Mega-CitysSteigender Meeresspiegel gefährdet Millionen Asiaten

Die Asiatische Entwicklungsbank warnt: Millionen Menschen werden in den nächsten Jahren in die Megastädte an Asiens Küsten drängen – und vom steigenden Meeresspiegel bedroht.

Blick auf Hong Kong (Archiv)

Blick auf Hong Kong (Archiv)

In gut zehn Jahren könnten in Asien 400 Millionen Menschen durch steigende Meeresspiegel bedroht sein. Das prognostiziert die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) in einem Bericht, der am heutigen Mittwoch vorgestellt wurde. Die ADB rechnet damit, dass in den nächsten 30 Jahren weitere 1,1 Milliarden Menschen in die asiatischen Städte ziehen werden, von denen viele in Küstennähe liegen. Dadurch steigt die Zahl der Gefährdeten weiter an.

Fast die Hälfte aller Stadtbewohner weltweit lebt in Asien, schreibt die Organisation. In gut zehn Jahren seien 21 der weltweit 37 Megastädte in Asien zu finden.

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Wissenschaftler hatten erst im Juni eine neue Studie vorgestellt, die zeigte, dass der Meeresspiegel weltweit seit der Industrialisierung stärker ansteigt. Durch die globale Erwärmung schmilzt das Eis an den Polkappen, was den Wasserpegel ansteigen lässt.

Der asiatische Kontinent müsse daher dringend die Weichen für eine grüne und nachhaltige Entwicklung seiner Städte stellen. "Das rasante Wachstum der städtischen Bevölkerung hat die Umwelt stark belastet", sagte Chefökonom Changyong Rhee und verwies auf Abfallberge, schlechte Luft und wachsende Slums. "Die Herausforderung ist jetzt, politische Entscheidungen zu treffen, die diesen Trend umdrehen und helfen, grüne Technologie und grünes Städtewachstum zu entwickeln."
 

 
Leserkommentare
  1. Genau das wollen wir doch, anders kann ich mir die Passivität zur Nachhaltigem Wachstum und den Klimaschutz nicht erklären.
    Die Artikelüberschrift müsste anders lauten:

    "Den Menschen ist es egal was morgen kommt"

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    Hallo,
    ich weiß natürlich was Sie meinen und kann die Massage Ihres Kommentars leider nur bestätigen, aber die Worthülse "nachhaltiges Wachstum" haben Sie vielleicht zu oft gehört. Sie ist ein Angela-Merkel-Oxymoron. Wachstum kann schon lange nicht mehr nachhaltig sein...

    • joG
    • 15.08.2012 um 12:16 Uhr

    ....sonst würden sie keine Luxuskarren aus Deutschland kaufen, meinen Sie?

    ;)

    Hallo,
    ich weiß natürlich was Sie meinen und kann die Massage Ihres Kommentars leider nur bestätigen, aber die Worthülse "nachhaltiges Wachstum" haben Sie vielleicht zu oft gehört. Sie ist ein Angela-Merkel-Oxymoron. Wachstum kann schon lange nicht mehr nachhaltig sein...

    • joG
    • 15.08.2012 um 12:16 Uhr

    ....sonst würden sie keine Luxuskarren aus Deutschland kaufen, meinen Sie?

    ;)

  2. Nach Lesens des Artikels ist die Überschrift nicht wirklich korrekt.
    Es müsste heißen:
    "Landflucht gefährtdet hunderte Millionen Asiaten"
    Einfache Rechnung, wenn nämlich 400 Mio Menschen bedroht seien und gleichzeitig 1,1 Mrd Menschen in die Städte wandern, dann ist das Problem nicht der steigende Meeresspiegel, sondern die Landflucht.

    9 Leserempfehlungen
  3. Das ist mal wieder typisch es wird gewarnt, dann kommt das Modewort NACHHALTIG. Schauen wir uns Bangkok an. Das Königshaus floh in die Flussbiegung als Ihre Stadt vor etlicher Zeit niedergebrannt wurde. Bangkok ist viel mehr als die Meisten glauben. Das geistige und spirituelle Zentrum, Sitz der Macht und der Politik, des Handels, der Fertigung der Banken sowie des Tourismus. Das zieht nicht einfach um, wohin denn. Warnen ist so einfach, Vorschläge was zu tun ist braucht es

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    Sie brauchen noch Vorschläge was zu tun ist? Wo waren Sie die letzten Jahre?

