Artensterben: "Lonesome George" ist nicht allein
Das Ableben einer Galapagos-Riesenschildkröte hat die Welt bewegt. Dabei sterben jeden Tag Dutzende Arten aus. Den meisten trauert niemand nach, kommentiert Ralf Nestler.
Er war alt, hatte ledrige Haut, glotzte mit starren Augen in die Welt. Über besondere geistige Leistungen ist nichts bekannt. Also nicht gerade der Typ, der Emotionen wie Empathie oder Mitleid hervorruft. Doch genau das hat das Schildkrötenmännchen "George" geschafft, glaubt man den Zeitungs- und Fernsehmachern. Die haben prominent über den Tod des Tieres berichtet, wahrscheinlich in der Annahme, es rühre viele an. Das hat es sicher auch – und man fragt sich, warum.
Es mag vor allem an seiner Geschichte gelegen haben, der des "Lonesome George". Grandios, dieser Name: Der "einsame Georg" war der letzte seiner Art Chelonoidis nigra abingdoni, einer Unterart der Galapagos-Riesenschildkröte. Seit Jahren lebte er auf einer Forschungsstation, wo man hoffte, er werde mit Weibchen einer anderen Unterart Nachkommen zeugen. Doch die blieben aus. Und damit endet das Kapitel Chelonoidis nigra abingdoni.
Die Geschichte ist umso trauriger, je mehr sie menschlich aufgeladen wird. Dieses Tier trug einen individuellen Namen, war ziemlich alt, hatte Probleme bei der Paarung. Das rührt an.
Es geht nur an der Realität vorbei. Jeden Tag sterben zwischen zehn und 100 Arten aus. Dem überwiegenden Teil der für immer verschwindenden Arten bleibt öffentliche Anteilnahme versagt. Bei manchen hielte sich die Trauer auch in Grenzen: Auf Blutegel, Skorpione oder malariaübertragende Anophelesmücken könnte die Menschheit gut verzichten. Das niedliche Tier oder das mit der anrührenden Geschichte gewinnt unsere Empathie – der Schädling nicht.
Die Natur funktioniert aber anders. Jedes Tier ist gleich nützlich und gleich schädlich. Und dazu gehört nicht nur Sterben, sondern auch Aussterben. Nur so entstehen Nischen für neue Lebensformen. Hätte es die Dinos nicht dahingerafft, hätten die Säugetiere – zu denen auch wir gehören – schlechte Chancen gehabt.
Doch diese fortwährende Erneuerung widerspricht unserem Harmoniebedürfnis, unserem Hang nach Bewahrung und Konservierung. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass wir Tiere und Pflanzen, die es seit wenigen Jahrzehnten in unserer Region gibt, oft als "invasive Arten" bezeichnen?
Wer der Natur zugesteht, sich zu ändern, wie sie es seit Jahrmilliarden tut, muss auch sagen: Die Robinie, der Japanische Staudenknöterich und der Waschbär gehören zu Deutschland.






Genau so ist das.
Erschreckend zum Beispiel der Umgang zum Beispiel mit der Cane Toad in Australien. Einmal eingeschleppt, kann man meist nichts mehr machen. Oder der Abwurf von Giftködern in Neuseeland um Ratten auszurotten. Dabei tötet man hauptsächlich die einheimischen Vögel, die man eigentlich retten wollte.
Man sollte die Natur einfach machen lassen.
"Jedes Tier ist gleich nützlich und gleich schädlich. Und dazu gehört nicht nur Sterben, sondern auch Aussterben. Nur so entstehen Nischen für neue Lebensformen." Da mag schon stimmen, aber wie viele neue Arten enstehen denn jeden Tag auf der Erde, um die neuen Nischen zu fuellen?
Gemessen an dem Tempo, mit dem Arten gerade ausgerottet werden, ist das Tempo, mit dem in der Natur neue Arten entstehen, zu vernachlaessigen.
Man kann praktisch sagen, dass die Natur gerade von der Substanz lebt, die sie aufgebaut hat, bevor der Mensch die Weltherrschaft ergriffen hat. Das Auftreten von neuen Arten braucht sich langsam aendernde Umweltbedingungen und Zugang zu brach liegenden Ressourcen. Die meisten Nischen und Ressourcen werden heute aber vom Menschen besetzt, sodass es wohl eher noch darum gehen kann, die Arten zu konservieren, anstatt sie auszurotten.
