Überschwemmungen Australier leiden wieder unter Wetterextremen
Zu Jahresbeginn herrschte Rekordhitze, jetzt setzen starke Regenfälle die Nordostküste unter Wasser. Vier Menschen starben, Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen.
© dpa

Überschwemmungen in der Stadt Bundaberg im Bundestaat Queensland
Australien wird derzeit von einem Wetterextrem nach dem anderen heimgesucht. Erst Anfang Januar beherrschten Rekordhitze und Dürre das Land. In vielen Regionen wurden Temperaturen von weit mehr als 40 Grad Celsius gemessen. In den letzten Tagen nun fegte ein Tropensturm mit starkem Regen die Ostküste entlang und brachte immense Überschwemmungen.
Vier Menschen sind durch die Flut ums Leben gekommen. Tausende mussten ihre Häuser verlassen. Unter den Todesopfern ist auch ein dreijähriger Junge, der von einem umfallenden Baum getroffen wurde und später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.
Von Starkregen betroffen sind vor allem die Bundesstaaten Queensland und New South Wales. In Queensland wurden über Nacht mehr als 1.000 Menschen mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht.
Extreme Wetterlagen bringen nicht nur Nachteile
Australien wird immer wieder von extremen Wetterlagen getroffen. Zwischen 2009 und 2012 verursachte das Wetterphänomen La Niña über dem Pazifischen Ozean Starkregen und schwere Überschwemmungen. Der gegenteilige Effekt El Niño führt immer wieder partiell zu Trockenheit und Buschfeuern.
Die extremen Wetterlagen bringen allerdings nicht allein Nachteile. Im März 2012 hatte es bereits eine Flut im Südosten Australiens gegeben, bei der viele Farmer große Teile ihrer Rinderherden verloren. Allerdings führten die stärkeren Regenfälle in dieser Region seit 2009 auch dazu, dass sich die bräunliche Halbsteppe im Murray-Darling-Becken in fruchtbares Ackerland verwandelt. Das Wetterphänomen La Niña am Pazifischen Ozean trug dazu bei.
Die aktuellen Überschwemmungen werden nach derzeitigem Stand der Landwirtschaft und der wichtigen Zuckerindustrie nicht nachhaltig schaden. Stärker betroffen ist dagegen die Bergbauindustrie: Mehrere Kohlefelder im Osten des Landes wurden überschwemmt. An der Ostküste sind Bergbaukonzerne wie BHP Billiton und Anglo American tätig. Die Auswirkungen auf diese Branche sind derzeit noch nicht abzuschätzen.
Die Überschwemmungen störten auch den Flugverkehr. Die Fluggesellschaft Virgin Australia strich 20 Flüge entlang der Ostküste. Qantas hatte am Montag den Flugplan ändern müssen.
In der Stadt Bundaberg 385 Kilometer nördlich von Brisbane wurden die schwersten Überschwemmungen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1893 gemessen. Der Fluss Burnett durchbrach Deiche. Das Wasser sei mit einer Geschwindigkeit von 75 Kilometern in der Stunde durch manche Straßen geflossen, berichteten Behörden.
"Bei der Geschwindigkeit und den steigenden Pegeln bedeutet das, dass ganze Häuser fortgerissen werden können", warnte der Premierminister von Queensland, Campbell Newman. Die Feuerwehr ordnete die Räumung ganzer Stadtteile an. Bundaberg hat rund 70.000 Einwohner. "Dieses Wasser ist eine Katastrophe für die Häuser, vor allem die Holzhäuser", sagte Polizeichef Rowan Bond.
Die Zwei-Millionen-Stadt Brisbane weiter südlich macht sich auf Hochwasser im Laufe der Woche gefasst. Dort gab es bereits vor zwei Jahren schwere Überschwemmungen. Tausende Häuser wurden zerstört. Die nationale Wetterbehörde – das Bureau of Meteorology – gibt aktuelle Warnungen heraus.
Einzelne Wetterereignisse können wissenschaftlich nicht direkt auf den Klimawandel zurückgeführt werden. Dennoch sind sich Klimaforscher darüber einig, dass die Erderwärmung langfristig Einfluss auf das Wetter in bestimmten Regionen der Erde hat. Einige Wissenschaftler sehen in den extremen Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen der letzten Jahre einen Trend in Australien, der mit der globalen Erwärmung korreliert.
- Datum 29.01.2013 - 15:51 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa, zz
- Kommentare 67
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1.) Messungen (z.B. NASA) zeigen, dass sich die Temperatur im letzten Jahrhundert erhöht und der Gradient hinten raus eher steiler wird. Vorher kommts: CO2, Sonnenaktivität, Zufall?
