Klimawandel Neue Daten belegen rasante Erwärmung der Antarktis
Der Westteil der Antarktis erwärmt sich dreimal so schnell wie der Rest der Welt. Durch das schmelzende Eis könnte der Meeresspiegel noch höher als befürchtet steigen.
- Datum: 23.12.2012 - 18:11 Uhr
©Hans-Christian Wöste/dpa

Ein riesiger Eisberg treibt in der Atka-Bucht in der Antarktis.
Die Temperaturen in der westlichen Antarktis steigen laut einer neuen Studie ungewöhnlich schnell. Der westantarktische Eisschild erwärme sich doppelt so rasch wie bisher vermutet, berichten Forscher in der Zeitschrift Nature Geoscience. Die Schmelze von Gletschern und Meereis könnte den Anstieg des Meeresspiegels beschleunigen.
Eine Überprüfung der Daten zwischen 1958 und 2010 ergab laut Nature Geoscience, dass die Temperatur um 2,4 Grad gestiegen ist – dreimal so stark wie im weltweiten Durchschnitt. Damit ist die Westantarktis das sich am schnellsten erwärmende Gebiet der Welt.
Die neuen Erkenntnisse zeigen, "dass die Region einen größeren Beitrag zum ansteigenden Meeresspiegel leisten könnte, als sie es bisher tut", sagte der Co-Autor der Studie, David Bromwich vom Byrd Polar Research Center. "Wenn der Erwärmungstrend anhält, wird die Schmelze in der Region in der Zukunft umfangreicher sein."
Das Eis im Westen der Antarktis liegt teilweise über Land, erstreckt sich aber auch weit ins Meer hinein und schmilzt deshalb schneller. Schon bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass der Schmelzprozess in der Westantarktis zu etwa einem Zehntel des durch den Klimawandel erzeugten Anstiegs des Meeresspiegels beiträgt.
Minus 10 Grad im Sommer
In der Byrd-Region in der Westantarktis – 1.530 Meter über dem Meeresspiegel gelegen – herrscht auch im Sommer eine mittlere Temperatur von minus 10 Grad. Daher führe die Erwärmung nicht unmittelbar dazu, dass größere Eismassen schmelzen, erklärte Bromwich. Dies begründe aber Sorgen um die Stabilität des Meereises an der Küste und des benachbarten Ross-Eisschilds. Schon geringe Erhöhungen der Temperaturen führen dort zu einer Beschleunigung der Gletscherflüsse, Abbrüchen vom Schelfeis und verstärktem Schmelzen von Meereis. Auch Gletscher der angrenzenden Antarktischen Halbinsel schmelzen älteren Studien zufolge rasch.
Die Byrd-Station war 1957 errichtet worden. Ihre Temperatur-Aufzeichnungen waren unvollständig, da der Forschungsstützpunkt nicht durchgehend besetzt war und während der langen Polarnächte unter Stromausfällen litt, wenn die Solaranlage nicht funktionierte. Bromwich und sein Team benutzten deshalb Wetterdaten mehrerer US-Forschungseinrichtungen, um die Lücken zu schließen.
Der Weltklimarat hatte 2007 einen Anstieg der Meeresspiegel zwischen 18 und 59 Zentimeter bis zum Ende des Jahrhunderts vorhergesagt. Mehrere Studien der vergangenen Monate haben aber bereits vorhergesagt, dass der Anstieg wesentlich höher sein dürfte.
- Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, sc
- Adresse: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-12/antarktis-eisschmelze-meeresspiegel/komplettansicht
- Datum: 23.12.2012 - 18:11 Uhr
- Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, sc
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- Die Pole schmelzen, der Meerwasserspiegel steigt, es wird wärmer
- Es fällt mehr Schnee in der Antarktis, es wird nicht wärmer, wenn im richtigen Masstab gedacht, vielleicht wird es doch ein wenig wärmer, aber nicht wegen unserer Weihnachtskerzen, alles Lügen von Wichtigtuern, die nicht einmal das Wetter auf 7 Tage vorhersagen können ...
