Naturkatastrophen2012 könnte das Wetter noch extremer wüten
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In Großbritannien, China und Japan schüttet es, in Korea brennt die Sonne

Auch Großbritannien ächzt unter einer Wetterkatastrophe. Die Zeitung The Times forderte vor wenigen Tagen: "Aufhören!" und meinte den Regen, der seit drei Monaten mit Rekordwerten vom Himmel fällt. Mit mehr als 75 Flutwarnungen und hunderten überschwemmten Häusern kommt das dem katastrophalen Ereignis von 2007 bereits ziemlich nahe. Damals entschied die Regierung, Hunderte von Dämmen bauen zu lassen. Die neue konservativ-liberale Regierung sah sich jedoch angesichts der Haushaltsengpässe gezwungen, diese Mittel gleich wieder zu streichen. Im Katastrophengebiet hat das zu heftigen Diskussionen geführt, zumal die Regierung von Premierminister David Cameron selbst vor wenigen Wochen einen Bericht vorgelegt hatte, nach dem Überflutungen das größte klimabedingte Risiko für Großbritannien sind.

Auf der koreanischen Halbinsel leiden sowohl der Norden wie der Süden unter der schlimmsten Dürre seit mehr als 100 Jahren. In Australien und China gab es im Februar/März, beziehungsweise Mai und Juni, dramatische Überschwemmungen und vom Regen ausgelöste Erdrutsche. In China starben dabei 127 Menschen. In Japan sind erst vor wenigen Tagen eine Viertelmillion Menschen wegen dramatischer Überschwemmungen durch Regen aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht worden. In den USA sind durch Tornados im März und April mindestens 41 Menschen gestorben und gewaltige wirtschaftliche Schäden entstanden. Die Wetterforscher sind sich allerdings noch nicht einig, ob die Zunahme der Tornados in den USA auf den Klimawandel zurückzuführen ist. In Mosambik starben im Januar 46 Menschen durch einen Zyklon mit dem Namen Funso. Januar ist eigentlich kein Monat für Zyklone. Die Daten stammen von der Rückversicherung Munich Re, die für das erste Halbjahr 450 Naturkatastrophen verzeichnet hat. Darin sind allerdings auch Erdbeben enthalten.

Erschienen im Tagesspiegel

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Leserkommentare
  1. könnte selbst mitschuldig sein am Klimawandel.
    Insbesondere da er sein Klimaengagement erst nach seiner Amtszeit entdeckte (als er nichts mehr zu melden hatte und deshalb um so befreiter mahnen konnten) und er sicher ein Energie-Großverbraucher unter den Privatpersonen ist.
    Ich weiß, er kompensiert das durch viele Klima-Ablasszettel, aber sorry Verbrauch bleibt Verbrauch.

    2 Leserempfehlungen
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    Das sieht, wenn es stimmt, nicht gut aus, macht die Dinge, die er erzählt, aber nicht falsch oder zu "Klima-Ablasszettel[n]".

    ... und er hätte auch den Mund halten können und auf die nächste Wahl hoffen.
    Immerhin hatte er wesentlich mehr Stimmen als GWBush - aber in den USA (und nicht nur dort) gewinnt man nicht unbedingt nur weil die Mehrheit gewählt hat.

  2. Die letzten Klimagipfel haben allesmat gezeigt, das die Menschheit nicht bereit ist, gemeinsam unser Leben in eine bessere Zukunft zu führen.

    Ein vernünftiger Umgang mit Resourcen ist weiter nicht in Sicht.

    Die Daten der Modelle und Modellrechnungen werden leider immer mehr durch harte Fakten und Ereignisse wie die jüngsten Wetterextreme z.B. in Usa oder China bestätigt.

    Dabei liegt nicht alles nur am Klimawandel, wie die Wisenschaftler durchaus zu Recht einräumen aber viele Ereignisse sind eindeutig zu zuordnen.

    Die Frage ist, wie lange man noch warten will, um endlich gemeinsam zu handeln.

    Aber das Hauptproblem ist der Mensch im einzelnen, denn er ist nicht bereit, seine liebgewonnenen, bequemen Gewohnheiten wirklich zu ändern.

    Dabei geht es bei weitem nicht nur um Co2.

    Es wird über die vielen Staus im Individualverkehr gemeckert, aber ausgeblendet, das man ja selbst der STAU ist !

    Bleibt zu hoffen das immer mehr Menschen aufwachen und sich öffentlich bemerkbar machen. Erst dann ist die Politik bereit, gegen zu steuern, mit einer innovativen Mobilitäts- und Energiepolitik etc..

    Wir haben es in drer Hand, die Lebensgrundlagen auch für die nächsten Generationen zu erhalten.

    Nach mir die Sintflut ist von gestern...

    8 Leserempfehlungen
    • joG
    • 23. Juli 2012 16:53 Uhr

    ....verzehnfacht, so wäre folgender Satz, so er stimmt, zu beachten: "Es gab 14 Wetterkatastrophen, deren wirtschaftliche Schäden mehr als eine Milliarde Dollar betragen haben."

