ArktisDramatische Eisschmelzen in Grönland könnten normal sein

Grönlands Eisschild ist womöglich dynamischer als gedacht: In den vergangenen 30 Jahren schmolz und stabilisierte es sich zweimal. Sein Ende könnte sich verzögern.

Eine Gletscherkante im Nordwesten Grönlands. Sie ragt etwa 40 Meter über dem Meeresspiegel hinaus.

Eine Gletscherkante im Nordwesten Grönlands. Sie ragt etwa 40 Meter über dem Meeresspiegel hinaus.

Sollten die bisherigen Prognosen zum Verlust der Eisflächen auf Grönland neu berechnet werden? Ja, sagt Kurt Kjær von der Universität von Kopenhagen. Zusammen mit einem internationalen Forscherteam hat der dänische Geologe Satellitendaten und Luftaufnahmen der Insel aus den vergangenen drei Jahrzehnten neu ausgewertet. "Es ist zu früh, den zukünftigen Untergang des Eisschilds auszurufen", sagt Kjær. Damit verweist er auf die vorsichtigen Annahmen im Weltklimabericht, wonach der Eisschild durch den Klimawandel unwiderruflich schwinden könnte.

"Dass die Lufttemperaturen in Grönland gestiegen sind und Schmelzen sich verstärkt haben, ist relativ gut belegt", sagt Kjær. Doch seit Langem fordere der Weltklimarat IPCC neue Analysen dazu, warum sich der Eisschild in den vergangenen Jahren zunehmend ausdünne und warum dies schneller geschehe als noch vor dem Jahr 2000. Nun würden die neuen Ergebnisse zeigen, dass der Schild womöglich sehr viel dynamischeren Prozessen unterworfen ist, als bislang vermutet. "Er stabilisiert sich zudem schneller, als es Modelle und Computersimulationen bislang prognostizieren", sagt Kjær.

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Ihre Ergebnisse haben Kjær und seine Kollegen im Magazin Science veröffentlicht. "Wir haben unterschiedliche Luftbilder aus den achtziger Jahren und neuere Satellitendaten verwendet, um eine digitale Erhebungskarte zu erstellen", sagt Shfaqat Abbas Khan von der Technischen Universität von Dänemark in Kongens Lyngby. Dadurch ließe sich ein Überblick gewinnen, wie sehr der Eisschild sich verändert habe. Die Forscher konzentrierten sich vor allem auf den Eisschild im Nordwesten der arktischen Insel. Hier ließen sich Ausdünnung und Gletscherschmelzen besonders gut beobachten. "Erstmals konnten wir zeigen, dass Grönlands Eisschild bereits Ende der achtziger Jahre auf einer ebenso dramatischen Diät war wie heute."

Folgen der Eisschmelze für den Meeresspiegel

Die Analyse der Geologen zeigt, dass sich die Schmelze der Jahre 1985 bis 1992 anschließend über einen Zeitraum von vier bis acht Jahren wieder abschwächte. Danach stabilisierte sich der Eisschild bis 2003. Von 2005 bis 2008 folgten erneut stärkere Schmelzen. "Wir folgern daraus, dass sich die derzeitige Ausdünnung ebenfalls innerhalb von acht Jahren abschwächen wird", sagt Kurt Kjær. Obwohl er und sein Team gerade einmal 30 Jahre in die Vergangenheit geschaut haben, um ihre Daten zu erheben, ist Kjær überzeugt, dass Klimaforscher ihre Prognosen überdenken müssen.

Einige Wissenschaftler würden davor warnen, sagt er, dass die derzeitigen Schmelzprozesse in Grönland fatale Folgen für die Küstenregionen der Welt haben könnten. Angeheizt durch den Klimawandel entwickelt sich Grönlands Eisschild hin zu einem Kipppunkt. Damit bezeichnen Wissenschaftler einen Punkt, an dem sich eine Entwicklung nicht mehr umkehren lässt. Für Grönland bedeutet dies: Die Eisschmelze schreitet voran, ohne sich zu stabilisieren. Innerhalb weniger Jahrzehnte wird das Schmelzwasser den Meeresspiegel ansteigen lassen und Küstenregionen weltweit gefährden.

