NaturkatastropheZehntausende Häuser durch Erdbeben in China zerstört

Im Südwesten Chinas sind Dutzende Menschen durch zwei Erdbeben umgekommen. Etwa 20.000 Häuser wurden zerstört, rund 100.000 Menschen wurden obdachlos. von afp, dpa und reuters

Felsbrocken sind auf eine Straße an der Grenze zur Provinz Yunnan gefallen, die besonders stark von den Erdbeben betroffen ist.

Felsbrocken sind auf eine Straße an der Grenze zur Provinz Yunnan gefallen, die besonders stark von den Erdbeben betroffen ist.  |  © AFP/GettyImages

Mehrere Erdbeben haben im Südwesten von China mindestens 63 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 700 Menschen wurden verletzt, mehr als 20.000 Häuser wurden beschädigt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua . Etwa 100.000 Menschen wurden nach Angaben der Provinzbehörden in Sicherheit gebracht.

Die beiden Erdstöße ereigneten sich innerhalb einer Stunde in den ländlichen Regionen der Provinzen Yunnan und Guizhou. Sie erreichten Stärken von 5,7 und 5,6, teilte die chinesische Erdbebenwarte mit. Das Epizentrum lag rund 15 Kilometer weg von Yiliang in der Provinz Yunnan. Für die etwa 100.000 obdachlos gewordenen Menschen wurden laut Xinhua Tausende Zelte und Decken in die relativ abgelegene Gegend geschickt.

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Mit dem ersten Beben rannten viele Menschen in Panik aus ihren Häusern oder Büros. "Ich bin die Straße lang gelaufen, als ich auf einmal den Boden unter mir schwanken fühlte", berichtete ein Augenzeuge. "Die Menschen kamen schreiend aus den Häusern gerannt, ich habe immer noch Angst."

Ein Rot-Kreuz-Sprecher sagte, viele Häuser in der Katastrophenregion seien nur aus Holz und Lehm gebaut gewesen. Deshalb seien sie auch sehr schnell eingestürzt.

Viele Menschen weigerten sich auch nach Stunden noch, wieder in die Gebäude zurückzukehren. Im Fernsehen waren Hunderte Menschen in der Stadt Yiliang in der Provinz Yunnan zu sehen, die auf der Straße ausharrten.

Der Südwesten Chinas ist immer wieder von Erdbeben betroffen. Bei einem schweren Beben in der südwestchinesischen Provinz Sichuan waren im Mai 2008 fast 70.000 Menschen getötet worden.
 

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
    • Schlagworte China | Erdstoß | Fernsehen | Gebäude | Holz | Nachrichtenagentur
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