Dass Menschen die Entstehung, z.B. einer neuen Wirbeltierart in Echtzeit beobachten koennten, ist eine reine Illusion. Wenn der Waschbaer nach Europa kommt, dann kann man das als ein oekologisches Ereignis verbuchen, das aber in seiner Relevanz um Groessenordnungen unter dem oekologischen Ergeignis liegt, dass der Waschbaer ueberhaupt entstanden ist oder z.B. eine Skorpionart ausgestorben ist.
Deswegen gilt, der Mensch hat weiterhin vor allem eine schlechten Einfluss auf die Artenviefalt.
In Wahrheit ist es "der Natur" ganz wurscht, wieviele Arten sterben. Wir Menschen idealisieren irgendeinen Zustand, vielleicht den vor der Entdeckung einer bestimmten Insel durch Europäer oder den vor der Industrialisierung eines Landes, und machen uns schreckliche Sorgen um die vielen Arten, die seitdem verschwunden sind.
Na und?
Sind sie halt weg.
Das wäre nicht das erste Mal in der Erdgeschichte.
Auf lange Sicht hat das keine Bedeutung. Außer wiederum eventuell für uns. Wir brauchen uns keine Sorgen über irgendwelche Frösche und Schildkröten zu machen; wir müssen nur schauen, dass wir in der Welt, die wir beeinflussen, weiterhin gut leben können. Wenn wir die Heringe alle aufgegessen haben, gibt's keinen Rollmops mehr.
In Wahrheit ist es "der Natur" ganz wurscht, wieviele Arten sterben. Wir Menschen idealisieren irgendeinen Zustand, vielleicht den vor der Entdeckung einer bestimmten Insel durch Europäer oder den vor der Industrialisierung eines Landes, und machen uns schreckliche Sorgen um die vielen Arten, die seitdem verschwunden sind.
Na und?
Sind sie halt weg.
Das wäre nicht das erste Mal in der Erdgeschichte.
Auf lange Sicht hat das keine Bedeutung. Außer wiederum eventuell für uns. Wir brauchen uns keine Sorgen über irgendwelche Frösche und Schildkröten zu machen; wir müssen nur schauen, dass wir in der Welt, die wir beeinflussen, weiterhin gut leben können. Wenn wir die Heringe alle aufgegessen haben, gibt's keinen Rollmops mehr.
meiner Information sterben im JAHR 3.000-30.000 arten aus, dies ist etwa 1.000 bis 10.000 mal so hoch wie die natürliche Aussterberate.
Etwas wichtiges wurde im Artikel nicht erwähnt:
Der Großteil der aussterbenden Arten ist gänzlich unbekannt und unbeschrieben, d.h. es geht mit der Art auch sämtliches Wissen über diese verloren. (Damit einhergehend wird das Potential die Welt zu verstehen, Heilmittel zu entwickeln, Nahrungsquellen zu erschließen,... für die Menschheit reduziert)
Laut dem Living Planet Index / der Conservation International sind gerade die Biodiversitätshotspots in den Tropen extrem gefährdet.
Laut der Veröffentlichung des EU-Rates im März 2010 beträgt der bereits entstandene Verlust an Ökosystemleistungen durch Biodiversitätsverlust gegenwertig für die EU bereits 50 Mrd.€ / Jahr
"Das Ableben einer Galapagos-Riesenschildkröte hat die Welt bewegt. Dabei sterben jeden Tag Dutzende Arten aus. Den meisten trauert niemand nach"
Natürlich trauert niemand, da niemand weiß was da austerben soll. Die im Artikel und in den Kommentaren genannten Aussterberaten sind reine statistische Größen. Die Annahmen hinter den Statistiken sind mehr als zweifelhaft.
Sie beruhen auf dem sogenannten Insel-Modell. Damit kann man berechnen wie schnell Arten auf abgeschotteten Inseln austerben, wenn man ihren Lebensraum zerstört. Diese Modell funktioniert für Inseln sehr gut. Für Kontinente tut es das jedoch nicht. Da man nichts anderes hat wendet man es trotzdem an.