Dieser Prozess könnte sich verzögern, sagt nun Kjær, denn Grönlands Eisschild sei offenbar robuster als gedacht. Wie komplex die geologischen Prozesse auf der Insel sind, belegten auch kürzlich veröffentlichte Daten der US-Weltraumbehörde Nasa. Demnach taute die Oberfläche des Eisschilds innerhalb von nur vier Tagen im Juli so rasch an, wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Waren am 8. Juli noch 40 Prozent der Gesamtfläche von Schmelzen an der Oberfläche betroffen, waren es am 12. Juli bereits 97 Prozent.

Ursache sei wohl angestaute Hitze über der Insel gewesen, mutmaßten Nasa-Wissenschaftler. Doch auch dieses Ereignis ist wohl nicht einmalig in der langen Geschichte Grönlands. Analysen von Eisbohrkernen legen nahe, dass es zuletzt 1889 zu derartigen Tauprozessen gekommen sei. "Es sollte uns Sorge bereiten, wenn wir in den nächsten Jahren weitere solche Schmelzen beobachten", sagte Lora Koenig, eine Glaziologin, die für das Nasa-Goddard-Institut arbeitet.

 
Leserkommentare
  1. Eine differenzierte Betrachtungsweise zum Thema Klimawandel in der ZEIT?

    Wie heißt der Autor, damit ich meine Glückwünsche auch persönlich loswerden kann?

    Oder hat er / sie doch Angst, von einem unserer Klimapäpste entkommuniziert zu werden?

    Achtung, liebe ZEIT-Redaktion, in Potsdam (Institut für Klimafolgenforschung) werden schon die Messer gewetzt, pardon, der Bannstrahl fokussiert.

    11 Leserempfehlungen
  2. viel Lärm um nichts.

    4 Leserempfehlungen
    • thwe74
    • 03.08.2012 um 7:52 Uhr

    ... der Mensch und das Klima.

    Eine endlose Geschichte.
    Auch in den Zeitungen.

    Es wird immer munter über den unvermeidlichen Klimawandel gesprochen und geschrieben, und nach 20 Artikeln kommt i.d.R. immer ein nachdenklicher Artikel in der Art wie oben, das plötzlich neueste Erkenntnisse vorliegen und neue Parameter in den Klima-Modellberechnungen beachtet werden müssen => Man muss wieder alles neu bewerten.

    Klar, der Mensch und die Forschung entwickeln sich weiter und es kommen nun mal immer neue Erkenntnisse dazu.

    Zeigt mir aber immer wieder wie klein wir Menschen doch eigentlich sind, egal ob wir nun Klimaretter sind oder Klimaveränderungsignorierer.

    Die Abläufe in der Natur sind doch, auch wenn Sie auf den ersten Blick simpel erscheinen, im Endeffekt komplexer als man denkt. Zudem es nicht nur "negative" Auswirkungen von Klimaveränderungen gibt, sondern auch "positive"...

    Zu beachten ist aber trotzdem:

    Auch wenn viele das ignorieren: Das der Mensch mit seinem Tun seine Umwelt und das Klima auf beeinflusst ist glaube ich nicht von der Hand zu weisen, welche Folgen das aber in vielen Jahren haben wird können wir nur erahnen.

    2 Leserempfehlungen
  3. Wenn Holland und Bangladesh unter Wasser stehen ist es zu spät .

    Die Menschheit und einige Kommentatoren hier halten sich an jedem Strohhalm fest um bloß nicht ihre Gewohnhieten ändern zu müssen.

    Weniger Auto fahren und weniger fliegen wäre das Beste fürs Klima.

    8 Leserempfehlungen
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    Weniger bzw. kein Fleisch mehr Essen, wäre nicht nur gut fürs Klima. Aber das will natürlich keiner hören :P

    • zappp
    • 03.08.2012 um 9:07 Uhr

    Meeresspiegel ist doch eigentlich unstrittig. Wer in 300 Jahren die in Jahrmillionen gebildeten Kohle, Gas und Öllagerstätten verbrennt kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass das keine Wirkung hat.

    Manche würden durch den Klimaschutz mehr verlieren als durch den Klimawandel, angefangen mit Einschränkungen bei liebgewonnenen Konsumgewohnheiten. Solche Menschen klammern sich an jede Restunsicherheit, jeden vorrübergehenden Widerspruch in den Prognosen und Theorien.

