Rio+2020 Jahre Versagen

Groß waren die Versprechungen beim UN-Umweltgipfel von Rio de Janeiro 1992: Nachhaltig sollte die Welt entwickelt werden. Rio+20 zeigt, dass die Politik nichts gehalten hat. Das gilt auch und vor allem für die Industrieländer.

Still und leise hatte sich die Europäische Union 2010 von ihrem Ziel verabschiedet, bis 2010 die Erosion der Artenvielfalt in Europas Wäldern, Meeren, Feldern und Flüssen zu stoppen: Soll und Haben lagen einfach viel zu weit auseinander. Nun will es die Gemeinschaft bis zum Jahr 2020 schaffen, dass die Biodiversität des alten Kontinents erhalten bleibt – auch wenn beispielsweise die Fischerei- und Landwirtschaftspolitik der EU genau dieses Vorhaben immer wieder konterkariert.

In den letzten Jahrzehnten hat Europa beispielsweise die Hälfte der einst vorhandenen Vögel der Agrarlandschaft verloren: Manche Arten mussten Bestandseinbußen um 50 Prozent und mehr verkraften, weil die Landwirtschaft immer stärker industrialisiert wurde und selbst noch aus den ungünstigsten Randlagen Hochleistungserträge herausgepresst werden.

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In europäischen Gewässern gelten viele Fischbestände als hochgradig übernutzt, weil überdimensionierte Fangflotten zum Beispiel Jagd auf die letzten Thunfische des Mittelmeers machen – und das alles subventioniert von einer aberwitzigen Geldverteilungspolitik, deren Verantwortliche aus Angst vor dem Zorn ihrer Agrar- und Fischereilobby alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Ausbeutung der Meere oder Überdüngung von Feldern beiseite schieben.

Rio 1992

Beim Rio-Gipfel von 1992 sollte die internationale Umweltpolitik mit fünf Dokumenten vorangebracht werden:

1 Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen wurde auf dem Erdgipfel von 154 Nationen unterzeichnet und war der Start für internationale Klimaverhandlungen.

2 Die Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung schrieb 27 Grundsätze für eine nachhaltige Entwicklung fest, die den Menschen ein gesundes und produktives Leben ermöglichen soll.

Agenda 21

3 Die Walderklärung, die völkerrechtlich ebenso wenig bindend ist wie die Rio-Erklärung, formulierte Ziele für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern weltweit.

4 Das Übereinkommen über biologische Vielfalt wurde auf dem Erdgipfel ausgehandelt, um das weltweite Artensterben zu stoppen und eine gerechte Nutzung der biologischen Ressourcen zu ermöglichen.

5 Die Agenda 21 war als Aktionsprogramm gedacht, das den Staaten und – als lokale Agenda 21 – den Gemeinden konkrete umwelt- und entwicklungspolitische Ziele an die Hand gibt.

Rio+20

Von Mitte Juni 2012 an findet in Rio wieder eine große UN-Nachhaltigkeitskonferenz statt. Sie ist in drei Phasen gegliedert: Ab dem 13. Juni bereiten Vertreter der Regierungen das Abschlussdokument des Gipfels vor. Ab dem 16. Juni diskutieren Wissenschaftler, Unternehmer, Umweltschützer, Armutsexperten, Gewerkschafter und UN-Vertreter Aspekte der nachhaltigen Entwicklung. Ihre Empfehlungen gegen Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger, für Wald- und Meeresschutz, umweltfreundlichen Städtebau, verantwortungsvollen Konsum und eine nachhaltige Energieversorgung werden den rund 100 Staats- und Regierungschefs vorgelegt, die vom 20. bis zum 22. Juni über eine Abschlusserklärung verhandeln. Angela Merkel wird nicht in Rio sein.

Gipfel-Themen

Auf der Konferenz geht es ums große Ganze: Wie kann der Umbau zu einer ökologischen Wirtschaftsweise gelingen, die den armen Ländern Entwicklungschancen bietet? "Green Economy im Kontext nachhaltiger Entwicklung und Armutsreduzierung" heißt das etwas sperrig offiziell. Es soll über Nachhaltigkeitsziele beraten werden, die 2015 die UN-Milleniumsentwicklungsziele ablösen könnten. Möglicherweise wird in Rio auch beschlossen, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, Unep, aufzuwerten.

