Überleben im Öl-Sumpf von Nigeria

Ein Arbeiter einer illegalen Raffinerie steht an einem verseuchten Tümpel im Bundesstaat Bayelsa im Süden Nigerias. | © Akintunde Akinleye/Reuters
Früher war das Niger-Delta ein Naturparadies. Heute fließen hier nur noch braune Bäche. Konzerne wie Total und Exxon Mobil fördern Erdöl in der Region. Von den Gewinnen sehen die Menschen wenig. Viele bedienen sich in der Not selbst – aus stillgelegten Pipelines und Bohrköpfen zapfen sie illegal Öl. Ein Report der Vereinten Nationen kam zu dem Schluss, dass es 30 Jahre dauern könnte, die Umweltschäden im Niger-Delta zu beheben. Der nigerianische Fotograf Akintunde Akinleye hat die Arbeit in einer illegalen Raffinerie dokumentiert.
- Datum 18.01.2013 - 14:51 Uhr
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Warum wird darüber eigentlich so selten was berichtet?
Vielleicht, weil das, was dort in Nigeria gefördert wird, letztlich in den Tanks westlicher Autos und Flugzeuge landet (die USA nehmen etwa 40 Prozent des nigerianischen Erdöls ab.)
Dass das Thema in Deutschland so wenig präsent ist zeigt auch die Tatsache, dass dieser umfassende Wikipedia-Artikel (noch) nicht auf Deutsch erschienen ist.
Vielleicht, weil das, was dort in Nigeria gefördert wird, letztlich in den Tanks westlicher Autos und Flugzeuge landet (die USA nehmen etwa 40 Prozent des nigerianischen Erdöls ab.)
Dass das Thema in Deutschland so wenig präsent ist zeigt auch die Tatsache, dass dieser umfassende Wikipedia-Artikel (noch) nicht auf Deutsch erschienen ist.
Vielleicht, weil das, was dort in Nigeria gefördert wird, letztlich in den Tanks westlicher Autos und Flugzeuge landet (die USA nehmen etwa 40 Prozent des nigerianischen Erdöls ab.)
Dass das Thema in Deutschland so wenig präsent ist zeigt auch die Tatsache, dass dieser umfassende Wikipedia-Artikel (noch) nicht auf Deutsch erschienen ist.
Als ob man auf Wikipedia angewiesen wäre, um sich zu informieren. Selbst im ö/R Fernsehen und sogar im Radio gibts genug zu sehen und zu hören.
Als ob man auf Wikipedia angewiesen wäre, um sich zu informieren. Selbst im ö/R Fernsehen und sogar im Radio gibts genug zu sehen und zu hören.
Danke, Zeit, dass ihr solche Foto-Reportagen veröffentlicht! Danke auch dafür, dass ihr eure Leser ernst nehmt!
Der Artikel beschreibt das treiben von illegalen Raffinerien. Somit muss es ja dortig ( weil sonst ja nicht illegal ) ja auch Gesetze geben.
Wer als Umweltferkel hier in Deutschland so agiert, dem würde der Laden aber ruckzuck dicht gemacht.
Daher muss die Frage doch lauten: Warum dort nicht?
Mit jedem Tag wird die Umweltverschmutzung doch nur grösser - also tagtäglich ne Razzia und ab in U-Haft bis der Richter ein Urteil fällt.
Statt tausender Berichte weltweit darüber wären hunderte Razzien im Lande sicherlich effektiver.
Fremdzitat ( Bayr. Landeszentrale für politische Bildungsarbeit ): Nigeria erhält von zahlreichen Staaten Entwicklungshilfe. Insgesamt wurden an Nigeria 2004 317,6 Mio. US-Dollar Entwicklungshilfe gezahlt. Der Großteil kam dabei aus den USA (98,7 Mio. US-Dollar), die Europäische Union (EU) unterstützte Nigeria mit 49,8 Mio. US-Dollar, zehn Millionen davon zahlte Deutschland.
Alleine die Androhung die Entwicklungshilfe einzustellen ( Sorry, neuere Zahlen hatte ich auf die Schnelle nicht gefunden ) wird ein Wunder bewirken!!! Dann ist dieses " Problemchen " aber sowas von schnell gelöst, es wird keine Notwendigkeit für einen Folgeartikel geben. Wetten!
