Wirbelsturm : "Für einen Hurrikan war Sandy schwach"

Der Wirbelsturm über dem US-Osten sei eine Rarität, sagt Meteorologe Mojib Latif im Interview. Das Ausmaß mache ihn gefährlich, Amerika müsse mit neuen Extremen rechnen.
Aufnahme von Sandy über dem Osten der USA: Zeitweise spannte sich der Sturm mit einem Durchmesser von rund 1.600 Kilometern über Land und Küste.

ZEIT ONLINE:  Herr Latif, an der Ostküste der USA herrscht vielerorts Ausnahmezustand , U-Bahntunnel sind überschwemmt, es stürmt und regnet, fast sieben Millionen Menschen haben keinen Strom . Mittlerweile ist der Wirbelsturm Sandy kein Hurrikan mehr. Viele nennen den Zyklon dennoch einen Jahrhundertsturm. Ist Sandy das wirklich?

Mojib Latif:  Von ihrer Stärke her sicherlich nicht. Für einen Hurrikan war Sandy sogar relativ schwach, sie hatte ja nur die Stärke Eins auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala . Der Hurrikan Katrina, der 2005 die amerikanischen Südstaaten getroffen hat, erreichte zeitweise die Fünf, also die höchste Stufe. Das verheerende an Sandy ist nicht ihre Stärke, sondern ihre Größe. Räumlich gesehen ist sie der größte Sturm seit etwa einem Jahrhundert – zeitweise dehnte sie sich auf einen Durchmesser von rund 1.600 Kilometern aus. Das macht sie möglicherweise sogar gefährlicher als stärkere Hurrikans: Während letztere punktuell große Verwüstungen anrichten, kann ein schwacher, großer Sturm wie Sandy ganze Landstriche dem Erdboden gleichmachen .

ZEIT ONLINE:  Wie kam es, dass Sandy so groß geworden ist?

Mojib Latif

Mojib Latif ist Meteorologe und Klimaforscher. Er arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Sein Fachbereich ist die Ozeanzirkulation und Klimadynamik.

Latif: Sie hat sich sehr lange über das Meer bewegt und hat auf diese Weise immer mehr Wasser aufgenommen. Wäre sie schon – wie es normalerweise passiert – in südlicheren Staaten wie Florida an Land gegangen, hätte sie schnell ihre Kraft und Größe verloren. Das ging aber nicht, weil über dem Atlantik ein Hochdruckgebiet war. Da kann ein Hurrikan nicht einfach durchmarschieren – Sandy bewegte sich also herum und wurde so bis nach New Jersey geleitet.

ZEIT ONLINE:  Die USA hatten im Sommer mit einer Hitzewelle zu kämpfen, jetzt mit Sandy. Könnte man solche extremen Wetterereignisse als Warnsignale des Klimawandels deuten?

Latif: Das ist nur die halbe Wahrheit. Ausschließen kann man es nicht. Schließlich heizen sich im Zuge der globalen Erwärmung auch die Meere auf. Wenn die Temperaturen des Atlantiks steigen, verdunstet mehr Wasser. Hurrikane ziehen ihre Energie aus verdunstendem Wasser. Es ist also logisch, dass eine Erwärmung zu stärkeren und häufigeren Wirbelstürmen führen kann. Und Fakt ist, dass wir in den vergangenen 100 Jahren besonders viele und heftige Hurrikans erlebt haben.

Das ist aber nicht allein auf die globale Erwärmung zurückzuführen. Da spielen mehrere Umstände eine Rolle. Wir erleben im Moment zum Beispiel zusätzlich eine natürliche Temperaturschwankung, die sich mit dem langfristigen Klimawandel überlagert. Sie trägt auch dazu bei, dass es extremere Wetterereignisse gibt. Letztlich kann man den möglichen Zusammenhang zwischen extremen Wetterlagen und Klimawandel mit einem gezinkten Würfel vergleichen. Fällt hier die sechs, lautet die Frage: Lag es daran, dass der Würfel gezinkt ist – oder wäre die sechs eh gefallen?

