Klimawandel-DebatteForscher fühlen sich von Klimaskeptiker Vahrenholt instrumentalisiert

Der Ex-RWE-Manager Fritz Vahrenholt verbreitet seit Monaten zusammen mit Sebastian Lüning krude Klimawandel-Thesen. Forscher, die sie zitieren, wehren sich energisch. von 

Ein halbes Jahr ist in der Welt der Medien eine ziemlich lange Zeit – in der Wissenschaft ist es nicht mehr als ein Wimpernschlag. Sechs Monate ist es her, dass zwei Mitarbeiter des Energiekonzerns RWE, Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning, ihr Buch Die kalte Sonne veröffentlichten. Sie wollten damit einen Großteil der Erkenntnisse der Klimaforschung über den Haufen werfen. Die Ansicht der Autoren: Der Einfluss der Sonne und anderer natürlicher Faktoren auf das Klima sei viel größer, als der Weltklimarat IPCC anerkenne, schrieben der Chemiker und der Geologe ; mehr noch, der IPCC manipuliere die Wissenschaft.

Aus den Medien sind Vahrenholt und Lüning inzwischen weitgehend verschwunden. Ihre provokanten Thesen bringen sie nun vor allem durch Lesungen und Vorträge unters Volk. Doch in der Wissenschaft reißen die Reaktionen nicht ab. Und sie sind durchgängig negativ.

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Ende Juni zum Beispiel ging der Hannoveraner Klimastatistiker Manfred Mudelsee die beiden Autoren hart an. Im Blog zu ihrem Buch hatten sie eine seiner aktuellen Arbeiten aufgegriffen, die im Wissenschaftsmagazin Climate of the Past Discussions (CPD) erschienen war. Die Studie hatte – auf theoretisch hohem Niveau und gespickt mit mathematischen Formeln – am Beispiel von Daten aus Tropfsteinhöhlen im Sauerland die Frage untersucht, welche Effekte Datierungsfehler auf Klimazeitreihen haben könnten. Eine staubtrockene Frage, die aber für Experten hochgradig spannend ist.

Im Kalte-Sonne -Blog jedoch wurde Mudelsees Arbeit als Beleg für die These des Buches präsentiert, das Klimageschehen auf der Erde werde von zyklischen Schwankungen der Sonnenaktivität dominiert. "Zum Vorschein kamen charakteristische Zyklen im Jahrhundert- bis Jahrtausend-Maßstab", fassten Vahrenholt und Lüning die Studie zusammen. Mudelsee wies das scharf zurück: Die Buchautoren würden "die mathematische Wissenschaft missverstehen", schrieb er auf der CPD-Website . Das Papier befasse sich nämlich überhaupt nicht mit irgendwelchen Zyklen, und die Trendkurven in den Datenreihen seien zwangsläufiges Ergebnis der eingesetzten statistischen Methode.

"Missbraucht und instrumentalisiert“

Vahrenholt und Lüning korrigierten daraufhin zwar ihren Blogeintrag, allerdings nur marginal. Deshalb setzte Mudelsee nach : "Die Korrektur lässt einen beträchtlichen Grad an Ignoranz erkennen." Starrsinnig werde weiter behauptet, Mudelsees Studie belege Sonnenzyklen. Mudelsees erbostes Fazit: "Als Abschluss dieses eher einseitigen Austauschs wissenschaftlicher Argumente halten wir fest, dass unser Papier von Vahrenholt und Lüning missbraucht und instrumentalisiert wurde, um ihre wissenschaftlich nicht belegte Behauptung zu stützen, die Sonne dominiere das Erdklima auf Zehn- bis Tausend-Jahres-Zeitskalen."

Nachdem ZEIT ONLINE Vahrenholt und Lüning zu den Vorwürfen befragte, meldete sich Sebastian Lüning doch noch auf der CPD-Website zu Wort. Man brauche doch bloß auf die Abbildungen im Mudelsee-Aufsatz zu schauen, um Sonnenschwankungen zu erkennen, schreibt Lüning – und außerdem hätten andere Studien anhand derselben Daten sehr wohl Zyklen gefunden. Manfred Mudelsee, der als trockener Statistiker und Autor eines Lehrbuchs zum Thema bekannt ist, überschrieb seinen letzten Beitrag im Wortwechsel mit "Logische Erläuterung für Sebastian Lüning" : "Unser Papier handelt von Trends, nicht von Zyklen. Sie behaupten, unser Papier habe Zyklen gefunden. Das ist eine unwahre Aussage." Ganz unabhängig davon, was in irgendwelchen anderen Papieren stehe.

