IranTeheran ordnet Feiertag gegen Luftverschmutzung an

Für einen Tag bleiben in Teheran die Geschäfte geschlossen, Autos dürfen nicht fahren. So will die Stadt die Luftbelastung bekämpfen. Auch Fußballspiele fallen aus.

Teheran am letzten zusätzlichen Feiertag gegen die Luftverschmutzung im Dezember 2012

Teheran am letzten zusätzlichen Feiertag gegen die Luftverschmutzung im Dezember 2012  |  © Behrouz Mehri/AFP/GettyImages

Brennende Augen, gereizte Schleimhäute, schlechte Sicht: In Teheran hat der Smog derart zugenommen, dass die Behörden in der iranischen Hauptstadt an diesem Samstag einen zusätzlichen Feiertag verordnet haben, um die starke Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen.

Bis auf Krankenhäuser würden auch alle öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Universitäten geschlossen bleiben, zitierte die Nachrichtenagentur Isna das Büro der Stadtregierung. Auch Fußballspiele müssten ausfallen, um die Gesundheit der Spieler nicht zu gefährden, hieß es. Darüber hinaus gebe es beschränkte Fahrverbote für Autos, die sich laut Polizeiangaben nach den geraden beziehungsweise ungeraden Endziffern der Nummernschilder richten sollen.

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Schon im Dezember hatten die Behörden wegen der hohen Schadstoffkonzentration in der Luft einen Feiertag angeordnet. Teheran gilt als eine der am stärksten belasteten Städte der Welt. An Werktagen, wenn viele ins Zentrum pendeln, halten sich rund 15 Millionen Menschen in der Stadt auf.

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Leserkommentare
  1. Wie unterschiedlich die Probleme doch sein können. In Bagdad gibt es seit 10 Jahren US-Besatzung immer noch für jeden zweiten Haushalt keinen Strom (den es vorher überall gab).

    P.S. Smog ist ein Problem von Industrieländern.

    Die meisten Deutschen denken ja im Iran reitet man noch auf Kamelen.

    2 Leserempfehlungen
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    .. und gleich der erste Kommentar beschäftigt sich mit .. Bagdad, der dortigen Stromversorgung - und Kamelen. Glückwunsch!

    Und Smog ist nicht (mehr) das Problem von Industrieländern, sondern von Schwellenländern. Smog entsteht z.B. bei der wilden Verbrennung von Müll, wie es Tag und Nacht am Rande etlicher indischer Metropolen geschieht, in austauscharmen Tallagen (Athen, Los Angeles) und ist heute in vielen Industrieländern Geschichte, dank Katalysatoren und anderer Immissionsschutzmaßnahmen. (Griechenland erlebt zurzeit durch seine zeitweise Herabstufung auf Schwellenland-Niveau, wie Smog riecht, wenn Leute kein Heizöl oder Gas mehr bezahlen können und auf Holz umsteigen müssen.)

    Viele Menschen in Schwellenländern wären froh, dürften sie den "Smog" in den Industrieländern atmen.

    • Nukem
    • 04. Januar 2013 10:26 Uhr

    Was für eine Meldung! Dagegen verblasst natürlich der Mord an
    Daniel Magrufta. :-((

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=298214

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    • FLH80
    • 04. Januar 2013 12:10 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au

  2. Ein autofreier Sonntag, obwohl Verbote immer die Freiheit einschränken, also könnte ich mir alternativ vorstellen, dass am Sonntag der öffentliche Nahverkehr und die Bahn um sonst sind. Was würde das wohl kosten??

  3. .. und gleich der erste Kommentar beschäftigt sich mit .. Bagdad, der dortigen Stromversorgung - und Kamelen. Glückwunsch!

