In Afrika sind im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins von Wilderern getötet worden. Dies hat das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (Cites) in Genf mitgeteilt.

Cites hatte Elfenbeinhandel 1989 verboten. In den vergangenen zwei Jahren sei die Zahl der Fälle von Wilderei insgesamt gesunken, teilte die Behörde mit. Das liege daran, dass entsprechende Gesetze besser umgesetzt würden und auch die  Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gestiegen sei.

Dennoch gebe es zu viel Wilderei, sie übersteige den natürlichen Zuwachs der Elefantenpopulation bei Weitem, warnen die Artenschützer. Es würden jeweils größere Mengen von Elfenbein beschlagnahmt – ein Zeichen dafür, dass der Handel international organisiert sei. Besonders in Tansania, Uganda und Kenia sei der illegale Elfenbeinhandel verbreitet. Diese drei Länder gehörten zu insgesamt acht Nationen, die Aktionspläne aufstellen müssten, um dem Schmuggel Einhalt zu gebieten, forderte die Behörde.

Gründe für die Wilderei sind den Angaben zufolge Armut, eine geringe  Strafverfolgung in den betroffenen Ländern sowie die internationale Nachfrage. Wenn es so weitergehe, so steht es in dem Bericht, werde die Zahl der Elefanten in Afrika kontinuierlich zurückgehen.