Der Schutz von fünf bedrohten Haiarten wird trotz des Widerstands von Japan und China deutlich verbessert. Die 178 Cites-Staaten beschlossen zum Abschluss der Internationalen Artenschutzkonferenz , den Handel mit Weißspitzen-Hochseehaien, drei Hammerhaiarten sowie mit Heringhaien und Mantarochen strengen Auflagen zu unterwerfen.

Die fünf Haiarten erhalten damit denselben Schutz wie der Weiße Hai, der Walhai und der Riesenhai. Zu einem völligen Handelsverbot konnten sich die Cites-Staaten allerdings nicht durchringen. 

Japan und China sowie weitere asiatische Staaten hatten vergeblich versucht, den Antrag zum Haischutz zu verhindern. Nach Angaben der Welternährungsorganisation ( Fao ) werden weltweit jährlich rund 100 Millionen Haie vor allem wegen ihrer Flossen getötet. In Asien ist Haifischflossensuppe eine Delikatesse . Dutzende Arten sind nach Angaben von Umweltschützern vom Aussterben bedroht. In den vergangenen 100 Jahren ist der weltweite Haifischbestand wegen Überfischung durch Staaten wie Indonesien um 90 Prozent zurückgegangen.

"Endlich auf Forscher gehört"

Glenn Sant von der Naturschutzorganisation Traffic sprach von einem "historischen Tag für den Schutz der Meerestiere". Den abnehmenden Hai-Populationen sei damit eine "Rettungsleine" zugeworfen worden: "Cites hat endlich auf die Forscher gehört."

Die Naturschutzorganisation WWF zog ein grundsätzlich positives Fazit der Konferenz. Nach einem Jahrzehnt des Stillstands hätten sich "in breitem Stil Umwelt- und Naturschutzziele gegenüber kommerzieller Ausbeutung durchgesetzt". Die Cites-Staaten hatten sich in Bangkok auf den neuen Schutz von mehr als 200 Tier- und Pflanzenarten geeinigt.

Keine Sanktionen wegen Elfenbeinhandels