Ein Mann überquert in dichtem Smog Bahnschienen in der indischen Stadt Neu-Delhi. © Anindito Mukherjee/Reuters

Die Luft in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi ist deutlich stärker verschmutzt als die in der chinesischen Hauptstadt Peking. In den ersten drei Wochen des Jahres habe sich in 1.000 Litern Luft mehr als 400 Mikrogramm Feinstaub befunden, schreibt die New York Times und beruft sich auf eine Messstation im Stadtteil Punjabi Bagh. Demnach habe der Tagesdurchschnitt bei 483 Mikrogramm gelegen.

In Peking, einer Stadt, deren Luft als sehr verschmutzt gilt, habe der Durchschnittswert in den ersten Wochen des Jahres bei 227 Mikrogramm gelegen, schreibt die Zeitung. In Deutschland gelten Werte von mehr als 18 Mikrogramm pro 1.000 Liter Luft als bedenklich.

Wissenschaftler der US-Universität Yale hatten kürzlich in einer Analyse festgestellt, dass sich unter den zehn Nationen mit der höchsten Luftverschmutzung sieben südasiatische Staaten befinden.

In Indien leiden die Menschen besonders unter den Folgen des Smog. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe das Land die höchste Todesrate aufgrund von chronischen Atemwegserkrankungen. Demnach sterben in Indien mehr Menschen an Asthma als in jedem anderen Land.

Menschen, die stark verschmutzte Luft einatmen, drohen schwere gesundheitliche Schäden: Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Herzversagen. Im Oktober bestätigte die WHO, dass Luftverschmutzung Lungenkrebs verursachen könne.