Ich hol' mir schon mal Popkorn ;-)
...daher müssen die Deiche in Norddeutschland auch immer höher gebaut werden?
...daher müssen die Deiche in Norddeutschland auch immer höher gebaut werden?
Der derzeitige Trend, was die Eisbedeckung in der Antarktis betrifft, bwegt sich in völlig normalen, ja sogar etwas überdurchschnittlichen Bahnen:
http://nsidc.org/data/sea...
^Beitrag #8 gilt natürlich auch für Sie.
(Und allen Lesern, die diese Beiträge empfohlen haben)
^Beitrag #8 gilt natürlich auch für Sie.
(Und allen Lesern, die diese Beiträge empfohlen haben)
„Tatsächlich zeigten Satellitendaten der Nasa von Ende September eine Ausdehnung der Eisfläche in den antarktischen Gewässern, die mit 19,44 Millionen Quadratkilometern größer war als je zuvor seit Beginn dieser Messungen vor 33 Jahren. Die Eisfläche lag damit rund eine Million Quadratkilometer über dem Durchschnitt der Jahre 1979 bis 2000.“ http://www.taz.de/!103091/
Dann muss die Schmelze wohl in den letzten 48 Stunden gelaufen sein. Vor kurzem jedenfalls sah es noch ganz anders aus. So langsam gleitet dieser „Klima-Krieg“ in pure Lächerlichkeit ab.
Egal ob die ZEIT über Festland- oder Seeeis berichtet, mein erster Beitrag ist immer dasselbe, auch hier:
Sie verwechseln Seeeis mit Festlandeis.
Mein Gott, ist das so schwer auseinander zu halten??
Egal ob die ZEIT über Festland- oder Seeeis berichtet, mein erster Beitrag ist immer dasselbe, auch hier:
Sie verwechseln Seeeis mit Festlandeis.
Mein Gott, ist das so schwer auseinander zu halten??
...daher müssen die Deiche in Norddeutschland auch immer höher gebaut werden?
Was ist so schlimm an etwas Vorsicht? Ob wir durch unsere Industrie nun eine Erderwärmung erzeugen oder nicht, ob jetzt die Klimawandlungsleugner oder -stützer Recht haben, sehen wir uns andere Planeten an und berechnen die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um ein Ökosystem wie unseres zu haben. Das Ergebnis ist, dass schon minimale Änderungen an einer Ökosphäre diese für uns unbewohnbar machen. Wenn wir also bedenken auf was unsere Ökosphäre, abgesehen von Sonnentyp und Entfernung fußt, nämlich Pflanzen und Meere, dann sollten wir vor allem mit diesen Faktoren sehr sorgsam umgehen und versuchen, dass sich deren Zustand nicht allzu sehr ändert. Abholzen, Verbrennen, Überfischen sind hier also Faktoren, die mir spontan einfallen und mir Sorgen machen.
Sie übersehen, dass das gesamte CO2, jede einzelne Tonne CO2, das jetzt von uns aus der Erde geholt wird, einmal aus unserer Atmopshäre unter die Erde kam! Durch Pflanzen und Tierchen. Der gesamte Sauerstoff des Atmosphäre entstand andererseits durch Algen und Pflanzen, was für einen gewaltigen Wandel auf der Erde sorgte. Es gab schon viel mehr Eis als heute und es gab auch schon mal so gut wie kein Eis an den Polen. Das Ökosystem der Erde war schon damals vorhanden, wenn auch anders und ohne uns. Die Erdatmosphäre ist sehr viel robuster als man glaubt. Wir sind es allerdings gar nicht, zumindest in Deichnähe nicht.
des letzten Punkts: "die Natur" ist robust, unsere speziellen Lebensbedingungen sind es zumindest "in Deichnähe" aber nicht.