Diese Berechnungen gibt es auch nicht seit heute sondern bereits seit Jahrzehnten. Theoretisch hätten seit Nutzung dieses Modells bis heute zwischen 500.000 und 2.000.000 Arten ausgestorben sein müssen. Nur bemerken tut man davon praktisch nichts.
Sind das alles Bakterien die da aussterben?
Schätzungen der rezenten Aussterberaten haben sehr große Bandbreiten, die meist um den Faktor zehn auseinander liegen. Ebenso die Schätzungen der Gesamtartenzahl des Planeten.
Beides beruht im Wesentlichen auf der Extrapolation z.T. sehr kleiner Stichprobenumfange. Dadurch ergeben sich bei manchen Organismengruppen, bei denen die Anzahl der beschrieben Arten ebenso hoch ist wie die Anzahl der bekannten Aussterbeereignisse (z.B. Wirbeltiere), sehr genaue Schätzwerte.
Insgesamt haben aber insbesondere unscheinbare Gruppen wie die Insekten besonders hohe Artenzahlen, von denen aber nur ein Bruchteil beschrieben ist. Manche bekannten Arten sterben vermutlich vom Menschen unbemerkt aus. Andere sterben aus, bevor sie beschrieben worden sind.
Zudem liegen die so genannten Hotspots der Biodiversität durchwegs in Gebieten, in denen noch viele Arten unerforscht sind und in denen gleichzeitig in den letzten Jahrzehnten extrem starker Druck auf die natürlichen Ressourcen besteht.
Das sind Regionen wie NO-Indien, Zentralamerika, Ecuador. In Mitteleuropa ist die Umwandlung der Landschaft in eine Agrarlandschaft schon vor Jahrhunderten vollzogen worden. Die vorherigen Artenzahlen waren eher gering, die Arten im Gegensatz zu den Tropen wenig spezialisert. Dennoch sind einige Arten verschwunden.
Kein Wunder also, dass man in Deutschland nicht viel vom Artensterben mitbekommt. Das heißt noch lange nicht, dass keine Kolibri-Arten in Südamerika aussterben.
Mir ist zwar nicht bekannt dass die Erkenntnisse der Inselbiogeographie zur (alleinigen) Bestimmung der rezenten Aussterberaten heranzgezogen werden (siehe auch obiger Kommentar).
Der Begriff "Insel" und die dazugehörigen theoretischen Modelle lassen sich im biogeographischen Sinne jedoch ohne Weiteres auch auf große Festlandgebiete übertragen.
Nur der Begriffsurprung stammt tatsächlich von von Wasser umgebenem Land. Im Wesentlichen werden mit "Insel" abgeschlossene Areale bezeichnet. Somit kann auch ein Baum im tropischen Regenwald, ein Gipfel im Hochgebirge oder ein Hochhausdach eine biogeographische Insel sein! Ein Kontinent besteht demnach aus sehr vielen kleinen und großen biogeographischen Inseln.
Vor allem aber schreitet die Fragmentierung der Landschaft voran, weswegen immer mehr "Inseln" entstehen. Daher auch die großen Zahlen bei den Hochrechnungen der Aussterberaten....
Schätzungen der rezenten Aussterberaten haben sehr große Bandbreiten, die meist um den Faktor zehn auseinander liegen. Ebenso die Schätzungen der Gesamtartenzahl des Planeten.
Beides beruht im Wesentlichen auf der Extrapolation z.T. sehr kleiner Stichprobenumfange. Dadurch ergeben sich bei manchen Organismengruppen, bei denen die Anzahl der beschrieben Arten ebenso hoch ist wie die Anzahl der bekannten Aussterbeereignisse (z.B. Wirbeltiere), sehr genaue Schätzwerte.
Insgesamt haben aber insbesondere unscheinbare Gruppen wie die Insekten besonders hohe Artenzahlen, von denen aber nur ein Bruchteil beschrieben ist. Manche bekannten Arten sterben vermutlich vom Menschen unbemerkt aus. Andere sterben aus, bevor sie beschrieben worden sind.
