Mecklenburg-Vorpommern: CDU will Jagd auf Wölfe erlauben
In der Müritz-Region soll ein Wolf mehrere Schafe gerissen haben. Weil der Schutz von Nutztieren Vorrang habe, will die CDU die seltenen Tiere zum Abschuss freigeben.
© WWF/dapd

Ein Wolf (Canis lupus) tappt im Raum Sperenberg in eine Kamerafalle des WWF (Archiv).
Nach dem mutmaßlichen Angriff eines Wolfes auf eine Schafherde in der Müritz-Region will die CDU die seltenen Raubtiere zum Abschuss freigeben. Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Rinder seien nicht ausreichend geschützt, sagte die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Beate Schlupp. Ein "Miteinander von Wolf und Nutztierhaltung" führe "zwangsläufig zu Konflikten".
In der Nacht zum Dienstag waren in Röbel acht tote Schafe gefunden worden, die laut Gutachtern des Landes wahrscheinlich von einem Wolf getötet wurden. Umweltminister Till Backhaus (SPD) versprach, den finanziellen Schaden zu ersetzen.
Wölfe waren in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts komplett verschwunden, weil sie von Menschen gnadenlos gejagt wurden. Seit wenigen Jahren siedeln sich die inzwischen geschützten Tiere jedoch wieder an.







Laecherlich. Als ob wir es mit einer Ueberpopulation an Woelfen zu tun haben. Natuerlich kommt es zwischen Mensch und Natur mit unserer heutigen Lebensweise immer zu Konflikten. Das gilt es zu akzeptieren und fuer die in diesem Fall entstandenen geringen Schaeden zu kompensieren.
Laut einer Studie spricht nichts gegen eine Wideransiedlung von Wöfen. Nutztiere gehören nur zu 0,6 Prozent (!) zu ihren Fressgewohnheiten in Deutschland.
Studie (Englisch):
Wagner, Carina, Maika Holzapfel, Gesa Kluth, Ilka Reinhardt & Hermann Ansorge, 2012: Wolf (Canis lupus) feeding habits during the first eight years of its occurrence in Germany, in: Mammalian Biology,
http://is.gd/9tAxxD
es scheint so, dass man aktuell als Schäfer auf sich aufmerksam machen muss.
http://www.stimme.de/heil...
Der oben genannte Artikel ist aus der Heilbronner Stimme...hier sind die Kolkraben (auch wenn es von denen nur sehr wenige gibt) die Bösen!
Wolf, Problem-Bär, Raben und Luchs man darf gespannt sein welches Tier als nächstes dran ist!
... reißt keine 8 Schafe und lässt sie dann liegen - bestimmte Hunderassen aber schon. Jedes wilde Tier tötet nur soviel, wie es auch fressen kann oder braucht, um seine Jungen zu versorgen. Wer sich auch nur ein wenig informiert, weiß das auch - siehe Dokus im TV (ausgenommen die Privatsender). Das Ganze ist nur Angstmacherei und die Lust an der Aufregung. Außerdem geben die Besitzer sogenannter Nutztiere gerne einen höheren Schaden an, als tatsächlich entstanden ist. Habe ich in Spanien selbst erlebt, als ein Greifvogel angeblich 30 Hühner gegriffen hat. Hat er aber nicht, aber der Bauer wollte Kasse machen. So läuft das eben.
ich bin selbst Jäger.
Ich kann Ihnen versichern, daß der Schrei nach dem Abschuß des Wolfes nicht aus unserer Zunft kommt.
Im Gegenteil. Eine größere Artenvielfalt wünscht sich jeder Jäger in seinem Wald.
Der Schrei kommt in diesem Fall von den Schäfern/Landwirten.
Ein Jäger wird einen Teufel tun und sich an der Diskussion über Abschuß beteiligen, unser Image ist schon schlecht genug.