    Und wem duch Klimaschutz massive Vermögensverlusten drohen wird selbst bei besserem Wissen die Fraktion der Nichtwahrwollenhaber unterstützen.

    Auch wenn ich selbst kein Auto fahre (wer will sich den Streß denn auch freiwillig antun), möchte ich darauf hinweisen, daß Automobile nur einen (fast vernachlässigbar) kleinen Anteil an der Problematik darstellen.

    Tierhaltung und andere Aspekte der Landwirtschaft machen wohl den größten Anteil des vom Menschen gemachten Ausstoßes aus (zugegebenermaßen nur Halbwissen, aber was anderes scheint es bei diesem komplexen Gebiet ja auch nicht zu geben).

    "Weniger Auto fahren und weniger fliegen wäre das Beste fürs Klima."

    Neben hunderten oder tausenden anderen Möglichkeiten, etwas dafür zu tun: den Rechner nur anschalten, wenn es wirklich wichtig ist, z.B.
    Wieso picken Sie sich ausgerechnet diese beiden Faktoren heraus?

    Ich kann in den Kommentaren hier nicht wirklich eine Flut von "Nichtwahrhabenwollenden" erkennen, im Gegenteil es wurde erläutert, dass die Zusammenhänge nicht so einfach sind, wie sie von Klimawandel"befürwortern" wie Klimawandel"gegnern" meist aufs Tablett gebracht werden.

    Einfach mla weniger Auto fahren oder Fliegen ist genauso belanglos wie ein paar Energiesparlämpchen einzuschrauben.

    Gleichzeitig erfreuen wir uns am neuen Flachbildschirm, den taghell erleuchteten Städten und den Bildschirmanzeigen an den Rolltreppen in den Kaufhäusern, wo früher eine kleine Bronzetafel gereicht hat ...
    Und dazu gibt es abertausende Beispiele mehr!

    was u.a. zu "Bangladesh" so kolportiert wird, ist nachwissenschaftlichem Maßstab zu 95% Unfug.
    Die Höhenlage eines solchen Deltas zum Meeresspiegel wird primär durch die Sedimentbilanz bestimmt; immer!

    Kaufen Sie sich ein gute Geologiebuch!

    MFG KM

    Weniger bzw. kein Fleisch mehr Essen, wäre nicht nur gut fürs Klima. Aber das will natürlich keiner hören :P

    • zappp
    • 03.08.2012 um 9:07 Uhr

    Meeresspiegel ist doch eigentlich unstrittig. Wer in 300 Jahren die in Jahrmillionen gebildeten Kohle, Gas und Öllagerstätten verbrennt kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass das keine Wirkung hat.

    Manche würden durch den Klimaschutz mehr verlieren als durch den Klimawandel, angefangen mit Einschränkungen bei liebgewonnenen Konsumgewohnheiten. Solche Menschen klammern sich an jede Restunsicherheit, jeden vorrübergehenden Widerspruch in den Prognosen und Theorien.

    Und wem duch Klimaschutz massive Vermögensverlusten drohen wird selbst bei besserem Wissen die Fraktion der Nichtwahrwollenhaber unterstützen.

    Auch wenn ich selbst kein Auto fahre (wer will sich den Streß denn auch freiwillig antun), möchte ich darauf hinweisen, daß Automobile nur einen (fast vernachlässigbar) kleinen Anteil an der Problematik darstellen.

    Tierhaltung und andere Aspekte der Landwirtschaft machen wohl den größten Anteil des vom Menschen gemachten Ausstoßes aus (zugegebenermaßen nur Halbwissen, aber was anderes scheint es bei diesem komplexen Gebiet ja auch nicht zu geben).

    "Weniger Auto fahren und weniger fliegen wäre das Beste fürs Klima."

    Neben hunderten oder tausenden anderen Möglichkeiten, etwas dafür zu tun: den Rechner nur anschalten, wenn es wirklich wichtig ist, z.B.
    Wieso picken Sie sich ausgerechnet diese beiden Faktoren heraus?

    Ich kann in den Kommentaren hier nicht wirklich eine Flut von "Nichtwahrhabenwollenden" erkennen, im Gegenteil es wurde erläutert, dass die Zusammenhänge nicht so einfach sind, wie sie von Klimawandel"befürwortern" wie Klimawandel"gegnern" meist aufs Tablett gebracht werden.

