Mecklenburg-VorpommernCDU will Jagd auf Wölfe erlauben

In der Müritz-Region soll ein Wolf mehrere Schafe gerissen haben. Weil der Schutz von Nutztieren Vorrang habe, will die CDU die seltenen Tiere zum Abschuss freigeben. von dapd

Ein Wolf (Canis lupus) tappt im Raum Sperenberg in eine Kamerafalle des WWF (Archiv).

Ein Wolf (Canis lupus) tappt im Raum Sperenberg in eine Kamerafalle des WWF (Archiv).  |  © WWF/dapd

Nach dem mutmaßlichen Angriff eines Wolfes auf eine Schafherde in der Müritz-Region will die CDU die seltenen Raubtiere zum Abschuss freigeben . Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Rinder seien nicht ausreichend geschützt, sagte die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Beate Schlupp. Ein "Miteinander von Wolf und Nutztierhaltung" führe "zwangsläufig zu Konflikten".

In der Nacht zum Dienstag waren in Röbel acht tote Schafe gefunden worden, die laut Gutachtern des Landes wahrscheinlich von einem Wolf getötet wurden. Umweltminister Till Backhaus ( SPD ) versprach, den finanziellen Schaden zu ersetzen.

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Wölfe waren in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts komplett verschwunden, weil sie von Menschen gnadenlos gejagt wurden. Seit wenigen Jahren siedeln sich die inzwischen geschützten Tiere jedoch wieder an .

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Leserkommentare
  1. Die geschiedene, konfessionslose, Bankkauffrau der Christdemokraten ist schon öfters mit ihren mehr als unqualifizierten Bemerkungen aufgefallen.
    Zuletzt als sie Ausgleichsmaßnahmen für den Verlust von Ackerflächen verantwortlich machte.
    Sie forderte die Abschaffung der Eingriffsregelung.

  2. Die Tierschützer bezahlen den Schaden den der Wolf anrichtet und damit ist soweit alles in Ordnung.

    Den Jägern ist es sicher auch recht, denn der Wolf vertreibt zuverlässig Jogger, Mountainbiker und Spaziergänger aus dem Wald. Einfach ein Schild aufstellen "Vorsicht frei laufendes Wolfsrudel".
    Ein bisschen nächtliches Wolfsgeheul und schon hat der Jäger den Wald für sich alleine.

    Für die Rehe usw. ist das natürlich bitter, aber mit Bambi hat scheinbar niemand Mitleid.

    Und nein, ein Wolf kann nicht Schmerzlos töten. Der Wolf kommt nicht nicht mal an ein Reh heran das er nicht vorher im Rudel so lange in Todesangst gehetzt hat bis es total erschöpft zusammen bricht. Und natürlich nimmt ein Wolf keine Rücksicht darauf ob das Reh gerade noch Junge versorgt usw. usw, usw,

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    aber wissen Sie was? Das nennt man Natur. Und die ist mir lieber as irgendein mittelalterlicher, unterbelichteter Brauch für dekadente Bevölkerungsgruppen, der nicht mehr viel mit Artenschutz und Erhaltung der Artenvielfalt zu tun hat, bekannt als Jagd.

    [...]

    mfg

    K-F

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und bewahren einen höflichen und respektvollen Umgangston. Danke, die Redaktion/ls

  3. "Wo der Wolf lebt, wächst der Wald" - altes Slawisches Sprichwort.

    Antwort auf "ja ja die Jäger"
    • Siria
    • 15. November 2012 19:52 Uhr

    Wofür haben wir in MV Wolfsbeauftragte, die für solche Fälle geschult und ausgebildet wurden?? Wieso reagieren die nicht?
    Der Wolf steht auf der roten Liste und darf rein rechtlich nicht geschossen werden.
    Zum Schutz von Schafen gibt es spezielle Schutzzäune gegen Wölfe und speziell ausgebildete Schutzhunde (nicht zu verwechseln mit Hütehunden!http://www.taz.de/!99101/).

    In 10 km Luftlinie möchte man unbedingt Wölfe im Müritz- Nationalpark haben und vor dessen Grenze sollen sie abgeknallt werden?! Ich verstehs nicht!
    Die in Sachsen kriegen das seit Jahren super hin. Nur in Meck Pomm bekommt es die Politik nicht hin, sich klar zu positionieren!

  4. 93. Oje oje

    wenn die CDU den Schießbefehl auf Wölfe aufgrund eines noch unklaren Falles befürwortet, so kann ich nur "vermuten" das es unter den CDUlern keinen "Promovierten Biologen" gibt.

    Ach stimmt, es ist ja ein Naturwissenschaftliches Fach, da ist es nicht ganz so leicht einen "gefakten" Titel zu erlangen.

    Diese "Anderweitig Begabten" fangen echt an mich zu Nerven.

  5. Da möchte ich wirklich kotzen: Die besagten Nutztiere müssen in Massenställen ein unsagbar trauriges Dasein fristen, bevor sie industriellen Schlachthöfen zugeführt werden und auf dem Teller landen - wer fragt da nach Tierschutz, etwa Jäger oder Bauern? ( von Ausnahmen abgesehen ) Aber wenn ein paar Schafe vom "bösen" Wolf gerissen werden, dann macht sich die Jäger- und Bauern-Lobby plötzlich für Tierschutz stark, weil es sicher für viele von denen kaum eine bessere Trophäe gibt als einen erschossenen Wolf! Was für ein Armutszeugnis, welche Doppelmoral! Wölfe sind wilde, aber scheue Raubtiere und es ist großartig, dass sie sich endlich wieder ansiedeln in Deutschland. Aber an Respekt vor "der Kreatur Tier" fehlt es bei uns Menschen. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit werden auch Krähenvögel, aufgrund ihrer Intelligenz die Primaten unter den Vögeln genannt, gnadenlos geschossen - ebenso skandlös wie unfassbar!

  6. 95. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen sachlichen Beitrag leisten möchten. Danke, die Redaktion/ls

  7. nach einer (Treib)Jagd. Das sagt eigentlich alles.
    Die sehen eher weniger nach Hege und Pflege aus.
    Jagd ist Mord(lust) an Tieren und das versucht die Jägerlobby seit Jahr und Tag mit pseudowissenschaftlichen Argumenten zu verneinen.
    Die Tollwut ist ausgerottet, jetzt muss der Fuchsbandwurm her um die Fuchsjagd zu begründen. Eines von vielen Beispielen, bei dem mir schlecht wird.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dapd, nf
  • Schlagworte CDU | SPD | Konflikt | Nutztier | Rind | Tier
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