Fotostrecke Sandy : Gespenstische Ruhe, Trümmer und Schlamm

Noch sind Teile von New York und New Jersey überflutet, verwaist und ohne Strom, wie diese Bilder zeigen. Schlamm, Müll und Trümmer harren der Räumtrupps.

Der Wirbelsturm Sandy hat an der US-Ostküste schwere Schäden angerichtet. Einen Tag, nachdem das Sturmzentrum auf Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey getroffen war, haben in vielen Teilen des Landes die Aufräumarbeiten begonnen. In anderen Regionen kämpfen die Einsatzkräfte und Bewohner noch mit Hochwasser und Bränden.

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Diesem Feind ist man nicht gewachsen

Ein Feind der USA, den man nicht in Grund und Boden bombardieren kann und bei dem auch die freizügigsten Waffengesetze nichts nützen.
Allerdings auch wieder einer, der erst so mächtig und aggressiv werden konnte, weil man ihn über Jahrzehnte gepäppelt hat. Mit Energieverschwendung und Umweltzerstörung. Bleibt nur zu hoffen, daß im Interesse der breiten Mehrheit der Menschen dieses Landes und der Welt endlich ein Umdenken in der US-Politik einsetzt.

Respekt vor der Natur?

Es ist bitter, das zu sehen, zumal in einem Land, das sich für das entwickeltste der Welt hält.
[...]
Die Wasser ebben, die Vögel ruhen,
Der liebe Gott geht auf leisesten Schuhen.
Der Mond zieht am Himmel gelassen die Bahn,
Belächelt der protzigen Rungholter Wahn.
Von Brasilien glänzt bis zu Norwegs Riffen
Das Meer wie schlafender Stahl, der geschliffen.
Trutz, Blanke Hans.

Und überall Friede, im Meer, in den Landen.
Plötzlich wie Ruf eines Raubtiers in Banden:
Das Scheusal wälzte sich, atmete tief,
Und schloß die Augen wieder und schlief.
Und rauschende, schwarze, langmähnige Wogen
Kommen wie rasende Rosse geflogen.
Trutz, Blanke Hans.

Ein einziger Schrei – die Stadt ist versunken,
Und Hunderttausende sind ertrunken.
Wo gestern noch Lärm und lustiger Tisch,
Schwamm andern Tags der stumme Fisch.
Heut bin ich über Rungholt gefahren,
Die Stadt ging unter vor sechshundert Jahren.
Trutz, Blanke Hans?
(Detlev von Liliencron, 1883)

Hunderttausende Tote, das sind die Erfahrungen, aus denen die Küstenbewohner Europas gelernt haben, ein wenig, und oft trotzdem nicht genug.
Kein Deich, kein Schutz, klapprige Strommasten, Häuser direkt auf dem Strand... das zeugt nicht von Respekt vor der Natur. Ein Sturm kann den stabilsten Deich in Stücke reißen. Aber wenn es fast keinen Schutz gibt, müssen sich die Verantwortlichen auch fragen lassen, ob sie falsche Prioritäten setzen! Menschen können sich der Natur anpassen, aber nur wenn sie akzeptieren, wer im Zweifelsfall der Stärkere ist.