Im Golf von Mexiko haben sich infolge der Katastrophe auf der BP-Ölplattform Deepwater Horizon bis zu zwei Millionen Barrel Öl auf dem Meeresgrund abgelagert. Dies berichteten Forscher im US-Magazin Proceedings of the National Academy of Science (Valentine et al., 2014). 

In ihrer Studie analysierten die Wissenschaftler die Ölmenge von mehr als 3.000 Sedimentproben von 534 Stellen in bis zu 1.300 Metern Tiefe. Demnach hat sich bei der Explosion der Bohrplattform im April 2010 das freigesetzte Öl auf einer Fläche von bis zu 3.200 Quadratkilometern verteilt.

An der Frage, wie viele Barrel Öl bei der Katastrophe ins Meer austraten, entscheidet sich die Höhe der Entschädigung und des Schadensersatzes, welche die US-Justiz von dem britischen Ölkonzern BP fordert. Während die offizielle US-Schätzung von 4,9 Millionen Barrel ausgeht, setzt BP selbst die Menge bei 3,1 Millionen an.

Die neue Studie geht von rund fünf Millionen Barrel aus, von denen sich bis zu zwei Millionen auf dem Meeresboden ablagerten. Im Januar will die Justiz ein neues Verfahren beginnen, um über die genaue Ölmenge zu entscheiden.