China hat für die Hauptstadt Peking erneut die höchste Smog-Alarmstufe ausgerufen. Die Metropole müsse sich ab Samstag bis Dienstag auf stark verschmutzte Luft einstellen, teilte das nationale Wetteramt am Freitag mit. Die Warnung gelte für einen Großteil von Nordchina, am stärksten betroffen sei allerdings die Hauptstadt. Während der höchsten Warnstufe bleiben Schulen und Kindergärten geschlossen, einige Industriebetriebe müssen den Betrieb einschränken oder stoppen. Auch für den Autoverkehr gelten Beschränkungen.

Es ist erst das zweite Mal, dass in Peking die höchste Warnstufe ausgerufen wird, allerdings auch das zweite Mal in diesem Monat. Bei der Alarmstufe Rot müssen einige Betriebe die Produktion einstellen, Schulen werden geschlossen und der Verkehr eingeschränkt.

Am Freitagmorgen lag die Schadstoffbelastung bei einem Wert von 151, der bereits als gefährlich gilt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Höchstwert von 25. Zuletzt wurde sogar ein Wert von über 600 erreicht.

Bewohner in Peking haben die Behörden in der Vergangenheit dafür kritisiert, zu lange mit der höchsten Alarmstufe zu zögern. Peking hatte den mehrstufigen Smog-Alarm 2013 eingeführt. Trotz alarmierender Schadstoffwerte verzichteten die Behörden jedoch bis Anfang Dezember darauf, die höchste Warnstufe auszurufen.

China gilt als weltweit der größte Verursacher von Treibhausgasen und leidet unter einer massiven Luftverschmutzung unter anderem durch die zahlreichen Kohlekraftwerke.

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