoto Kan am 13. März während einer Pressekonferenz.  |  © JIJI PRESS/AFP/Getty Images

In der Nähe des von Reaktor 1 in Fukushima-Daiichi wird eine vierhundertfach erhöhte Radioaktivität gemessen. Ministerpräsident Kan räumt erstmals ein, dass eine Kernschmelze möglich sei. Simulationen und Messdaten von außen bestätigen die Schmelze in den Wochen nach der Havarie. Heute ist die Ruine, die von Block 1 übrig ist, luftdicht in Plastik eingehüllt.

14. März 2011
Eine Frau sucht in der Verwüstung nach Habseligkeiten.

Eine Frau sucht in der Verwüstung nach Habseligkeiten.  |  © Paula Bronstein/Getty Images

Allein in der Präfektur Miyagi im Nordosten Japans werden 2.000 Tote gefunden. 390.000 Menschen sind auf der Flucht aus dem Tsunami-Katastrophengebiet, mehr als 1.400 Notlager werden eingerichtet. Inzwischen gibt es an vielen Orten kein Heizöl mehr, die Menschen frieren. Rund 400.000 Häuser sind zerstört weitere Huntertausende Gebäude beschädigt, Straßen, Zugstrecken und ganze Landstriche unpassierbar.

14. März 2011
Fallout nahe der Küste

Fallout nahe der Küste  |  © ZEIT-Grafik

Obwohl die AKW-Arbeiter die Reaktoren verzweifelt mit Meerwasser kühlen, gibt es eine weitere Wasserstoffexplosion, im Reaktor 3 von Fukushima-Daiichi. Radioaktives Material dringt nach draußen, der Großteil wird in den kommenden Tagen auf den Pazifik geweht. Doch ein Teil verbreitet sich auch über dem Festland. Die Abbildung zeigt, wo sich langlebiges Cäsium konzentriert hat (rot steht für die höchsten Strahlenwerte).

15. März 2011
Strahlenuntersuchung

Strahlenuntersuchung  |  © Issei Kato/AFP/Getty Images

Eine dritte und vierte Explosion ereignen sich in Fukushima. Das Gebäude von Reaktor 2 bleibt intakt, Wasserstoff aus Block 3 sprengt das Dach von Reaktor 4. Von vorher 800 Arbeitern bleiben etwa 40 im stockfinsteren Kraftwerk. Vergeblich hatten sie versucht, weitere Detonationen zu verhindern. Das Unglück wird als nukleares Ereignis der Stufe 6 bewertet. Einen Monat später erhält es wie Tschernobyl die Höchststufe 7: GAU.

Vorläufige Bilanz des Unglücks
Fukushima-Daiichi ein Jahr nach der Havarie

Fukushima-Daiichi ein Jahr nach der Havarie  |  © Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images

In einem der sechs Reaktorblöcke ereignete sich offenbar eine komplette Kernschmelze, in zwei weiteren verflüssigten sich die Brennstäbe wohl mindestens zur Hälfte. Die Regierung schätzt, dass eine sichere Demontage von Fukushima-Daiichi mindestens 40 Jahre dauern werde. Im Dezember verkündete sie die Kaltabschaltung des Kraftwerks, allerdings ist umstritten, wie sicher die Lage dort wirklich ist.

Vorläufige Bilanz des Unglücks
Eine Stadt in Trümmern

Eine Stadt in Trümmern  |  © Nicholas Kamm/AFP/Getty Images

Die Strahlenbelastung der Menschen war weit geringer als für die Bewohner von Tschernobyl. Das Strahlenschutz-Komitee der UN schätzt, dass die Zunahme der Krebsfälle nicht messbar sein wird. Das liegt vor allem daran, dass kaum radioaktives Jod von Menschen eingeatmet oder mit der Nahrung aufgenommen worden ist. Der Tsunami hingegen tötete mehr als 18.000 Menschen. Bis heute wohnen Überlebende in provisorischen Wohnungscontainern.

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima waren alle 50 japanischen AKWs für Sicherheitschecks heruntergefahren. Bis zu dem Unglück bezog Japan etwa ein Drittel seines Stroms aus der Atomkraft. Infolge des Atomunglücks, durch das weite Gebiete im Umkreis radioaktiv kontaminiert worden waren, wächst in Japan die Ablehnung der Atomkraft . Bislang war keines der AKW wieder ans Netz gegangen. Stattdessen erzeugte das Land seinen Strom mit Thermalkraftwerken. Das nun wieder Reaktoren hochgefahren werden, wird in Japan als Erfolg für die nach wie vor mächtige Atomindustrie gewertet.

Japaner sind angehalten ihren Verbrauch zu drosseln

Laut KEPCO, das die Großstädte Osaka , Kyoto und Kobe versorgt, könnte aufgrund des hohen Strombedarfs für Klimaanlagen im Sommer der Bedarf das Angebot um bis zu 15 Prozent übersteigen. Der verstärkte Einsatz von Kohle, Gas und Erdöl zur Stromproduktion erhöht den Kohlendioxidausstoß und die Abhängigkeit des ressourcenarmen Landes von der Kraftstoffeinfuhr. Für die Verbraucher werden so die Preise steigen. Das Unternehmen rief die Verbraucher zudem auf, ihren Verbrauch zu drosseln.