Ja, die Mär vom bösen Wolf... damit lässt sich natürlich regional gut und wahlstimmen-optimiert auf Ängste von Anwohnern in den doch recht dünn besiedelten Gebieten McPomms und auf Lüste der Jägerschaft eingehen (und ich bin kein Gegner der Jagd!).
Der Wolf gehört zu Deutschland und wir können doch froh sein, dass sich so ein Tier, dem so viele Ängste und Märchen begegnen, wieder ansiedelt. Natürlich muss der Wolf fressen, und selbstverständlich reißt er Schafe, aber was hatte man erwartet? Ein Wolf hält am Supermarkt?
Es gilt einfach Nutztierhalter staatlich zu entschädigen, dabei muss man allerdings auch aufpassen, dass hier nicht die gewohnte Mitnahme-Mentalität regiert. Jedenfalls sind solche Entschädigungen nicht uferlos und das Geld sollte uns das Wildtier wert sein.
Also liebe CDU (und ich bin konservativ, sehe aber angesichts der unmodernen "Werte" Nachholbedarf in dieser Partei...) sollen jetzt EU- und staatliche Mittel zur Ansiedelung und Erforschung des schönen deutschen Wildtieres durch Abschüsse wieder vernichtet werden?
Natürlich, sollte die Population sehr sehr zunehmen, sollte man Abschüsse im Einzelfall erlauben und überwachen, aber ich denke die gegenwärtige Lage ist keine "Wolfs-Epedemie"...
Ach der moderne Mensch, liest "LandLust" etc. in hoher Auflage, will grün sein, aber kaum kommt ein Bär oder ein Wolf, grassiert die "Schwarm-Intelligenz"....
Mal grundsätzlich gefragt: Warum soll es in unserer heutigen KULTURlandschaft Wölfe geben? Der passt da gar nicht rein. Die Zeiten, als die Gegebenheiten für ein artgerechtes Leben in freier Wildbahn existierten, sind lange vorbei. Diese Schlacht wurde im Mittelalter geschlagen und der Wolf hat sie verloren. 500 Jahre später zu versuchen, Wölfe in einer grundsätzlich transformierten Landschaft wieder anzusiedeln, kann doch nur dem schlechten Gewissen aufgrund eines Wahnes geschuldet sein. Und trifft logischerweise kurze Zeit später bereits an Grenzen.
OK ein Wolf hat Schafe gerissen. Das ist für den Schäfer ein Problem, aber es gibt ja bei dem begründeten Verdacht auf den Wolf als Verursacher eine Entschädigung. Das ist wichtig! Soweit so gut! Was ich für bedenklich halte ist das in dem Artikel kein Wort davon steht ob denn die Schafe auch ausreichend geschützt waren. Wenn in der Überschrift steht das der Schutz von Nutztieren Vorrang hat und unerwähnt bleibt ob sie wirklich geschützt waren dann fehlt ein wichtiges Detail. Eine andere Zeitung schreibt davon das es einen Maschendrahtzaun mit Löchern und ohne Unterwühlschutz gab. Ausserdem schreibt diese Zeitung das der Schäfer seit geraumer Zeit mit einem Übergriff rechnete. Warum hat er dann nicht für einen entsprechenden Schutz mit wolfssicheren E-Zaun und/oder Herdenschutzhunden gesorgt? Wie wäre es denn mit verpflichtendem Herdenschutz in Wolfsgebieten? . Ich finde es unverantwortlich wenn man die Entwicklung im Bezug auf den Wolf als Schäfer ignoriert und geradezu provoziert das Schafe gerissen werden, hätte man doch entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen können. MV fördert Schutzmaßnahmen (Der Richtlinienentwurf sieht eine Förderung von bis zu 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben vor. siehe: http://www.wolf-mv.de/pag...). Die CDU hat recht wenn sie sagt das Nutztiere unzureichend geschützt sind. Den Schutz zur Pflicht machen ist weitaus sinnvoller als streng geschützte Tierarten zu Abschuß freigeben zu wollen.
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