Wachstumsdebatte

Das Konzept einer Green Economy ist auf dem Rio+20-Gipfel umstritten. Lassen sich Wachstum und Nachhaltigkeit wirklich vereinbaren? Wir haben Experten gefragt und veröffentlichen Ihre Antworten in den kommenden Tagen auf ZEIT ONLINE.

Den Auftakt macht Hans Christoph Binswanger mit einem Aufruf zur Mäßigung: "Besser leben durch weniger Wachstum".

Auf ihn folgen Christian Hey und Karin Holm-Müller (Sachverständigenrat für Umweltfragen) mit einer Kritik der Wachstumskritik, sowie Niko Paech (Uni Oldenburg), der nachhaltiges Wachstum für unmöglich hält.

Doch allein steht die europäische Politik damit nicht, 20 Jahre nach dem verheißungsvollen Gipfel von Rio de Janeiro der Vereinten Nationen zum Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung. Im Gegenteil: Seit 1992 haben sich die Lebensgrundlagen auf der Erde teilweise drastisch verschlechtert, und kaum eines der gesteckten Ziele konnte erreicht werden, wie eine Aufstellung des Magazins Nature zeigt. So ist es der Weltgemeinschaft nicht einmal annähernd gelungen, die Treibhausgasemissionen zu stabilisieren – erstmals seit mindestens 800.000 Jahren hat der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre die Marke von 400 ppm überschritten.

Das rasante Wirtschaftswachstum der letzten Jahre in China, Indien und vielen anderen Staaten basierte vor allem auch auf billiger Energie aus Kohle, was die Erderwärmung vorantreibt: Die Zeit von 2001 bis 2010 war das wärmste Jahrzehnt, das seit Beginn moderner Temperaturaufzeichnungen auf allen Kontinenten der Erde registriert wurde.

Noch schlechter sieht es beim Schutz der Artenvielfalt aus: Niemals waren so viele Vogel-, Amphibien- oder Säugetierarten vom Aussterben bedroht: Mittlerweile gilt das sogar für Vogelspezies, die in Amazonien leben und wegen der Größe des Waldes bisher trotz Abholzung als relativ sicher galten. Ein Drittel aller Froscharten gilt daher als akut vom Aussterben bedroht. Ihr Lebensraum wird durch Pestizide, Übernutzung und veränderte Klimabedingungen zerstört. Hinzu kommt ein infektiöser, heimtückischer Pilz, der weltweit verschleppt wurde und die Frösche bedroht.

Und versagt hat die Weltgemeinschaft auch beim Versuch, die Verwüstung und Degradierung ganzer Landstriche aufzuhalten – obwohl es die Lebensgrundlage von Millionen Menschen akut bedroht, wenn fruchtbarer Boden vom Wind verblasen oder von Fluten ins Meer gespült wird oder versalzt. Dabei trifft diese Problematik nicht "nur" die Bewohner Pakistans oder der Sahelzone, sondern zerstört auch fruchtbares Ackerland in den USA, Australien oder Europa. Dennoch fährt die Weltgemeinschaft mit ihrem selbstzerstörerischen Kurs fort und finanziert ihn mit Milliardensummen.

Ein Beispiel, das die ganze Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit zeigt, sind die Vorgaben der Europäischen Union zu Agrarkraftstoffen: Bis 2020 sollen zehn Prozent der Kraftstoffe aus "erneuerbaren" Quellen kommen, sprich aus Raps, Mais oder anderen Pflanzen.

Seitdem dieses Ziel festgeschrieben wurde, hat sich die umfangreich subventionierte Landwirtschaft in der EU nochmals intensiviert, und Monokulturen verwandeln einst einigermaßen abwechslungsreiches Bauernland in eintönige Maiswüsten (wobei dieser Mais ebenso in Biogasanlagen verstromt oder in Futtertrögen enden kann).

In Afrika, Asien und Südamerika setzen Agrarunternehmen auf Jatropha, Zuckerrohr, Ölpalmen oder Soja, um ebenfalls vom Agrarspritboom zu profitieren. Exemplarisch steht das Delta des Tana-Flusses in Kenia, wo die ortsansässige Bevölkerung und die Natur unter Druck gerieten, weil dort Zuckerrohr und Jatropha vor allem für den Export nach Europa angebaut werden sollen – in einer Flussoase, die bislang während Dürren noch zuverlässig Wasser liefert.