    Sie brauchen noch Vorschläge was zu tun ist? Wo waren Sie die letzten Jahre?

  4. als ich Zuge meines Mathematikstudiums Philosophie-Vorlesungen an der Humboldt Universität zu Berlin besuchte und ein Student anmerkte, dass es nach internationalem Recht also legal wäre für Länder wie die Philippinen oder Holland Industrienationen, die mit hohem CO2-Ausstoß zur klimaerwärmung und dem Schmelzen des Arktischen Eises und somit der Erhöhung des Meeresspiegels beitragen mit Nuklearwaffen anzugreifen, weil sie durch ihr Verhalten sehenden Auges die Existens dieser Völker und Länder bedrohen. dieser tudent musste umgehend den Vorlesungssaal verlassen. Ich hoffe dieser Kommentar wird nun - 10 Jahre später - nicht gelöscht.

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    welch ein abstruser Kommentar.

    welch ein abstruser Kommentar.

  5. Es lohnt sich nicht, auf diesen Artikel, für den noch nicht einmal ein Autor verantwortlich zeichnet, einzugehen (nicht, dass er mit Autor besser wäre). Es ist eine weltweit verbreitete Presse"meldung" mit ein ganz klein wenig "Dressing".

    18 Leserempfehlungen
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    Ein guter Artikel sieht freilich anders aus, aber die "Kommentierer" gehen in diesen Foren weniger auf den Inhalt des Artikels als vielmehr auf das Thema an und für sich ein. Das ist gut so.

    Ein guter Artikel sieht freilich anders aus, aber die "Kommentierer" gehen in diesen Foren weniger auf den Inhalt des Artikels als vielmehr auf das Thema an und für sich ein. Das ist gut so.

  6. Hallo,
    ich weiß natürlich was Sie meinen und kann die Massage Ihres Kommentars leider nur bestätigen, aber die Worthülse "nachhaltiges Wachstum" haben Sie vielleicht zu oft gehört. Sie ist ein Angela-Merkel-Oxymoron. Wachstum kann schon lange nicht mehr nachhaltig sein...

    Antwort auf "Das ist uns doch egal!"
  7. Sie brauchen noch Vorschläge was zu tun ist? Wo waren Sie die letzten Jahre?

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "ach nee"
  8. Leider fehlen in dem Artikel allgemeine Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in den asiatischen Ländern insgesamt.
    Auch wenn es unpopulär ist:
    1. Eine bestimmte Fläche Erde verträgt nur eine gewisse Anzahl von Lebewesen - u.a. Menschen. Reichen die Resourcen an einem Ort nicht mehr aus, sind sie zur Migration gezwungen.
    Nachzuschlagen in den üblichen Ökologie -Lehrbüchern.
    2. Insbesondere Menschen migrieren auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen auch dann, wenn sie eigentlich in ihrer angestammten Umgebung noch gut ein Auskommen hätten, aber der Aufwand für das Erreichen eines bestimmten Lebensstandards woanders geringer ist.
    Nachzuschlagen in einschlägigen Soziologie Lehrbüchern.

    Im ersten Fall ist die Migrationsbewegung einfach nur auf eine Nachbarregion gerichtet. Im zweiten Fall geht sie eher in die Städte.
    Das im Artikel geforderte "Grüne Denken" muss bei der Frage der Geburtenregelung der Stadt und des Umlandes ansetzen - also an der Ursache. Alles andere sind Versuche, die nachteiligen Folgen zu höher Bevölkerungskonzentrationen - u.a. Entfremdung von der Natur, oder steigende Agressivität in "sozialen Brennpunkten" - halbwegs auszugleichen.

    In jedem Fall kann das allgemeine Elend von Millarden von Menschen mit "grünem Denken" in den Städten nur aufgeschoben aber nicht verhindert werden, solange dieses Denken nicht - ohne Schere im Kopf - an der Ursachen ansetzt, sondern lediglich an den Symptomen.

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