ZEIT ONLINE:  Was beeinflusst ansonsten die Zahl und Stärke tropischer Wirbelstürme?

Latif: Die Temperatur des Pazifiks kann zum Beispiel indirekt die Zahl der Tropenstürme beeinflussen: Bei der El Niño- oder La Niña-Erwärmung um Weihnachten herum wird das Meerwasser entlang des Äquators besonders warm. Das führt dazu, dass starke Scherwinde über dem Pazifik entstehen. Diese wehen an der Meeresoberfläche anders als in höheren Luftschichten und zerreißen Wirbelstürme. Scherwinde verhindern also, dass sich Hurrikane wie Sandy überhaupt entwickeln können. Aber im Moment haben wir kein El Niño, die Temperatur des Pazifiks ist normal. Sandy hatte also nichts mit El Niño zu tun, sondern mit den steigenden Temperaturen des Atlantiks.

ZEIT ONLINE: Heißt das, dass die USA in Zukunft mit mehr Extremwetter rechnen müssen?

Latif: Nicht nur die USA – überall auf der Welt muss man sich auf Veränderungen einstellen. Denn dass die Erde sich erwärmt, ist eine Tatsache. Es äußert sich nur in jeder Region anders: Hier in Deutschland werden wir weniger davon mitbekommen , als in den USA. Während wir vielleicht etwas mehr Regen erleben, werden die USA mit Tausenden Tornados und anderen Naturkatastrophen zu kämpfen haben. Die Erwärmung verstärkt die Wetterverhältnisse, die in einem Land ohnehin herrschen.

Verlagsangebot

Lesen Sie weiter.

Noch mehr faszinierende Wissenschaftsthemen jetzt im digitalen ZEIT WISSEN-Abo.

Hier sichern

Kommentare

27 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Wie gemässigt (sitzt er fest im Sattel Spass). Das hatte sich schon beim anderen Interview angedeutet, wo er ja ein bisschen Übertreibung zugegeben hatte.

"Die Erwärmung verstärkt die Wetterverhältnisse, die in einem Land ohnehin herrschen." Da höre ich gerne zu, denn es ist entfernt von pauschaler Panikmache und eröffnet Gedanken an Schutz und Gegenmaßnahmen.

ZEIT lässt nicht locker

ZEIT ONLINE: Die USA hatten im Sommer mit einer Hitzewelle zu kämpfen, jetzt mit Sandy. Könnte man solche extremen Wetterereignisse als Warnsignale des Klimawandels deuten?
Latif: Das ist nur die halbe Wahrheit. Ausschließen kann man es nicht.

Ausschließen kann man auch nicht, dass nächste Woche der Mond auf die Erde fällt. Liebe ZEIT, Klimawandel gibt es immer, zu jeder Erdenzeit und wer es so lesen möchte, in jeder Minute und Stunde. Wer allerdings von Warnsignalen spricht, hält das Klima für etwas Bedrohliches. Und das ist es eben nicht, wenn man nicht das Leben selbst als bedrohlich empfindet. Es ist unsere Lebensgrundlage und es liegt nicht in der Kraft des Menschen das Klima anzupassen, sondern der Mensch hat bisher immer die wundervolle Gabe besessen sich dem Klima anzupassen. Wenn das heute bei einigen Zeitgenossen anders ist, so hat das mehr mit dem Klima in ihren Köpfen zu tun.

Die Zeit differenziert im Gegnsatz zu Ihnen

Kein seriöuser Wissenschaftler bestreitet, das es den Klimawandel schon immer gab. Das macht die Zeit übriegens auch nicht.

Es geht um den zunehmenden menschlichen Einfluß auf die großen Klimazyklen in den letzten ca. 150 Jahren und genau das ist der PUNKT !