Symbolisch für unser auf maximaler Ausbeutung der Ressourcen basierendes Wirtschaftssystem steht zudem der derzeitige Goldrausch: Angetrieben von der Sorge um ökonomischen Kollaps oder einer Geldentwertung flüchten viele Menschen ins Gold, dessen Preise Rekordmarken knacken. In Peru verwandelt diese Angst den artenreichen Regenwald des Landes in eine quecksilberverseuchte Schlammwüste ohne Leben; noch Dutzende Kilometer flussabwärts leiden Menschen unter vernichteten oder kontaminierten Fischbeständen.

Die Liste der Verfehlungen ließe sich noch lange fortsetzen: von den Todeszonen im Meer, die wegen der Überdüngung an Land ersticken, bis zum Zusammenbruch kompletter Fischgründe, in denen die Schwärme der lukrativen Speisefische um bis zu 90 Prozent verschwunden sind. Längst lebt die Menschheit über ihre Verhältnisse. 

Erschienen auf spektrum.de

Erschienen auf spektrum.de

Dabei hätten wir das Wissen, wie wir vernünftiger und schonender mit unseren Ressourcen umgehen könnten: Streng geschützte Meeresreservate können so viel Fisch produzieren, dass sich in benachbarten Regionen der Überschuss nachhaltig bewirtschaften ließe.

Allein die konsequente Umsetzung von Stromsparmaßnahmen, etwa indem Leerlaufverluste verhindert würden, könnte in Deutschland den Energieverbrauch in einer Größenordnung verringern, die dem Berliner Jahresbedarf entspricht. Stattdessen scheitert der Gesetzgeber daran, den überflüssigen Standby-Modus bei Elektrogeräten zu verbieten.

Eine der sinnvollsten Klimaschutzmaßnahmen wäre, endlich die Urwälder der Erde adäquat zu schützen – statt sie für billiges Viehfutter oder Gartenmöbel zu verheizen. Immer noch ist es vor allem der Bedarf der westlichen Industrieländer, der die Leistungsfähigkeit unseres Planeten überreizt (wenngleich China rasch aufholt), wie eine weitere Nature-Studie zeigt.

Drei Tage Rio+20 werden nicht ausreichen, um die Weltgemeinschaft endlich auf den richtigen Pfad einer Entwicklung zu führen, die die Erde auch noch für unsere Enkel lebenswert erhält. Es würde allerdings prinzipiell schon fast reichen, endlich die 1992 beschlossenen Ziele anzugehen. Doch ob die anwesenden Politiker dazu wirklich die Kraft aufbringen, darf angezweifelt werden: Bundeskanzlerin Angela Merkel etwa hat schon vorher das Handtuch geworfen – und ihre Reise wegen fehlender Erfolgsaussichten abgesagt.

Erschienen auf spektrum.de

 
Leserkommentare
  1. Eine Leserempfehlung
    • deDude
    • 11.06.2012 um 12:56 Uhr

    ... der glorreichen "Wachstumspolitik" die uns hier und auch anderswo täglich als "alternativloses" Nonplus-Ultra verkauft wird. Was wir alle in der Schule gelernt haben - Ergebnisse interpretieren und daraus notwendige Handlungen ableiten - scheint hier wohl leider nicht zu funktionieren.

    Nach uns die Sintflut, oder wie sagt man?

    7 Leserempfehlungen
  2. vor allem durch Kauf eines angeblich guten grünen Gewissens.
    Da wird Mais angebaut und Monokulturen erzeugt, damit in den Indutrienation schick "Öko" tanken kann.
    http://www.spiegel.de/wir...
    http://www.faz.net/aktuel...
    Da werden Atomkraftwerke in Germany abgeschaltet und dadurch massenhaft C02 in die Luft gepustet, weil das angeblich die Zukunft sein soll (nur für die Nutznießer).etc, etc.
    http://www.sueddeutsche.d...
    http://www.welt.de/politi...