    Einfach mla weniger Auto fahren oder Fliegen ist genauso belanglos wie ein paar Energiesparlämpchen einzuschrauben.

    Gleichzeitig erfreuen wir uns am neuen Flachbildschirm, den taghell erleuchteten Städten und den Bildschirmanzeigen an den Rolltreppen in den Kaufhäusern, wo früher eine kleine Bronzetafel gereicht hat ...
    Und dazu gibt es abertausende Beispiele mehr!

    was u.a. zu "Bangladesh" so kolportiert wird, ist nachwissenschaftlichem Maßstab zu 95% Unfug.
    Die Höhenlage eines solchen Deltas zum Meeresspiegel wird primär durch die Sedimentbilanz bestimmt; immer!

    Kaufen Sie sich ein gute Geologiebuch!

    MFG KM

  4. Weniger bzw. kein Fleisch mehr Essen, wäre nicht nur gut fürs Klima. Aber das will natürlich keiner hören :P

    5 Leserempfehlungen
    • zappp
    • 03.08.2012 um 9:07 Uhr

    Meeresspiegel ist doch eigentlich unstrittig. Wer in 300 Jahren die in Jahrmillionen gebildeten Kohle, Gas und Öllagerstätten verbrennt kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass das keine Wirkung hat.

    Manche würden durch den Klimaschutz mehr verlieren als durch den Klimawandel, angefangen mit Einschränkungen bei liebgewonnenen Konsumgewohnheiten. Solche Menschen klammern sich an jede Restunsicherheit, jeden vorrübergehenden Widerspruch in den Prognosen und Theorien.

    Und wem duch Klimaschutz massive Vermögensverlusten drohen wird selbst bei besserem Wissen die Fraktion der Nichtwahrwollenhaber unterstützen.

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    Als Wissenschaftler wird mir immer schlecht, wenn auf der Basis (vermeintlicher) wissenschaftlicher Erkenntnisse Politik betrieben werden soll.
    Die wissenschaftliche Debatte um die Klimaprognosen sollte erstmal innerhalb des Wissenschaftsbereiches selbst soweit gedeihen, dass die Computersimulationen einigermaßen belastbar sind. Dann kann darauf basierend sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden.
    Im Moment wird von profilneurotischen Forschern sekundiert durch eine ganze Schar von Hobbyklimatologen Alarmismus betrieben, um jede Woche eine neue links-grüne Politiksau durch das Dorf zu treiben. Ja, genau darum geht es, das ist eine rein politische Diskussion!
    Allein das inzwischen eingeübte Wort "Klimaschutz". Ich empfehle jedem in einer ruhigen Minute, dieses Worte einmal zu reflektieren...

    • zappp
    • 03.08.2012 um 12:33 Uhr

    Weit über 90% aller Klimaforscher halten derzeit eine Menschen gemachte globale Erwärmung für wahrscheinlich, aber keiner für gewiss. Wobei Mehrheitsmeinungen nichts über die Richtigkeit einer Hypothese aussagen. Für eine Minderheit von Wissenschaftlern gilt die Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen immer noch als nicht nachgewiesen. Und es gab Wissenschaftler, die über Jahrzehnte von der Tabakindustrie verdeckt finanziert wurden.

    Bei der Beurteilung noch ungewisser wissenschaftlicher Erkenntnisse ist niemand neutral. Es ist zudem bemerkenswert, mit wem „Klimawandelzweifler“ und „Klimaschützer“ typischerweise das politische Lager teilen. Oft reflektiert es ein konventionelles „Rechts“ gegen „Links“, bzw. in den USA „konservativ“ gegen „liberal“. Für welche Seite man Partei ergreift wird weniger durch eigene Erkenntnisse, sondern mehr durch die eigenen finanziellen und emotionalen Interessen bestimmt. Niemand mag finanzielle Einbußen zwecks „Klimaschutz“ oder Schuldzuweisungen wegen „Klimawandel“ hinnehmen. Wissenschaftler, Journalisten und Politiker suchen Anerkennung, benötigen Bezahlung für ihre Arbeit und werden manchmal regelrecht bestochen. Manchmal treibt die Aversion gegen Industrie und Kapital, gegen rote und grüne Ideologie oder gegen eine bestimmte Person.