Es ist immer die gleiche platte Leier, mit dem die Klimaskeptiker unterstellen, die Klimaforscher würden unterstellen, das ALLEIN der Mensch das Klima beeinflusst oder gar macht.

Richtig ist, das der Mensch durch seinen energieintensive Lebensweise der letzten ca. 150 Jahre zunehmend einen antropogrene Komponente in das Klima einbaut.

Man kann sagen wir befinden uns in einem globalen (Klima)Experiment mit letztlich noch ungewissem Ausgang, insbesondere was das Ausmaß der Folgen für den einzelnen sowie die Zeiträume angeht, in der sich signifikante Änderungen abspielen.

Das ganze ist kompliziiert und genau deshalb gibt es Klimamodelle mit möglichen Spannbreiten für den Temperatur- oder Meeerersspiegelanstieg etc..

Das gibt das aktuelle Interview sehr gut wieder und ist weit entfernt von Panikmache, auch was Wetterextrme wie Hurrikans etc. betrifft.

Den mesnchlichen Einfluss auf das Klima durch zunehmende Verbrennung von fossilen Rohstoffen, Energieverbrauch, Autowahn etc. zu leugnen ist bequem aber eben falsch.

Und es stehen handfeste Wirtschaftsinteressen dahinter, den Konzerne wie Exxon, Gazprom RWE & Co. sowie die mächtige Automobilindustrie leben sehr gut von diesem verschwenderischen Umgang mit Resourcen.

@volksschenk

** Es ist unsere Lebensgrundlage und es liegt nicht in der Kraft des Menschen das Klima anzupassen**
Das mag so sein und es liegt auch nicht in der Kraft des Menschen seinen Lebensraum zu zerstören!
Wo ich mir nicht so sicher bin ist die Frage, ob der Mensch durch seinen Erfindungsgeist und unter Mithilfe vieler Maschinen nicht doch in der Lage ist, das Klima so zu beeinflussen, dass er seinen Lebensraum auch für die eigene Spezies unbewohnbar macht?
Für einige andere Spezies ist es ja schon gelungen!
Ich frage mich, woher Sie die Gelassenheit für einige Ihrer steilen Thesen nehmen?

@Ruhrstädter,

ich glaube nicht, dass Sie wissen, welche Auswirkungen zunehmende Verbrennung von fossilen Rohstoffen, Energieverbrauch, Autowahn etc.letztendlich für das Klima haben.

Aber auch bei Ihnen beginnt es schon mit der Manipulation der Sprache. Zeitgenossen, die das Klima als natürlichen Prozess sehen und dem immerwährenden Klimawandel positiv gegenüberstehen, werden als Klimaskeptiker diffamiert, obwohl die Klimaskeptiker eigentlich die sind, die die Diffamierung im Munde führen und die vorgeben, die Menschheit vor den Gefahren des Klimas retten zu wollen.
Das Geschäft mit der Angst blüht und im Hintergrund ziehen gewiefte Geschäftemacher die Fäden. Mit der Tünche der Wissenschaftlichkeit versuchen sie die Schaltzentralen der Politik für ihre Interessen zu gewinnen.

Da wird versprochen, man könne den Klimawandel auf so oder so viel Grad begrenzen, wenn die Gesellschaft mitmacht, heißt wenn die Gesellschaft den Schutz- und Vorsorgekrempel kauft und die Investitionen bezahlt. Die Praktiken der Ablass- und Angsthändler des Mittelalters waren im Vergleich zu den heutigen Feldzügen der Panikmacher eher schon eine Wohltätigkeitsveranstaltung. Das schöne für die Geschäftemacher und Klimaideologen ist, sie können den Beweis, dass ihre Maßnahmen fruchten, auf ewig schuldig bleiben.

Oder um es mit Karl Popper zu sagen, Kennzeichen von Ideologien sind, dass sie nicht falsifizierbar, also nicht widerlegbar sind. So verhält es sich auch bei den Klimaphorikern.

@ Peter G., Klimaschutz oder Umweltschutz ?