Noda bekräftigte, alles zu tun, um einen Atomunfall wie Fukushima künftig zu verhindern. Bis August will die Regierung einen nationalen Energie-Plan bis zum Jahr 2030 vorlegen, der eine möglichst umfassende Abkehr von der Atomkraft beschreiben soll.

In Japan war das Atomkraftwerk Fukushima bei dem schweren Erdbeben vom 11. März 2011 und dem anschließenden Tsunami schwer beschädigt worden. Durch den Ausfall der Kühlsysteme kam es zur Kernschmelze, es war der schwerste Atomunfall seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.

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Leserkommentare
  1. Bemerkenswert finde ich ja, daß der Inselstaat Japan, der "bis zu dem Unglück ... etwa ein Drittel seines Stromes aus der Atomkraft" bezog, über Monate lang ganz ohne Kernenergie ausgekommen ist. Wie ist dies möglich? Woher hat Japan den Strom von 50 abgeschalteten Kernreaktoren genommen?

    Deutschland ist immerhin Teil eines europäischen Verbundsystems, Japan ist von Meer umgeben.

    Kann Jemand sagen, warum dies in Japan möglich war, bei uns dagegen noch lange nicht?

    2 Leserempfehlungen
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    • Bornie
    • 16. Juni 2012 12:51 Uhr

    Sie können Strom mit der Verbrennung von Heizöl, Kohle, Gas oder ähnlichem erzeugen. 1kg Uran entspricht 4000kg Steinkohle!

    Der Artikel meinte ja: "Das[s] nun wieder Reaktoren hochgefahren werden, wird in Japan als Erfolg für die nach wie vor mächtige Atomindustrie gewertet."
    Das Unglück war ja im März 2010, mysteriöserweise hat Japan den letzten Sommer ja auch ohne die zusätzlichen Atomkraftwerke überstanden, und dieses Jahr gibt es plötzlich Engpässe? Es klingt schon sehr danach, dass die Atomlobby erstmal pietätvoll ein Jahr abgewartet hat, aber nun ruft die Gier und sie wollen wieder ihre Interessen durchdrücken.
    In Deutschland warnt die Industrie ja auch gerne mal im Winter, dass Engpässe drohen weil alle so viel heizen.

    • Bornie
    • 16. Juni 2012 12:51 Uhr

    Sie können Strom mit der Verbrennung von Heizöl, Kohle, Gas oder ähnlichem erzeugen. 1kg Uran entspricht 4000kg Steinkohle!

    Eine Leserempfehlung
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    1Kg fertiger Urantabletten entspricht 4000kg Steinkohle ;)
    Sofern ihre Zahlen stimmen.

    Schlussendlich müssten sie auch noch die ganzen Fertigungswege, die Art des Schadens der dabei entsteht und die Problematiken der jeweiligen Abfallprodukte dazunehmen.

    Dann wird Kernenergie plötzlich nicht mehr so sauber.

    Nimmt man noch hinzu, welche Problematiken man jezt oder später voraussichtlich vermindern oder beseitigen kann, wird das Chaos perfekt.

    Und dann müssen sie auch noch die Gewinnung Rohstoffe vergleichen, Kohlebergbau in Deutschland tötet weniger Menschen als Kohlebergbau aus China, oder Uranabbau Leukämie in den Uranabbaugebieten trifft nicht nur Bergleute sondern auch bloße Anwohner.

    Und Ups... alles nicht mehr einfach und viele Meinungen plötzlich gültig.

  2. Der Artikel meinte ja: "Das[s] nun wieder Reaktoren hochgefahren werden, wird in Japan als Erfolg für die nach wie vor mächtige Atomindustrie gewertet."
    Das Unglück war ja im März 2010, mysteriöserweise hat Japan den letzten Sommer ja auch ohne die zusätzlichen Atomkraftwerke überstanden, und dieses Jahr gibt es plötzlich Engpässe? Es klingt schon sehr danach, dass die Atomlobby erstmal pietätvoll ein Jahr abgewartet hat, aber nun ruft die Gier und sie wollen wieder ihre Interessen durchdrücken.
    In Deutschland warnt die Industrie ja auch gerne mal im Winter, dass Engpässe drohen weil alle so viel heizen.

    6 Leserempfehlungen
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    ist ja nicht so, dass mit der flutwelle nur das kraftwerk in fukushima getroffen wurde, sondern auch viele industriestandorte. die werden jetzt vermutlich wieder so langsam ihre produktionen anfahren wollen und das braucht nunmal mehr energie.

    dass es vorher so gut ohne geklappt hat liegt wohl daran, dass die japaner wo es nur ging energie gespart haben. die textilindustrie hat z.b. riesige zuwächse gemacht, da sich die bevölkerung kollektiv wärmer angezogen hat, um die heizung runterdrehen zu können! dazu wurde licht nur noch da angeschaltet wo es nötig war und in den büros wurde die überbeleuchtung massiv zurückgefahren. Wenn man will kann man den energieverbrauch drastisch reduzieren, und das haben die japaner in ihrer kultur der großen gemeinschaft gut geschafft!

