Fotostrecke Sandy : New Yorker arrangieren sich mit steinzeitlichen Zuständen

Arbeiter beseitigen Wasser, schieben Schlamm – und abends erholt man sich am Lagerfeuer. Diese Bilder zeigen: New York ist von Normalität noch weit entfernt.

Busse fahren schon, die U-Bahn wird bald wieder rollen. Um die Straßen von Stau freizuhalten, dürfen nur noch Autos mit mindestens drei Personen nach Manhattan. Busse sind kostenfrei. Drei Tage nach dem Sturm Sandy sind in der Millionenstadt erste Schäden beseitigt, der Alltag beginnt.

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In Manhattan gab es viele Staus!

Wahrlich steinzeitliche Zustände!
Wer hat denn diese lächerliche Headline ins Netz gestellt?
In Italien gibt es heute noch Menschen, die ein Jahr nach einem Erdbeben in Zelten leben.
Und aus den USA bekommen wir stündlich einen Lagebericht.
So bedauerlich die Zahl der Toten ist, hier wird mit Superlativen - von steinzeitlich bis unvorstellbar - inflationär getextet.

Steinzeitliche Infrastruktur

Die Infrastruktur in den USA ist allerdings steinzeitlich. Das war schon ein starker Sturm, aber hier in Deutschland hätte es kaum Stromausfälle gegeben, weil unsere Stromleitungen unterirdisch und nicht überirdisch verlaufen. Wenn man den Kabelsalat in Amiland sieht, erinnert das an tiefste dritte Welt und man muss kein Elektriker sein, um zu erkennen, dass ein einziger umgestürzter Baum u.U. tausende vom Netz abschneidet.

Ich vermute, dass dieser Herbststurm auch darum medial so aufgeblasen wurde, um von dem völlig maroden Zustand der Infrastruktur der selbsternannten "Weltpolizei" und "einzig verbleibender Supermacht" hinweg zu täuschen. Denn es darf ja nicht wahr sein, dass der erste heftige Herbststurm das halbe Land außer Kraft setzt. Nein, dann muss man das zum Jahrhundertereignis hoch stilisieren, denn etwas anderes könnte eine so tolle Supermacht schließlich nicht in die Knie zwingen.

Das ist mir bekannt,

ich habe selbst darüber gestaunt, denn teilweise sind die Konstruktionen abenteuerlich und schlicht gefährlich.

Aber warten sie mal ab, in Europa sind wir bald auf dem selben Stand der Technik, denn die Privatisierng aller Arten von Infrastruktur war noch nie besonders instandhaltungsfreundlich.

Das erleben wir doch gerade in D, was denken Sie, wo wir in 20 Jahren wären, wenn jetzt nicht politisch auf den längst überfälligen Netzausbau gedrängt würde.