Man sollte bei der Diskussion zwei Dinge fein säuberlich voneinander trennen. Klimaschutz und Umweltschutz.
Umweltschutz ist berechtigt und notwendig. Hier geht es um die Bewahrung, Renaturierung und den Schutz von Menschen-, Tier- und Pflanzengerechten Lebensräumen zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Wer dagegen den Umweltschutz unterlaufen und verhindern möchte, redet vom Klimaschutz. Hier wird nämlich die Debatte in eine Glaubens-Sphäre gehoben, in der die Unbekannten den Ton angeben und in der religiöse Glaubensbekenntnisse wissenschaftliche Arbeit ersetzt.

Wenn sich z.B. in der Nähe von petrochemischen Anlagen unterirdische und direkt lebensbedrohende Kerosin-Seen bilden (wie in Köln-Wesseling), ist das nicht groß der Rede wert (Arbeitsplätze gehen vor). Wer möchte schon an dem Naheliegenden was ändern, wenn man mit dem Gotteswerk Klima beschäftigt ist und morgen schon die Sintflut droht.

Naja....

"Ausschließen kann man auch nicht, dass nächste Woche der Mond auf die Erde fällt."

Entspricht nicht dem derzeitigen Kenntnisstand. Tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall:

http://www.dlr.de/desktop...

"Liebe ZEIT, Klimawandel gibt es immer, zu jeder Erdenzeit und wer es so lesen möchte, in jeder Minute und Stunde."

In den letzten 10.000 Jahren (also in dem Zeitraum, in welchem sich insbesondere die Menschheit herausragend entwickelt hat), war die globale Durchschnittstemperatur wohl äußerst stabil:

http://en.wikipedia.org/w...

"Wer allerdings von Warnsignalen spricht, hält das Klima für etwas Bedrohliches. "

Mitnichten - es ging ja nicht um den Klimawandel sondern um Unwetter, die können durchaus etwas bedrohlich sein. Und hätten Sie die Antwort von Herrn Latif zuende gelesen, würden Sie ja jetzt wissen, dass er da deutlich differenzierter geantwortet hat.

"Es ist unsere Lebensgrundlage und es liegt nicht in der Kraft des Menschen das Klima anzupassen, sondern der Mensch hat bisher immer die wundervolle Gabe besessen sich dem Klima anzupassen."

Jaja, die Menschheit wird es sicherlich kaum merken, wenn sich Nahrungsketten aufgrund eines Klimawandels "umgestalten".

Keine Logik sondern unvernunft!

Vergessen sie und ich mal kurz das Thema Klimawandel.
Angenommen es gibt einen neuen Virus. Er ist zu 100% tödlich und breitet sich Seuchartig aus.

Jetzt gäbe es die möglichkeit einer Impfung. Diese kostet leider 250 Euro. Bei knapp 80 Millionen Menschen nicht günstig und irgend jemand (sogar einige) würden davon profitieren.

Wäre das ein Beweis, das es gar keinen Virus gibt? Nein.

Wir bauen Deiche zum Schutz vor Fluten, unsere Autos müssen Abgasnormen erfüllen und Crashtests bestehen. Das alles ist Sinnvoll und an all dem verdient jemand etwas.
Worauf es also ankommt ist, wie die Fakten aussehen.
Diese ganze Panik erzeugen um Geld zu kassieren Argumentation hinkt also gewaltilg.

Jetzt kommen wir wieder zum Klimawandel. Der absolute großteil der Forscher ist davon völlig überzeugt, das wir Menschen unsere Fossiloen Brennstoff Finger mit im Spiel haben. Es gibt zahlreiche Studien und Fakten die dies belegen.

Die gegenseite hat ein paar "Skeptiker" die sogar soweit gehen den Treibshauseffkt zu leugnen, oder immer noch die Sonne für den Klimawandel verantwortlich zu machen. Obwohl dies schon lange transparent wiederlegt worden ist.
Dabei werden hier auch eifrig Geschäfte getätigt (Buch verkauf z.B.) oder Geschäfte geschützt (divers. Industrie zweige). Ein weiterer wiederspruch den die Skeptiker weniger skeptisch gegenüberstehen.