2.) CO2 in der Atmosphäre hat einen Klimaeffekt (kann man ziemlich gut bestimmen)
3.) Die CO2 Emissionen nehmen kontinuierlich zu (in den letzten Jahren ca. 35 Mrd. Tonnen pro Jahr, 1990 6Mrd. Tonnen). Das Gewicht der Atmosphäre ist ca. 5e15 Tonnen. Damit kann man ausrechnen, dass die CO2 Konzentration der Erdatmosphäre jährlich um 7 ppm durch fossile Brennstoffe zunimmt. In den letzten 50 Jahren ist die CO2 Konz. um ca. 70 ppm gestiegen. D.h. es kommt zusätzliches CO2 in den natürlichen Kreislauf und davon geht ein Teil in die Atmosphäre.
Fazit: Aus meiner Sicht braucht es einen starken Glauben, nicht zu akzeptieren, dass eine durch fossile Verbrennung zunehmende CO2 Erhöhung eine Temperaturerhöhung bewirkt.
Und?
Wer hätte das betritten?
Hier stellt sich die Frage ob, und ggf. welche Auswirkungen oder deren Anteile diesen Veränderungen am konkreten Beispiel zuzurechnen sind....
Glauben mag wer will.
beste Grüße CM
Was halten Sie von dem Argument, dass die paar ppm Steigerung von Kohlendioxid (pro Kubikmeter?) gar nicht das Klima beeinflussen können.
Danke für Ihre Reaktion auf meinen Beitrag und Gruß
Und?
Wer hätte das betritten?
Hier stellt sich die Frage ob, und ggf. welche Auswirkungen oder deren Anteile diesen Veränderungen am konkreten Beispiel zuzurechnen sind....
Glauben mag wer will.
beste Grüße CM
Was halten Sie von dem Argument, dass die paar ppm Steigerung von Kohlendioxid (pro Kubikmeter?) gar nicht das Klima beeinflussen können.
Danke für Ihre Reaktion auf meinen Beitrag und Gruß
Und?
Wer hätte das betritten?
Hier stellt sich die Frage ob, und ggf. welche Auswirkungen oder deren Anteile diesen Veränderungen am konkreten Beispiel zuzurechnen sind....
Glauben mag wer will.
beste Grüße CM
Auf die Klima- bzw. Niederschlagsvariabilität in Australien hat ja CM bereits hingewiesen.`
Meine Frage ist eine andere: Es wird seitens der Verfechter der AGW eine Zunahme von Extremwetterereignissen bei Erderwärmung damit begründet, dass sich halt *im System* mehr Energie befinde, die sich zwangsläufig in Starkwinden und herbeigeführt durch stärkere Verdunstung auch in Starkniederschlägen entlädt.
Da allerdings
1. für die Entstehung von z. B. Stürmen weniger die Gesamtenergie, sondern, wenn man so will, EnergieUNTERSCHIEDE maßgeblich sind und
2. sich die Polregionen wohl am stärksten erwärmen
entsteht da aus 2. ein Widerspruch zur Theorie:
die Energieunterschiede, verantwortlich für die Entstehung von Hoch- und Tiefdruckgebieten veringern sich.
???
ich versteh das ganze Gejammer auch nicht !
Wenn nicht dort, wo sonst ließe sich die kleinste Tendenz außerhalb der natürlichen Variabilitäten so gut erfasssen!
Ist doch der Nachweis, oder?
Beste Grüße CM
ich versteh das ganze Gejammer auch nicht !
Wenn nicht dort, wo sonst ließe sich die kleinste Tendenz außerhalb der natürlichen Variabilitäten so gut erfasssen!
Ist doch der Nachweis, oder?
Beste Grüße CM
ich versteh das ganze Gejammer auch nicht !
Wenn nicht dort, wo sonst ließe sich die kleinste Tendenz außerhalb der natürlichen Variabilitäten so gut erfasssen!
Ist doch der Nachweis, oder?
Beste Grüße CM
manche Dinge will man vielleicht nicht so ganz genau messen.
Das ist wohl das Problem mit vorgefassten Meinungen.
Ich persönlich kenne mich in Hydrologie und Geologie zuwenig aus, um mir ein Gesamtbild, bes. über Australien, machen zu können, daher weiss ich nicht, ob das der Nachweis ist. Allerdings, die Anzeichen sprechen selbst für Laien dafür, wenn man sich z. B. über den Lake Eyre informiert und deshalb denke ich, Sie haben recht.
manche Dinge will man vielleicht nicht so ganz genau messen.
Das ist wohl das Problem mit vorgefassten Meinungen.
Ich persönlich kenne mich in Hydrologie und Geologie zuwenig aus, um mir ein Gesamtbild, bes. über Australien, machen zu können, daher weiss ich nicht, ob das der Nachweis ist. Allerdings, die Anzeichen sprechen selbst für Laien dafür, wenn man sich z. B. über den Lake Eyre informiert und deshalb denke ich, Sie haben recht.
"Die Vorhersagen der Wissenschaft für die Zukunft lauten:
Mehr Dürren, mehr extreme Niederschläge, mehr Hitzerekorde.
Wir sehen viele Anzeichen davon schon heute. Alles Zufall? Oder ein Fingerzeig, die Wissenschaft vielleicht ernster zu nehmen?"
