Drecksloch in den Anden

Mit 8.300 Quadratkilometern Fläche ist der Titicaca-See fast so groß wie Korsika. Der zweitgrößte See Südamerikas erstreckt sich über Bolivien und Peru. Dieser Bauer, dessen Esel Gerste transportieren, lebt an dem See, gut 100 Kilometer von La Paz entfernt. | © David Mercado/Reuters
Viele Vogelarten rund um den Titicaca-See sind verschwunden. Auch Fische gibt es kaum noch. Jahrelang wurde Klärschlamm aus den Städten und Dörfern in Bolivien und Peru in den See eingeleitet. Hinzu kommt das Abwasser aus zum Teil illegal betriebenen Minen. Der Fotograf David Mercado hat den See im August dieses Jahres bereist – seine Bilder dokumentieren die Folgen der jahrelangen Verschmutzung.
- Datum 17.08.2012 - 16:55 Uhr
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...steht halt caca. ohne Worte.
Viele Gewässer in Mitteleuropa sahen in den 60er-Jahren genauso aus.
Es ist wahr, dass das Titicacasee bedroht ist. Die hohen Kontaminationswerte aus den umliegenden Städten und Dörfern, aber auch aus Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus, sind ein Beweis dafür. Auch das unverantwortliche Wassermanagment des Titicaca Beckens trägt dazu bei, dieses Gewässer in Gefahr zu bringen.
Das Titicacasee ist ein schreckendes Beispiel für die sog. Tragik der Allmende (engl. tragedy of the commons), also, die Unfähigkeit der Nutzniesser, gemeinsame Regeln auf alle Gebiete zu verabreden, damit die Grenzen der Nachhaltigkeit nicht überschritten werden.
Ein opportuner Bericht über ein noch vor kurzem aussichtsreichen Kandidat zu Naturwunder der Welt.
“Müll treibt auch im Katari Fluss am Titicaca See” und darüber weht stolz die bolivianische Flagge! ¡Que verguenza …. Was für eine Schande!
......den Ausmass der Verschmutzung, wie er im Artikel beschrieben wird, nicht.
Daher waere es besser gewesen, wenn die Zeit-Online-Redakteure, anstatt dieser unbeweglichen Bilder, einen Video ins Netz eingespeist haetten.
Als ich 1996 da war, gab es die Verschmutzung auch schon und wurde von den peruanischen Touristenführern sogar bereits angeprangert.
Das erste, was mir damals in den Sinn kam, warum bauen die nicht einfach eine Kläranlage? Ist ja nicht das komlizierteste von der Welt.
Allein, es fehlt in der Politik der Wille, überhaupt etwas sinnvolles für Mensch und Umwelt zu unternehmen. Korruption und Ignoranz sind weit verbreitet, unter Politikern und leider auch unter der Bevölkerung.
Das ist kein Kommentar, um dich zu kritisieren, ich wollte nur auf etwas hinweisen:
Zufolge der Theorie der Tragödie der Allmende werden die Ressourcen ausgebeutet, weil die einheimische Bevölkerung (Gemeindeland) selber keinen Plan bzw. Übereinkunft hat, um nachhaltig zu wirtschaften. Deswegen sollte es eine Instanz geben, in den meisten Fällen die Regierung. Wenn jedoch die unnachhaltige Bewirtschaftung der Regierung, im Fall vom Titicaca-See durch die genehmigten Abwasseranlagen, durch die Genehmigungen von Minen (private und auch öffentliche Wirtschaft) etc. den See verschmutzt, dann hat das nichts mit der Tragödie der Allmende zu tun. Eine Studie wie der See bewirtschaftet werden würde, wenn die Regierung Übereinkünfte mit der Gemeinde machen würde, könnte beweisen, dass die Theorie von Hardin das Gemeindeland würde degradieren, wenn es keine höhere Instanz gibt, wäre damit belegt. Solche Studien hat Elinor Ostrom hundertfach veröffentlicht und die Theorie von Hardin widerlegt.
150 Liter Abwasser pro Sekunde wären bei der Größe des Sees wahrscheinlich noch Trinkwasserqualität.
Hat da jemand die Einheiten verwechselt ?
Sind da vieleicht Kubikmeter gemeint ?
Oder beziehen sich die 150 Liter auf einen Einwohner um den See herum ?
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