Das Klima änderte sich schon immer. Sicher! Aber diesmal mischen wir Menschen kräftig mit. Zeit dieses leidige leugnen von Fakten zu beenden!

||||||||||||||||||||||||||||||||||ALLLLLLLLLLLLLO W|||||||||||EN

"Der absolute großteil der Forscher ist davon völlig überzeugt..."
Der absolute Großteil der Forscher war auch völlig davon überzeugt, daß die Erde eine Scheibe ist, bzw. die Sonne um die Erde kreist (sonst hätte man ihnen auch die Rübe abgeschlagen).
Es standen einfach nicht die Mittel zur Verfügung, etwas anderes wahrzunehmen.
Bezogen auf die Dauer der Klimatätigkeit und die Fähigkeit
repräsentative Meßdaten zu beschaffen, zweifele ich an
der eindeutigen Aussagekraft der Klimaforschung. Egal durch wieviele Supercomputer die Daten geschleust werden, es bleibt Kaffeesatzleserei.
Und was den Virus angeht, wenn ein absolut tödlicher Virus unterwegs wäre, müßte keiner mehr 250 Euro für das Gegenmittel zahlen, ich muß ja auch nicht erst bezahlen, bevor die Feuerwehr die brennende Hütte löscht.

Sehr geehrte(r) alliance1979,

soo viel vernünftiger ist Ihre Argumentation auch nicht. Auch durch allzu aufdringliches Wiederholen wird die Hypothese nicht zum Kausalitätsbeweis geadelt. Zudem lagen bei den "vergangenen" Moedellierungsansätzen auch die Vertreter dieser Sorte Forschung oft genug weit daneben, um diesen mit konstantem Mißtrauen zu begegnen.

Ein schönes Beispiel für anthropogenen Einfluss ist übrigens die letzte Dürre im Mittleren Westen der USA, diese Beispiel zeigt wie verheerend schon "falsche" Anbaumethoden und Vernichtung der Grundwasserreserven sich auswirken, und so jede Trockenzeit in eine unerträgliche Katastrophe verwendeln können, ohnen auch nur eine Handvoll Lignit zu verschmurgeln!

Prävention ist selbstverständlich geboten, auch eben gegenüber so manchem Apologeten der Monokausalisten.

MfG KM

Keine Argumente, Dafür mekrwürdige Vergleiche und viel Meinung!

"Der absolute Großteil der Forscher war auch völlig davon überzeugt, daß die Erde eine Scheibe ist, bzw. die Sonne um die Erde kreist (sonst hätte man ihnen auch die Rübe abgeschlagen)."

Wieder ein KEIN Argument. Denn es waren wohl kaum Wissenschaftler sondern die Kirche, die der überzeugung war das die Erde eine Scheibe ist.
Die Quelle war nicht die Forschung, sondern die Religion, die Bibel.

"Es standen einfach nicht die Mittel zur Verfügung, etwas anderes wahrzunehmen."

Völliger Blödsinn. Mal über den Erdschatten am Mond nachgedacht oder die tatsache das man bei Schiffen in der Ferne zuerst die Segel erkennt? Auch gab es viele Völker die eben nicht davon ausgingen das die Erde eine Scheibe ist.

"Und was den Virus angeht, wenn ein absolut tödlicher Virus unterwegs wäre, müßte keiner mehr 250 Euro für das Gegenmittel zahlen, ich muß ja auch nicht erst bezahlen, bevor die Feuerwehr die brennende Hütte löscht."

Sie meinen also Medikamente gibt es kostenlos? Selbst wenn sie diese nicht direkt Zahlen würden, der Staat müßte es.

Ihre Vergleiche hinken an allen Ecken und Enden.