Der Vorgang wäre bestenfalls skurril, stünde er nicht exemplarisch für den Umgang der RWE-Mitarbeiter mit der Wissenschaft. Hundertfach berufen sie sich in ihrem Buch und im Blog auf renommierte Forscher –  bei einer Überprüfung entpuppen sich ihre "Argumente" reihenweise als zweifelhaft. Vor Mudelsee gab es bereits andere Wissenschaftler, die sich dagegen wehrten, von Vahrenholt und Lüning zitiert zu werden. Schon als Vahrenholt einige seiner Thesen vor anderthalb Jahren in der Welt veröffentlichte, meldete sich der von ihm zitierte Klimaforscher Kevin Trenberth : Die von Vahrenholt verwendete Aussage sei völlig aus dem Zusammenhang gerissen.

Im Buch Die kalte Sonne wird beispielsweise mit einer Aussage des britischen Meeresspiegel-Spezialisten Simon Holgate die Sorge vor einem klimabedingten Anstieg der Ozeane lächerlich gemacht. Fragt man bei Holgate nach, widerspricht er ausdrücklich: "Ich denke, es gibt eine vom Menschen verursachte Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs." Der Ozeanograph Jens Schröter vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven wird im Buch als Zeuge dafür angeführt, dass hinter dem Meeresspiegelanstieg angeblich tektonische Küstenbewegungen stecken. "Es gibt natürlich Landhebungen und -senkungen", bestätigt Schröter, wenn man ihn anruft. "Aber die können die Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs in den letzten Jahrhunderten nicht erklären."

Leserkommentare
  1. und einen Temperaturanstieg in den letzten 10 Jahren belegen.

    Nun dann mache ich den Anfang:
    http://de.wikipedia.org/w...
    Durchschnittstemperatur Deutschland (ja ich weiß Deutschland ist nicht die Welt):
    2001: 9,0
    2002: 9,6
    2003: 9,4
    2004: 9,0
    2005: 9,0
    2006: 9,5
    2007: 9,9
    2008: 9,5
    2009: 9,2
    2010: 7,8
    2011: 9,6

    Das ist eher eine parallele zur Zeitachse als ein Temperaturanstieg. Das ist ja auch nicht neu, sollte es ihnen auch nicht sein. In den letzten 10 Jahren gab es keinen Temperaturanstieg. Vergleichen sie dies mit den alten Vorhersagen vom IPCC.

    Das alles heißt nicht das CO2 keine derartige Wirkung hat. Es heißt aber das die Modelle des IPCC schlecht sind.

    Antwort auf "[citation needed]"
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    »ja ich weiß Deutschland ist nicht die Welt«

    Ach, Sie wissen das? Warum ignorieren Sie es dann? :)

    Das hier mal lesen: doi:10.1088/1748-9326/6/4/044022

    »Das alles heißt nicht das CO2 keine derartige Wirkung hat. Es heißt aber das die Modelle des IPCC schlecht sind.«

    Perfekt werden Modelle nie sein können. Zu beachten ist aber, dass Unsicherheit nicht unser Freund ist, es könnte etwas besser, aber auch viel schlimmer kommen als vorhergesagt. Das wird von sogenannten "Skeptikern" irgendwie nie erwähnt. Mein persönlicher Eindruck ist dass "Skeptiker" durchweg Leute sind, die einfach nicht den Mut haben, den Tatsachen ins Auge zu blicken und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

    • Nibbla
    • 10. August 2012 12:09 Uhr

    ... setzte den Anfangs und Endpunkt richtig und man kann sich an schöne künstliche "Trends" erfreuen.

    http://www.skepticalscien...

    Ein Ausschnitt der gerade mal letzten 10 Jahren und dann folgern, daß es gar keinen Temperaturanstieg gäbe.

    Wie wäre es mit einer Betrachtung über ein paar Hundert Jahre?

    http://de.wikipedia.org/w...

    Da sieht man sehr schön, wie gegen Ende des 19., Beginn des 20. Jahrhunderts die Durchschnittstemperatur sachte ansteigt und ab den 70ern einen Sprung nach oben macht.

    Das sieht schon ganz anders aus.

  2. ...in allen Ehren!

    Wenn Sie sich Ihrer Sache so sicher sind, dass Klimawandel nicht stattfindet, wie erklären Sie dann, dass

    - sogar Unternehmen wie Esso (nach langen Jahren der Leugnung der Existenz eines durch den Menschen verstärkten Klimawandels!) inzwischen anerkennen, dass was getan werden muss (siehe http://www.exxonmobil.com...)?

