Große Hitze und fehlender Regen haben in manchen Teilen Deutschlands eine starke Dürre verursacht. "In Südhessen, Teilen von Nordbayern, Sachsen bis ins südliche Brandenburg ist der Boden so trocken wie seit 50 Jahren nicht", teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Die obersten 30 bis 60 Zentimeter des Bodens seien dort völlig ausgetrocknet, sagte Udo Busch, Leiter der DWD-Agrarmeteorologie. Das schade allen Pflanzen mit kurzen Wurzeln.

Um das Niederschlagsdefizit der vergangenen Monate auszugleichen, müsste es nach Einschätzung des Experten etliche Tage fünf bis zehn Liter pro Quadratmeter regnen. Gewittergüsse, bei denen innerhalb kürzester Zeit mehr als zehn Liter Regen pro Quadratmeter fallen, würden nicht langfristig helfen. Dieses Wasser sei nach drei bis vier Tagen verdunstet. Zudem könne durch heftige Niederschläge zusätzlich Erde weggespült werden.

Es werde dennoch keine bleibenden Schäden durch die Dürre geben, sagte Busch. Die Wasservorräte im Boden würden im Winter wieder aufgefüllt, davon sei auch in diesem Jahr auszugehen.

Auch die Schifffahrt muss sich auf die Trockenheit einstellen: In Teilen Bayerns fahren einige Lastschiffe mit weniger Ladung, um ihren Tiefgang dem geringen Wasserpegel anzupassen. Bei Frankfurt an der Oder liegt der Schiffsverkehr seit Wochen vollständig lahm. Auch andere europäische Länder wie Polen und Spanien leiden unter der anhaltenden Trockenheit.