"Bezogen auf die Dauer der Klimatätigkeit und die Fähigkeit
repräsentative Meßdaten zu beschaffen, zweifele ich an
der eindeutigen Aussagekraft der Klimaforschung. Egal durch wieviele Supercomputer die Daten geschleust werden, es bleibt Kaffeesatzleserei."'

Tja wenn Sie die Daten Anzweifeln ist das natürlich etwas anderes ;). Sie müssten sie entkräften. Das konnte bisher aber niemand.

MfG

Ich persönlich...

...bin der meinung das wir gegen mama Erde einen Viel Fronten Krieg führen.
Plastik Müll in den Ozeanen, Klima und ihr "Argument" sind da nur ein paar Beispiele.

Ich wiederspreche also nicht das auch falsche Anbaumethoden oder die abholzung der Regenwälder schädliche Auswirkungen haben.

Nur habe ich mich eingehend mit dem Thema beschäftigt und bin vom "Klima Skeptiker" zum "gläubigen" geworden.

Dafür gab es viele Gründe. Aber die wichtigsten sind das die Skeptiker...

1. Zwar gerne den Wissenschaftlern viele Fehler oder fälschungen von Statistiken vorwerfen, sie beides aber selbst in einem Ausmaß betreiben, der in anbetracht der Vorwürfe schon fast lächerlich zu nennen ist.

2. Natürlich ist es eine Theorie. Aber es gibt schlicht keine Gegenargumente und das nach sehr langer Forschungstätigkeit. Wie erschreckend dämlich wäre es von der Menschheit die Warnungen zu ignorieren, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit das die Theorie stimmt nur bei 50% läge.

Ich selbst bin kein Forscher und verstehe von dem Gebiet das, was man populär Wissenschaftlich in Form von Büchern kaufen kann.

Aber wenn ich lese das diese sogenannten Klimaskeptiker den zum Mythos Treibhauseffekt erklären oder meinen die Sonne "sei Schuld" oder das Argument "das Klima hat sich schon immer geändert", tatsächlich als fundiertes Argument gegen den anthropogener Klimawandel verstehen...Tja, dann sind diese angeblich weltfremden Wissenschaftler einfach wesentlich glaubwürdiger.

MfG

Sehr geehrter alliance1979,

Ihrer Einschätzung "unserer" bedenklichen Behandlung der Umwelt kann ich mit aufgund vielfältiger persönlicher Erfahrungen bedenkenlos anschließen.

Was die Veränderung des Klimas angeht, verstehe ich eigentlich die Dsikussion garnicht. Weder die nicht zielführende, ideologisch (un damit dumm) motivierte Aufteilung in theologische Bergiffe (Leugner, etc) noch die von einigen Apologeten als Heilslehren verkauften Modellierungsansätze.
Habe Chemie- und Geologie studiert und kenne dadurch eine Vielzahl von Möglichkeiten Klimaveränderungen und Extremwetterereignisse in deren Auswirkungen zu messen. D.h. bei entsprechender Datenlage kann ich mir eine eigene Meinung bilden, die weit über statistische Untersuchungen hinausgeht.

Als Naturwissenschaftler ist es mir völlig gleichgültig welche Hypothese jemand vorträgt, was mir wichtig ist: was genu wird im Einzelfall behauptet und welche Nachweise werden präsentiert.

Es ist zudem eben nicht wissenschaftlich festzustellen: Nur weil es keine alternative Erklärung gibt, ist die letzte vorliegende erklärung die "Beste"; das verhöhnt jede Kausalitätsuntersuchung und ist schlicht indiskutabel!

Nehmen Sie nur die "Meeresspiegeldabette" welche absurde Züge trägt, ist oft selbst ungeklärt über welche Bezugshöhen gesprochen wird, oder das fragwürdige Expansionsmodell dem das PIK noch anhängt, von Schenke 2009 oder so...

Nicht alle Arbeiten zum KW sind per se schlecht, aber es ist immer noch zu viel "Müll" dabei.

MfG KM