    - dass das Europäische Emissionshandelssystem inzwischen auch auf Airlines angewendet wird, deren Flugzeuge auf Europäischen Flughäfen landen oder starten, obwohl daraus nach Einschätzung von Brancheninsidern die Gefahr ernsthafter Handelsbeeinträchtigungen mit Staaten wie den USA und China resultiert (siehe http://www.spiegel.de/wir...)?

    - das (vielgeschmähte) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) trotz wechselnder wissenschaftlicher Besetzung seit Veröffentlichung des ersten Sachstandsberichts 1990 in diesen Zusammenfassungen des wissenschaftlichen Kenntnisstands bisher jedes Mal die Vorveröffentlichung bestätigt fand, ohne dass im Kernbereich der Erkenntnisse jemals Korrekturbedarf bestand (siehe http://www.ipcc.ch/public...)?

    Es ist schön, wenn hier einige meinen, dazu eine fundierte Ansicht zu haben. Aber man sollte vorsichtig sein, wenn man zur Rechtfertigung seiner Ansicht Verschwörungstheorien heranziehen müsste...

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    > Wenn Sie sich Ihrer Sache so sicher sind, dass Klimawandel nicht
    > stattfindet, wie erklären Sie dann, dass
    >
    > - sogar Unternehmen wie Esso (nach langen Jahren der Leugnung der
    > Existenz eines durch den Menschen verstärkten Klimawandels!)
    > inzwischen anerkennen, dass was getan werden muss (siehe
    > http://www.exxonmobil.com...)?

    Opportunismus ist die Kunst mit dem Winde zu segeln, den andere machen. Also alles im grünen Bereich :-)

  3. Die Tatsache, dass natürliche Klimaschwankungen schon die eine oder andere Insel versenkt haben oder Landmassen mit meterhohen Gletschern überzogen haben, kann uns kaum von der moralischen Verantwortung für unser Handeln entbinden, nach dem Motto, weils die Natur "macht" dürfen wir es auch. Dann müsste man auch ernsthaft darüber nachdenken, ob es wirklich so schlimm ist andere Menschen umzubringen, schließlich werden Menschen ja auch von Blitzen erschlagen etc.

    Das moralische Problem des Klimawandels ist eher seine Struktur in dem Sinne, dass der Beitrag eines Einzelnen, ja einer ganzen Nation vernachlässigbar ist, so dass weder auf individueller Ebene noch auf institutioneller staatlicher Ebene wirksam Verantwortung übernommen werden kann. Die Ergebnisse supranationaler Versuche dem Problem beizukommen sind bekanntermaßen miserabel.

  4. »ja ich weiß Deutschland ist nicht die Welt«

    Ach, Sie wissen das? Warum ignorieren Sie es dann? :)

    Das hier mal lesen: doi:10.1088/1748-9326/6/4/044022

    »Das alles heißt nicht das CO2 keine derartige Wirkung hat. Es heißt aber das die Modelle des IPCC schlecht sind.«

    Perfekt werden Modelle nie sein können. Zu beachten ist aber, dass Unsicherheit nicht unser Freund ist, es könnte etwas besser, aber auch viel schlimmer kommen als vorhergesagt. Das wird von sogenannten "Skeptikern" irgendwie nie erwähnt. Mein persönlicher Eindruck ist dass "Skeptiker" durchweg Leute sind, die einfach nicht den Mut haben, den Tatsachen ins Auge zu blicken und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

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    Mag sein, das Unsicherheit nicht unser Freund ist. Übrigens bestreitet Vahrenholt auch nicht die Wirkung von CO2. Er zweifelt aber an dem vom IPCC vorhergesagten Verlauf. Das tue ich auch, insbesondere die "Hockeystick"-Kurve ist sehr unglaubwürdig.

    Zur Unsicherheit: Klar wäre das dumm wenn wir eines Tages feststellen, dass es so gekommen ist wie das IPCC behauptet und wir nichts getan haben. Aber es wäre auch dumm wenn wir eines Tages feststellen, dass alles Blödsinn ist und wir viel Geld für unsinnige oder zu hastige Maßnahmen verschwendet hätten. Denn auch diese Maßnahmen kosten:
    - Geld was (möglicherweise) wo anders besser aufgehoben wäre
    - Wohlstand
    - Lebensqualität
    - Menschenleben (die wir mit diesem Geld hätten retten können)
    - und auch Fortschritt weil für diesen diese Gelder nicht zur Verfügung stehen.