    2 Leserempfehlungen
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    • docmoe
    • 17.06.2012 um 15:50 Uhr

    Den Klimawandelfolgenbekämpfungshype werden wir - zumindest in Deutschland - bald aufgeben müssen, mangels Masse, die langsam gen Süden wandert. Deutschland kann nicht für alles
    zahlen. Das haben inzwischen sogar die Herausgeber der ZEIT erkannt!
    Die für alle Mitbürger teure AKW-Abschaltung war von 72% der Befragten gewünscht. Man glaubte an Tsunamis, an Erdbeben der Stärke 8 und an Wunderpiloten, die mit einem A380 punktgenau auf einem AKW landen können. Außerdem wußten einige Mitbürger, daß seit Trittin und Gabriel nichts unternommen wurde, um eine einigermaßen sichere Zwischenlagerung der
    strahlenden Abfälle zu finden.
    Bezahlen werden wir das alle. Es mutet geradezu rührend an, wenn der EON-Vorstandsvorsitzende einen staatlich finanzierten Sozialrabatt bei den Strompreisen für
    Arme fordert. (600.000 Arme wurden bereits abgeklemmt!)
    .
    Unsere Kinder werden es erleben, daß Entwicklungsländer, die sich unseren teuren Ausstieg hin zu Erneuerbaren Energien nicht leisten können, künftig ohne Öl und Gas statt Uran das reichlich vorhandene Thorium zur Energiegewinnung einsetzen werden - bei vergleichbaren Halbwertszeiten.

    • docmoe
    • 17.06.2012 um 15:50 Uhr

    Den Klimawandelfolgenbekämpfungshype werden wir - zumindest in Deutschland - bald aufgeben müssen, mangels Masse, die langsam gen Süden wandert. Deutschland kann nicht für alles
    zahlen. Das haben inzwischen sogar die Herausgeber der ZEIT erkannt!
    Die für alle Mitbürger teure AKW-Abschaltung war von 72% der Befragten gewünscht. Man glaubte an Tsunamis, an Erdbeben der Stärke 8 und an Wunderpiloten, die mit einem A380 punktgenau auf einem AKW landen können. Außerdem wußten einige Mitbürger, daß seit Trittin und Gabriel nichts unternommen wurde, um eine einigermaßen sichere Zwischenlagerung der
    strahlenden Abfälle zu finden.
    Bezahlen werden wir das alle. Es mutet geradezu rührend an, wenn der EON-Vorstandsvorsitzende einen staatlich finanzierten Sozialrabatt bei den Strompreisen für
    Arme fordert. (600.000 Arme wurden bereits abgeklemmt!)
    .
    Unsere Kinder werden es erleben, daß Entwicklungsländer, die sich unseren teuren Ausstieg hin zu Erneuerbaren Energien nicht leisten können, künftig ohne Öl und Gas statt Uran das reichlich vorhandene Thorium zur Energiegewinnung einsetzen werden - bei vergleichbaren Halbwertszeiten.

  3. unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung auf den Prüfstand gehoben werden, was aber weder Wirtschaft noch Politik wünschen. Grenzenloses Wachstum geht nicht zusammen mit Nachhaltigkeit.

    7 Leserempfehlungen
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    ... und wir sind mittendrin in der Versuchsanordnung.

    Unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung steht bereits auf dem Prüfstand - im ganz realen Praxistest, sozusagen "learning by doing".

    Man kann aber derzeit durchaus den Eindruck gewinnen, dass "Politik und Wirtschaft" den Test nicht kennen, oder die Zwischenberichte des Dauertests entweder nicht gelesen oder fehlinterpretiert oder aber daraus falsche Schlüsse gezogen haben :(

    Dazu fällt mir der "3. Leitsatz" der Informatiker ein: Change a never running system.

    ... und wir sind mittendrin in der Versuchsanordnung.

    Unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung steht bereits auf dem Prüfstand - im ganz realen Praxistest, sozusagen "learning by doing".

    Man kann aber derzeit durchaus den Eindruck gewinnen, dass "Politik und Wirtschaft" den Test nicht kennen, oder die Zwischenberichte des Dauertests entweder nicht gelesen oder fehlinterpretiert oder aber daraus falsche Schlüsse gezogen haben :(

    Dazu fällt mir der "3. Leitsatz" der Informatiker ein: Change a never running system.

    • brux
    • 11.06.2012 um 13:22 Uhr

    Diese Art Dauerkritik an der entwickelten Welt ist langsam langweilig. Die masochistischen Tendenzen der Journalisten sind einfach nur öde.

    Eine gründlichere Analyse würde darauf hinweisen, dass die Entwicklungsländer bei der Geburtenkontrolle und bei der Regierungskunst komplett versagen. Und wenn in diesen Länder wirtschaftliches Potential entsteht, kann man davon ausgehen, dass es rücksichtslos an den Meistbietenden verscherbelt wird, bei gleichzeitiger schamloser Bereicherung der nationalen Eliten.

