Wie jedes Jahr häufen sich vor dem Klimagipfel die Meldungen darüber, wie schlecht es um Erde und Mensch steht: Arten sterben in Massen aus, Dürren und Stürme werden stärker und der Meeresspiegel steigt, weil der Planet sich erwärmt. Klimaforscher, Politiker und NGOs formulieren Warnungen und fordern die Weltgemeinschaft zum Handeln auf. Dabei sah es doch nach dem Treffen in Paris vergangenes Jahr recht vielversprechend aus!

Auf dem Klimagipfel hatten sich die Staats- und Regierungschefs darauf geeinigt, die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten. Ein Durchbruch, hieß es. Allerdings muss der Vertrag erst noch umgesetzt werden. Wie, darüber diskutieren die Teilnehmer der diesjährigen Klimakonferenz in Marrakesch.

Währenddessen gibt es weiterhin Menschen, die nicht hinter den Vorhaben stehen. Genannt: Klimaskeptiker. Diese bezweifeln nicht das Klima an sich, sondern den menschengemachten Klimawandel. Sie stellen vor allem den Einfluss des Menschen auf die globale Erwärmung infrage. "Alles natürlich", sagen sie.

Was sicher ist: Nie zuvor war die Menschheit in einer vergleichbaren Situation. Nie zuvor lebten so viele Menschen auf der Erde und nie zuvor gelangten so viele Treibhausgase in die Luft. Dennoch scheint manche These nicht abwegig: Beispielsweise ist belegt, dass sich die Erde schon vor Beginn der Industrialisierung erwärmt hat. Hat der Mensch also wirklich nichts damit zu tun? Und ist der Treibhauseffekt am Ende gar nicht so schlimm, wie alle sagen? Unsere Kartengeschichte gibt Antworten auf einige grundlegende Fragen zum Klimawandel.