    Als Wissenschaftler wird mir immer schlecht, wenn auf der Basis (vermeintlicher) wissenschaftlicher Erkenntnisse Politik betrieben werden soll.
    Die wissenschaftliche Debatte um die Klimaprognosen sollte erstmal innerhalb des Wissenschaftsbereiches selbst soweit gedeihen, dass die Computersimulationen einigermaßen belastbar sind. Dann kann darauf basierend sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden.
    Im Moment wird von profilneurotischen Forschern sekundiert durch eine ganze Schar von Hobbyklimatologen Alarmismus betrieben, um jede Woche eine neue links-grüne Politiksau durch das Dorf zu treiben. Ja, genau darum geht es, das ist eine rein politische Diskussion!
    Allein das inzwischen eingeübte Wort "Klimaschutz". Ich empfehle jedem in einer ruhigen Minute, dieses Worte einmal zu reflektieren...

    • zappp
    • 03.08.2012 um 12:33 Uhr

    Weit über 90% aller Klimaforscher halten derzeit eine Menschen gemachte globale Erwärmung für wahrscheinlich, aber keiner für gewiss. Wobei Mehrheitsmeinungen nichts über die Richtigkeit einer Hypothese aussagen. Für eine Minderheit von Wissenschaftlern gilt die Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen immer noch als nicht nachgewiesen. Und es gab Wissenschaftler, die über Jahrzehnte von der Tabakindustrie verdeckt finanziert wurden.

    Bei der Beurteilung noch ungewisser wissenschaftlicher Erkenntnisse ist niemand neutral. Es ist zudem bemerkenswert, mit wem „Klimawandelzweifler“ und „Klimaschützer“ typischerweise das politische Lager teilen. Oft reflektiert es ein konventionelles „Rechts“ gegen „Links“, bzw. in den USA „konservativ“ gegen „liberal“. Für welche Seite man Partei ergreift wird weniger durch eigene Erkenntnisse, sondern mehr durch die eigenen finanziellen und emotionalen Interessen bestimmt. Niemand mag finanzielle Einbußen zwecks „Klimaschutz“ oder Schuldzuweisungen wegen „Klimawandel“ hinnehmen. Wissenschaftler, Journalisten und Politiker suchen Anerkennung, benötigen Bezahlung für ihre Arbeit und werden manchmal regelrecht bestochen. Manchmal treibt die Aversion gegen Industrie und Kapital, gegen rote und grüne Ideologie oder gegen eine bestimmte Person.

  5. Auch wenn ich selbst kein Auto fahre (wer will sich den Streß denn auch freiwillig antun), möchte ich darauf hinweisen, daß Automobile nur einen (fast vernachlässigbar) kleinen Anteil an der Problematik darstellen.

    Tierhaltung und andere Aspekte der Landwirtschaft machen wohl den größten Anteil des vom Menschen gemachten Ausstoßes aus (zugegebenermaßen nur Halbwissen, aber was anderes scheint es bei diesem komplexen Gebiet ja auch nicht zu geben).

    2 Leserempfehlungen
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    ... 12 % aus. Wenn man das nun auf einige Wenige die nun auf ein Auto in Deutschland verzichten weiterrechnet, ist der Anteil so verschwindend gering, dass es eher Selbstgeißelung als eine sinnvolle Öko-Maßnahme ist.

    ... 12 % aus. Wenn man das nun auf einige Wenige die nun auf ein Auto in Deutschland verzichten weiterrechnet, ist der Anteil so verschwindend gering, dass es eher Selbstgeißelung als eine sinnvolle Öko-Maßnahme ist.

  6. Wärme könnte für das Tauen von Eis verantwortlich sein. Das ist echt der Hammer.

    Wir verstehen weder das Wetter, noch das Klima, weil wir dass in Modellrechnungen pressen, die noch viel zu viele Unbekannte enthalten.

    Das ist an sich nichts schlimmes. Schlimm wird's, wenn man daraus eine Ideologie stricken will. Egal in welche Richtung.

    Ich weiß, dass ich nichts weiß...

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  • Schlagworte Nasa | Arktis | Grönland | Diät | Klimawandel | Meeresspiegel
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