    Es kann auch sein, dass wir feststellen, dass bestimmte Dinge so oder so eintreten. Dass wir dies nicht ändern können und dass es besser gewesen wäre zu lernen damit zu leben und uns darauf einzustellen.

    Wie auch immer man brauch ein gutes Wissenschaftliches Fundament für solche Maßnahmen. Der IPCC hat mir gezeigt das er dies nicht ist. Ich erinnere gerne auch noch mal an die abschmelzenden Gletscher im Himalaja. Die hierzu gehörige Falschaussage des IPCC dürften ja noch alle kennen!

    • Coiote
    • 10. August 2012 16:55 Uhr

    Na ja, als Skeptiker habe ich den Mut (oder meinetwegen die Unbesorgtheit), mich mit dem Klimawandel zu arrangieren. Die Propheten der Katastrophe machen mir jedenfalls keine Angst. Würden die vielen Prophezeiungen auch nur in geringer Rate eintreffen, dann wäre unsere Zivilisation schon zig mal untergegangen. Die Menschen würden sich für nen Liter Öl, für nen Liter nichtradioaktives Trinkwasser, für ein Stück Brot gegenseitig die Köpfe einschlagen, und Bäume würde man nur von Fotos aus der fernen Vergangenheit her kennen.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass es hier die Skeptiker seien, die einer Panikstimmung verfallen. Also mit dem Vorwurf, die Skeptiker hätten nicht den Mumm für jenes und dieses, werden Sie Ihrer Argumentationsgegner mit Sicherheit nicht treffen.

    Die Klimamodelle müssen nicht perfekt sein, aber diese müssen scheinbar noch deutlich verbessert werden, damit die Prognosen für praktische Zwecke brauchbar werden. Die Anhaltspunkte müssen schon etwas konkreter sein als nur "es könnte auch viel schlimmer kommen als vorhergesagt".

  5. Dies könnte daran liegen, dass man CO2 als Einflussgröße überbewertet und andere Größen (zum Beispiel Sonnenzyklen) unterbewertet hat.

    Die Art von Argumentation ist absoluter Kokolores.

    Fakt ist: Die Konzentration von Treibhausgasen ist allein innerhalb der letzten 100 Jahre um ca. 150% gestiegen - ein Wert so hoch wie zuletzt vor etlichen hunderttausend Jahren.

    Die Freude an laienhaften Spekulationen in allen Ehren, aber die Sonne für den Anstieg von Treibhausgasen verantwortlich zu machen, während wir hier fröhlich fossile Brennstoffe in die Landschaft blasen, ist Stuss in Reinform.

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    Nun, immerhin argumentiere ich noch, was man von ihnen nicht behaupten kann.

    Zu: "Fakt ist: Die Konzentration von Treibhausgasen ist allein innerhalb der letzten 100 Jahre um ca. 150% gestiegen - ein Wert so hoch wie zuletzt vor etlichen hunderttausend Jahren."

    Das ist für sich genommen kein Argument dafür das dies irgendeinen Einfluss auf unser Klima hat. Der CO2 Anteil in unser Atmosphäre beträgt beispielsweise nur 0,04% (Volumenprozent). Trotzdem zweifle ich nicht an der Wirkung von CO2 auf das Klima per se. Aber das was sie da bringen ist ein Null Argument!

    • Marco_G
    • 10. August 2012 12:00 Uhr

    es wäre wunderbar wenn sie uns kurz aufklären, welche klimaaussagen das ipcc für das jahr 2012 getroffen haben (inkl. der varianz).
    ihre aussage zur mißachtung der sonnenzyklen erstaunt doch etwas. schließlich ist die sonnenaktivität bzw deren variabilität entscheidend für die bildung von radionukliden isotopen, die in ihrer großen verschiedenheit (proxys / archive) bisher eine sehr wichtige stütze der these der klimaänderung und -erwärmung sind so dass jeder student auf die verschiedenen variationen in der solaren aktivität inkl der bedeutung für die erde hingewiesen wird (sie wissen ja, milancovic-zyklen, was die studenten jetzt wissen, aber die professoren laut ihrer aussage beim erstellen von wissenschaftl. arbeiten vergessen bzw mißachtet haben)