Den Klimawandel zu leugnen, bedeutet, sich gegen den wissenschaftlichen Mainstream zu stellen. Ich verurteile dies nicht: gerade dieser Mainstream kann Unrecht haben. Dies hängt mit der Generierung von Wissen und den außerordentlichen Schwierigkeiten zusammen, welche tatsächlich neue Ideen im Wissenschaftsbetrieb haben (die zu Ansehen und Würden gekommenen "Entscheider" sind meist älter und wachen über die Unantastbarkeit "ihrer" Erkenntnisse).
Aber unabhängig von irgendwelchen Klimawandel-Konzepten läßt sich leicht erkennen, daß wir seit etwas mehr als hundert Jahren einem Rausch unterliegen, in dem wir die fossilen Brennstoffe der Erde, welche in einigen hunderttausend Jahren als gespeicherte Sonnenenergie entstanden sind, in einem etwa tausendmal kleineren Zeitraum verpulvert haben werden.
Die Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe hat große technische Fortschritte ermöglicht, welche auch für das postfossile Zeitalter weiterentwickelt werden könnten. Trotzdem finde ich, daß es jetzt genug ist - genug mit dem meist sinnlosen Autogefahre, den touristischen Flugreisen um den halben Erdball, der fleischfixierten Landwirtschaft, der energieintensiven Produktion überflüssigen Schrotts (z. B.: iPhones) - ebenso wie hochgefährlicher Produkte, welche sich kein Mensch wünschen sollte: Waffen. - Deshalb also: "Klimaschutz" ist immer sinnvoll!
Sie übersehen, dass das gesamte CO2, jede einzelne Tonne CO2, das jetzt von uns aus der Erde geholt wird, einmal aus unserer Atmopshäre unter die Erde kam! Durch Pflanzen und Tierchen. Der gesamte Sauerstoff des Atmosphäre entstand andererseits durch Algen und Pflanzen, was für einen gewaltigen Wandel auf der Erde sorgte. Es gab schon viel mehr Eis als heute und es gab auch schon mal so gut wie kein Eis an den Polen. Das Ökosystem der Erde war schon damals vorhanden, wenn auch anders und ohne uns. Die Erdatmosphäre ist sehr viel robuster als man glaubt. Wir sind es allerdings gar nicht, zumindest in Deichnähe nicht.
des letzten Punkts: "die Natur" ist robust, unsere speziellen Lebensbedingungen sind es zumindest "in Deichnähe" aber nicht.
Den Klimawandel zu leugnen, bedeutet, sich gegen den wissenschaftlichen Mainstream zu stellen. Ich verurteile dies nicht: gerade dieser Mainstream kann Unrecht haben. Dies hängt mit der Generierung von Wissen und den außerordentlichen Schwierigkeiten zusammen, welche tatsächlich neue Ideen im Wissenschaftsbetrieb haben (die zu Ansehen und Würden gekommenen "Entscheider" sind meist älter und wachen über die Unantastbarkeit "ihrer" Erkenntnisse).
Aber unabhängig von irgendwelchen Klimawandel-Konzepten läßt sich leicht erkennen, daß wir seit etwas mehr als hundert Jahren einem Rausch unterliegen, in dem wir die fossilen Brennstoffe der Erde, welche in einigen hunderttausend Jahren als gespeicherte Sonnenenergie entstanden sind, in einem etwa tausendmal kleineren Zeitraum verpulvert haben werden.
Die Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe hat große technische Fortschritte ermöglicht, welche auch für das postfossile Zeitalter weiterentwickelt werden könnten. Trotzdem finde ich, daß es jetzt genug ist - genug mit dem meist sinnlosen Autogefahre, den touristischen Flugreisen um den halben Erdball, der fleischfixierten Landwirtschaft, der energieintensiven Produktion überflüssigen Schrotts (z. B.: iPhones) - ebenso wie hochgefährlicher Produkte, welche sich kein Mensch wünschen sollte: Waffen. - Deshalb also: "Klimaschutz" ist immer sinnvoll!