    • tobmat
    • 18. Juni 2012 13:22 Uhr

    "Das Unglück war ja im März 2010, mysteriöserweise hat Japan den letzten Sommer ja auch ohne die zusätzlichen Atomkraftwerke überstanden"

    Das hat Japan nicht. Das letzte KKW wurde erst dieses Jahr (März oder April) zu Wartungszwecken abgeschaltet. Dazu kam das das Land massiv Strom gespaart hat. Insbesondere die Industrie war nach dem Unglück monatelang lahmgelegt.

  3. Es war natürlich März 2011 (wie die Zeit vergeht...) :)

  4. macht einfach nur traurig.

    Eine Leserempfehlung
  5. Es gibt absolut keinen Grund, die Atomkraftwerke nicht wieder hochzufahren. Die Havarie in Fukushima hat schließlich nicht ein einziges Menschenleben gefordert.
    Warum sollte man auf diese preisgünstige und saubere Form der Energieerzeugung verzichten?
    Warum muss immer der Begriff "Atomlobby" herhalten, wenn in Wirklichkeit die "german angst" umgeht.
    Sicher gibt es Lobbyisten für diese Art der Energieerzeugung, wie es in der Wirtschaft für alles eine Lobby gibt, auch für Erneuerbare Energien.
    Der deutsche Atomausstieg wird uns noch heftig auf die Füße fallen.

    4 Leserempfehlungen
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    • Lyaran
    • 16. Juni 2012 14:00 Uhr

    Zuersteinmal hat das Unglück NOCH keine Menschenleben gefordert. Allerdings wird Aufgrund der Natur der Gesundheitsschäden durch Strahlung eine Zuordnung schwer bis unmöglich.
    Schäden sind dennoch entstanden:
    - Verlust von ganzen Gebieten für Landwirtschaft und als Lebensraum

    Aber auch diese Schäden zu beziffern wird schwer, zumal auch emotionale Werte eine Rolle spielen. Sie deswegen jedoch zu ignorieren wäre nicht richtig.

    Und "sauber" ist die Kernenergie nicht. Da kann man reden wie man will. Müll und Abbau der Spaltstoffe stellen erhebliche Belastungen dar.

    Klären sie also bitte ihren BLick auf die Kernkraft etwas vom Schleier der Begeisterung.

    der Energieerzeugung sind mit Sicherheit, genau wie hier in Deutschland, die staatlichen Subventionen nicht eingegangen, genauso wie die ungeklärte Form der Endlagerung - diese Kosten sind noch garnicht bezifferbar, da a. noch kein Endlager existiert und b. die Experten sich darum streiten, ob ein endgültiges Endlager überhaupt Sinn macht oder ob man nicht besser (man muß ja hier in Jahrhunderten rechnen) über der Erde dauerhafte Zwischenlager errichtet, die natürlich auch über die Jahrhunderte aufrecht erhalten werden müssten.
    Die tatsächlichen Kosten bzw. die Problematik der Endlagerung kann man hier in Deutschland sehr schön am Beispiel der Asse sehen; informieren Sie sich bitte.
    Des weiteren ist im Grunde der Schaden, der durch die Kontimination der Landschaft entstanden ist, nicht finanziell berechenbar, dürfte aber auf Dauer über die Milliardengrenze gehen - wenn man denn überhaupt dekontiminieren kann; das allein dürfte sich als extrem schwierig, wenn nicht sogar fast unmöglich erweisen.
    Auch dieser Schaden ist in die preisgünstige Form mit Sicherheit nicht eingegangen; es kommt noch dazu, daß Versicherungen gegen Schäden durch Kernkraft nicht existieren, d.h. alle eventuellen Schäden werden dem Steuerzahler aufgebürdet.
    Im Falle eines Falles wie in Fukushima zeigt sich sehr schnell, wie 'preisgünstig' Kernkraft wirklich ist.

    • Lyaran
    • 16. Juni 2012 14:00 Uhr

    Zuersteinmal hat das Unglück NOCH keine Menschenleben gefordert. Allerdings wird Aufgrund der Natur der Gesundheitsschäden durch Strahlung eine Zuordnung schwer bis unmöglich.
    Schäden sind dennoch entstanden:
    - Verlust von ganzen Gebieten für Landwirtschaft und als Lebensraum

    Aber auch diese Schäden zu beziffern wird schwer, zumal auch emotionale Werte eine Rolle spielen. Sie deswegen jedoch zu ignorieren wäre nicht richtig.

    Und "sauber" ist die Kernenergie nicht. Da kann man reden wie man will. Müll und Abbau der Spaltstoffe stellen erhebliche Belastungen dar.

    Klären sie also bitte ihren BLick auf die Kernkraft etwas vom Schleier der Begeisterung.

    6 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Warum eigentlich nicht"
  6. Japan hat keine Provinzen, sondern Präfekturen und die gemeinte Präfektur dürfte Fukui sein.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
  • Schlagworte Japan | Energiepolitik | AKW | Atomindustrie | Atomkraft | Atomkraftwerk
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