Megastädte : Pekings Luft ist schlecht, Delhis schlechter
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Lebensstandard in Delhi ist niedriger als in Peking


Verantwortlich für die indische Lethargie ist der im Vergleich mit Peking deutlich niedrigere Lebensstandard der meisten Menschen. Viele können in den kalten Wintermonaten nicht heizen. Sie frieren – und denken nicht daran, wie schlecht die Luft ist. Auch käme man nicht darauf, beim Kohle und Holz verbrennen etwas einzusparen. Man hat ja eh nicht genug zum Heizen. Zudem kann die Delhier Regierung den Leuten schlecht wie in Peking befehlen, vom Auto auf Bus und U-Bahnen umzusteigen. Dafür fehlt es an öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor allem das U-Bahn-Netz ist noch sehr weit gespannt.

Ohne Alternativen aber ist das Leben im Smog offenbar sehr viel entspannter. Zumal in Delhi die Temperaturen nicht vergleichbar in den Keller sinken und die Mittagssonne auch im Winter wärmt. Man flüchtet also nicht in die Häuser wie in Peking, sondern bleibt an der verschmutzten Luft.

Gut für die Gesundheit ist das nicht, aber es hilft die Gefahr zu verdrängen. Sogar die Fussballliga der Delhier Eliteschulen ließ am Freitag die Kinder weiter im Freien kicken. "Ach, die haben alle nur ein bisschen Erkältung", erklärte die Liga-Koordinatorin Kanchan Singh das Wegbleiben einiger Kinder. Nicht einmal bei den reichen Indern klingen die Smog-Alarmglocken.

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Kommentare

35 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

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und andere Hilfeleistungen aus dem Ausland würden unterm Strich rein gar nichts bringen und wären alles andere als eine win/win Situation,wenn man mal davon absieht,dass hier eventuell wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stünden.
Eine win/win Situation wird sich erst dann ergeben,wenn sich China und Indien in Sachen CO2-Emission auf eine andere Politik einigen würden.
BIs dahin sind die Folgen nicht wirklich absehbar,aber mit Sicherheit negativ.

nun...

...dass die Luft in Delhi i.A. nicht ganz frisch ist, ist doch wohl eine länger bekannte Tatsache. Am Besten zu "genießen" im Wonnemonat Mai. Da kommt nämlich noch das Vormonsoon-Wüstenklima dazu mit bis zu 50°C im Schatten. Nachts kühlt's dann auf nur noch 30°C ab. Ich "Indienspezialist" hab gerade dann meine Reise 1999 dort begonnen und musste noch eine Woche auf einen Kumpel dort warten, um dann Richtung Himalaya zu flüchten. 3 Monate später, wieder zurück in Delhi waren es dann nur noch 35°C tagsüber, dann aber in der Monsoonwaschküche dort. Die Luftverschmutzung war allerdings weiterhin auf dem gleichen Level, und dann die Flucht nach Kerala...

Ich hab mich schon gewundert, warum die Chinesen in Beijing so mimosenhaft jammern, lol

War 2009 in Indien

Dehli ein Tag, Mumbai insgesamt fast ne Woche.

Da war mit der Luft alles normal. (jedenfalls nasen- und augenscheilich, selbst in Dhawari)

Also entweder ist es in denen 4 Jahren extrem viel schlechter geworden oder es hängt stark von Jahreszeit und Wetter ab.

Oh mann wann wachen wir endlich auf? Für Wirtschaftswachstum unsere Lebensgrundlage ruiniern - na ja hat ja bisher auch immer geklappt.
Könnte uns eine intelligete Spezies aus dem All beobachten, sie würden uns für die dämlichsten Geschöpfe im ganzen Universum halten.