Mehrere italienische Großstädte haben wegen der hohen Luftverschmutzung Fahrverbote erlassen. In Mailand gilt von Montag bis Mittwoch von 10 bis 16 Uhr ein weitgehendes Fahrverbot für alle Privatwagen. In Rom dürfen am Montag von 7.30 bis 12.30 Uhr und von 16.30 bis 20.30 Uhr keine Autos mit ungerader Zahl auf dem Nummernschild fahren, am Dienstag keine Wagen mit geraden Zahlen.

Die Städte versuchen außerdem, Anreize zu schaffen, damit die Menschen ihre Autos öfter stehen lassen. In Rom gilt ein Einzelfahrschein jetzt den gesamten Tag, Mailand hatte diese Regel bereits Mitte Dezember eingeführt. In Turin gibt es Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr von Samstag bis Dienstag.

Ob die Fahrverbote in den kommenden Tagen verlängert werden, ist noch unklar. Umweltminister Gian Luca Galletti will am Mittwoch in einer Krisensitzung mit den Bürgermeistern der großen Städte und den Präsidenten der Regionen über das weitere Vorgehen beraten.

In den vier größten Kommunen des Landes Rom, Mailand, Neapel und Turin zeigten Messungen an mehr als den zulässigen 35 Tagen pro Jahr Werte über 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Das derzeit sonnig-trockene und windarme Wetter in Italien begünstigt eine hohe Feinstaubkonzentration. Deshalb hoffen viele auf einen Wetterumschwung mit mehr Wind und Regen.