Blick auf Hong Kong (Archiv) © Mark Kolbe/GettyImages

In gut zehn Jahren könnten in Asien 400 Millionen Menschen durch steigende Meeresspiegel bedroht sein. Das prognostiziert die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) in einem Bericht , der am heutigen Mittwoch vorgestellt wurde. Die ADB rechnet damit, dass in den nächsten 30 Jahren weitere 1,1 Milliarden Menschen in die asiatischen Städte ziehen werden, von denen viele in Küstennähe liegen. Dadurch steigt die Zahl der Gefährdeten weiter an.

Fast die Hälfte aller Stadtbewohner weltweit lebt in Asien, schreibt die Organisation. In gut zehn Jahren seien 21 der weltweit 37 Megastädte in Asien zu finden.

Wissenschaftler hatten erst im Juni eine neue Studie vorgestellt, die zeigte, dass der Meeresspiegel weltweit seit der Industrialisierung stärker ansteigt. Durch die globale Erwärmung schmilzt das Eis an den Polkappen, was den Wasserpegel ansteigen lässt.

Der asiatische Kontinent müsse daher dringend die Weichen für eine grüne und nachhaltige Entwicklung seiner Städte stellen. "Das rasante Wachstum der städtischen Bevölkerung hat die Umwelt stark belastet", sagte Chefökonom Changyong Rhee und verwies auf Abfallberge, schlechte Luft und wachsende Slums. "Die Herausforderung ist jetzt, politische Entscheidungen zu treffen, die diesen Trend umdrehen und helfen, grüne Technologie und grünes Städtewachstum zu entwickeln."