Sind diese Anzeichen auch statistisch signifikant?
Das Überschwemmungen nach / während einem schweren Sturm normal sind sollte klar sein.
Auch das es in einer Stadt die schwerste Überschwemmung seit 1893 ist, ist nichts besonderes. Schließlich ist dort ein Deich gebrochen. Wenn man das Wasser künstlich aufstaut brauch man sich nicht wundern das die Überschwemmung entsprechend stärker ausfällt wenn der Deich bricht.
Und warum der Deich gebrochen ist (mangelnde Wartung?) sagt einem ja niemand.
das sind solche Sätze, deren Gehalt fragwürdig bleibt, bzw. geziehlt eingestzt werden.
In Auswertung der Elbe- Flut 2002 haben Hydrologen folgendes festgestellt: Der Pegel Dresden soll der höchste je gemessene (also irgendwo seit 15xx) gewesen sein. Die Abflussmenge jedoch war nur die fünfthöchste (wie man solches feststellt, weiss sicherlich CM). Die Diskrepanz ist eine Frage wohl der Bebauung und Veränderung der ganzen Landschaft.
Andererseits ist zu erwarten, dass bei Ereignissen, die die historischen Abflussmengen bedingen würden, die letzten *höchsten* Pegel auf jeden Fall Makulatur sind.
Im Großen und Ganzen keine schönen Aussichten.
das sind solche Sätze, deren Gehalt fragwürdig bleibt, bzw. geziehlt eingestzt werden.
In Auswertung der Elbe- Flut 2002 haben Hydrologen folgendes festgestellt: Der Pegel Dresden soll der höchste je gemessene (also irgendwo seit 15xx) gewesen sein. Die Abflussmenge jedoch war nur die fünfthöchste (wie man solches feststellt, weiss sicherlich CM). Die Diskrepanz ist eine Frage wohl der Bebauung und Veränderung der ganzen Landschaft.
Andererseits ist zu erwarten, dass bei Ereignissen, die die historischen Abflussmengen bedingen würden, die letzten *höchsten* Pegel auf jeden Fall Makulatur sind.
Im Großen und Ganzen keine schönen Aussichten.
... dass Sie, Monier Chales, mir glaubhaft vermittelt haben, dass Sie nicht absichtlich meine Frage nicht beantwortet haben. Aber ich habe keine Wahrnehmung, dass in diesem Blog gejammert wird. Ich habe bisher im Internet nicht gefunden, dass es australische Hydrologen gibt, die den menschenverursachten Klimawandel bestreiten. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen? Dann könnte ich mich noch mehr freuen.
"Gejammer" ist das sinnfreie Beklagen von Hochwasser in Bundaberg, einem, der Blick aufs normale Satellitenbild zeigts schon, Flussdelta knapp vor dem Meer....also in einem natürlichen Überflutungsgebiet. Das überdies recht groß geraten ist und sich unübersehbar über 10 km aufwäärts der Mündung erstreckt.
Das irgendwelche Klimaveränderungen bestritten würden, habe ich nie festgestellt, bitte lesen Sie es nochmal nach.
Beste Grüße CM
"Gejammer" ist das sinnfreie Beklagen von Hochwasser in Bundaberg, einem, der Blick aufs normale Satellitenbild zeigts schon, Flussdelta knapp vor dem Meer....also in einem natürlichen Überflutungsgebiet. Das überdies recht groß geraten ist und sich unübersehbar über 10 km aufwäärts der Mündung erstreckt.
Das irgendwelche Klimaveränderungen bestritten würden, habe ich nie festgestellt, bitte lesen Sie es nochmal nach.
Beste Grüße CM
manche Dinge will man vielleicht nicht so ganz genau messen.
Das ist wohl das Problem mit vorgefassten Meinungen.
Ich persönlich kenne mich in Hydrologie und Geologie zuwenig aus, um mir ein Gesamtbild, bes. über Australien, machen zu können, daher weiss ich nicht, ob das der Nachweis ist. Allerdings, die Anzeichen sprechen selbst für Laien dafür, wenn man sich z. B. über den Lake Eyre informiert und deshalb denke ich, Sie haben recht.
das sind solche Sätze, deren Gehalt fragwürdig bleibt, bzw. geziehlt eingestzt werden.
In Auswertung der Elbe- Flut 2002 haben Hydrologen folgendes festgestellt: Der Pegel Dresden soll der höchste je gemessene (also irgendwo seit 15xx) gewesen sein. Die Abflussmenge jedoch war nur die fünfthöchste (wie man solches feststellt, weiss sicherlich CM). Die Diskrepanz ist eine Frage wohl der Bebauung und Veränderung der ganzen Landschaft.
Andererseits ist zu erwarten, dass bei Ereignissen, die die historischen Abflussmengen bedingen würden, die letzten *höchsten* Pegel auf jeden Fall Makulatur sind.
Im Großen und Ganzen keine schönen Aussichten.
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