Frühstück mit Walhai
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Der Fischer Jersen Soriano fährt mit seinem Boot nicht aufs Meer, um zu fischen. Er hat Krabben dabei, um Walhaie zu füttern. Hunderte Touristen wollen die riesigen Tiere jeden Tag bestaunen. | © David Loh/Reuters
Mehr als 20 Tonnen schwer und fast 13 Meter lang können Walhaie (Rhincodon typus) werden. Weil die kaum erforschten Riesen friedlich sind, können sich Menschen ihnen nähern – wenn sie die seltenen Tiere überhaupt zu Gesicht bekommen. Vor dem Dorf Tan-awan auf der philippinischen Insel Cebu ist das möglich, hier tummeln sich täglich bis zu zehn Walhaie. Einheimische locken sie morgens mit Krabben an. Seit zwei Jahren können Urlauber gegen Gebühr mit den größten Fischen der Welt schwimmen. Tierschützer aber fürchten, dass dies den Wildtieren schadet.
- Datum 25.03.2013 - 12:18 Uhr
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>Tierschützer aber fürchten, dass dies den Wildtieren schadet.<
Das war auch mein erster Gedanke.
Ich bin diesen friedlichen Riesen einige Male unter Wasser begegnet, auch ohne, dass man sie extra anlocken musste. Es gibt da genug Stellen auf der Welt, wo man diesen herrlichen Tieren fast garantiert zu bestimmten Jahreszeiten begegnet.
Dann aber verließen meine Gedanken bald den Tierschutz...wenn man so einfach "Kräbbchen" ins Meer schüttet, besteht immer das Risiko, dass als Nebeneffekt auch ganz andere Meerestiere angelockt werden. Jede Form von Anfütterung ist daher ein Risiko...für die Tiere und für die Menschen, die sich ins Wasser begeben.
Aber ich verurteile jetzt bewusst nicht das Vorgehen der Einheimischen, dass sie diese Einnahmequelle gefunden haben und diese nutzen. Da gibt es weit schlimmere Dinge, die ich schon gesehen habe...verschuldet von Urlaubern durch hirnlose Vergnügungssucht, von Gastgebern durch rücksichtslose Profitsucht und - ja auch das - von sogenannten Tierschützern durch falsches Hilfsverständnis.
Umweltschützer beobachten die Touristenattraktion mit Sorge. Wenn die Walhaie gefüttert werden, sei das "kein natürliches Verhalten für die Tiere", sagt der Chef der italienischen Umweltorganisation Physalus, Alessandro Ponzo.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik. Danke, die Redaktion/se
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