Die Luftverschmutzung in Frankreich hat eine dramatische Grenze erreicht und lässt die zuständigen Behörden zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen: Bewohner und Touristen können in der Hauptstadt Paris kostenlos städtische Fahrräder und Elektroautos nutzen. Die öffentlichen Verkehrsmittel im Großraum Paris können von Freitag bis Sonntag kostenlos genutzt werden.

Die zuständige Behörde begründete den Schritt mit den "bedeutenden Risiken für die Gesundheit". In der französischen Hauptstadt werden die zulässigen Höchstwerte für die zum Teil krebserregenden Feinstaub-Partikel seit Tagen überschritten.

Auf zahlreichen Straßen im Großraum der französischen Hauptstadt gelten zudem besondere Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die Stadtverwaltung forderte die Einwohner auf, ihre Autos ganz stehenzulassen. Sie müssen vorerst keine Parkgebühren zahlen. 

Die Luftverschmutzung geht unter anderem auf den Autoverkehr zurück und wird derzeit durch die Wetterlage verstärkt. Ein Hochdruckgebiet über Frankreich mit vergleichsweise kühlen Nächten und warmen Temperaturen am Tag sorgt dafür, dass die schädlichen Partikel an Ort und Stelle gehalten werden. Betroffen von der Luftverschmutzung ist nicht nur Paris, sondern ein großer Teil von Frankreich. So sind die Werte auch in Lyon dramatisch erhöht.