Illegale Raffinerien : Überleben im Öl-Sumpf von Nigeria

Im Niger-Delta klauben Männer Ölreste verlassener Förderanlagen zusammen. Sie arbeiten in giftigen Dämpfen und verseuchtem Wasser. Bilder der unendlichen Ölkatastrophe

Früher war das Niger-Delta ein Naturparadies. Heute fließen hier nur noch braune Bäche. Konzerne wie Total und Exxon Mobil fördern Erdöl in der Region. Von den Gewinnen sehen die Menschen wenig. Viele bedienen sich in der Not selbst – aus stillgelegten Pipelines und Bohrköpfen zapfen sie illegal Öl. Ein Report der Vereinten Nationen kam zu dem Schluss, dass es 30 Jahre dauern könnte, die Umweltschäden im Niger-Delta zu beheben. Der nigerianische Fotograf Akintunde Akinleye hat die Arbeit in einer illegalen Raffinerie dokumentiert.

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Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Illegale Raffinerie

Der Artikel beschreibt das treiben von illegalen Raffinerien. Somit muss es ja dortig ( weil sonst ja nicht illegal ) ja auch Gesetze geben.

Wer als Umweltferkel hier in Deutschland so agiert, dem würde der Laden aber ruckzuck dicht gemacht.

Daher muss die Frage doch lauten: Warum dort nicht?

Mit jedem Tag wird die Umweltverschmutzung doch nur grösser - also tagtäglich ne Razzia und ab in U-Haft bis der Richter ein Urteil fällt.

Statt tausender Berichte weltweit darüber wären hunderte Razzien im Lande sicherlich effektiver.

Fremdzitat ( Bayr. Landeszentrale für politische Bildungsarbeit ): Nigeria erhält von zahlreichen Staaten Entwicklungshilfe. Insgesamt wurden an Nigeria 2004 317,6 Mio. US-Dollar Entwicklungshilfe gezahlt. Der Großteil kam dabei aus den USA (98,7 Mio. US-Dollar), die Europäische Union (EU) unterstützte Nigeria mit 49,8 Mio. US-Dollar, zehn Millionen davon zahlte Deutschland.

Alleine die Androhung die Entwicklungshilfe einzustellen ( Sorry, neuere Zahlen hatte ich auf die Schnelle nicht gefunden ) wird ein Wunder bewirken!!! Dann ist dieses " Problemchen " aber sowas von schnell gelöst, es wird keine Notwendigkeit für einen Folgeartikel geben. Wetten!

Nur so am Rande, nebenbei

@Nr.4 Keine Chance

Ihr Zitat: >Alleine die Androhung die Entwicklungshilfe einzustellen ( Sorry, neuere Zahlen hatte ich auf die Schnelle nicht gefunden ) wird ein Wunder bewirken!!! Dann ist dieses " Problemchen " aber sowas von schnell gelöst, es wird keine Notwendigkeit für einen Folgeartikel geben. Wetten!<

Wette angfenommen. Keine Chance für Sie zu gewinnen. Nur 2 Probleme, die aber entscheidend sind: 1. Korruption von der untersten zuständigen Ebene bis zur höchsten Ebene. 2. Zahlt Europa nicht, dann halt die Chinesen. Und seien Sie versichert, denen und den USA ist die Umweltverschmutzung im Nigerdelta so was von schmuzpiepegal.

Anscheinend haben Sie nicht viel Ahnung von den Verhältnissen in Nigeria (nicht böse gemeint). Hier ein wenig Aufklärung.

Der Reichtum des Landes an Bodenschätzen kommt bei der Bevölkerung nicht an. Das Ölgeld (und überhaupt nahezu alles Geld) versickert in der Politik und bei einigen wenigen anderen Proiteuren. Dass gegen das illegale "Ölzapfen" quasi nicht vorgegangen wird, hat den einfachen Grund, dass man den Leuten dort -und im Übrigen auch an anderen Stellen - diesen "Erwerb" lässt, um keine Aufstände zu provozieren, die in einem Pulverfass wie Nigeria ganz schnell zu einem flächendeckenden Chaos werden könnte. Dann allerdings würde das Militär rigoros eingesetzt werden, wie schon geschehen, z.B. bei dem Massaker 1999 in Bayelsa State (Odi).

Nur so am Rande, nebenbei.