Zudem liegen die so genannten Hotspots der Biodiversität durchwegs in Gebieten, in denen noch viele Arten unerforscht sind und in denen gleichzeitig in den letzten Jahrzehnten extrem starker Druck auf die natürlichen Ressourcen besteht.
Das sind Regionen wie NO-Indien, Zentralamerika, Ecuador. In Mitteleuropa ist die Umwandlung der Landschaft in eine Agrarlandschaft schon vor Jahrhunderten vollzogen worden. Die vorherigen Artenzahlen waren eher gering, die Arten im Gegensatz zu den Tropen wenig spezialisert. Dennoch sind einige Arten verschwunden.
Kein Wunder also, dass man in Deutschland nicht viel vom Artensterben mitbekommt. Das heißt noch lange nicht, dass keine Kolibri-Arten in Südamerika aussterben.
Mir ist zwar nicht bekannt dass die Erkenntnisse der Inselbiogeographie zur (alleinigen) Bestimmung der rezenten Aussterberaten heranzgezogen werden (siehe auch obiger Kommentar).
Der Begriff "Insel" und die dazugehörigen theoretischen Modelle lassen sich im biogeographischen Sinne jedoch ohne Weiteres auch auf große Festlandgebiete übertragen.
Nur der Begriffsurprung stammt tatsächlich von von Wasser umgebenem Land. Im Wesentlichen werden mit "Insel" abgeschlossene Areale bezeichnet. Somit kann auch ein Baum im tropischen Regenwald, ein Gipfel im Hochgebirge oder ein Hochhausdach eine biogeographische Insel sein! Ein Kontinent besteht demnach aus sehr vielen kleinen und großen biogeographischen Inseln.
Vor allem aber schreitet die Fragmentierung der Landschaft voran, weswegen immer mehr "Inseln" entstehen. Daher auch die großen Zahlen bei den Hochrechnungen der Aussterberaten....
Schätzungen der rezenten Aussterberaten haben sehr große Bandbreiten, die meist um den Faktor zehn auseinander liegen. Ebenso die Schätzungen der Gesamtartenzahl des Planeten.
Beides beruht im Wesentlichen auf der Extrapolation z.T. sehr kleiner Stichprobenumfange. Dadurch ergeben sich bei manchen Organismengruppen, bei denen die Anzahl der beschrieben Arten ebenso hoch ist wie die Anzahl der bekannten Aussterbeereignisse (z.B. Wirbeltiere), sehr genaue Schätzwerte.
Insgesamt haben aber insbesondere unscheinbare Gruppen wie die Insekten besonders hohe Artenzahlen, von denen aber nur ein Bruchteil beschrieben ist. Manche bekannten Arten sterben vermutlich vom Menschen unbemerkt aus. Andere sterben aus, bevor sie beschrieben worden sind.
Zudem liegen die so genannten Hotspots der Biodiversität durchwegs in Gebieten, in denen noch viele Arten unerforscht sind und in denen gleichzeitig in den letzten Jahrzehnten extrem starker Druck auf die natürlichen Ressourcen besteht.
Das sind Regionen wie NO-Indien, Zentralamerika, Ecuador. In Mitteleuropa ist die Umwandlung der Landschaft in eine Agrarlandschaft schon vor Jahrhunderten vollzogen worden. Die vorherigen Artenzahlen waren eher gering, die Arten im Gegensatz zu den Tropen wenig spezialisert. Dennoch sind einige Arten verschwunden.
Kein Wunder also, dass man in Deutschland nicht viel vom Artensterben mitbekommt. Das heißt noch lange nicht, dass keine Kolibri-Arten in Südamerika aussterben.
Mir ist zwar nicht bekannt dass die Erkenntnisse der Inselbiogeographie zur (alleinigen) Bestimmung der rezenten Aussterberaten heranzgezogen werden (siehe auch obiger Kommentar).
Der Begriff "Insel" und die dazugehörigen theoretischen Modelle lassen sich im biogeographischen Sinne jedoch ohne Weiteres auch auf große Festlandgebiete übertragen.
Nur der Begriffsurprung stammt tatsächlich von von Wasser umgebenem Land. Im Wesentlichen werden mit "Insel" abgeschlossene Areale bezeichnet. Somit kann auch ein Baum im tropischen Regenwald, ein Gipfel im Hochgebirge oder ein Hochhausdach eine biogeographische Insel sein! Ein Kontinent besteht demnach aus sehr vielen kleinen und großen biogeographischen Inseln.