  6. Betrachten wir die Sache doch einmal so. Wer ist in nicht unerheblichem Masse Nutzniesser der Klimadebatte ? Die Wissenschaft und deren Institute, die nicht zuletzt ihre Existenz weiter fliessender Geldmittel woher auch immer zu verdanken haben. Ist es nicht auch hier möglich und sogar sehr wahrscheinlich, das nach dem Motto gearbeitet und publiziert wird, "Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe" ? Letztlich haben diese oder jene Wissenschaftler kein Interesse an einem Abebben der öffentlichen Diskussion und Aufmerksamkeit. Und letzlich ist dies auch die Lizenz zum Gelddrucken, weil bis auf weiteres Geldmittel fliessen werden. Meine Einstellung zum Thema Klimawandel hat sich in den letzten Jahren auch kräftig gewandelt. Ich glaube längst nicht alles was uns die Wissenschaft glauben machen will, das nämlich alles berechenbar, erklärbar ist und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen sind. Das wäre aber ein gesondertes Thema. Und ausserhalb der von uns nur halbwegs verstandenen Welt in der wir leben, sind ganz andere kosmische Kräfte am Werke, von denen wir nur im ungefähren eine Ahnung haben.

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    • eazy-i
    • 10. August 2012 12:33 Uhr

    Jemand der sich einigermaßen gut mit Statistik und Computermodellen auskennt ist universell einsetzbar und kann zweifellos z.B. an der Börse viel mehr Geld verdienen als mit Klimawissenschaft, für die er dann auch noch grundlos angefeindet wird. Von zahllosen "Wissenschaftsmillionären" habe ich noch nichts gehört, obwohl es meiner Meinung nach eine wünschenswerte Entwicklung wäre.

    Schauen Sie sich doch bei Wikipedia die Liste der größten Unternehmen der Welt an und dann wissen Sie, wer Nutznießer einer ewigen absurden Debatte ist, die trotz eindeutiger Fakten immer weiter kreist.

    • TBaxter
    • 10. August 2012 12:36 Uhr

    "Letztlich haben diese oder jene Wissenschaftler kein Interesse an einem Abebben der öffentlichen Diskussion und Aufmerksamkeit. Und letzlich ist dies auch die Lizenz zum Gelddrucken, weil bis auf weiteres Geldmittel fliessen werden."

    Sie betrachten nur die Seite der Wissenschaftler. Das sind die, die sich jahrelang durch Studium und Ausbildung quälten. Diesen Leuten werfen Sie vor, nur nach dem Geld hinterher zu sein. Meinetwegen, auch verquaste Meinungen sind erlaubt.

    Aber was ist mit der andere Seite? All den Milliarden über Milliarden von Dollars schweren Erdölindustrien? Da erwähnen Sie nicht einmal, das da evtl. monetäre Gründe vorliegen könnten, um den Klimaskeptiker zu spielen. Wäre es nicht logischer, die Geldgründe eher bei den superreichen Verursachern der Klimawandels zu suchen, als bei den zerstreuten Professoren?

    Also, warum nur die eine Seite in die Verschwörung aufnehmen?

    • zappp
    • 10. August 2012 15:42 Uhr

    Klimaforscher machen Panik und haben sich darauf geeinigt Ergebnisse zurückzuhalten, damit die öffentliche Hand auch weiterhin ihre Forschung bezahlt? Schonmal geguckt, was Forscher an staatlichen Instituten und Hochschulen verdienen? Ohne Auftragsforschung für gewerbliche Kunden!

    Das dankbarste Publikum bekommt heutzutage der am menschengemachten Klimawandel zweifelnde Wissenschaftler.

  7. nämlich der "wissenschaftlichen" Praxis der beiden Herren:

    Wenn ich auf dem Niveau eine Hausarbeit abliefern würde, dann hätte mein Dozent das gute Recht sie sowas von um die Ohren zu knallen.
    Ich finde es als Student wirklich manchmal unglaublich nervig, wenn solche Pseudo-Experten ihre "Erkenntnisse" in die Welt spucken und sie als wissenschaftlich fundiert bezeichnen, auf einem Level, für dass ich an der Uni keinen Pfifferling bekommen würde.
    Wo bitte waren die, als sie im 1. Semester über wissenschaftliches Arbeiten hätten aufgeklärt werden sollen?

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    Was ich wirklich bedenklich finde ist dass ein ehemals renommierter Verlag wie Hoffmann und Campe sich für so etwas hergibt. Steht es um deren Finanzen wirklich so schlecht, dass sie mit solchem gefährlichen Unfug hausieren gehen müssen? Jedesmal wenn ich auf den KalteSonne-Blog gehe und oben rechts "Hoffmann und Campe" prange(r)n sehe dreht es mir den Magen um ob solcher Verantwortungslosigkeit.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Fritz Vahrenholt | Wissenschaft | Blog | Sonne | Studie
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