Durch eine Serie von Tornados im Süden und Mittleren Westen der USA sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Allein im Bundesstaat Arkansas wurden nach Behördenangaben 16 Tote gezählt. Besonders betroffen war die 4.000-Einwohner-Stadt Vilonia. Das Zentrum sei offenbar dem Erdboden gleichgemacht worden, sagte Bürgermeister James Firestone dem Sender CNN: "Hier herrscht Chaos."

Im Zentrum Vilonias seien Gas- und Wasserleitungen geborsten, es stünden nur noch einige Mauern, sagte Firestone weiter. Die Einwohner seien 45 Minuten, bevor die Stürme über Vilonia fegten, durch Sirenen gewarnt worden. Vermutlich seien dadurch Menschenleben gerettet worden, sagte der Bürgermeister. Aus den benachbarten Städten seien Feuerwehr und Polizei sowie die Nationalgarde zur Verstärkung angefordert worden.

Auch große Teile der Ortschaft Mayflower mit rund 2.300 Einwohnern im selben Bundesstaat lagen in Trümmern. Wegen umgestürzter Autos und Schutts musste in der Gegend ein Teil der Autobahn Interstate 40, eine der großen Ost-West-Achsen durch die USA, gesperrt werden. Der örtliche Fernsehsender TVH 11 zeigte Bilder von umgestürzten Autos, entwurzelten Bäumen und ganzen zerstörten Wohnblöcken.

Mike Beebe, Gouverneur von Arkansas, schrieb auf Twitter: "Das war wirklich eine schreckliche Nacht für viele Familien, Viertel und Gemeinden, aber die Menschen in Arkansas können immer einen Gang hochschalten, um anderen beim Wiederaufbau zu helfen."

Im Bundesstaat Oklahoma wurden durch die Tornados mindestens zwei Menschen getötet. Besonders betroffen war die kleine Stadt Quapaw. Eine Vertreterin der Katastrophenschutzbehörde sagte, zahlreiche Gebäude seien beschädigt worden. Örtlichen Medien zufolge kam im Bundesstaat Iowa ein Mensch ums Leben. Dort hob ein Tornado das Dach einer Klinik in der Kleinstadt Oskaloosa ab.

Verwüstungen wurden ebenfalls aus dem Bundesstaat Kansas gemeldet, dort gab es aber zunächst keine Opfer. Insgesamt waren rund 15.000 Haushalte ohne Strom, wie regionale Versorger mitteilten. Die Behörden gaben Unwetterwarnungen heraus. Nach den Stürmen am Sonntag und Montag wurden weitere Tornados für Dienstag erwartet.

US-Präsident Barack Obama sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Bei einem Besuch auf den Philippinen sicherte er den Betroffenen zudem Hilfen durch die Bundesregierung zu. "Ihr Land wird da sein, um Ihnen beim Wiederaufbau zu helfen, egal, wie lange dies dauert", sagte Obama.