Vor allem aber schreitet die Fragmentierung der Landschaft voran, weswegen immer mehr "Inseln" entstehen. Daher auch die großen Zahlen bei den Hochrechnungen der Aussterberaten....
"Der Begriff "Insel" und die dazugehörigen theoretischen Modelle lassen sich im biogeographischen Sinne jedoch ohne Weiteres auch auf große Festlandgebiete übertragen."
Dies wird behauptet. Unter Forschern ist das allerdigns umstritten. Insbesonder dahingehend, wie stark die Genauigkeit der Vorhersagen leiden.
"Daher auch die großen Zahlen bei den Hochrechnungen der Aussterberaten...."
Die mit hohen Fehlerquoten behaftet sind und für die es praktisch keinen Nachweis gibt. Erstaunlicherweise sterben ja fast immer nur Arten aus die bisher nicht erfasst waren. Was mich imemr wundert sit, das solche zahlen trotz der hohen Fehlerqouten (Faktor 10 wie sie sagten), als Absolutum präsentiert werden.
Die Aussage "es sterben 130 Arten pro Tag aus" müsste ersetzt werden durch "vielleicht sterben 130 Arten pro Tag aus. Wri wissen es nicht genau.".
Ok damit kann man die gewollte apokalyptische Stimmung, die man für solche Veröffentlichungen ja immer erzeugt, nicht erreichen, aber zumidnest würde man wieder den Boden der Wissenschaft betreten.
"Der Begriff "Insel" und die dazugehörigen theoretischen Modelle lassen sich im biogeographischen Sinne jedoch ohne Weiteres auch auf große Festlandgebiete übertragen."
Dies wird behauptet. Unter Forschern ist das allerdigns umstritten. Insbesonder dahingehend, wie stark die Genauigkeit der Vorhersagen leiden.
"Daher auch die großen Zahlen bei den Hochrechnungen der Aussterberaten...."
Die mit hohen Fehlerquoten behaftet sind und für die es praktisch keinen Nachweis gibt. Erstaunlicherweise sterben ja fast immer nur Arten aus die bisher nicht erfasst waren. Was mich imemr wundert sit, das solche zahlen trotz der hohen Fehlerqouten (Faktor 10 wie sie sagten), als Absolutum präsentiert werden.
Die Aussage "es sterben 130 Arten pro Tag aus" müsste ersetzt werden durch "vielleicht sterben 130 Arten pro Tag aus. Wri wissen es nicht genau.".
Ok damit kann man die gewollte apokalyptische Stimmung, die man für solche Veröffentlichungen ja immer erzeugt, nicht erreichen, aber zumidnest würde man wieder den Boden der Wissenschaft betreten.
Der Waschbär und andere invasive Arten wie die Tigermücke sind eben keine Arten, die allein wegen dem Klimawandel in Europa heimisch geworden sind.
Der Waschbär könnte niemals die Barriere Atlantik überqueren (außer eben im Flugzeug oder auf einem Schiff!). Das Klima hierzulande war ja bereits ohne Klimawandel. Ebenso kam die Tigermücke mit Schiffsladungen Altreifen aus Ostasien ins Mittelmeergebiet.
Beides hat zunächst weder mit Klimawandel und dadurch schneller wandernden Arten noch mit einem natürlichen Kreislauf zu tun. Daher der Begriff "invasive Art".
(wobei es durchaus in Einzelfällen auch vorkommen mag, dass eine bayerische Behörde eine bislang nur in Österreich heimische Art als "invasiv" bezeichnet sobald sie die Landesgrenze überschreitet, was jedoch am eigentlichen Sinn des Begriffs vorbeigeht)
"Die Geschwindigkeit, mit der Arten aussterben, ist inzwischen um ein Vielfaches höher als in einer menschenleeren Welt."
Komisches Argument. Wenn die Welt menschenleer waere, waere Artenschutz sinnlos. Oder moralisch so relevant wie Artenschutz auf dem Mars oder Alpha Centauri. Unterm Strich muess es darum gehen unsere eigene Biosphaere zu schuetzen und zu erhalten.
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