Nur so am Rande, nebenbei
Entwicklungshilfe einstellen bringt nichts, für die Umweltverschmutzungen sind letztlich westliche Firmen verantwortlich, die sich nicht an die Auflagen halten.
Beispielhaft wurde das neulich in einer ARTE-Doku an einer riesigen Kupferminie in Sambia gezeigt. Dort viel auch ein interessanter Satz, den ich so schnell nicht vergessen werde:
"Von 10 Millionen Dollar Profit, welche westliche Firmen aus Afrika ziehen, fließt 1 Million Entwicklungshilfe wieder zurück."
Für mehr Informationen: http://www.fluter.de/de/1...
...meinen sie es würde die Kriminalitätsrate in Deutschland positiv beinflussen wenn sie alle Sozialleistungen in Deutschland aufheben würden, bis zu dem Zeitpunkt wo es keine Kriminalität mehr gibt?
Das Land ist bettelarm. Streichen sie die Entwicklungshilfe, nehmen sie es denen die am wenigsten haben oft alles!
Mal ganz davon abgesehen. Die "westliche Zivelisation" haben die Zustände in anderen Ländern immer nur dann wirklich interesiert, wenn es ihre eigene Versorgungslage bedroht!
Solange es die Menschen in Europa, den USA oder divers. anderen Industriestaaten nicht interesiert ob die Menschen in anderen Ländern für ihren wohlstand leiden müssen, wird sich eben nichts ändern.
Deshalb, bei allem nötigen respekt vor ihrer Meinung, halte ich folgenden Satz von ihnen für falsch.
"Statt tausender Berichte weltweit darüber wären hunderte Razzien im Lande sicherlich effektiver."
Im grunde müßte man die Menschen ständig mit dem Unrecht dieser Welt bombadieren. Zeigen das Verschwendung hand in hand geht mit hungernden Kindern oder explodierenden Textilfabriken.
Aber das stört die komfort Zone der Menschen bei uns so sehr, das sie darauf irgendwann nur noch abweisend reagieren.
Schlechte Nachricht ist ein schlechter Gast und die Wahrheit nicht sonderlich populär.
MfG
Ihr Zitat: >Alleine die Androhung die Entwicklungshilfe einzustellen ( Sorry, neuere Zahlen hatte ich auf die Schnelle nicht gefunden ) wird ein Wunder bewirken!!! Dann ist dieses " Problemchen " aber sowas von schnell gelöst, es wird keine Notwendigkeit für einen Folgeartikel geben. Wetten!<
Wette angfenommen. Keine Chance für Sie zu gewinnen. Nur 2 Probleme, die aber entscheidend sind: 1. Korruption von der untersten zuständigen Ebene bis zur höchsten Ebene. 2. Zahlt Europa nicht, dann halt die Chinesen. Und seien Sie versichert, denen und den USA ist die Umweltverschmutzung im Nigerdelta so was von schmuzpiepegal.
Anscheinend haben Sie nicht viel Ahnung von den Verhältnissen in Nigeria (nicht böse gemeint). Hier ein wenig Aufklärung.
Der Reichtum des Landes an Bodenschätzen kommt bei der Bevölkerung nicht an. Das Ölgeld (und überhaupt nahezu alles Geld) versickert in der Politik und bei einigen wenigen anderen Proiteuren. Dass gegen das illegale "Ölzapfen" quasi nicht vorgegangen wird, hat den einfachen Grund, dass man den Leuten dort -und im Übrigen auch an anderen Stellen - diesen "Erwerb" lässt, um keine Aufstände zu provozieren, die in einem Pulverfass wie Nigeria ganz schnell zu einem flächendeckenden Chaos werden könnte. Dann allerdings würde das Militär rigoros eingesetzt werden, wie schon geschehen, z.B. bei dem Massaker 1999 in Bayelsa State (Odi).
Nur so am Rande, nebenbei.
Entwicklungshilfe einstellen bringt nichts, für die Umweltverschmutzungen sind letztlich westliche Firmen verantwortlich, die sich nicht an die Auflagen halten.
Beispielhaft wurde das neulich in einer ARTE-Doku an einer riesigen Kupferminie in Sambia gezeigt. Dort viel auch ein interessanter Satz, den ich so schnell nicht vergessen werde:
"Von 10 Millionen Dollar Profit, welche westliche Firmen aus Afrika ziehen, fließt 1 Million Entwicklungshilfe wieder zurück."
Für mehr Informationen: http://www.fluter.de/de/1...