    Und Smog ist nicht (mehr) das Problem von Industrieländern, sondern von Schwellenländern. Smog entsteht z.B. bei der wilden Verbrennung von Müll, wie es Tag und Nacht am Rande etlicher indischer Metropolen geschieht, in austauscharmen Tallagen (Athen, Los Angeles) und ist heute in vielen Industrieländern Geschichte, dank Katalysatoren und anderer Immissionsschutzmaßnahmen. (Griechenland erlebt zurzeit durch seine zeitweise Herabstufung auf Schwellenland-Niveau, wie Smog riecht, wenn Leute kein Heizöl oder Gas mehr bezahlen können und auf Holz umsteigen müssen.)

    Viele Menschen in Schwellenländern wären froh, dürften sie den "Smog" in den Industrieländern atmen.

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    Müll verbrennen? Ich gehe mal eher davon aus das liegt an den 3 Millionen Autos und Bussen in Teheran.

    Was ich eigentlich aussagen wollte mit meinen ersten Beitrag, ist dass Teheran eine Weltstadt ist. Hat mir zumindest jeder erzählt, wie beeindruckt er war als er dort war.

    Bei uns ist ja wirklich wenig bekannt über den Iran und eine 12 Millionen Einwohnerstadt mit U-Bahn & Co. und modernster Industrie erwartet halt keiner.

  4. Müll verbrennen? Ich gehe mal eher davon aus das liegt an den 3 Millionen Autos und Bussen in Teheran.

    Was ich eigentlich aussagen wollte mit meinen ersten Beitrag, ist dass Teheran eine Weltstadt ist. Hat mir zumindest jeder erzählt, wie beeindruckt er war als er dort war.

    Bei uns ist ja wirklich wenig bekannt über den Iran und eine 12 Millionen Einwohnerstadt mit U-Bahn & Co. und modernster Industrie erwartet halt keiner.

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    Und da haben wir auch das Missverständnis. Sie denken, wenn eine Großstadt im Smog untergeht, wäre das ein Zeichen für Fortschritt.

    • Statist
    • 04. Januar 2013 19:53 Uhr

    dass Theran groß sei, auch nicht, dass die Bevölkerung mobil ist. Darüber hinaus ist die Luft auch viel trockener als bei uns, weshalb denen die Autos nicht wegrosten, und weshalb die Lebensdauer nicht 3-10 Jahre, sondern eher das 5-fache ist.

    Da darüber hinaus Sprit sparen nicht nötig ist (die haben ja selbst Öl) und die Scharia keinen Umweltschutz vorschreibt, wird der blaue Dunst wohl auch noch eine Weile ein Problem bleiben, nämlich solange, bis die Führung sich selbst daran stört. In den Industrieländern hat das (auch aufgrund des mangelnden Know How) mehrere Jahrzehnte gedauert.

    • FLH80
    • 04. Januar 2013 12:10 Uhr
    6. [...]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au

  5. 7. [...]

    Und da haben wir auch das Missverständnis. Sie denken, wenn eine Großstadt im Smog untergeht, wäre das ein Zeichen für Fortschritt.

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    Antwort auf "Müll verbrennen?"
    • Statist
    • 04. Januar 2013 19:53 Uhr

    dass Theran groß sei, auch nicht, dass die Bevölkerung mobil ist. Darüber hinaus ist die Luft auch viel trockener als bei uns, weshalb denen die Autos nicht wegrosten, und weshalb die Lebensdauer nicht 3-10 Jahre, sondern eher das 5-fache ist.

    Da darüber hinaus Sprit sparen nicht nötig ist (die haben ja selbst Öl) und die Scharia keinen Umweltschutz vorschreibt, wird der blaue Dunst wohl auch noch eine Weile ein Problem bleiben, nämlich solange, bis die Führung sich selbst daran stört. In den Industrieländern hat das (auch aufgrund des mangelnden Know How) mehrere Jahrzehnte gedauert.

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    Antwort auf "Müll verbrennen?"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Iran | Teheran | Feiertag | Luftverschmutzung | Auto | Behörde
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