Überleben im Öl-Sumpf von Nigeria

Ein Arbeiter einer illegalen Raffinerie steht an einem verseuchten Tümpel im Bundesstaat Bayelsa im Süden Nigerias. | © Akintunde Akinleye/Reuters
Früher war das Niger-Delta ein Naturparadies. Heute fließen hier nur noch braune Bäche. Konzerne wie Total und Exxon Mobil fördern Erdöl in der Region. Von den Gewinnen sehen die Menschen wenig. Viele bedienen sich in der Not selbst – aus stillgelegten Pipelines und Bohrköpfen zapfen sie illegal Öl. Ein Report der Vereinten Nationen kam zu dem Schluss, dass es 30 Jahre dauern könnte, die Umweltschäden im Niger-Delta zu beheben. Der nigerianische Fotograf Akintunde Akinleye hat die Arbeit in einer illegalen Raffinerie dokumentiert.
- Datum 18.01.2013 - 14:51 Uhr
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Beeindruckende Bilder. Aber:
Das Leben da ist anders. Werkswohnungen wie im Ruhrgebiet darf man nicht erwarten. Und eine sozial-und Umweltgesetzgebung wie im Ruhrgebiet der 1960iger Jahre scheitert nicht am Westen.
Die Abnehmer von Kohle und Erz haben sich auch nicht für Silikose und Arbeitsbedingungen der Bergleute interessiert. Und infolge auch der Sozialgestezgebung aus Födertürmen Denkmäler zu machen geht nicht überall, leider.
Vielleicht macht es China ja besser, wenn es investiert. Aber noch immer gilt sehr oft: Ignoriert man die Starken, die Chefs und ihre Familien, die 80% für sich haben wollen, läuft nichts. Egal wer kommt. Und würde das Oel nur in Afrika verbraucht, was sollte sich deswegen ändern? In Uganda wurde jetzt auch Oel gefunden.
Und wenn wie in Mali gute Verhältnisse von Terroristen bedroht werden, ist es auch wieder der Westen schuld, und es gibt welche, die auch noch applaudieren.
Es wird Zeit, dass auch mal Afrika nicht nur in den Bildern Natur oder Elend gezeigt wird. Auch da gibts Menschen, die ihrer Arbeit nachgehen, das Beste aus ihrem Leben machen wollen und zivilisiert und spiessig oder fortschrittlich sind wie hierzulande. Tatsächlich.
Afrika ist ein Kontinent. Verschiedene Länder, verschieden Musiken und Kulturen. Über den Kongo fliegt man drei Stunden und von Timbuktu bis Johannesburg sind es über 5.000 km. Oslo und Malaga KM 3000. Aber alles Europa und deswegen gleich? Klar.
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