Die Tsunami nach dem schweren Pazifik-Beben in der Nacht sind auf Hawaii , in Kalifornien und Kanada weit schwächer ausgefallen als befürchtet. Eine Welle mit 152 Zentimetern wurde nach Angaben des Pazifik-Tsunami-Warnzentrums an der Hawaii-Insel Maui gemessen. An Stränden der Insel Hilo erreichten die Wellen eine Höhe zwischen 16 und 43 Zentimeter. 

Eine erste Welle war auf die US-Küste bei Arena Cove aufgeschlagen. Nach Angaben des Warnzentrums war sie nur 67 Zentimeter hoch. Nach bisherigen Informationen entstand kein Schaden.

Das Erdbeben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 7,7. Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum hatte zuvor prognostiziert , Flutwellen von einem bis zwei Metern Höhe könnten entstehen.

Das Zentrum des Bebens lag auf der Inselgruppe Haida Gwaii in gut 17 Kilometern Tiefe. Die Inseln liegen etwa 200 Kilometer südwestlich von Prince Rupert in der kanadischen Provinz British Columbia . Wenige Minuten später folgten ein Nachbeben der Stärke 5,8. Berichte über Opfer oder Schäden gab es dort zunächst nicht.

Wie der Fernsehsender CNN berichtete, hatten die Behörden auf Hawaii Bewohner in Notquartiere geschickt. "Überall auf der Insel tönen die Sirenen", schilderte eine Mitarbeiterin eines Hotels auf dem Urlaubseiland Maui der Nachrichtenagentur dpa.

Die kanadischen Behörden gaben für die Küstengebiete von British Columbia und Alaska zwischen dem Norden der Vancouver-Insel und dem Cape Decision eine Tsunami-Warnung aus. Die Bewohner von mindestens vier Ortschaften in British Columbia brachten sich daraufhin nach Behördenangaben in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit.

Auf der Flucht vor einer drohenden Welle hatten Menschen in der hawaiianischen Hauptstadt Honolulu ein Verkehrschaos verursacht. Bürgermeister Peter Carlisle rief via CNN alle Bürger der Inselkette auf, ihre Autos zu verlassen. "Wenn möglich, suchen Sie sich ein Gebäude und steigen in die höheren Stockwerke", appellierte Carlisle. Die Situation sei "sehr, sehr gefährlich". Rund 80.000 Menschen seien von der Evakuierungszone der Insel Oahu betroffen.

Twitter-Statusmeldungen aus der Region um das hawaiianische Kauaihierund der nordkalifornischen Küstenregion um die Stadt Eurekahier