    Der Westen mag ja Fehler machen, aber dass die Entwicklungsländer auch nur irgendetwas richtig machen, glauben nur linke Träumer. Weniger Raubbau an der Natur ist eigentlich nur der technologischen und administrativen Unfähigkeit in diesen Ländern geschuldet. Ein besseres Bewusstsein und eine höhere Moralität kann ich nicht erkennen.

    10 Leserempfehlungen
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    immerhin ghet der Autor doch, vermutlich unbewußt, auf die Probleme lokaler Mißwirtschaft (Kenya etc) ein. bedenklich ist allerdings das die Ursache nie als lokal angesporchen wird.

    Völliges Unverständnis offenbart sich allerdings in dem unreflektierten Räsonieren über "Todezonen" in den Weltmeeren. Die nämlich keine sind, sondern nur eine rH-Verschiebung mit der die Direktsauerstoffzehrer nichts anfangen können; Leben und Stoffwechsel findet darin trotz der einfältigen Bezeichnung statt!

    Und die beste Eigenschaft dieser Reduktionszonen wird garnicht erwähnt: Der extrem leistungsfähige Abbau an organischen und anorganischen Schadstoffen! Was natürlich nicht bedeutet "Überdüngung" wäre kein Problem!

    Zu den Entwicklungsländern fällt mir der ZO-Artikel über das"Wasser unter Afrika" ein; sehr lustig wie wenig das verstanden worden ist!
    [...]

    Aber solange hier immer die Parteien(einschließlich Grüne) gewählt werden, die uns alternativlose "Lösungen"anbieten, ist auch nichts zu ändern (s. nur die völlig verfehlten Bejubelungsartikel zum Zustand unseres GW).

    MfG KM

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk

    Redaktion

    Sie schreiben: "Der Westen mag ja Fehler machen, aber dass die Entwicklungsländer auch nur irgendetwas richtig machen, glauben nur linke Träumer. Weniger Raubbau an der Natur ist eigentlich nur der technologischen und administrativen Unfähigkeit in diesen Ländern geschuldet."

    Pauschalisieren Sie da nicht etwas?

    M. E. liegen Sie komplett falsch. Wenn diese Nachrichten bei Ihnen Langeweile hervorrufen, haben Sie m. E. (a) nicht wahrgenommen, wer die Hauptverursacher der gegenwärtig größten Beeinträchtigungen sind und (b) wer das Potenzial hat, etwas dagegen zu tun.

    Eine gründliche Analyse ergäbe m. E., dass die Hauptindikatoren, die aufzeigen, dass wir mit unserem Handeln derzeit keine nachhaltige Entwicklung i. S. d. Brundtland-Definition bewirken, v. a. durch USA, Deutschland (u. a. China und Russland) beeinflusst werden.

    immerhin ghet der Autor doch, vermutlich unbewußt, auf die Probleme lokaler Mißwirtschaft (Kenya etc) ein. bedenklich ist allerdings das die Ursache nie als lokal angesporchen wird.

    Völliges Unverständnis offenbart sich allerdings in dem unreflektierten Räsonieren über "Todezonen" in den Weltmeeren. Die nämlich keine sind, sondern nur eine rH-Verschiebung mit der die Direktsauerstoffzehrer nichts anfangen können; Leben und Stoffwechsel findet darin trotz der einfältigen Bezeichnung statt!

    Und die beste Eigenschaft dieser Reduktionszonen wird garnicht erwähnt: Der extrem leistungsfähige Abbau an organischen und anorganischen Schadstoffen! Was natürlich nicht bedeutet "Überdüngung" wäre kein Problem!

    Zu den Entwicklungsländern fällt mir der ZO-Artikel über das"Wasser unter Afrika" ein; sehr lustig wie wenig das verstanden worden ist!
    [...]

    Aber solange hier immer die Parteien(einschließlich Grüne) gewählt werden, die uns alternativlose "Lösungen"anbieten, ist auch nichts zu ändern (s. nur die völlig verfehlten Bejubelungsartikel zum Zustand unseres GW).

    MfG KM

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk

    Redaktion

    Sie schreiben: "Der Westen mag ja Fehler machen, aber dass die Entwicklungsländer auch nur irgendetwas richtig machen, glauben nur linke Träumer. Weniger Raubbau an der Natur ist eigentlich nur der technologischen und administrativen Unfähigkeit in diesen Ländern geschuldet."