    Das wären also Dollar 10 Milliarden p.a. Ist das nun viel oder wenig? Die USA haben ein BIP von ca 14.500 Milliarden Dollar. So ist der Schaden momentan weniger als 1/10 Promille und würde anwachsen auf ein ganzes Promille. Das ist sicher sehr viel.

    Ist es aber genug um die gesamte Wirtschaft umzustellen? Schwer zu sagen. Die Kosten der Umstellung wurden mit ca 1-2% p.a. in den Schätzungen der grünen nahem Instituten und auf 5% in den skeptischeren.

    4 Leserempfehlungen
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    • GDH
    • 23. Juli 2012 18:06 Uhr

    >> Nähme man an, dass die Zahl der Wetterschäden sich....
    ....verzehnfacht, so wäre folgender Satz, so er stimmt, zu beachten: "Es gab 14 Wetterkatastrophen, deren wirtschaftliche Schäden mehr als eine Milliarde Dollar betragen haben."

    Das wären also Dollar 10 Milliarden p.a. Ist das nun viel oder wenig?<<

    wie kommen Sie auf 10 Milliarden? Im Text steht nur, dass der Schaden jeweils MEHR als eine Miliarde dollar war. Die einzige Schlussfolgerung, die das zulässt, ist, dass die Schäden teurer als 14 Milliarden Dollar waren (um wie viel teurer lässst sich damit nicht sagen). Haben Sie andere Quellen herangezogen oder wie kommen Sie auf ihre 10 Milliarden Dollar?

    • joG
    • 23. Juli 2012 16:54 Uhr
  3. Das sieht, wenn es stimmt, nicht gut aus, macht die Dinge, die er erzählt, aber nicht falsch oder zu "Klima-Ablasszettel[n]".

    Antwort auf "Al Gore"
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    doch, die Dinge die er erzählt, sind nachweislich falsch bzw. wissenschaftlich nicht bestätigt.
    Es gab da ein Gerichtsurteil... betreffend seiner *unbequemen Wahrheit*.

  4. ... und er hätte auch den Mund halten können und auf die nächste Wahl hoffen.
    Immerhin hatte er wesentlich mehr Stimmen als GWBush - aber in den USA (und nicht nur dort) gewinnt man nicht unbedingt nur weil die Mehrheit gewählt hat.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Al Gore"
  5. ist dieser Artikel mehr als defizitär, wenn auch mit einem gewissen Unterhaltungswert.

    [...]

    MfG KM

    Bitte bleiben Sie sachlich und begründen Sie Ihre Kritik mit Argumenten. Danke, die Redaktion/lv

    5 Leserempfehlungen
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    Regionaler Niederschlag ist zu wenig aussagkräftig und gibt, wie oben zu lesen, Anlass zu den dürftigsten Spekulationen.

    Die im Artikel publizierte Überbewertung des Oberirdischen Abfluses ist ohne jede sedimentologische Betrachtung der Einzugsgebiete unqualifiziert!

    Grundsätzliche Aussagen lassen sich beispielsweise über die langfristige Änderung der Grundwasserneubildungsrate und damit die Vorratsänderungen in den Grundwasserleitern bestimmen.

    Das Zauberwort für die quantitaive Bewertung heißt: Wasserhaushaltsgleichung; gerade Mangeljahre lassen sich damit gut einordnen.

    Für Hochwasserereignisse gibts genug sedimentologische Methoden um Häufigkeit und Größenordnung zu bestimmen.

    Beides zusammen ermöglicht auch verlässliche Messungen zu Klimaänderungen in einem gegbenen Einzugsgebiet.

    Damit gebe ich die Feststellung: "Bleiben Sie sachlich, und belegen Sie mit Argumenten" im Bezug zu dem Artikel dankend an Sie zurück.

    MfG KM

    • Vidarr
    • 23. Juli 2012 17:13 Uhr

    "Wenn der letzte Baum gefällt ist, die letzte Sau geschlachtet, erst dann werden die Menschen merken, dass man Geld nicht essen kann."

    Wirtschaftlich könnte man daraus allerdings ebenfalls ein super Konjunkturwunder maß schneidern. Wie in Marion Zimmer Bradley`s Roman "Die Weltenzerstörer". Allerdings bin ich mir auch nicht so sicher, ob es jetzt schon in dem Maße, wie Medial propagiert, mit Klimakollaps zu tun hat. Ich bin aber zuversichtlich das es der Mensch schafft, sich selber abzuschaffen.

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    der das sagte. Der hat *nur* am Little Big Horn Custers Armee besiegt.

    Ansonsten wäre es ehrlicher, in dem Artikel die großen Dürren in den 20-er jahren und auch die 1988 zu erwähnen, genau dort, im selben Gebiet. Sooo einmalig ist das nämlich nicht. Existenzbedrohend sicherlich. Aber wen interessiert der Farmer? Der Anteil der LW am BIP der USA beträgt 1%...

    Ich wette jedoch, dass manche Spekulanten 300% an dieser Dürre verdienen -Goldman Sachs vornweg.

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  • Schlagworte Wetter | David Cameron | USA | Berichterstattung | Bewässerung | Bloomberg
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