Bei Spon auch hier, soviel Liebe zu spüren...
Mit Argumenten wie "Westantarktis" was soll das sein und eh alles Lügner.
Ich werf immer gern den hier in die Runde
http://www.skepticalscien...
^^
Sehr hübsch.
Ich erinnere zusätzlich auch gern hieran: http://www.zeit.de/2012/4...
Mal ehrlich. Sie haben keinen Schimmer davon was Sie hier posten, aber zeichnen erstmal alles als Lüge ab. Ist ja auch für das eigene Leben bequemer. Mittlerweile sind jede Menge Informationen vorhanden, von wem diese Informationen stammen. Dieser Skeptizismusdreck ist alt, nicht revidiert worden und immer noch falsch. Aber keine Bange, für Exxon, Shell und Co hat sie ihren Zweck erfüllt - er hat diejenigen Menschen, die gar nichts wissen in zwei Lager aufgeteilt - Befürworter und Gegner.
Mein Tipp an der Stelle - "The Age of Stupid".
Sehr hübsch.
Ich erinnere zusätzlich auch gern hieran: http://www.zeit.de/2012/4...
Mal ehrlich. Sie haben keinen Schimmer davon was Sie hier posten, aber zeichnen erstmal alles als Lüge ab. Ist ja auch für das eigene Leben bequemer. Mittlerweile sind jede Menge Informationen vorhanden, von wem diese Informationen stammen. Dieser Skeptizismusdreck ist alt, nicht revidiert worden und immer noch falsch. Aber keine Bange, für Exxon, Shell und Co hat sie ihren Zweck erfüllt - er hat diejenigen Menschen, die gar nichts wissen in zwei Lager aufgeteilt - Befürworter und Gegner.
Mein Tipp an der Stelle - "The Age of Stupid".
Sehr hübsch.
Ich erinnere zusätzlich auch gern hieran: http://www.zeit.de/2012/4...
Egal ob die ZEIT über Festland- oder Seeeis berichtet, mein erster Beitrag ist immer dasselbe, auch hier:
Sie verwechseln Seeeis mit Festlandeis.
Mein Gott, ist das so schwer auseinander zu halten??
verstehe ich @Kein Einstein richtig:
Schmelzendes Landeis kann bedeuten, dass es mehr Seeeis gibt, weil die Gletscher z.b. stärker kalben. D.h. mehr Seeeis ist u.U. genauso ein Hinweis auf ein wärmeres Klima wie zurückgehendes Festlandeis.
Lieber Leser.
Könnten Sie noch mal erläutern, wo in der Meldung Ihrer Meinung nach die Begriffe verwechselt werden? An dieser Stelle meine ich, dass es gut erklärt wird:
"Das Eis im Westen der Antarktis liegt teilweise über Land, erstreckt sich aber auch weit ins Meer hinein und schmilzt deshalb schneller. Schon bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass der Schmelzprozess in der Westantarktis zu etwa einem Zehntel des durch den Klimawandel erzeugten Anstiegs des Meeresspiegels beiträgt."
Herzliche Grüße.
verstehe ich @Kein Einstein richtig:
Schmelzendes Landeis kann bedeuten, dass es mehr Seeeis gibt, weil die Gletscher z.b. stärker kalben. D.h. mehr Seeeis ist u.U. genauso ein Hinweis auf ein wärmeres Klima wie zurückgehendes Festlandeis.
Lieber Leser.
Könnten Sie noch mal erläutern, wo in der Meldung Ihrer Meinung nach die Begriffe verwechselt werden? An dieser Stelle meine ich, dass es gut erklärt wird:
"Das Eis im Westen der Antarktis liegt teilweise über Land, erstreckt sich aber auch weit ins Meer hinein und schmilzt deshalb schneller. Schon bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass der Schmelzprozess in der Westantarktis zu etwa einem Zehntel des durch den Klimawandel erzeugten Anstiegs des Meeresspiegels beiträgt."
Herzliche Grüße.
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