...meinen sie es würde die Kriminalitätsrate in Deutschland positiv beinflussen wenn sie alle Sozialleistungen in Deutschland aufheben würden, bis zu dem Zeitpunkt wo es keine Kriminalität mehr gibt?
Das Land ist bettelarm. Streichen sie die Entwicklungshilfe, nehmen sie es denen die am wenigsten haben oft alles!
Mal ganz davon abgesehen. Die "westliche Zivelisation" haben die Zustände in anderen Ländern immer nur dann wirklich interesiert, wenn es ihre eigene Versorgungslage bedroht!
Solange es die Menschen in Europa, den USA oder divers. anderen Industriestaaten nicht interesiert ob die Menschen in anderen Ländern für ihren wohlstand leiden müssen, wird sich eben nichts ändern.
Deshalb, bei allem nötigen respekt vor ihrer Meinung, halte ich folgenden Satz von ihnen für falsch.
"Statt tausender Berichte weltweit darüber wären hunderte Razzien im Lande sicherlich effektiver."
Im grunde müßte man die Menschen ständig mit dem Unrecht dieser Welt bombadieren. Zeigen das Verschwendung hand in hand geht mit hungernden Kindern oder explodierenden Textilfabriken.
Aber das stört die komfort Zone der Menschen bei uns so sehr, das sie darauf irgendwann nur noch abweisend reagieren.
Schlechte Nachricht ist ein schlechter Gast und die Wahrheit nicht sonderlich populär.
MfG
Ihr Zitat: >Alleine die Androhung die Entwicklungshilfe einzustellen ( Sorry, neuere Zahlen hatte ich auf die Schnelle nicht gefunden ) wird ein Wunder bewirken!!! Dann ist dieses " Problemchen " aber sowas von schnell gelöst, es wird keine Notwendigkeit für einen Folgeartikel geben. Wetten!<
Wette angfenommen. Keine Chance für Sie zu gewinnen. Nur 2 Probleme, die aber entscheidend sind: 1. Korruption von der untersten zuständigen Ebene bis zur höchsten Ebene. 2. Zahlt Europa nicht, dann halt die Chinesen. Und seien Sie versichert, denen und den USA ist die Umweltverschmutzung im Nigerdelta so was von schmuzpiepegal.
Anscheinend haben Sie nicht viel Ahnung von den Verhältnissen in Nigeria (nicht böse gemeint). Hier ein wenig Aufklärung.
Der Reichtum des Landes an Bodenschätzen kommt bei der Bevölkerung nicht an. Das Ölgeld (und überhaupt nahezu alles Geld) versickert in der Politik und bei einigen wenigen anderen Proiteuren. Dass gegen das illegale "Ölzapfen" quasi nicht vorgegangen wird, hat den einfachen Grund, dass man den Leuten dort -und im Übrigen auch an anderen Stellen - diesen "Erwerb" lässt, um keine Aufstände zu provozieren, die in einem Pulverfass wie Nigeria ganz schnell zu einem flächendeckenden Chaos werden könnte. Dann allerdings würde das Militär rigoros eingesetzt werden, wie schon geschehen, z.B. bei dem Massaker 1999 in Bayelsa State (Odi).
Nur so am Rande, nebenbei.
Entwicklungshilfe einstellen bringt nichts, für die Umweltverschmutzungen sind letztlich westliche Firmen verantwortlich, die sich nicht an die Auflagen halten.
Beispielhaft wurde das neulich in einer ARTE-Doku an einer riesigen Kupferminie in Sambia gezeigt. Dort viel auch ein interessanter Satz, den ich so schnell nicht vergessen werde:
"Von 10 Millionen Dollar Profit, welche westliche Firmen aus Afrika ziehen, fließt 1 Million Entwicklungshilfe wieder zurück."
Für mehr Informationen: http://www.fluter.de/de/1...
...meinen sie es würde die Kriminalitätsrate in Deutschland positiv beinflussen wenn sie alle Sozialleistungen in Deutschland aufheben würden, bis zu dem Zeitpunkt wo es keine Kriminalität mehr gibt?
Das Land ist bettelarm. Streichen sie die Entwicklungshilfe, nehmen sie es denen die am wenigsten haben oft alles!
Mal ganz davon abgesehen. Die "westliche Zivelisation" haben die Zustände in anderen Ländern immer nur dann wirklich interesiert, wenn es ihre eigene Versorgungslage bedroht!
