ChinaTausende Schweinekadaver in Fluss in Shanghai entdeckt

Im Huangpu-Fluss sind Tausende tote Schweine gefunden worden. Bewohner der chinesischen Metropole sind verunsichert und sorgen sich um Sauberkeit des Wassers.

Arbeiter holen Kadaver aus dem Huangpu Fluss in Shanghai.

Arbeiter holen Kadaver aus dem Huangpu Fluss in Shanghai.  |  © Reuters

Mehr als 2.800 tote Schweine sind seit dem Wochenende in Shanghai aus dem Huangpu-Fluss gezogen worden. Dies teilte die Gewässeraufsicht von Shanghai mit.   

Mit langen Stangen angelten Helfer die grau und lila angelaufenen Kadaver aus dem Fluss, der mitten durch die Stadt fließt. Die Arbeiter holten sowohl Jungtiere als auch ausgewachsene, mehrere Hundert Pfund schwere Exemplare aus dem Wasser. Der Gestank von verwestem Fleisch hing in der Luft.

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Bewohner sorgten sich angesichts der Aktion um die Sauberkeit des Wassers. "Ist das Wasser noch trinkbar, nachdem tote Schweine darin trieben?", zitierte die Zeitung China Daily einen Anwohner. Die Stadtverwaltung versicherte, stündlich genommene Wasserproben zeigten bislang normale Werte.

Die ersten Tierleichen wurden vergangenen Donnerstag in dem Fluss entdeckt. Die Ursache für den Tod der Tiere ist unklar. Es wird vermutet, dass sie in der flussaufwärts gelegenen Provinz Zhejiang verendet sind, und die dortigen Bauern sie ins Wasser geworfen haben.

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Leserkommentare
  1. das nenne ich mal ne Sauerei!

    3 Leserempfehlungen
    • deDude
    • 11. März 2013 17:23 Uhr

    .... von Exitus Letalis, doch "die Stadtverwaltung versicherte, stündlich genommene Wasserproben zeigten bislang normale Werte."

    Eine Leserempfehlung
  2. es verrottet nicht.

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    man darf auch verrotten sagen

    Redaktion

    … für den Hinweis! Wir haben das berichtigt.

    Herzliche Grüße aus der Redaktion.

    da ich ja Neunmalkluge echt liebe.

    Verrottung ist ein Hyperonym. Zu seinen Hyponymen zählt sowohl der Begriff Verwesung wie auch die Fäulnis (beide Begriffe sind definitiv abzugrenzen, da Verwesung generell aerob stattfindet - im Wasser nicht zwingend der Fall.
    Wahrscheinlicher wäre hier die Fäulnis).

    Insofern wäre ich anstelle der Redaktion lieber beim Oberbegriff geblieben, da er zumindest definitiv richtig ist.

  3. >Bewohner der chinesischen Metropole sind verunsichert und sorgen sich um Sauberkeit des Wassers.

    Gehen Sie mal in erster Annäherung davon aus, dass der Fluss soundso nicht besonders sauber ist. Und trinkbar wäre das Wasser - nach Deuschen Masstäben - sicher nicht.

    8 Leserempfehlungen
  4. 5. irrtum

    man darf auch verrotten sagen

    Antwort auf "Fleisch verwest,"
  5. Kommt über fünf Ecken für Lasagne nach Europa.

    4 Leserempfehlungen
  6. Redaktion

    … für den Hinweis! Wir haben das berichtigt.

    Herzliche Grüße aus der Redaktion.

    Antwort auf "Fleisch verwest,"
  7. Mir fällt gerade auf, dass sich in China offensichtlich etwas bewegt - vor 20 Jahren wäre es völlig undenkbar gewesen, dass ein solcher Artikel in einer deutschen Zeitung erschienen wäre...

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die deutsche Presse zeigt immer dann mit dem Finger auf andere, wenn es hierzulande etwas unter den Teppich zu kehren gibt...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, tst
  • Schlagworte Provinz | Stadt | Tier | Tod | Wasser | China
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