    Pauschalisieren Sie da nicht etwas?

    M. E. liegen Sie komplett falsch. Wenn diese Nachrichten bei Ihnen Langeweile hervorrufen, haben Sie m. E. (a) nicht wahrgenommen, wer die Hauptverursacher der gegenwärtig größten Beeinträchtigungen sind und (b) wer das Potenzial hat, etwas dagegen zu tun.

    Eine gründliche Analyse ergäbe m. E., dass die Hauptindikatoren, die aufzeigen, dass wir mit unserem Handeln derzeit keine nachhaltige Entwicklung i. S. d. Brundtland-Definition bewirken, v. a. durch USA, Deutschland (u. a. China und Russland) beeinflusst werden.

  4. immerhin ghet der Autor doch, vermutlich unbewußt, auf die Probleme lokaler Mißwirtschaft (Kenya etc) ein. bedenklich ist allerdings das die Ursache nie als lokal angesporchen wird.

    Völliges Unverständnis offenbart sich allerdings in dem unreflektierten Räsonieren über "Todezonen" in den Weltmeeren. Die nämlich keine sind, sondern nur eine rH-Verschiebung mit der die Direktsauerstoffzehrer nichts anfangen können; Leben und Stoffwechsel findet darin trotz der einfältigen Bezeichnung statt!

    Und die beste Eigenschaft dieser Reduktionszonen wird garnicht erwähnt: Der extrem leistungsfähige Abbau an organischen und anorganischen Schadstoffen! Was natürlich nicht bedeutet "Überdüngung" wäre kein Problem!

    Zu den Entwicklungsländern fällt mir der ZO-Artikel über das"Wasser unter Afrika" ein; sehr lustig wie wenig das verstanden worden ist!
    [...]

    Aber solange hier immer die Parteien(einschließlich Grüne) gewählt werden, die uns alternativlose "Lösungen"anbieten, ist auch nichts zu ändern (s. nur die völlig verfehlten Bejubelungsartikel zum Zustand unseres GW).

    MfG KM

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Typisch"
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    so auf die Schnelle fällt mir kein ZO-Artikel ein, bei dem das Problem des hydologischen Kreislaufs auch nur annähernd korrekt nach dem Stand von Forschung und Technik wiedergegeben worden ist; dazu muss ich nichtmal die DIN 4049 bemühen.

    MfG KM

    so auf die Schnelle fällt mir kein ZO-Artikel ein, bei dem das Problem des hydologischen Kreislaufs auch nur annähernd korrekt nach dem Stand von Forschung und Technik wiedergegeben worden ist; dazu muss ich nichtmal die DIN 4049 bemühen.

    MfG KM

    • Karst
    • 11.06.2012 um 13:48 Uhr

    Ökologisches und nachhaltiges Leben ist eine Aufgabe für jedes Individuum und besser auf der lokalen Ebene realisierbar.

    Die ganz große Politik wird sich nie zu irgendetwas durchringen und auf etwas einigen. Da können sie noch soviele Rio-Gipfel veranstalten.

    Wir als Konsumenten haben viel Macht, die wir nicht nutzen (aus den verschiedensten Gründen).

    Wer darauf wartet, dass die Politik den großen Durchbruch erzielt, wird einen ziemlich langen Bart bekommen.

    5 Leserempfehlungen
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    Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass gerade das Verhalten der Konsumenten uns dahin geführt hat, wo wir jetzt sind.
    Sicher nicht unbeeinflusst und ungesteuert von Produzenten und/oder Politik, aber regelrecht zwingen tut den Konsumenten doch auch keiner allen möglichen Kram zu konsumieren, sobald er das irgendwie kann?
    Und jetzt soll die Macht des Konsumenten die Welt retten?
    Möge die Macht mit ihm sein.

    Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass gerade das Verhalten der Konsumenten uns dahin geführt hat, wo wir jetzt sind.
    Sicher nicht unbeeinflusst und ungesteuert von Produzenten und/oder Politik, aber regelrecht zwingen tut den Konsumenten doch auch keiner allen möglichen Kram zu konsumieren, sobald er das irgendwie kann?
    Und jetzt soll die Macht des Konsumenten die Welt retten?
    Möge die Macht mit ihm sein.

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