Solange es die Menschen in Europa, den USA oder divers. anderen Industriestaaten nicht interesiert ob die Menschen in anderen Ländern für ihren wohlstand leiden müssen, wird sich eben nichts ändern.
Deshalb, bei allem nötigen respekt vor ihrer Meinung, halte ich folgenden Satz von ihnen für falsch.
"Statt tausender Berichte weltweit darüber wären hunderte Razzien im Lande sicherlich effektiver."
Im grunde müßte man die Menschen ständig mit dem Unrecht dieser Welt bombadieren. Zeigen das Verschwendung hand in hand geht mit hungernden Kindern oder explodierenden Textilfabriken.
Aber das stört die komfort Zone der Menschen bei uns so sehr, das sie darauf irgendwann nur noch abweisend reagieren.
Schlechte Nachricht ist ein schlechter Gast und die Wahrheit nicht sonderlich populär.
MfG
Ihr Zitat: >Alleine die Androhung die Entwicklungshilfe einzustellen ( Sorry, neuere Zahlen hatte ich auf die Schnelle nicht gefunden ) wird ein Wunder bewirken!!! Dann ist dieses " Problemchen " aber sowas von schnell gelöst, es wird keine Notwendigkeit für einen Folgeartikel geben. Wetten!<
Wette angfenommen. Keine Chance für Sie zu gewinnen. Nur 2 Probleme, die aber entscheidend sind: 1. Korruption von der untersten zuständigen Ebene bis zur höchsten Ebene. 2. Zahlt Europa nicht, dann halt die Chinesen. Und seien Sie versichert, denen und den USA ist die Umweltverschmutzung im Nigerdelta so was von schmuzpiepegal.
Anscheinend haben Sie nicht viel Ahnung von den Verhältnissen in Nigeria (nicht böse gemeint). Hier ein wenig Aufklärung.
Der Reichtum des Landes an Bodenschätzen kommt bei der Bevölkerung nicht an. Das Ölgeld (und überhaupt nahezu alles Geld) versickert in der Politik und bei einigen wenigen anderen Proiteuren. Dass gegen das illegale "Ölzapfen" quasi nicht vorgegangen wird, hat den einfachen Grund, dass man den Leuten dort -und im Übrigen auch an anderen Stellen - diesen "Erwerb" lässt, um keine Aufstände zu provozieren, die in einem Pulverfass wie Nigeria ganz schnell zu einem flächendeckenden Chaos werden könnte. Dann allerdings würde das Militär rigoros eingesetzt werden, wie schon geschehen, z.B. bei dem Massaker 1999 in Bayelsa State (Odi).
Nur so am Rande, nebenbei.
Beeindruckende Bilder. Aber:
Das Leben da ist anders. Werkswohnungen wie im Ruhrgebiet darf man nicht erwarten. Und eine sozial-und Umweltgesetzgebung wie im Ruhrgebiet der 1960iger Jahre scheitert nicht am Westen.
Die Abnehmer von Kohle und Erz haben sich auch nicht für Silikose und Arbeitsbedingungen der Bergleute interessiert. Und infolge auch der Sozialgestezgebung aus Födertürmen Denkmäler zu machen geht nicht überall, leider.
Vielleicht macht es China ja besser, wenn es investiert. Aber noch immer gilt sehr oft: Ignoriert man die Starken, die Chefs und ihre Familien, die 80% für sich haben wollen, läuft nichts. Egal wer kommt. Und würde das Oel nur in Afrika verbraucht, was sollte sich deswegen ändern? In Uganda wurde jetzt auch Oel gefunden.
Und wenn wie in Mali gute Verhältnisse von Terroristen bedroht werden, ist es auch wieder der Westen schuld, und es gibt welche, die auch noch applaudieren.
Es wird Zeit, dass auch mal Afrika nicht nur in den Bildern Natur oder Elend gezeigt wird. Auch da gibts Menschen, die ihrer Arbeit nachgehen, das Beste aus ihrem Leben machen wollen und zivilisiert und spiessig oder fortschrittlich sind wie hierzulande. Tatsächlich.
Afrika ist ein Kontinent. Verschiedene Länder, verschieden Musiken und Kulturen. Über den Kongo fliegt man drei Stunden und von Timbuktu bis Johannesburg sind es über 5.000 km. Oslo und Malaga KM 3000. Aber alles Europa und deswegen gleich? Klar.
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