Klima - 2013 ist siebtwärmstes Jahr der Wettergeschichte gewesen

Mehrere Länder, darunter beispielsweise Australien, Teile von Äthiopien und Tansania sowie Zentralasiens, erlebten sogar ihr wärmstes Jahr seit Beginn der Messungen, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die US-Klimabehörde NOAA mit.

Nach Angaben der Nasa war 2013 mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 14,6 Grad Celsius – gemeinsam mit 2009 und 2006 – das siebtwärmste jemals gemessene Jahr. Die Daten der NOAA geben es sogar als das viertwärmste Jahr aus. Die weltweite Durchschnittstemperatur im 20. Jahrhundert lag laut NOAA bei 13,9 Grad. Zuletzt wurde dieser Wert 37-mal infolge übertroffen, wobei sämtliche Jahre im 21. Jahrhundert zu den wärmsten überhaupt gehörten.

Die bislang höchsten Durchschnittstemperaturen wurden laut NOAA 2010 gemessen, gefolgt von den Jahren 2005 und 1998. Anders als in diesen Jahren blieb 2013 allerdings das extreme Naturereignis El Niño aus, das im Pazifik, am Äquator und östlich davon besonders hohe Temperaturen mit sich bringt. Tritt das Wetterphänomen in diesem Jahr wie von Meteorologen vorhergesagt erneut auf, könnte dies die Durchschnittstemperatur weiter in die Höhe treiben.

Forscher sehen eindeutige Bestätigung für Klimawandel

Die Daten, die auf Studien und Auswertungen des Goddard-Instituts für Weltraumforschung (Giss) in New York beruhen, bestätigten den Trend der globalen Klimaerwärmung, teilte die Nasa mit. "Langzeittrends bei Bodentemperaturen sind ungewöhnlich und 2013 ist ein weiterer Beweis für den andauernden Klimawandel", sagte Giss-Forscher Gavin Schmidt. "Diese Langzeittrends werden nicht verschwinden. Da ist kein Fehler in unseren Berechnungen." Niemand dürfe sich durch Kälteeinbrüche oder andere extreme Wetterphänomene täuschen lassen, sagte Schmidt.

DieNasa führt den Klimawandel auch auf den Anstieg des CO2-Ausstoßes zurück. Der Anteil des Treibhausgases in der Atmosphäre stieg seit 1880 von 285 ppm (parts per million) auf 400 ppm im vergangenen Jahr. Ein Nebeneffekt der Erderwärmung ist die Eisschmelze in der Arktis, die zu einem Anstieg des Meeresspiegels beiträgt. "Vor allem in den vergangenen zehn, elf Jahren ist das arktische Eis deutlich zurückgegangen", sagte NOAA-Experte Thomas Karl.